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Gauck: Zuwanderer als Bereicherung sehen

Bundespräsident Joachim Gauck hat heute bei einem Besuch im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg an die Deutschen appelliert, eine stärker ausgeprägte Willkommenskultur gegenüber den Zuwanderern zu zeigen. Die Bundesbürger sollten sich bewusst machen, dass Zuwanderer eine Bereicherung seien, „wenn wir es denn zulassen“.

Der Bayerische Rundfunk berichtet:

Möglichst viele Deutsche sollen Migranten „mit Freude und offenem Herzen empfangen“, wünscht sich Bundespräsident Joachim Gauck. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, sagte er im Bundesamt für Migration in Nürnberg.

Deutschland brauche eine stärker ausgeprägte Willkommenskultur, sagte Gauck vor Mitarbeitern des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg. „Das wäre mal was, wenn die, die in unserem Land wirklich Schutz suchen, mit Freude und offenem Herzen empfangen werden.“

Gauck erinnerte dabei an das Schicksal vieler früherer DDR-Flüchtlinge. Auch sie hätten Schutz und Menschen gesucht, „die ihnen das Gefühl geben, da kommt nicht nur eine Last, sondern ein Mensch mit eigenem Anspruch auf Rechtstaatlichkeit und Lebensglück“.

Zuwanderer als Bereicherung

Gauck sieht sich selbst als Bundespräsident in der Pflicht, eine offene und freundliche Haltung gegenüber Ausländern künftig stärker einzufordern. Die Bundesbürger sollten sich stärker bewusst machen, dass Zuwanderer eine Bereicherung seien, „wenn wir es denn zulassen“. […]

Wer gedacht hat, die verlogene Weihnachtsansprache sei ein einmaliger Ausrutscher des Bundespräsidenten gewesen, ist spätestens seit heute eines Besseren belehrt worden.

(Spürnase: Martin S.)