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NSU: Merkel will erneut Opferangehörige treffen

Es ist schon ein einmaliger Vorgang in der deutschen Rechtsgeschichte. Ohne dass auch nur ein Richter irgend ein Urteil gesprochen hätte, wird mit einem nie dagewesenen Brimborium ein wahrer Kult um die mutmaßlichen Opfer der sogenannten „NSU-Mordserie“ betrieben. Da trifft sich der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin mit den Angehörigen, da werden Straßen nach den Opfern benannt, da wird ein ganzer Polizeiapparat des Rassismus verdächtigt… Und nun kündigt die mit der Eurokrise und dem diesbezüglich eigentlich notwendigen internationalen Gesprächsbedarf offenbar unterbeschäftigte Bundeskanzlerin an, die Opferangehörigen der Mordserie ein zweites Mal treffen zu wollen. Gleichzeitig reist der NSU-Untersuchungsausschuss nach Ankara, um bei den türkischen Nationalisten Abbitte zu leisten.

Kein Mensch erinnert sich mehr daran, dass es gerade ein türkischer Aufschneider war, der lange Ermittlungen in eine andere Richtung behindert hat. Wie im Spiegel noch im August 2011 zu lesen war, behauptete der Informant „Mehmet“, in die angeblich vom türkischen „tiefen Staat“ beauftragten Morde verwickelt zu sein und sogar Zugriff auf die in der Schweiz verwahrte Tatwaffe zu haben. Eine Geschichte, die (nicht nur) das linke Leitmedium Spiegel begierig und kritiklos aufgriff und verbreitete. Aber auch hier gilt im Zweifel nur: Die Deutschen sind schuld, weil sie das geglaubt haben.

Aber selbst wenn es alles so ist, wie es im Moment aussieht und es ein NSU-Mörderduo oder -trio gab. Es gibt für solche Morde keinerlei Rechtfertigung, aber die Frage muss aus anderem Grund erlaubt sein: Fällt die hier hauptbetroffene Bevölkerungsgruppe, die seit 50 Jahren in Deutschland Gastrecht genießt, denn durch überdurchschnittliche Integrationserfolge auf? Zum Beispiel durch einen unterdurchschnittlichen Anteil an der Gewaltkriminalität? Durch überdurchschnittliche Teilnahme am Erwerbsleben? Durch gute Bildungsfortschritte? Hat schon einmal jemand von staatlicher Seite die Zahl der deutschen Opfer türkischer Gäste ermittelt? Wurde schon einmal ein türkischer Botschafter deshalb einbestellt? Hat sich schon einmal ein türkischer Präsident für diese „Früchtchen“ beim deutschen Volk entschuldigt? Nun, um ehrlich zu sein, wir wären gar nicht so vermessen, so etwas von einem bornierten islamistischen türkischen Nationalisten nur zu erwarten.

Aber dass es noch keinen Empfang in Schloss Belvue oder im Bundeskanzleramt für deutsche Opfer der Einwanderung gegeben hat, spricht Bände in der „Bürger-zweiter-Klasse-Werdung“ der Einheimischen in der Bunten Republik. Man kann nicht oft genug sagen: Es ist in allen Kulturen Konsens, dass ein Gast, der sich nicht würdevoll verhält, wesentlich schlimmer angesehen ist, als ein schlechter Gastgeber! Es gilt – salopp gesagt – als das größere Verbrechen, einen Gastgeber zu ermorden, als einen Gast…

Das alles lässt nur einen Schluss zu. Offensichtlich nimmt der linksgedrehte deutsche Staat den Brecht’schen Ratschlag sehr ernst: „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“ Haben Sie es schon gemerkt? Die haben längst damit angefangen…