Während bei uns jeder Kolonialismus verdammt wird und man bereits Reparationen fordert und politkorrekt Straßen afrikanisch umbenennen muß – siehe May-Ayim-Ufer in Berlin-Kreuzberg, ehemals Gröbenufer -, weil wir zu Kaiserszeiten fünf Minuten in Afrika waren, haben die Bundesrepublik und viele andere Staaten den Einmarsch, die Besetzung und Annektierung durch Maos „Volksbefreiungsarmee“ in Tibet anno 1951 anerkannt. Die Tibeter haben keine Lobby. Beinahe unbemerkt von der Weltöffentlichkeit haben sich allein im letzten Monat 31 junge Tibeter wegen der Unterdrückung durch die Chinesen mit Benzin übergossen und selber angezündet! Beachtlich!

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28 KOMMENTARE

  1. „Beachtlich“ Booah!

    (Vorsicht! Nur Blabber)

    Habe irgendwo gelesen, dass auch die Tibeter (wie im Islam, Allah 4:89) auf Befehl vom Dalai Lahma (Oberhaupt) die Todesstrafe für Abtrünnige vom Glauben durchführten!

  2. Das interessiert die Chinesen so wenig wie die Deutschen die Selbstverbrennung von Roland Weisselberg.

  3. Das man hier nichts hört liegt daran, dass im Weltbild linksgrüner Gutmenschen_Innen nur weiße, heterosexuelle Männer (Kolonial)Verbrechen begehen können.

    Bei allen anderen sind es Verbotsirrtümer, kulturelle Besonderheiten oder die schlimme Kindheit. Deshalb können die auch nichts dafür und müssen umgehend mit deutschen Steuergeldern zugeschüttet werden, damit sie sich bessern.

  4. Wie bereits #2 Leserin schrieb, das interessiert in China kein Schwein (etwas deftiger ausgedrückt), bei uns aber auch niemanden. In den Tageszeitungen wird diese Meldung bestenfalls einen 5-Zeiler wert sein. Dabei ist China (obwohl immer noch kommunistisch) vom durch die Political Correctness verhängten Tabu ausgenommen. D.h., man darf das chinesische Regime sehr wohl kritisieren.

    Wo ich lese „weil wir zu Kaiserszeiten fünf Minuten in Afrika waren“ fällt mir die Radiomeldung von gestern ein: Da hat doch tatsächlich jemand gefordert, dass wir den afrikanischen Staaten Schadensersatz leisten müssen, wenn diese dank der von uns verursachten Globalen Erwärmung Missernten haben …

  5. #7 KDL (09. Dez 2012 12:36)

    dank der von uns verursachten Globalen Erwärmung

    Auch eine Art von Eurozentrismus. Oder gar Germanozentrismus?

    Wenn wir schon nicht mehr Fussballweltmeister werden, dann doch mindestens Weltmeister im „Bösesein“.

    Am besten für alle Zeiten, damit uns niemand diesen Titel streitig machen kann.

  6. Man darf dabei nicht vergessen, die Chinesen machen es wie unsere Blockparteien und die Russen in ihrem Reich. Sie holen Millionen Chinesen nach Tibet, wie bei uns die Moslems oder in den ehemaligen Sowjetrepubliken die Russen. So soll eine Multikulti-Gesellschaft gebildet werden, die sich leichter beherrschen lässt. Zusätzlich wird die Kultur der ursprünglichen Bewohner zerstört. Nichts soll mehr an das ursprüngliche Volk erinnern. Dagegen richtet sich der Widerstand der Tibeter. In den Sowjetrepubliken ist es wie bei uns zu spät. Der Russen und Moslems sind zu viele, als dass sie zurückgeschickt werden können.

  7. China ist alles andere als kommunistisch. Schaue man sich die chinesische Gesellschaft, ist sie stark vom Kapitalismus geprägt. Geld ist für viele Chinesen extrem wichtig, die Ausbeutung des armen Volkes ist extrem hoch, die Ungleichverteilung ist auch auf einem sehr hohen Level! China ist wohl eher das kapitalistischste Land der Welt. Es ist mehr eine kapitalistische Diktatur!

  8. Die Tibeter haben keine Lobby.

    Stimmt so nicht.
    1212 Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland hissten am 10. März 2012 auf ihren Rathäusern, öffentlichen Gebäuden und ihren Internetseiten die Flagge Tibets, darunter die Landeshauptstädte Hannover, Magdeburg, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden, sowie das Parlament des Bundeslandes Freie Hansestadt Bremen.
    http://tibetflagge.tibet-initiative.de
    Viel mehr als das ist wohl auch kaum machbar, dafür sind die Chinesen einfach zu viele.

  9. Traurig um die Tibeter. Aber mal ernsthaft. Ihr macht es euch aber zu einfach, wenn ihr die armen armen unterdrückten Tibeter schützen wollt.

    Erstens: Tibeter mischen sich nicht. Also bestehen sie weiter.

    Zweitens: Tibeter hatten eine religiöse Diktatur, wo der einfache Mensch als Sklave diente.

    Drittens: Die Tibeter gehörten schon lange zu China.

    Viertens: Es wurde Kultur zerstört, aber das wurde es in komplett China und nicht nur speziell in Tibet, durch die Kulturrevolution, die meisten Chinesen bereuen es heutzutage.

    Fünftens: Die meisten Chinesen sind selbst Buddhisten.

    Sechstens: Minderheiten, wie die Tibeter haben Sonderrechte, dürfen mehr Kinder bekommen und können auch mit schlechteren Noten auf höhere Schulen gehen.

    Ja ich bin mit einer Chinesin verheiratet, aber die Fakten ändern sich dadurch nicht.

  10. #14 lerad

    Du hast völlig Recht. Die chinesische Besetzung ist zu verurteilen, aber schaut mal Colin Goldners Rede auf youtube an! Diese Lamas sind ein Sklavenhalterlumpenvolk!

  11. Sind die Chinesen Juden? Ach nein! Sind sie Verbündete der Amerikaner? Nein! Dann interessiert es doch keinen….

  12. Och nee, jetzt fangt ihr nicht auch noch diese Free-Tibet-Kiste an… Tibet war eine kurze Periode im 20. Jahrhundert lang durch britische Hilfe unabhängig, ansonsten hat es aber immer zu China gehört.

    Und mit Hinblick auf die Christen im Lande sind mir die chinesischen Kommunisten lieber als die tibetischen Buddhisten. Nicht, dass China ein christenfreundlicher Staat wäre, aber die Chinesen haben nämlich wenigstens keine Christen in Yak-Felle eingenäht und sie in die Sonne gelegt, wo sich die Dinger dann zusammenzogen und den Personen innen drin jeden Knochen einzeln gebrochen haben!

  13. Was in Tibet passiert passiert auch bei uns.

    -Zuzug von Millionen Fremde(Chinesen)
    -Abschaffung der Tibetischen Kultur
    -Zerstörung von Klöstern und Verfolgung von Mönchen und Nonnen
    -Verbot der tibetischen Sprache(in den Schulen wird nur noch Chinesisch gelehrt)

    In einigen Jahren wird nichts mehr von der tibetischen Kultur da sein.
    Das nennt sich dann wie bei uns „Vielfalt“.

  14. #13

    Viel mehr als das ist wohl auch kaum machbar, dafür sind die Chinesen einfach zu viele.

    Widerspruch, Euer Ehren al. Mephisto!

    Zwei mittelfristig nicht a priori unwahrscheinliche Szenarios könnten die Tibeter auf der Leiter, an deren Ende die Freiheit vom chinesischen Joch und die Wiederherstellung ihrer staatlichen Souveranität steht, ein großes Stück nach oben bringen.

    A) von innen
    Die Korruption Chinas lässt sich in den kommenden Jahren trotz des vor kurzem durch die Weltmedien geflimmerten und mit einem eindringlichen Appell verbundenen Selbsteingeständnisses der KP nicht eindämmen und vermag als Hauptstimulans selbst die eisernen Ketten und Fesseln der Diktatur zu sprengen, die bislang noch immer (mit der einzigen kurzen Ausnahme vom Juni 1989) das Milliardenvolk im sog. Reich der Mitte stramm auf Kurs gehalten haben.
    Denn infolge der stetig wachsenden Geldgier und Vetternwirtschaft der lokalen Politfunktionäre, die auf die von westlichen und via Auslandschinesen kolportierten Berichten über ihre gnadenlose Ausbeutung zunehmend rebellischer werdende Unzufriedenheit von zig Abermillionen Wanderarbeitern und Tagelöhnern trifft, sackt die Arbeitsmoral und damit schließlich die chinesische Exportbilanz in die Tiefe.
    Diese Exportbilanz aber ist der heutige Lebensnerv Chinas.

    B) von außen
    Die UN und/oder die EU raffen sich -endlich- dazu auf, die Menschenrechte der Tibeter und das Selbstbestimmungsrecht ihrer Nation nicht länger auf dem Altar von BSP, Euro und Dollar zu opfern – und beschließen deshalb ein unbefristetes Handelsembargo gegen China und chinesische Produkte, dessen Aufhebung von der Aufnahme gleichberechtigter Gespräche zwischen hochrangigen Delegationen der chinesischen und tibetischen Seite über die Tibet-Frage abhängig gemacht wird.
    Das ist klar und unmissverständlich die Brechstangen-Methode, die man im Diplomatie-gewandten China traditionell am allerwenigsten schätzt, die aber historisch mehr als 1x funktionierte (Bsp: Kontinentalsperre gegen Napoleon I.).

  15. Und was hat es den Tibetern genutzt, dass sich diese Tibeter selbst verbrannt haben?

    Genau: Nichts!

    Um etwas zu ändern, bringt es in diesem Fall nichts, sich selbst zu verbrennen.
    Im Gegenteil, dadurch wird das schwächer, was der Gegner auch geschwächt haben will.
    Ohne auf die Selbstverbrenner „einprügeln“ zu wollen…mit der Selbstschwächung arbeiteten sie den Eroberern in die Hände.

    Wenn ein Tibeter etwas an der Stärke seiner Gegner ändern will, ist der Gegner der einzig richtige Angriffspunkt für…genau das.

  16. Ich finde zwar die Situation der Tibeter auch nicht gut und sie sollten mehr Freiheiten haben – aber sich selbst zu verbrennen – dafür habe ich Null Verständnis. Das kann doch keine Lösung sein. Sich selbst umzubringen und dann noch so barbarisch, wäre z.b. im Christentum eine starke Sünde. Denn Gott hat den Menschen das Leben geschenkt, der Mensch sollte es nicht auslöschen. Und im Budhismus ist das Leben, nach meiner Kenntnis auch von hoher Bedeutung. Nicht mal einer Fliege könnten sie was tun. Sie sollten einen anderen Weg suchen. Chinas Führung selbst sind diese Toten (zynischer Weise !) egal – ums mal ganz deutlich zu sagen: “ Dann sind eben 31 Menschen von über 1 Mrd. Chinesen tot- so what !?“

  17. Der grüne Mittelstand kämpft doch schon für saubere Luft in China und das steht erheblich im Gegensatz zu Selbstverbrennungen, mit einem riesen CO2 Ausstoß.

  18. Alte Tibet, bevor das Eintreffen der Chinesen, war auch kein Shangrila. Wer English kann:

    „Social Reality in Anclent Tibet

    Tibetan criminal law

    On the basis of a western orientation towards democracy and human rights, we would have to describe the Tibet of old as a totalitarian state. The legal system was for three hundred years unchangingly based upon the Ganden Podrang Codex which was commissioned by the “Great Fifth”. Yet criminal law was already codified in the thirteenth century by the Sakyapa sect. It displayed a strong Mongolian influence, was derived from the Yasa (statute-book) of Genghis Khan, and, like the penal system of the European Middle Ages, was extremely cruel. Bizarre mutilations like blindings, the cutting off of limbs or tearing out of tongues, deliberately allowing people to freeze to death, the pillory, shackling, yoking, lifelong imprisonment in damp pits all count as common punishments up until the 20th century, even after the Thirteenth Dalai Lama had introduced a number of moderation’s. In 1940, a British envoy still saw „all over Tibet […] men who had been deprived of an arm or a leg for theft” (Grunfeld, 1996, p.24).

    Since Buddhism fundamentally forbade the killing of a living creature, criminals were often tortured to the point of death and then left to fend for themselves. If they now died of the consequences this was purely a matter of their own karma. These days the power elite in Dharamsala maintains an embarrassed silence about such inhuman acts and brushes them aside as Chinese propaganda; western observers of the Tibet of old and their reports are considered to be prejudiced and examples of European arrogance. It is truly astonishing how this obscuration of their own dreadful past by the lamas in the West has succeeded. And there is a lot of authentic photographic evidence; a public whipping, which took place in the middle of Lhasa in 1950 was reproduced in the American magazine, Life, for example (Life, November 13, 1950, pp. 130–136).“

    Wer noch mehr will: http://www.trimondi.de/SDLE/Contents.htm

  19. Um es auf die Spitze zu treiben: Im gleichen Zeitraum wurden wieder Tausender neuer Chinesen geboren – wen interessieren da die 31 Toten !? Ja das ist der Zynismus der China-Führung. Die Tibeter haben ihr Leben weggeworfen und das noch abscheulich.

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