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Lippstadt: Mahnwache nach brutalem Überfall

In der Nacht zum zweiten Weihnachtstag ist in Lippstadt am Bernhardbrunnen ein 24-jähriger Mann ausgeraubt worden. Mit schweren inneren Verletzungen liegt der junge Mann auf der Intensivstation. Die Lippstädter sind verunsichert, zumal die Tat an einem von allen Seiten gut einsehbaren Ort erfolgte (siehe Tatortphoto) und wohl nichts mit der örtlichen Drogenszene zu tun hat, wie in einem anderen Fall von Anfang Dezember, wo ein 30-jähriger Lippstädter von vier Personen mit Holzknüppeln niedergeschlagen und mit Fußtritten traktiert wurde.

(Von Jerry Blackwater)

Mit bemerkenswerter Offenheit werden in den Pressemeldungen der Polizei zum aktuellen Fall die Täter beschrieben.

Die südländischen Typen konnten bei der sofort eingeleiteten Fahndung nicht gefasst werden.

heißt es in der ersten Pressemeldung, in der man noch von leichten Verletzungen des Opfers ausging. Zwei Rippenbrüche und weitere innere Verletzungen wurden dann im Krankenhaus festgestellt. Die Polizei ergänzte daraufhin die Täterbeschreibungen:

Ein Täter 18 bis 20 Jahre alt, 180 Zentimeter groß, schwarze, lockige Haare. Der zweite Täter ebenfalls 18 bis 20 Jahre alt, 185 Zentimeter groß, glatte, schwarze Haare. Beide Täter hatten einen dunklen Teint, der offensichtlich nicht von Besuchen auf der Sonnenbank stammt.

Lippstädter Bürger haben für den heutigen Sonntag um 17 Uhr eine Mahnwache angekündigt, um ein Zeichen gegen Gewalt in der Innenstadt setzen. Man wolle darauf aufmerksam machen, wie gefährlich Lippstadt geworden sei, heißt es von den Organisatoren. UPDATE: Die Mahnwache fand schon am gestrigen Samstag statt (hier der WDR-Filmbericht, die Rede ist von 200 Teilnehmern). Wir bitten um Entschuldigung für die falsche Terminbekanntgabe.

In der Tat kann man sich in Lippstadt zu später Stunde an öffentlichen Plätzen nicht wirklich sicher fühlen, und leider auch tagsüber nicht einmal zu Hause, wie ein ebenfalls brutaler Überfall auf eine Rentnerin im vergangenen Oktober zeigte.