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Gaucks mohammedanische Patenkinder

Seit 1949 können auf Wunsch beim Bundespräsidenten Ehrenpatenschaften beantragt werden, wenn ein Ehepaar das siebte Kind bekommt. Mit der Ehrenpatenschaft soll die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck kommen. Sie stellt die besondere Bedeutung heraus, die Familien und Kinder für unser Gemeinwesen haben. Die Ehrenpatenschaft soll mit dazu beitragen, das Sozialprestige kinderreicher Familien zu stärken. Verliehen wird eine Urkunde über die Ehrenpatenschaft, und es gibt 500 Euro Belohnung.

(Von Verena B., Bonn)

Wer nun aber denkt, dass die Patenkinder überwiegend Peter oder Maria heißen, irrt. Sie heißen immer häufiger Achmed, Fatima oder Mohammed. Das aktuelle Patenkind heißt Moufida und wohnt mit seinen aus Tunesien stammenden Eltern Soumayajaidi und Hamadi Mokhtar und sechs Geschwistern in Bonn-Lannesdorf. Bürgermeister Helmut Joisten überreichte der Familie kürzlich die Urkunde über die Ehrenpatenschaft und die Geburtsprämie (Foto oben).

Für Mutter Soumayajaidi war das eine Überraschung. „Wir haben einen Brief (von den Grünen?) bekommen, dass Moufida Patenkind werden könnte – wenn wir wollen“, erklärte die 33-Jährige. Zuerst recherchierte sie mit ihrer Freundin und Nachbarin Mariam im Internet, was diese Patenschaft bedeutet. Anschließend beantragte die Familie die Patenschaft (schließlich sollte man die angebotenen 500 Euro voll abgreifen).

„Wir sind Muslime, aber nicht so streng gläubig, wie es vielleicht den Anschein hat“, versichert die Taqiyya-versierte Mutter. Zwar gehe sie nur mit Schleier aus dem Haus, aber darunter trage sie Jeans und Bluse (ohne die es ja wohl etwas kalt wäre). „Wenn ich mit Frauen spreche und merke, dass wegen dem Schleier Berührungsängste da sind, nehme ich ihn auch ab“ (danke, sehr verständisvoll), sagt Soumayajaidi Mokhtar. Das gehe aber nur, wenn keine Männer (die mohammedanischen und deutschen sexuellen Ungeheuer) in der Nähe sind. Für den Schleier entschied sich die Frau ganz allein, betont sie. In Tunesien arbeitete sie als ausgebildete Schauspielerin (ohne Schleier, das geht ja wohl gar nicht). Irgendwann habe sie sich zum Glauben bekannt und damit begonnen, ihr Haar zu verhüllen. „Das hat nichts mit meinem Mann zu tun“. (Ich bin schließlich eine emanzipierte Frau, mein Kopf und mein Körper gehören mir.)

Grundsätzlich würden die Eltern darauf achten, dass ihre Kinder sowohl den muslimischen Glauben kennen lernen als auch die westliche Lebensweise schätzen. Sie haben wie der Vater, der sein Geld als Olivenholzhändler verdient, die deutsche Staatsbürgerschaft. „Meine Kinder sind Muslime, aber wir erziehen sie so, dass sie offen gegenüber allen Kulturen sind (wir sind Korangläubige und daher für die Scharia, und wir sind für das Grundgesetz, das uns ermöglicht, in unseren Steinzeitklamotten rumzulaufen und für unsere „Religion“ Werbung zu machen). „Der Islam wird oft falsch verstanden“ (Gähn). Deswegen würden die Eltern auch besonderen Wert darauf legen, dass ihre Kinder Deutsch lernen (damit sie gute Da’wa machen können) und eine gute Schulausbildung bekommen.

Frau Mokhtar selbst spricht leidlich Deutsch und besucht „leider noch unregelmäßig“ einen Sprachkurs. (Macht nichts, in Lannesdorf, wo die schöne König-Fahd-Akademie in unmittelbarer Nähe liegt, leben hinreichend viele Glaubensgenossen, mit denen man sich unterhalten kann.) Wenn die Kinderbetreuung gesichert sei (im nahezu rein muslimischen, multikulturellen Kindergarten Am Domhof in Mehlem ist sicher noch ein Plätzchen frei), gehe sie regelmäßig zum Kurs, versichert sie. Dass die Familie einmal zurück nach Tunesien zieht, bezweifelt sie: „Wir leben hier sicher, fühlen uns wohl und haben unsere Freunde hier.“ (Dass wir uns hier nicht mehr sicher fühlen, interessiert niemand.)

Der besorgte Bürger stellt sich die Frage, warum der Bundespräsident Menschen belohnt, die schon durch das offensive Tragen ihrer Religionstrachten ihrer Demokratiefeindlichkeit Ausdruck verleihen, auch wenn das offiziell bestritten wird. Offenbar sterben deutsche Familien mit vielen Kindern aus, denen man eine Anerkennung aussprechen könnte. Die einzige Lösung des Problems kann daher nur lauten: Deutsche, bitte, bitte macht mehr Kinder!