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Straßennamen: Essen stoppt grüne Säuberung

Manchmal stellt man sich schon die Frage, was unsere grünen Bilderstürmer heute treiben würden, wären sie in Afghanistan oder Mali geboren worden. Dürften wir mit ihrem Eintreten für Freiheit und Menschenrechte rechnen? Oder würden vielmehr ihre offenkundigen SA-Gene dort bei der Sprengung von Buddha-Statuen oder der Verbrennung der berühmten Bibliothek in Timbuktu ihre Betätigung suchen und finden? Der eine oder andere aus dieser Szene übt ja bekanntlich in Berlin und Hamburg schon mit Grillanzündern an gehobenen Mittelklassewagen, wie sich so ein „Kulturerbefeuer“ einmal anfühlen könnte.

Aber noch sucht sich dieser totalitäre, deutsch- und kulturfeindliche Ungeist überwiegend ganz legal sein Futter, zum Beispiel durch die Umbenennung von Straßen und Plätzen. Schließlich heißen derer immer noch zigtausende landauf landab nach aus Sicht anderer Zeitgeister verdienten Menschen, die aber nicht mehr der nachhaltigen linksgrünen Gender-Norm entsprechen. Dass es dabei auch einmal Rückschläge gibt, wie am Wochenende in Essen ist den linken Gutmenschen dabei weitgehend wurst. Schon Lenin wusste, das es manchmal einen Schritt vor und zwei Schritte zurück geht. Aber nun zur eigentlichen Geschichte:

Im Essener Stadtbezirk Rüttenscheid hatten tatsächlich zwei verdiente Militärs mit den klangvollen Namen Hans von Seeckt (1866-1936) und Karl von Einem (1853-1934) als Namensgeber für zwei Straßen den Zweiten Weltkrieg – mit dem sie aber nichts zu tun hatten – um fast 70 Jahre überlebt. Natürlich waren die beiden Adligen mit ihrer Sozialisation in Monarchie und Kaiserreich militaristisch ausgerichtet und entsprachen auch sonst dem antifeministischen, konservativen Geist ihrer Epoche. Das ist aber beides aus ihrer Zeit heraus betrachet kein Makel, da Deutschland zu ihren Lebzeiten von aggressiven, waffenstarrenden Feindmächten umgeben war, man sich also als Militarist in dieser Epoche objektiv um unser Land verdient machen konnte. Auch verhielten sie sich loyal gegenüber der Weimarer Republik und waren längst auf dem Altenteil – und kurz vor dem Tod – als das Dritte Reich ausbrach.

Trotzdem war das den Essener Kulturkämpfern von rot-grün inzwischen ein Dorn im Auge. Kurzerhand nutzte man auf der Suche nach inquisitorischer Betätigung linke Ratsmehrheiten dazu, eine Namensänderung zu erzwingen. Damit hatten die Bilderstürmer gleichwohl die Rechnung ohne den Wirt Anwohner und Bürger gemacht. Kurzerhand formierte sich – in Anspielung auf die adligen Namen der Militärs – eine Bürgerinitiative namens ProVon. Per Unterschriftensammlung erzwang man einen Bürgerentscheid. Dieser endete am Sonntag mit dem für die Kulturkämpfer vernichtenden Ergebnis von 79,7 Prozent Zustimmung für eine Rückbenennung der Straßen nach den Militärs. Dabei wurde das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten ebenfalls mit 20,3 Prozent locker gerissen, so dass man das Ergebnis nicht ignorieren kann.

In Anlehnung an den eingangs erwähnten Lenin sind die GrünInnen von dem Ergebnis erschüttert, aber nicht zerstört, wissen sie doch den am deutschen Volke nagenden Zahn der Zeit auf ihrer Seite. Ihr Lautsprecher Günter Hinken äußerte entsprechend:

„Das Ergebnis ist ernüchternd. Aber der Bürgerentscheid ist nur eine Etappe in dem geschichtlichen Aufklärungsprozess, den wir angestoßen haben und weiter führen wollen. Wir laden auch die Unterstützer von „ProVon“ ein, sich zu beteiligen an der weiteren Aufarbeitung der Geschichte.“

Wollen wir wetten, dass Essens Linke einfach nur die notwendigen Jahre abwarten wird, bis die Bevölkerungsmehrheiten in Essen-Rüttenscheid tatsächlich allein schon demographisch mit „alten weißen Männern“ nichts mehr am Hut hat? Vielleicht wirft sie dem Mob dann auch statt den braven Alt-Namen Irmgard und Ortrud (so hießen die Straßen in der Zwischenzeit und auch vor dem Tod der Militärs) eine Imam-Ali- oder Erdogan-Straße hin? Ganz sicher ein Angebot, dass die Rüttenscheider von morgen oder übermorgen dann nicht werden ablehnen können.