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Immer mehr Muezzine im katholischen Rheinland

Eschweiler – Das multikulturelle Leben in der Stadt wird bald durch einen Gebetsruf bereichert. Die Türkisch-islamische Gemeinde Ditib lädt damit jeden Freitagmittag zum Gebet in ihr Haus. […] Vor über einem Jahr hat der Moscheeverein bereits den Antrag bei der Stadtverwaltung gestellt. Die Muslime in Eschweiler folgen damit ihrem Brauch, zum Gebet zu rufen, beschränken sich dabei aber auf einen Ruf in der Woche. […] In anderen Kommunen ist der Ruf bereits Alltag. In der Nachbarstadt Stolberg ist der Muezzin seit September 2009 zu hören. […] Grundsätzlich sind Gebetsrufe in Deutschland durch die Religionsfreiheit geschützt. […] In den politischen Gremien der Stadt stieß die Anfrage der Moscheevereins auf positives Echo, schreiben die Aachener Nachrichten am 30.11.2012 und auch PI berichtete schon darüber.

(Von Johann M.)

Das Landesimmissionsschutzgesetz schreibt für den Muezzin-Ruf Standardwerte von maximal 60 Dezibil und kurzzeitige Spitzenwerte von 90 Dezibel vor. Dieses Gesetz war auch der Grund, warum im Eschweiler Stadtteil Dürwiß eine Kirchenglocke des Nachts schweigen musste. Eine Bürgergruppe hatte heftig gegen das nächtliche Läuten protestiert – mit Erfolg.

Glocken werden zum Schweigen gebracht, Kreuze werden aus den Klassenräumen entfernt und der Ruf des Muezzin wird als Kulturbereichung bezeichnet: Alltag in schon vielen Städten des Rheinlandes und in NRW. In Eschweiler kommt mit Rudi Bertram (SPD) wie vielerorts ein islamfreundlicher Bürgermeister mit dem Hang zur kulturellen Neugestaltung seiner Kommune hinzu. Schliesslich ist die muslimische Community die am schnellsten wachsende Glaubensgemeinschaft in den meisten Kommunen des Rheinlandes. Hier erwächst das Potenzial für eine neue Wählerklientel, die bevorzugt Rot-Grün wählt, weil sie dort die nützlichen Mentoren finden, die die islamische Ideologie protegieren und die Türen für die Etablissements der politischen und gesellschaftlichen Macht öffnen. Dass ein solcher Mentor auch zum nützlichen Idioten mutieren kann, kann man auch beim ausgeschiedenen Kölner Bürgermeister „Türkenfritz“ Schramma (CDU) feststellen, der die DITIB beim Bau der neuen Köln-Ehrenfelder Protz-Moschee nach allen Kräfte unterstützte, bis die DITIB ihn sozusagen nicht mehr brauchte und abservierte. Also auch die CDU im Rheinland ist in weiten Teilen schon von der Kulturbereichung infiziert, zumindest solange, wie die muslimischen Enklaven nicht das Privatleben tangieren, wenn man von den Besuchen in orientalischen Restaurants einmal absieht. Die Pharisäer der Neuzeit sind unsere Politiker.

Am 11. Januar war es dann soweit: Imam Mustafa Necati BariS rief die Muslime in der Stadt Eschweiler öffentlich ins Gebetshaus. Die Honoratioren der Stadt und die führenden Vertreter des Moscheevereins sprachen von einem „historischen Ereignis“ und gratulierten sich gegenseitig. Besondere Gäste waren der Generalkonsul der Türkei, Mustafa Kemal Basa, und der Attaché der Türkei, Tayfun Keltek.

Bürgermeister Bertram (2009 mit 72% der Stimmen wiedergewählt!) mahnte noch an, dass man Toleranz jeden Tag üben müsse, und dass wir alle für ein Miteinander veantwortlich wären. Die Integration (von Muslimen) in Eschweiler wurde durch den Bürgermeister zur „Chefsache“erklärt.

Nachdem die Ditib nun die erste bürokratische Hürde bezüglich des Muezzin genommen hat, stellt sich sofort die Frage, was als nächste Forderung kommen möge. Die Antwort darauf kann sich wohl jeder selbst denken.

Daten, Fakten und Wissenswertes:

In Eschweiler leben rund 57.000 Einwohner und die Stadt liegt geographisch zwischen Aachen und Köln. Rund 66 % der Eschweiler Bevölkerung sind katholisch und rund 13 % sind evangelisch. Eschweiler war seit der Gründung im Jahre 1994 Sitz des Zentralrats der Muslime in Deutschland, bis dieser zum 1. Juli 2006 seinen Sitz nach Köln verlegte. Auf dem Stadtgebiet befinden sich fünf Moscheen (Türken sagen dazu Camii). Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger beträgt knapp 10%. Die größten Anteile fallen auf die Türkei (20 %), Bosnien-Herzegowina (9 %) und Marokko (7 %).

Knapp 10 % der deutschen Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Menschen aus 103 unterschiedlichen Herkunftsländern, Ethnien und/oder Glaubenszugehörigkeiten leben in Eschweiler. Integration wird in Eschweiler, wie in fast allen deutschen Städten, beinahe aussschließlich an Menschen mit muslimischen Migrationshintergrund thematisiert. Schon im Jahr 2000 wurde der Stadt Eschweiler das Schild mit dem Titel „Eschweiler hat keinen Platz für Rassismus“ von der Aktion „Courage – SOS Rassismus NRW“ verliehen. Der Bürgermeister als Advokat der Migranten ließ eine Abteilung für Integrationsangelegenheiten gründen – ein richtiger Stab, der der finanzklammen Kommune noch mal richtig Geld kostet. Bürgermeister Bertram erklärt auf der Integrationseite der Stadt, dass die Integrationsarbeit in Eschweiler ein dauerhafter Prozess in einer Welt der Wanderungen bleiben werde.

Und so sieht die Zukunft für Eschweiler aus:

Schüler an allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2011/12 nach Religionszugehörigkeit

Grundschulen
Kath: 1206
Evang: 243
Islam: 269
Ohne: 234
Sonst: 47
Anteil Moslems: 13,5%

Alle anderen Schulen
Kath: 3162
Evang: 750
Islam: 522
Ohne: 319
Sonst: 186
Anteil Moslems: 10,6%

Szenario:

Wenn man davon ganz grob ein lineares Wachstum (exponentiell wäre korrekt) des muslimischen Bevölkerungsanteils alle sechs Jahre von 3% ableitet, dann wäre das ein Zuwachs in 60 Jahren von ungefähr 30%. Man kann bei der jetzigen Fertilitätsrate der muslimischen Bevölkerung grob davon ausgehen, dass im Jahre 2073 rund 40% der Bewohner Eschweilers eine islamische Religionszugehörigkeit haben werden. Dabei sind Migrationsströme aus islamischen Ländern noch nicht einmal mitgerechnet. Auch nicht berücksichtigt ist, dass der autochthone, indigene Bevölkerunganteil abnimmt. Auch wenn die Fertilitätsrate der Muslime in 20 oder 30 Jahren abnimmt, kann aufgrund eines realen exponentiellen Wachstums über gut drei bis vier Generationen der Zuwachswert von 30% erreicht werden, auch weil muslimische Mütter wesentlich jünger als Deutsche Mütter sind. Allerdings könnte der Kleinstadt-Charakter von Eschweiler, wie auch bei jeder anderen deutschen Kleinstadt, den technischen Anpassungsdruck an die Moderne für Moslems so erhöhen, dass ihre Reproduktionsrate schneller absinkt als angenommen.

Eschweiler kann also den 11.1.2013 als Gedenktag schon heute feiern: Es ist der Tag, an dem zum ersten Mal der Ruf eines Muezzin in die Ohren der Ungläubigen drang. Wahrscheinlich wird in einigen Jahrzehnten ein Gedenkstein an dieses „historische Ereignis“ erinnern und der muslimische Bürgermeister wird die Christen ermahnen, ihre nur noch vier Kirchen ohne Glockengeläut zu besuchen. Und der Stadtrat diskutiert im Jahre 2080 darüber, ob man die Anzahl Christen und anderer Ungläubigen nicht im öffentlichen Straßenbild der Innenstadt minimieren könne, denn schließlich sei deren Anblick für Moslems eine Beleidigung. Der Integrationsbeauftragte der Stadt Eschweiler wurde schon im Jahre 2035 durch einen Moral- und Sittenwächter ersetzt. Kopftücher müssen seit 2040 alle Frauen tragen. Es wird dunkel in Eschweiler….