Vor ein paar Tagen wurde auf PI über einen Vorfall in einem Münchner Kino berichtet. Dort wurde ein Dokumentationsfilm gezeigt und eine „Rechtspopulistin“ wurde des Veranstaltungsortes verwiesen. Sie wurde von der Landtags-abgeordneten der Grünen, Margarete Bause, in ihrer Funktion als Veranstalterin in Eintracht mit anderen Kämpfern gegen „Rechts“ hinauskomplimentiert. Diesen Vorfall möchte ich zum Anlass nehmen, einmal über den sehr subtilen und perfiden Machtmissbrauch durch Gutmenschen nachzudenken und deren Versuch, Macht zu erlangen, zu erhalten und das Bewusstsein anderer zu manipulieren, indem sie zu diesem Zwecke Sprache missbrauchen.

(Eine tiefenpsychologische und pädagogische Betrachtung von
MortenMorten)

Es handelt sich dabei um Machtaneignung durch semantische Kontrolle über die Begriffe. Wer die Macht hat, Begriffen neue Bedeutungen zuzuordnen und diese im allgemeinen Sprachgebrauch zu zementieren, betreibt zuerst einmal Sprachpolitik, also die bewusste Steuerung von und Kontrolle über Sprache zum Zwecke einer gewollten Bewusstseinsveränderung. Ich benutze hier ganz bewusst den Begriff „Bewusstseinsveränderung“, da die Anderen zu Objekten degradiert werden sollen, an denen eine manipulative Bewusstseins-Veränderung vorgenommen werden soll. Ich benutze nicht den Begriff „Bewusstseinsänderung“, denn dieser kann auch positiv gesehen werden als Veränderung innerer Prozesse zum Beispiel durch Erkenntnis, Einsicht et cetera. Der manipulative Begriff der Bewusstseinsveränderung impliziert bereits, dass es jemanden gibt, der eine Setzung vornimmt, also eine Unterscheidung in das, was verändert werden muss und das, was nicht verändert werden muss. Schon dies stellt einen hierarchischen Akt dar, da sich eine Instanz anmaßt, was und vor allem, wer der Verbesserung bedarf.

Gutmenschentum ist zutiefst mit dem Gedanken der Erziehung verbunden und somit der Konstellation Erzieher / der zu Erziehende. Gutmenschentum wird sich also zuallererst immer auf Sprache konzentrieren, denn es muss seine Erkenntnisse und Einsichten sprachlich fixieren und diese dann sprachlich dem zu Erziehenden vermitteln. Der gutmenschliche Erzieher will ein neues Bewusstsein schaffen, in dem vermeintlichen Wissen, dass das alte Bewusstsein oder das, was er dafür hält, ausgedient hat, überholt ist… Und da es ebenfalls sprachlich fixiert ist, sind die Begriffe, in denen es bisher zum Ausdruck gebracht wurde, „vorbelastet“ und müssen ausgemerzt werden, um eben dieses neue und sozial erwünschte Bewusstsein herbeizuführen. Der gutmenschliche Volkserzieher ist unbedingt auch immer Moralist, denn durch sein Tun bringt er immer moralische Kategorien mit ins Spiel: „Gut“, „Böse“, „ethisch erwünscht“, „ethisch unerwünscht“, „Rechts“, „Links“…

Das Gutmenschentum ist Moralismus in Reinform

Anhand weniger Beispiele von unzähligen möchte ich semantischen Machtmissbrauch illustrieren: Nehmen wir einmal den Begriff „Rechtspopulismus“ und untersuchen ihn semantisch. Da es sich um ein Kompositum handelt, wird die Problematik des Begriffes verstärkt. Sowohl der Bestandteil „rechts“ (in der Linguistik Determinans), als auch der der Bestandteil „Populismus“ (in der Linguistik Determinatum genannt) werden manipulativ ihrer Vieldeutigkeit beraubt und semantisch eingeengt, weil damit ein ganz bestimmtes manipulatives politisches Ziel verfolgt wird. Dies also ein gewaltsamer Akt, der an Sprache vollzogen wird. So kann mit dem Begriff „rechts“ alles Mögliche bezeichnet werden: Faschismus, Nationalsozialismus, Neofaschismus, Rechtsliberalismus, Konservatismus, Katholizismus, fundamentaler Protestantismus… Auch die jüngsten Versuche, Kinderliteratur umzuschreiben, müssen unter genau diesem Aspekt der Volkserziehung gesehen werden.

„Populismus“ (von lat. Populus – das Volk) bezeichnet zuerst einmal nichts anderes als eine Orientierung am Volke. Dies aber ist jedem Politiker zu eigen, da sich jeder Politiker, der an Machterwerb und Machterhalt interessiert ist (täte er dies nicht, wäre er degeneriert) sich zuerst immer einmal am Volk / populus orientieren muss und an den Tendenzen, Stimmungen, Meinungen im Volke. In diesem Sinne ist jeder Politiker (gr. polis ist indogermanisch mit populus verwandt) immer auch Populist. Wenn also beide Begriffe ihrer semantischen Vieldeutigkeit beraubt und auf nur ein Sem reduziert werden, dann wird dies weder dem Wesen der Sprache gerecht, noch dem Wesen des Erkenntnisprozesses, da ein hochkomplexer Sachverhalt auf ein absolutes semantisches Minimum reduziert wird. Werden solche semantisch reduzierten Begriffe bewusst als linkes / gutmenschliches Kampfmittel der Agitation eingesetzt, dann ist dies sehr gefährlich und zwar aus verschiedenen Gründen:

1. Die Komplexität eines Sachverhaltes wird auf ein Minimum reduziert. Dies wird nicht nur der Sache an sich nicht gerecht, sondern auch nicht demjenigen, der eine solche reduzierte Sprache verwendet.

2. Derjenige, der Sprache SO benutzt, offenbart seine geistige Trägheit und Denkfaulheit, denn wenn „Wissen“ sprachlich so konserviert wird, dann muss man es nicht mehr hinterfragen. Es hat seine sprachliche Form gefunden und genauso einfach wie die sprachliche Form ist, ist die Gedankenwelt, die dadurch geprägt ist. Dies ist der überall anzutreffende gutmenschlich-linke Widerwille, einmal angeeignetes „Wissen“ zu hinterfragen. Wenn Wissen (oder was man dafür hält) aber nicht mehr hinterfragt wird, dann kommt es zu Stagnation und zwangsläufig zur gewalttätigen Auseinandersetzung mit all jenen, die eben nicht dieses „Wissen“ teilen. Sie fordern den „Wissenden“ ständig zu Abfuhr von Aggression heraus, da sie einfach keine Einsicht in dieses „Wissen“ haben wollen. Sie verweigern sich ihm, obwohl es doch ein so offensichtliches „Wissen“ ist.

3. Die „Wissenden“ können zwar nicht verhindern, dass die Unwissenden sich selbst eigene Gedanken machen, aber sie können, wenn es viele „Wissende“ gibt, kollektiv daran gehindert werden, ihre eigene Sicht kund zu tun, da die sprachlichen Regeln, nach denen kommuniziert werden darf, ja bereits unmissverständlich feststehen. Wer sich diesen sprachlichen Regeln / Kommunikationsregeln widersetzt, der wird ex-kommuniziert, also aus dem Kommunikationsprozess ausgeschlossen. Mit ihm wird nicht mehr kommuniziert, über ihn wird kommuniziert. Und eben dies geschah geradezu modellhaft an besagtem Abend im Kino. Die „Wissenden“ solidarisieren sich gegen die Unwissenden, welche dadurch zu sozialen Außenseitern degradiert werden. Auch dies wieder ein Gewaltakt, der also über die semantische Macht über Sprache seinen konkreten Niederschlag im Handeln erfährt.

4. Die „Wissenden“ schaffen sich durch den Prozess der Ex-Kommunikation ihren eigenen Mikrokosmos, ihre eigene hermetisch abgeriegelte Sphäre, führen dadurch den Demokratiebegriff ad absurdum und entlarven sich selbst als Unwissende, denen aber durch ihr Unwissen kein Schaden entsteht, weil sie kollektiv in der Überzahl sind.

Tiefenpsychologisch handelt es sich dabei um einen sehr archaischen Mechanismus, da dieses Schwarz-Weiß-Denken, das Denken in Freund und Feind, sehr archaischen inneren Objekten entspricht, die völlig irrational als „Gut“ und „Böse“ entgegengestellt werden. Es gibt keine Abstufungen, keine Graduierungen, keine Übergänge… Die bösen Objekte werden ausgegrenzt, abgegrenzt, ausgeschlossen, einverleibt oder vernichtet. Das eigene innere Bild vom „Guten“ wird nicht angerührt und es muss keine psychische Energie aufgebracht werden, um zu einem reiferen Bewusstseinszustand zu gelangen. Das „Wissen“ darum, „gut“ zu sein, hat der Gutmensch (der Ex-Kommunizierende) ja bereits. Wer ihn herausfordert, wer sich ihm als „böses Objekt“ nähert, der wird infantil bekämpft und abgewehrt. Der einzige „Vorteil“ einer solchen „Strategie“ mag vielleicht gerade noch darin liegen, dass keine psychische Energie aufgebracht werden muss, einmal ankonditionierte Denkmuster zu hinterfragen, seine eigene Position zu hinterfragen, sich selbst zu hinterfragen. Aber dies kann schon deshalb kein Vorteil sein, weil die gesparte Energie dafür verschwendet wird, andere, die dies tun, zu bestrafen.

Dies erklärt auch das reflexartige Verhalten der Gutmenschen, wenn sie von „bösen Objekten“ angegriffen werden. Da dieses Verhalten auf einer sehr unreifen Ebene ausagiert wird, die irrational ist, sind Aggressionen / Aggressionsabfuhr, Emotionalität, Wunschdenken, Illusionen, Derealisation, Infantilität, Trauminhalte, narzisstische Bedürfnisse nach Anerkennung, Aufwertung, Zugehörigkeit, Angst vor Verletzung, Angst vor der Realität mit ihren „bösen Objekten“… so charakteristisch dafür.

Und eben dieses geschilderte reflexartige Verhalten bestimmt unseren politischen Diskurs. Der gutmenschliche Umgang mit Zuwanderung, Asylmissbrauch, Islam, Islamisierung… und all den damit einhergehenden Gefahren und Bedrohungen, kann ebenso als Versuch gesehen werden, die Realität nicht erkennen zu wollen, sich dagegen mit Aggressionsabfuhr zu sträuben, da sie (die Realität) als existentiell bedrohlich wahrgenommen wird, weshalb jeder Versuch einer sachlichen Debatte bekämpft werden muss, um die inneren Bilder nicht zu gefährden.

In gewisser Weise ist diese kollektiv vorherrschende Mentalität deutscher Gutmenschen / der politischen Kaste (jedoch lässt sich dies überall ausfindig machen, dies ist also kein rein deutsches Phänomen) eine Regression, ein infantiles Zurückschreiten auf eine unreifere Entwicklungsstufe, da sie einen Versuch darstellt, Geschehenes (Schuld) ungeschehen zu machen. Auch dies ist mitnichten eine gesunde Basis für einen reifen politischen Diskurs, da dies niemals eine gelungene Strategie der Realitätsbewältigung sein kann.

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45 KOMMENTARE

  1. Ich habe schon mehrfach, auch hier daraufhingewiesen, nicht einfach die Semántik zu übernehmen.
    Begriffe wie Migranten sind allgemein Diffamierungen, die Menschen in Sippenhaft für Muslime nehmen und nehmen sollen.
    So wird Islamkritik zu Ausländerfeindlichkeit etc.
    Also bitte genau definieren was Ihr meint und nicht dem Diktat des Meinungsterrorristen unterwerfen.
    Es gilt die Deutungshoheit zu durchbrechen!

  2. Interessant ist auch die quasi-religiöse GutmenschInnenmatrix, innerhalb derer jeder „Gute“ immer wieder demonstrieren muss, dass er auch wirklich „gut“ ist, um sich nicht dem Verdacht des „Rechtspopulismus“ aussetzen zu müssen, obwohl man den Björn-Thorben doch lieber auf die andere Grundschule schicken möchte.

    Hier offenbart sich dann die innere Zerrissenheit der „Guten“ im Spannungsfeld zwischen echter, realer und vor allem wirklicher Realität und der linksgrünen Traumwelt, die öffentlich propagiert werden muss. Linksgrüne GutInnen müssen innerlich zerrieben sein, empfinden die Reibungshitze aber kollektiv dann wieder als Nestwärme! 🙂

    Quasi wird auch in der linksgrünen Gutsmatrix Apostasie verhindert, weil der „Abweichler“ um Ansehen und berufliche Existenz fürchten muss, wie Eva Herman, Daniel Krause, Heinz Buschkowski oder Thilo Sarrazin.

    Und, die Verdi-Schlägertrupps der antisemitsichen Antifa-SA müssen nur im Notfall eingesetzt werden, die strenge Kontrolle der linskgrünen Gutsmatrix diszipliniert die MitgliederInnen der linksgrünen Umma!

    Linke und Linksgrüne sind psychisch hart belastet, da ist der Konservative besser dran, er sagt, was er denkt und unter vier Augen stimmt ihm der Linksgrüne dann doch zu, nur der Konservativ-Bürgerliche ist wirklich frei!

    Arme GrünInnen, wie Ihr euch Euer Leben unnötig versaut!

  3. Hilfe!
    Ich alter „Sack“ blicke da nicht mehr durch
    -neusprech?, muß ich jetzt noch mal die Schulbank
    -drücken?

    Ich glaube, ihr wollt mich nur verwirren!

  4. Ach, iwo, der Trick besteht einfach darin, daß man mit einem Begriff einmal das Eine und einandermal ein Zweites meint.

    Paradebeispiel „Rechts“.

    Einmal heißt es „Nicht SPD, Grüne oder Linke“ und einandermal „Nazi“.

    Das geht dann so: „Sie sind doch rechts? Oder wählen Sie SPD, Grüne oder die Linke?“ – „Das ist ein Rechter. Er hat selber gesagt, daß er rechts ist. Wir dulden keine Rechten hier!“

  5. Dazu passt das lächerliche Ansinnen der „Armutskonferenz“, dreiundzwanzig „soziale Unwörter“, weil „irreführend und abwertend“, aus dem Sprachgebrauch verbannen zu wollen. Dazu gehören selbst Wörter wie „alleinerziehend“ („Sagt nichts über mangelnde soziale Einbettung oder gar Erziehungsqualität aus“), „arbeitslos“ („Es sollte erwerbslos heißen, weil es viele Arbeitsformen gibt, die kein Einkommen sichern“) oder „bildungsferne Schichten“ („Gemeint ist – und das sollte man auch sagen – ,Fern vom Bildungswesen‘ oder ,vom Bildungswesen nicht Erreichte‘“); zur „Armutskonferenz“ haben sich Wohlfahrtsverbände plus DGB zusammengeschlossen.

    FAZ-Redakteur Christoph Schäfer schreibt: „Korrekterweise sei darauf hingewiesen, dass auch vom Bildungswesen Erreichte bisweilen an geistiger Armut leiden“:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/politisch-korrektes-deutsch-verbaende-wollen-soziale-unwoerter-zensieren-12094314.html

    Die Liste der „sozialen Unwörter“:

    http://nationalearmutskonferenz.de/index.php/presse/pressemitteilungen/253-25022013-liste-der-sozialen-unwoerter

  6. #11 crohde01 (27. Feb 2013 14:47)

    Hoffentlich schickt er nicht die Kavallerie oder Elefanten über die Alpen! 🙂

  7. Der arme “ halte die Hand auf “ Steini.Dieser vorbildliche Kämpfer der Arbeiterklasse wird ausgeladen.Das ist ja grauenhaft, nieder mit Italien.Alles nur Deppen und Faschisten ( die es dort wirtklich gibt).Dabei ist Steinbrück der größte Clown.

  8. OFF-TOPIC

    EU-Ausländer (Spanier, Italiener, etc.) bekommen kein Hartz IV:

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/153821

    Warum um alles in der Welt bekommen dann Zigeuner aus Rumänien oder Türken Hartz IV?

    „die Grundlage dafür geschaffen, dass (…) Tausende weitere EU-Bürger, die in Deutschland lebten und arbeitslos wurden, kein Geld mehr bekamen.“

    Warum nur EU-Bürger? Warum macht man das nicht mit den Flüchtlingen aus Afrika?

    Ich verstehe die Logik eines derartigen Vorgehens nicht.

  9. Der von Edward L. Bernays geschaffene Propagandabegriff bezeichnet die aktuelle Kommunikationsstrategie in Bezug auf die Islamkritik sehr treffend, die sich dadurch auszeichnet, dass sie eine große Zahl von Akteuren mit in diese desinformativen Kampagnen einbezieht. Diese erfasst in ihrem Denken und Handeln sowohl das Individuum als auch ein eng miteinander verbundenen intersubjektiven Meinungsorganismus. Wird der Nerv dieses Organismus ‚Gesellschaft‘ an einem sensiblen Punkt gereizt, wird automatisch eine Reaktion bei bestimmten anderen Elementen dieses Organismus hervorgerufen. Diese Mechanismen wurden nicht nur in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten, insbesondere von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels benutzt, sondern funktionieren auch heute noch so, wie wir es derzeit bei den Gruppierungen wie „München ist bunt“, „München zeigt Gesicht“, „Münchner Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat“, „Münchner Jungbündnis“ usw. beobachten.

    Bernay‘s schrieb: „Je komplexer unsere Zivilisation wird und je deutlicher sich zeigt, wie nötig die im Hintergrund arbeitenden Führungsinstanzen sind, desto konsequenter werden die technischen Mittel zur Steuerung der öffentlichen Meinung entwickelt und eingesetzt.“

    Dieser sensible Punkt resultiert aus mehreren Merkmalen:
    1.Die permanent penetrierte Gesamtschuld der Deutschen (ohne Migrationshintergrund) für den Nationalsozialismus und Rassismus

    2.Die hieraus resultierende Kollektiv-Verpflichtung, dies in Deutschland zu verhindern

    3.Eine hieraus resultierende Hyperreagibilität in Bezug auf alle Handlungen und Äußerungen die nur im geringsten eine Assoziation zu Rassismus bzw. Islamkritik bilden könnten

    4.Die Ignoranz von gemeinsamen Merkmalen des Islam und Nationalsozialismus

    5.Eine euphemistische und apologetische Demagogie in Bezug auf den Islam, besetzt mit Affirmativen, parallel zu einer

    6.dysphemistischen Polemik in Bezug auf Islamkritik, besetzt mit Pejorativen wie Islamophobie, Islamhass, Rassismus oder Hetze.

    Bernay schrieb weiter: „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften.“

    Genau dies geschieht derzeit unter Einbeziehung der Medien, mit dem Ziel die Bevölkerung in ihrer Einstellung zum Islam positiv und zur Islamkritik negativ zu manipulieren. Bewusst werden deshalb Fakten, die dieser Zielführung schaden, als unwahr behauptet, ignoriert oder relativiert.

    Es entsteht so ein virtuelles Gesellschaftsbild dass in ihrer Realisierung als unwahrscheinlich angenommen werden muss, beachtet man die globalen Realitäten in den islamischen Gesellschaften und die Sozialisation von Muslimen in den westeuropäischen Gesellschaften.

  10. Was für Worthülsen. Dabei funktioniert das Hausrecht doch viel einfacher „Raus!“. Ach so, einer Grünen steht das nicht zu. Da habe ich ja Glück kein Grüner zu sein, wäre ja furchtbar welcher Pöbel dann bei mir die Füße auf meinen Teppich stellen dürfte.

  11. Es hilft nur, in Gesprächen Fragen zu stellen. Das macht es dem Gesprächspartner schwerer anzugreifen.

    Wenn solche Ausdrücke verwendet werden, lohnt es sich immer zu fragen: „Was ist denn ein Nazi?“ Oder: „Was meinst Du mit rechtsextrem? Erklär es mir bitte!“

    Wir müssen unsere Gesprächspartner zwingen nachzudenken und zu definieren. Dann ist es viel leichter, zu einem (halbwegs) sachlichen Gespräch zu kommen.

    Wenn wir nur diskutieren und streiten, sind die Emotionen schnell so, dass der Abgrund zwischen uns und unserem Gegenüber immer tiefer und unüberwindlicher wird.

  12. Ungewollte Belehrungen ala Steinbrück – der hat es gerade nötig – führen immer zu Abwehrreaktionen . Der italienische Staatspräsident hat zumindest noch Würde , wenn die Nachricht über die Absage des Treffens mit dem Vortragsmillionär und Oberclown der Sozialdemonteure der Wahrheit entspricht .

  13. Ich stimme mit Atticuss vollkommen überein. Wir können mit Fakten unsere Aussagen begründen. Genau dies müssen wir von der Opposition einfordern. Permanent. Intensiv. Spätetsens dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Am besten bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion, wo auch die Fakten präsentiert werden. Aber eine solche Veranstalung wird wahrscheinlich nicht genehmigt oder wieder als rechtsextrem diffmiert.

  14. Danke für den guten Artikel!
    Er rückt vieles ins Bewußtsein und macht klar, auf welche Weise jeder, der will, dem jetzigen Treiben seinen Widerstand entgegensetzen kann.
    Daher auch volle Zustimmung zu AtticusFinch: Unter keinen Umständen innerhalb der Begriffsmatrix der Gegenseite argumentieren. Sich keine Neusprech-/PC-Benennungen aufzwingen lassen.
    Begrifflichkeiten hinterfragen und damit die Reaktionsreflexe der Gegenseite aus ihrer Eigendynamik hebeln.

  15. Für mich als einfachen Mann aus dem Volk ist der Artikel mit etwas zu vielen Fachausdrücken unterlegt.

    Gehe ich daher richtig in der Annahme, dass Linksgrüne und Gutmenschen ganz einfach und simpel Matschbirnen sind?

  16. In diesem Zusammenhang kommt mir die Spiegelumfrage in den Sinn, als dort abgestimmt wurde, ob auf (Tier)Fleisch höhere Steuern erhoben werden sollten oder nicht.
    66,x % der dort abgegebenen Stimmen waren dafür, dass auf Fleisch eine „Sonderabgab“ zu entrichten sei. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Mitmenschen dermassen gegen ihre Interessen stimmten und bekam nun wirklich einen Horror vor denen. Dann sagte mir jemand, dass die das nur machten, weil sie beim Fleischessen ein schlechtes Gewissen hätten und dies mit dem Zusatzobulus kompensieren wollten.

    Hi hi hi, und da war der Horror vor denen plötzlich weg. Es handelte sich also um Gutmenschen der reinsten, also der bigotten Form, die für ihre ständigen „Sünden“ auch ständigen Ablass haben wollen, für den sie eben , ganz klassisch, ständig zahlen wollen.
    „Wenn das Gold im Kasten klingt,
    die Seele aus der Hölle springt.“

    Anstatt nun, wie jeder normale Mensch, der
    Schuldgefühle bei irgendwas hat, diese Tätigkeit sein zu lassen, leben die Gutmensch_Innen ihr Carnivoren-Sein verheuchelt aus.
    Wie gesagt, der Horror vor denen ist weg, und Ekel stattdessen Platz gemacht.

  17. Lieber Herr Stürzenberger, klicken Sie mal dieses Video und achten Sie auf die Worte bei Minute 3.55-4.09

    @watislos (27. Feb 2013 14:19)

    http://www.youtube.com/watch?v=FhjnCPYdkk0

    Das lohnt sich wirklich! 🙂

    Von der Sorte FJS gibt es in der CSU keinen Einzigen mehr – nurnoch Lappen (und damit ist nicht die Volksgruppe gemeint)!

  18. Ein alter Pfadfinderfreund jüdischen Glaubens hatte mir LINKS und RECHTS einmal
    folgendermaßen klargemacht:
    Auf einem Kreis treffen sich bei Null Grad linke und rechte SOZIALISTEN und fließen ineinander über. So kann es sein, dass ein nationaler SOZIALIST in Ansätzen ein LINKER ist und umgekehrt. Göbbels hatte ja sogar Mitte der dreißiger Jahre in einem öffentlichen Vortrag die NSDAP als eine Linke, gegen das Bürgertum gerichtete Partei bezeichnet. Passt also genau zu dem, was mir mein Freund erklärte.

  19. #23 nicht die mama

    Diese Erkenntnis ist auch ohne den Artikel richtig!

    Der Artikel ist wirklich interessant zu lesen und ich glaube auch, dass durch die Sprache die Menschen am besten manipulierbar sind, wie die vorangegangenen Diktaturen gezeigt haben. Aber mal ehrlich, sind wir selbst davor gefeit? Benutzen wir nicht auch diverse Kampfbegriffe? Oder Umschreibungen, weil wir sonst angreifbar werden?
    In erster Linie sollte jeder in der Alltagssprache die Anglizismen vermeiden und sich an der wunderschönen deutschen Sprache erfreuen. Außerdem sollten wir die Dinge beim Namen nennen dürfen, egal, was Andere dann über uns sagen.
    FJS hat noch Kante gezeigt. Er ist häufig dafür angegangen worden, aber hat es ihm geschadet?

  20. OT:

    FAZ übernimmt Frankfurter Rundschau!

    nur 28 von 450 linken Journalisten werden übernommen, der Rest HartzIV.

    Na denn, Adieu Rot-Wein-Viertel, Willkommen im Frankturter Multikulti-Problem-Viertel. Ist vielleicht nicht schlecht, wenn rot-grüne BRD-Journalisten auf dem Boden der multikulti-islamischen Wirklichkeit aufschlagen.

  21. Also ich habe als Sprach- und Sprechwissenschaftler meine Bedenken gegen die drei Behauptungen.

    1. ist Sprache immer dynamisch, da wo eine Institution versucht umzuinterpretieren, entstehen sogleich andere Begriffe, die alte wieder neu deutend verwenden. >>> Adolf Hitler und seine Massenhysterie gegen die Juden, in der DDR die Gleichhschaltung der Begriffe innerhalb und ausserhalb der Religion und deren Verständnis. Auch hier waren die Bemühungen nicht erfolgreich, das elyptisch und inhaltlich bedeutungstragend rekapitiliert und Wochte durch den entsprechenden Sprachklang neue Ausdrucksweisen fanden und anwendetet. Der Satz: Honnecker ist der Grösste, war so oder so zu verstehen….wir Ossis wissen was ich meine.
    2. das Thema Semantische >Kontrolle als Macht ist in der Natur der Sache immer an der Kunst gescheitert.
    3. in einer sich ändernden Welt werden Dinge, Prozesse und Handlungen beschrieben, nicht nur indoktriniert. Die Agitation rechter oder linker Gruppen haben sich nicht durchsetzen können.
    4. Dagegenzusteuern wäre oder ist ziemlich einfach. Man muss nur die Dinge genau beschreiben, weniger bewerten. Das kann der Geist meist alleine.
    5. Ihre Sichtweise hat mich eher an die NSDAP und die SED erinnert. Hier wurden ja umfangreiche Versuche gemacht, die semantische Kontrolle auszuüben. Mit ziemlich wenig Erfolg. Erschreckend war, dass sich Moral und Ethik strikt vom Dasein des Einzelfalls gelöst und separatisiert und instrumentalisiert werden konnte. Im Nachklang der Geschichte war es dann keiner.
    Ich denke schwartz-weiss ist zu wenig. Es zählen viele Aspekte der Sprache, ihre Rollen, Lokutionen ind Illikotionen, wer sagt was warum zu welchem Zweck, was will er vermitteln. Das ist ein komplexer Vorgang, da die Wahrnehmung der Inhalte die gesprochen werden zu 88% von der Art und Weise des Sprechens, Haltung und Stimme abhängen. Knapp 7% sind dann Semantik und Syntax, Morphologie.

    Uns wäre daran gelegen Bürgern nicht nur Feindbilder zu servieren, sondern Inhalte die unser Land in die Freiheit führen. Die grösste Bedrohung kommt aus dem Parlament der BR und den Begriffen wie Rettungsschirm, ESM und Stabilisierung mit Weitsicht. Da sitzen unsere politischen Gegener.

  22. @Denker, Sie brauchen wirklich eine Lektion Psy weil es ist genau anders, der Mensch hat nur die
    Talente, aber das Wissen für>Entscheidungen und Überzeugung muss jeder sich durch Lernen aneignen.
    Beginnend mit der Psychologie des Lernens selbst.
    Die Gehirnfunktionen, und die Sinnesorgane.
    Das Lernen befähigt zu Entscheidung.
    Wie lernt der Mensch.
    Die Verhaltenseigenheiten des Menschen, wie
    und warum reagiert der Mensch.
    Wäre hier ein Thema!

  23. Halb leer oder halb voll ist eigentlich dasselbe, es unterscheidet sich durch die semantische Absicht der Wortwahl.
    was will man mit der einen oder andern Aussage vermitteln. Es ist eine Methode der verbalen, also mittels Worten und damit abstrakt vermittelten Mitteilung. Abstrakt bedeutet, in nicht bildlicher oder konkreter Darstellung sondern mittels >Worten oder in sonstiger Sinnesvermittlung gebotener übertragener Information. Das heißt, man muss erst
    dieser Sprache der oder Kenntnis der Zeichen
    und durch Lernen erworben haben um diese Mitteilung zu verstehen. Das vernommene Wort muss erst im Gehirn angelangt und da mit der Bedeutung des Wortes verknüpft werden.
    Dieses Posting zB. ist abstrakt.
    Die Psychologie nennt das Psychologie der Kommunikation.

  24. Ein toller Artikel. Er beschreibt im Grunde den Dekonstruktivismus und dessen Ergebnis für den Diskurs.
    #36
    Dir kann ich dennoch auch zustimmen. Ich seh auch keinen Widerspruch.
    Entscheidend scheint mir die Dauer der Gesprächs zu sein. Kommt es durch Handeln gar nicht erst zum Gespräch, kommen dessen Regeln gar nicht zur Anwendung.

    Kommt es doch zum Gespräch, dann gilt in meinen Augen: kurz und prägnant sein. 1 Minute muss reichen. Länger hört kaum einer zu.
    Entwickelt sich ein Dialog gilt: wer fragt führt!
    Und immer gilt: Der Ton macht die Musik.

    Ich würde den Artikel gern in http://www.blaulicht-blog.net veröffentlichen und den Kommentar 36.

    Spricht da was dagegen?
    Beste Grüß?

  25. Dort wurde ein Dokumentationsfilm gezeigt und eine „Rechtspopulistin“ wurde des Veranstaltungsortes verwiesen. Sie wurde von der Landtagsabgeordneten der Grünen, Margarete Bause, in ihrer Funktion als Veranstalterin in Eintracht mit anderen Kämpfern gegen „Rechts“ hinauskomplimentiert.
    ————————
    Das Verweisen von angeblich „REchten“ ist nicht neu.
    Vor jahren in Hessen passiert. Dort hat Hetze zur Arbeitslosigkeit geführt. Das TV log solange, bis dass Geächteter die Arbeit verlor und keine wieder bekam.

  26. Gutmenschen sind leider Teil der europäischen Kultur, durch den permanenten Verweis auf die Wurzeln wird versucht das Gutmenschentum als wichtigen Bestandteil unserer Geschichte und auch Gegenwart darzustellen. Man sieht an der aktuellen Diskussion um das Zusammenleben wie die Gutmenschen auf den Bedeutungen ihrer Begriffe beharren, obwohl diese doch dem Zeitgeist einer vergangenen Zeit folgen. Die unrefelektierte Übernahme von Bedeutungen aus der Vergangenheit sehen sie als Bewahrung der Kultur.

  27. Linke Bewusstseinsmanipulation durch semantische Macht über die Begriffe
    ————————-
    Dieses ganze Vokabular ist eindeutig das der Kommunisten.
    Ich habe jetzt zufällig die NVA-Parade 1989 angesehen und dort die gleichen Töne gehört, die von Knopp später sprachlich und inhaltlich übernommen wurden.

  28. #36 Loorx (27. Feb 2013 17:52)

    Also ich habe als Sprach- und Sprechwissenschaftler meine Bedenken gegen die drei Behauptungen.

    1. ist Sprache immer dynamisch, da wo eine Institution versucht umzuinterpretieren, entstehen sogleich andere Begriffe, die alte wieder neu deutend verwenden.

    Selbstverständlich. Begriffe wie „Kulturbereicherer“, „Gutmensch“, „Südländer“, „Rotationseuropäer“, „XZYInnen“ in ihrer redefinierten Form zeugen davon.

    Und das ist gut und nicht schlecht.

    2. das Thema Semantische >Kontrolle als Macht ist in der Natur der Sache immer an der Kunst gescheitert.

    Auch richtig. In diesem Sinne sind wir Kommentatoren alle zugleich KünstlerInnen.
    Oui, je suis un l´artist!

    3. in einer sich ändernden Welt werden Dinge, Prozesse und Handlungen beschrieben, nicht nur indoktriniert. Die Agitation rechter oder linker Gruppen haben sich nicht durchsetzen können.

    Was sie aber noch nie daran gehindert hat, es immer und immer wieder neu zu probieren.

  29. Ein gutes Beispiel für die Fehlbelegung von Namen ist die Bezeichnug „RotGrün“.

    In der Denke der Pressefritzen und der im Artikel genannten Denkfaulen sind darin die Werte Sozial und Umweltfreundlich zu verorten.
    Richtig ist aber, daß die Dinge in der übernationalen Sphäre nicht zusammen gehen, weil man sie in der räumlich-nationalen Ebene nicht erhalten kann, wenn einer die Rechte des Anderen beanspruchen kann.
    Z.B die Armutswanderung. Sie wird von den RotGrünen toleriert, obwohl sie der ewig laufende Motor des Umwelt und Landschaftsverbrauchs ist. Ich habe noch nie erlebt, daß die Presse die RotGrünen damit konfrontiert hätten. Würde man da nicht locker lassen, so könnte man den Roten das grüne Mäntelchen ausziehen und es denen umhängen, denen es auch wirklich passt, – den Nationalen.
    Und weil selbst der Papst die Dinge nicht hinterfrägt, lobt er auch die Grünen.
    Will man der Überbevölkerung aber Herr werden, so muß man die Probleme dort angehen, wo sie entstehen – also national.
    Altes schwäbisches Sprichwort: „Jeder kehre vor seiner eigenen Türe“.

    Beispiel Euro und der zu erwartende finanzielle Ausgleich:
    Der nationale Gedanke sieht den Frieden gewahrt durch Achtung von „Mein und Dein“ und der internationale Sozialist will davon nichts wissen. Er setzt auf Frieden durch Geschenke und Bevormundung.

    Die Großkonzerne, also „Rechte“ kolaborieren da mit den international denkenden Sozialisten. „Grün“ lasse ich da aus selbsterklärlichen Grünen weg, denn jeder der auf die Straßen und die Weltmeere schaut, der sieht, daß da nichts Grünes und nichts Klimaschützendes mehr drin ist. Allein Geschäft. Und die Sozis wagen es – ganz unwidersprochen das in Europa neue Proplem des Wanderarbeiters zu bejammern, obwohl sie dem die Türe sperrangelweit aufhalten.
    Man könnte sich durch alle Bereiche philosophieren – auch die religiösen und dabei nichts als Widersprüche finden. Am Ende stellt sich immer wider heraus, daß dem Spruch: „Wer nur Gutes will, der nur Bösses schaft“ auch der RotGrüne nicht entkommen kann.

    mfg

  30. Einfach wieder die alte Sprache sprechen! Und Klartext reden, die Dinge beim Namen nennen.

    Nicht von linken Rabulistikern überrumpeln lassen. Denn darauf spekulieren die: „Es wird schon niemand nachfragen“.
    Genau das tun! Begriffsdefinitionen verlangen, sie darauf festnageln. Und immer nachhaken, wenn nur Gestammel kommt. Versuchen, herauszufinden, was sie wirklich meinen, und in Klartext übersetzen.

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