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Al-Dschasira kommt zu Udes Aschermittwoch

Vor zwei Wochen hat sich Münchens OB Christian Ude mit dem Außenminister und Premier von Katar getroffen, um die 40 Millionen für den Bau des Europäischen Islamzentrums klarzumachen. Jetzt kann man verblüfft in der Münchner tz lesen, dass Ude zum Politischen Aschermittwoch in Vilshofen ein riesiges Zelt für 4500 Besucher aufstellen lässt und der arabische TV-Sender Al-Dschasira über seinen dortigen Wahlkampf-Auftritt berichten wird. Welch Zufall: Der Generaldirektor von Al-Dschasira ist Scheich Ahmad bin Jasem bin Muhammad al-Thani, ein Mitglied der katarischen Herrscherfamilie. Der Sitz des Senders, der mittlerweile tendenziös einseitig positiv über den Al-Qaida-Terror in Syrien berichtet und eine strenge Zensur eingeführt haben soll, ist in Katars Hauptstadt Doha.

(Von Michael Stürzenberger)

Wie darf man den Ministerpräsidenten-Kandidaten nun in Zukunft nennen? Araber-Ude oder Katar-Christian? Seit 2011 gibt es übrigens auch die „Deutsch-Qatarische Gesellschaft„, die eine „Förderung der gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Katar und Deutschland“ zur Aufgabe hat. Achtung:

Eine der wichtigen Aufgaben der Gesellschaft ist die Vermittlung von Wissen über das Partnerland Katar

Mit Sicherheit wird dort nicht über Katars massive Unterstützung der islamischen Terrorbanden Al-Qaida, Taliban, Hamas und der metzelnden moslemischen Kriegstruppen in Mali berichtet. Die Vizepräsidentin dieser Gesellschaft war vergangene Woche übrigens zusammen mit Münchens Kulturreferent und Imam Idriz bei der Buchpräsentation von Stefan Jakob Wimmers Geschichtsfrisierung „München und der Orient“, in dem er beispielsweise die knallharte moslemische Diktatur in Al-Andalus als friedliche Co-Existenz mit Juden und Christen schönfärbt. Wir werden an den arabischen Mammon verkauft!

In der tz ist nun von erstaunlichen Festzelt-Mega-Plänen der bayerischen Sozis zu lesen, die in den vergangenen Jahren beim Politischen Aschermittwoch eher ein kümmerliches Dasein fristeten:

Im Superwahljahr 2013 droht der CSU eine Aschermittwochs-Niederlage: Erstmals könnte die SPD in Niederbayern mehr Besucher anziehen als die CSU. Dank eines Bierzelts, das mehr Parteifreunden Platz bietet als die Passauer Dreiländerhalle. Hängt SPD-Spitzenkandidat Christian Ude in Vilshofen tatsächlich Horst Seehofer (CSU) ab?

Die SPD hat sich knapp acht Monate vor der Wahl jedenfalls vorgenommen, am politischen Aschermittwoch eine größere Kundgebung als die CSU auf die Beine zu stellen. Sollte der angeblich „größte Stammtisch der Welt“ der CSU in Passau nur noch der zweitgrößte sein, wäre hier der Alleinvertretungsanspruch der CSU schon mal Geschichte.

Wie immer hoffen alle Zuhörer auf kreative Beschimpfungen des jeweiligen politischen Gegners. In der Dreiländerhalle, in der die CSU ihre Kundgebung abhält, liegt dabei die zugelassene Sitzplatzkapazität bei 4000 Besuchern. Deshalb errichtet die SPD nun ein gigantisches Bierzelt in Vilshofen für 4500 Besucher.

Außer Ude wird auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zum Zug kommen. „Das wird eine Riesengeschichte“, jubelt SPD-Wahlkampfmanager Rainer Glaab. Seehofers Herausforderer Ude meint bescheidener: „Ich glaube, das wird ein kraftvoller Auftakt des Wahljahrs.“

Sogar die Fernsehzuschauer von Nordafrika bis zum Persischen Golf werden auf dem Laufenden sein: Zur großen Überraschung der SPD hat sich der Fernsehsender Al-Dschasira in Vilshofen angesagt.

Was wohl die bayerische Bevölkerung von der neuen Araber-Connection des roten Ude hält? Der Kommentarbereich in der Süddeutschen Zeitung zur Moschee-Anbiederei an Katar spricht hierzu jedenfalls schonmal Bände:


Kerschenstein

Es darf bezweifelt werden, dass ein streng islamischen Land wie Katar sein Geld in einen aufgeweichten und verwässerten “Euro-Islam” investiert. Katar zählt seit Jahren zu den Ländern, aus denen islamistische Terrorgruppen wie al-Qaida, Hamas oder die Taliban finanziert werden.

Ist das ZIE-M einmal Realität, wird es, wie bei vorherigen Vorhaben auch, bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die tatsächlichen Vorgänge werden für Aussenstehende, spricht Nichtmuslime eh nicht in Erfahrung zu bringen sein.

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Christoph Rohde

Endlich ein Schritt in den Realismus. Ude geht die Düse, weil der die Verhältnisse in Bonn und Köln sowie Duisburg nicht ignorieren kann.

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nerfu

Nichts gegen ein Islamzentrum, aber man sollte sich schon Gedanken machen, wessen Geld man dafür nimmt. Die Hintergründe der Finanzierung derartiger Projekte durch Golfmonarchien sind sehr gut erklärt in:

Christopher M. Davidson: „After the Sheiks. The Coming Collapse of the Gulf Monarchies“, ISBN 978-1-84904-189-8

Dabei steht die Förderung des Islam nur bedingt im Vordergrund.

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Manuela Neugebauer

„Der Außenminister von Katar habe beteuert, dass sein Land die Moschee als Platz für einen moderaten Islam sehe, an dem nicht politisch instrumentalisiert werden dürfe.“

Der war gut! Deshalb unterstützt Katar auch fröhlich al Quaida und andere islamische Terrorbanden.

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formhalber

Katar ist eines der islamischen Länder, die den Wahabismus , also die strengste Form des Islam zelebrieren. Amnesty International mahnt an, dass Katar Menschenrechtverletzungen begehe. Katar ist eine Monarchie mit der Scharia als Rechtssystem.

Und nun will Ude und sein Vorzeigeimam Idriz uns weiß machen, dass dieses Katar, das Frauen unterdrückt, Sklaven hält und korankonform „Recht“ spricht, ein Zentrum des „gemäßigten“ Islam unterstützt? Für wie dämlich wird man eigentlich gehalten? Weshalb wird überhaupt mit einem Land verhandelt, das nachweislich beim „Arabischen Frühling“ Islamisten unterstützt und an die Macht gehievt hat? Ab welchem Punkt ist sich der Münchner Stadtrat zu schade?

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Hartmut Danneck

Mir stockt der Atem. Die Rathausparteien setzen sich also ganz unverblümt mit den Machthabern von Katar an einen Tisch, also mit fundamentalistischen Islamisten, die Terrororganisationen sponsern, z. B. in Mali. Es wird Zeit für den Volksentscheid.

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Meier_Karl

in einer Demokratie gibt es nicht Ehrenvolleres, als sich für den Willen des Volkes (lat. populus). einzusetzen. Seltsamerweise versucht man uns immer wieder einzureden, „Populismus“ wäre etwas Böses. Doch auch Herr Ude hat nun eingesehen, dass gegen den Willen der Bürger auf Dauer nicht Politik zu machen ist. Ein erster Schritt.

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illinouis

Na also, jetzt wacht München doch noch auf. Nur bitte auch bedenken, ein anderer Standort ändert nichts am Auftraggeber.

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vatileakt

wie falsch und verlogen dieser ude…. es ist zum heulen…

aus SICHERHEITSGRÜNDEN – das muss man sich mal auf der Zunge ergehen lassen… aber die Juden dürfen den gesamten Jakobsplatz in Anspruch nehmen – mit Polizeipräsenz und Mossadüberwachung rund um die Uhr, mit Panzersperren, Pollern, 70 Kameras die jede Bewegung in der Nachbarschaft scannen, Panzerglas und Stahlbetonfassaden mit einhergehender Bunkerarchitektur (die Synagoge ist nur unterirdisch zu erreichen – die Tür eigentlich nie auf)…

Sehr reizvoll so eine jüdische Gemeinde mitten in der Stadt zu haben – das Sicherheitsproblem schlechthin, in München und in jeder europäischen Stadt…

Aber ein Zentrum für Muslime ist da nicht erwünscht – zu gefährlich….

Ich hoffe dass Ude möglichst bald in der absoluten Bedeutungslosigkeit verschwindet und Austragsolivenbauer auf Mykonos wird (mit Katzenpflegestation)…

Was dieser Mann unqualifiziert durch die Gegend schwurbelt – dafür würde manch anderer eingeliefert….

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POEHSE

Der Standort Quatar wäre richtig.

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Die Menschin

Mein Beitrag ist nicht durch die Moderation gekommen. Darum:

Lesen sie bei wikipedia über Katar nach. Vor allem was dort zum Thema Staatsreligion, Menschenrechte, Verbindungen zu Rebellen, Taliban und Co und zur aussenpolitischen Einflußnahme steht.

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mattes62

„Der Außenminister von Katar habe beteuert, (…) Platz für einen moderaten Islam (…) nicht politisch instrumentalisiert etc.“

Vielleicht sollte sich der Außenminister von Katar zuerst mal dafür einsetzen, das eine solche tolerante und unpolitische Moschee am Golf – speziell: in seinem eigenen Land – entsteht, anstatt seine Energie mit Projekten in Europa zu verschwenden – diese Herausforderung dürfte dann ja alle seine Kraft verlangen.

Oder wie wäre es mit einem „Zentrum für Christentum in Arabien“? Katar schafft die politischen Voraussetzungen und den Bauplatz und Finanzierung kommt aus Europa? Oder noch besser: man realisiert beides gleichzeitig – das wäre doch das Dialog-Toleranz-Leuchtturmprojekt schlechthin.

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Franklin01

wenn Katar dafür auch bei sich ein ökumenisches Kirchenzentrum baut, kann man das alles als Entspannungssignal werten. Leider ist dort Religionsaustritt, also „Abfall vom Islam“ ein Kapitalverbrechen, wie in vielen islamischen Staaten.

Ansonsten gilt der übliche islamische Strafkatalog zu Homosexsualität und Alkohol, Frauenrechte etc… also alles die typischen Anzeichen eines toleranten Islam. Wer soll vor sowas Angst haben? Ein Wahlkämpfer, der die Sache nur nach den Wahltermin verzögern will?

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porsche13

Waffenlieferungen nach Katar, ein Aufschrei geht durch das Land, weil Katar streng muslimisch, weil keine Einhaltung von Menschenrechten, weil Unterdrückung der Frauen, weil Recht nach der Scharia gesprochen wird, usw.; aber Geld für ein Projekt, wir reden hier auch nicht von einer einzelnen Moschee, sondern von einem europäischen Islamzentrum!, von diesem Staat zu nehmen wäre nicht ehrenrührig? Wie schizophren ist das denn, lieber Herr Uder nebst grünem Anhang?

Sicherheitsgründe, daß ich nicht lache, man hat im Stadtrat endlich gemerkt, daß hier mit massivem Widerstand der Münchner zu rechnen ist. Und in einem Wahljahr würde das nicht gut kommen!

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WinfriedSobottka

Sofort Baustopp für Kirchen, Synagogen und Moscheen! Christentum, (religiöses) Judentum und Islam müssen erst einmal gründlich auf ihre Beziehungen zu Verfassung und UNO-Menschenrechtskonventionen untersucht werden!

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thomasmichel1

Es mag gute Gründe geben, die ich nicht kenne, die gegen den Bau in der Herzog-Wilhelm-Str sprechen. Aber die von Ude einzig genannten Sicherheitsgründe?

Ja, wo leben wir denn? Ich dachte – und denke immer noch – in einer der sichersten Städte dieser Welt. Und da soll es aus Sicherheitsgründen nicht möglich sein, das und da zu bauen, was und wo wir wollen?
Wenn man das zu Ende dächte, wäre es eine Bankrotterklärung unserer Sicherheitskräfte – wozu es meiner Ansicht nach keinerlei Anlass gibt.

Also Sicherheitsbedenken einfach zu vorgeschoben – viel spricht dafür.
Und das von einem OB, der gern Ministerpräsident werden möchte – ein schwaches Bild.

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Udo ten Hövel

Sicherlich wird parallel dazu in Katar ein Kirche gebaut.

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amllr

Das klingt ja fast so, als wenn sich Herr Ude dafür entschuldigen müsse, daß im Herzen Münchens kein Islamistenzentrum zugelassen werden kann. Wo leben wir eigentlich, wenn einerseits die Kanzlerin mit dem Tode bedroht wird und das Damoklesschwert des Islam durch Gutmenschengefasel ständig über unseren Köpfen schwebt.

Ständig wird uns ein „Rechtsradikalismus“ vorgegaukelt, von dem „Linksaktivisten“ sehr auskömmlich leben. (Man beachte die formulative Differenzierung). Die Schar der Gruppen, Grüppchen, Kirchenvereine, Gewerkschaftsaktiven, Untersuchungsausschüsse usw. sind kaum noch übersehbar. Alles kostet Geld, das wir einsetzen sollten, um unser Land vor islamistischen Übergriffen zu schützen.

Wer glaubt, daß das Abschalten einer Internetseite mit Hetzattacken gegen unser Land und seine Repräsentanten uns der Lösung des selbstgeschaffenen Problems näher bringt, ist naiv oder böswillig. Auch Böswillige sitzen in bestimmten Parteien, die es mit unserem Land und Volk nicht gut meinen. Das sollte man durchaus zur Kenntnis nehmen.

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Das wird einen lustigen Wahlkampf in Bayern geben. Ude sammelt schonmal nach allen Kräften Munition gegen sich selbst..

Kontakt:

» info@bayernspd.de