Das paranoide Irrlicht Frank Schirrmacher dreht die FAZ unaufhörlich nach links. Erst hat er das mit dem Feuilleton gemacht, seit einigen Jahren färbt er das ganze Blatt rot ein. Eine seiner Lieblingsautorinnnen, die ganze Seiten mit ihrem kommunistischen Käse füllen darf, ist beispielsweise Sahra Wagenknecht (SED-Mauermörderpartei). Jetzt hat Schirrmacher wieder einmal ein paranoides Ego-Verschwörerbuch (Abb.) geschrieben, dessen Lektüre jeder grauslich findet außer dem gleichfalls verworrenen Jakob Augstein. In der WELT am Sonntag erschien nun aber ein saftiger Verriß des Buches, und da erfahren wir, daß sich gegen Schirrmacher in der FAZ Widerstand regt! Sehr gut!

Man kann nur hoffen, daß das stimmt. Wir haben linksversiffte Blätter genug! Deutschland hätte auch wenigstens eine einzige konservative Tageszeitung verdient. Cornelius Tittel startet seinen Angriff in der WamS so:

Schirrmachers „Ego“ – Manipulieren, täuschen, tricksen
Digitale Tyrannei und Raubtier-Algorithmen: Die Thesen in Schirrmachers neuem Buch zeugen von Paranoia. Seine Quellenarbeit ist unseriös, sein Menschen- und Geschichtsbild fragwürdig.

Die Vorwürfe im Verriß sind happig, treffen aber voll ins Schwarze. Die WamS geht zur Sache:

absurd…, denkbar dünne Bretter, aus denen Schirrmacher sein windschiefes Gedankengebäude zimmert…, geschlossen-paranoiden Weltbild…, sein durch die eigenen Verschwörungstheorien vernebeltes Geschichtsbild. Schirrmacher steigert sich in einen solchen Wahn…, Horrorliteratur…, 287-seitigen Blindflug…

Das Schönste in unseren Ohren ist aber dieser Abschnitt:

Und doch gibt es Anzeichen, dass der Spieler Schirrmacher sein Blatt überreizt haben könnte. Dass der für Kultur zuständige „FAZ“-Herausgeber seit der Finanzmarktkrise 2008 sein Feuilleton bevorzugt mit Texten von Sahra Wagenknecht und Beiträgen der Hacker vom Chaos Computer Club bestückt, sorgte im Herausgeberkreis der sich immer noch als bürgerlich begreifenden „FAZ“ für einiges Stirnrunzeln.

Als Schirrmacher dem Chef-Scientologen Tom Cruise einen „Bambi für Courage“ überreichte und ihm allen Ernstes attestierte, mit seiner Rolle als Hitler-Attentäter Stauffenberg in „Operation Walküre“ werde er das Ansehen Deutschlands im Ausland retten und so Stauffenbergs Anliegen auf mittelbare Weise doch noch verwirklichen, da soll das Stirnrunzeln im Herausgebergremium bereits einer allgemeinen Fassungslosigkeit gewichen sein. Die Aussicht auf einen antikapitalistischen Schirrmacher-Bestseller muss ihnen nun vollends die Laune verhagelt haben…

Schirrmacher, dieser Umnachtete, gehört tatsächlich als Herausgeber aus einem Blatt wie der FAZ weg, auch wenn außer Augstein noch mehr Schreiberlinge aus der Journaille das Buch angeblich gut fanden – allerdings mit dem durchsichtigen Hintergedanken, daß ihre Bücher dann von Schirrmacher im FAZ-Feuilleton auch milde behandelt werden. Es gibt seit heute jedenfalls Hoffnung. Der konservative Hans Joachim Fest, der diesen paranoiden Verschwörungstheoretiker bei  der FAZ installiert hat, dürfte sich längst im Grabe umgedreht haben.

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50 KOMMENTARE

  1. Ich habe nicht den Eindruck, dass Kewil das Buch gelesen hat. Den Versuch eines Verrisses aus Sekundärquellen halte ich in jedem Fall für misslungen. Die ehrlose Ego-Gesellschaft, wo alles käuflich ist, ist ein Problem, sich damit zu beschäftigen ist sinnvoll!

  2. Klingt links durchseucht besser?

    Trifft ja für die ganze Gesellschaft zu!!!

    sh. Tatort 17.02.
    WER WAR’S?
    Rääächte!

  3. Laß Schirrmacher mal so weitermachen. Wenn die Umsätze der FAZ drastisch zurückgehen, spätestens dann, wird ihm Einhalt geboten werden.

  4. Naja, zu Schirrmachers Erguss sag ich nun nichts, dazu möchte ich das Buch in diesem Fall doch selbst lesen.

    Der Rezensent Tittel erscheint mir nämlich selbst irgendwie nicht ganz durchgebacken zu sein.
    😉
    Es kommt nichts bis wenig dabei raus, wenn jemand wirrt über einen Verwirrten schreibt.

  5. Ist zwar ein wenig Off-Topic, aber vielleicht könnt Ihr Euch bei PI in Zukunft und mit Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen noch etwas mehr mit dem „Deutschen-Problem“ befassen, sprich: mit all jenen Leuten, die man gemeinhin als „breite Masse“ bezeichnet, die weitestgehend verblödet, denkfaul und kritikunfähig sind bzw. sich nur allzu gerne jeder Verantwortung entziehen. Die alles nachäffen, was ihnen die große Herde vorblökt, um ihren Tag stundenlang mit Hartz IV-TV zu verbringen. Die bereitwillig in jede Richtung mitmarschieren – ganz egal, wohin es geht. All diese Leute, die durch ihre In-Aktivtät und ihre Niveaulosigkeit beileibe nicht ganz unschuldig sind, dass in diesen Land soviel Sch**ße passiert!

  6. Schirrmacher scheint nicht richtig zu ticken:

    So verblüffte er selbst enge Vertraute mit der Erzählung, er sei als Kind in Äthiopien entführt worden und unter den Augen von Männern aufgewachsen, die jederzeit bereit gewesen seien, ihn zu töten. Und hat ihr Herausgeber nun, rätseln die Redakteure, Zivildienst abgeleistet, wie er zunächst behauptete, oder war er doch Panzerfahrer, wie er zwischenzeitlich in Umlauf brachte?

    Manche Flunkereien entspringen offenbar einer Laune des Augenblicks. Anders ist nicht zu erklären, wieso Schirrmacher beim Blättern in einem Bildband mit hochherrschaftlichen Villen der Jahrhundertwende plötzlich auf ein besonders schönes Foto zeigt und dazu erklärt, in so einem Haus sei er aufgewachsen. Tatsächlich ist der kleine Frank in einem Reihenhaus in Wiesbaden groß geworden.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8924245.html

  7. @ #3 punctum

    Ich lese das Blatt noch, finde auch weiterhin, dass es die einzige akzeptable Tageszeitung im Land ist – ein paar Durchhänger hin oder her.

    In der Argumentation von Schirrmacher in Ego liegt für mich vor allem die Erklärung dafür verschüttet, warum es den etablierten Parteien gelingt trotz Masseneinwanderung, Euro und Islamisierung auch den im Prizip sehenden Bürger weiter für die Blockparteien zu verpflichten. Die Leute sind bereit alles zu verkaufen und zu verpfänden, was noch ihren Eltern und Großeltern heilig war, nur um auch im laufenden Jahr wieder ungestört weiter konsumieren zu können…

  8. #1 Reconquista2010 (18. Feb 2013 10:16)

    „Ich habe nicht den Eindruck, dass Kewil das Buch gelesen hat. Den Versuch eines Verrisses aus Sekundärquellen halte ich in jedem Fall für misslungen.“

    Genau! Wenn man (verständlicherweise) Schirrmachers Mist nicht lesen will, sollte man auch keinen Artikel drüber schreiben, sondern sich mit einem Link begnügen.

  9. Schirrmacher ist ja auch Doktor. Man konnte schon 1996 im Spiegel dazu lesen:

    Schirrmacher hatte möglicherweise guten Grund, Thema und Datum seiner Promotion ein bißchen zu verfälschen. Aufmerksamen Lesern wäre sonst aufgefallen, daß er den Großteil der Doktorarbeit bereits ein Jahr zuvor, im Februar 1987, in einem Kafka-Sammelband der Edition Suhrkamp veröffentlicht hatte…..

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8924245.html

  10. #1 Reconquista2010 (18. Feb 2013 10:16)

    Nun ja, ich habe auch nicht den Eindruck, daß es primär um das Buch geht, sondern um die Tatsache, daß sich überhaupt erst mal Widerstand gegen diesen Irrsinnigen regt.

  11. Im originalen „Spiel des Lebens“ von John Conway ging es übrigens gerade darum, basierend auf einem einfachen zellulären Automaten zu simulieren, wie sich übergeordnete Strukturen herausbilden („Order out of Chaos“):

    http://de.wikipedia.org/wiki/Conways_Spiel_des_Lebens

    Das „Game of Life“ war der Vorläufer der späteren Forschungen in den Bereichen „Artificial Life“ und „Many-Agent-Simulation“.

    Einen moralisierenden oder gar „kulturkritischen“ Aspekt hatte das Ganze nicht.

  12. … dessen Lektüre jeder grauslich findet außer dem gleichfalls verworrenen Jakob Augstein.

    Hehe, ein Lob von Jakob Augstein ist die Höchststrafe. Hoffentlich lobt der nicht mal irgendwann PI. Das wäre eine besonders infame Verleumdung.

  13. @ #10 Religion_ist_ein_Gendefekt

    In der bunten Vogel-Strauß-Republik empfinde ich es schon als einen Verdienst, wenn jemand die richtigen Fragen stellt – selbst wenn die Antworten unausgegoren sind.

  14. Schirrmacher irrt im Punkt des US Militärs, welches ein GEGNER der Spieltheorie (einer mathematischen Theorie zur Bescheibung der Wirtschaft, deren Autor im Film „A beautiful Mind“ porträtiert wurde) war und ist, aber nichtsdestotrotz ist der WELT-Verriß ignorant.

  15. Ich hab die Rezension gestern Abend gelesen und konnte wenig damit anfangen, weil ich mit der Materie, um die es da geht, gar nicht vertraut bin. Was ich aber herausgelesen habe ist, dass Schirrmacher an die 300 Quellen verwendet hat und dann aber nicht in der Lage ist, sie vernünftig wiederzugeben. Ihm fehlt also das grundlegendste Handwerkszeug und da sehe ich für die FAZ einen großen Ansehensverlust!

    Ist die Bildungsmisere in Deutschland so groß, dass neben der Bildungsministerin nun auch ein Herausgeber der angesehensten Zeitung Deutschlands des Dilettantismus überführt ist?

  16. OT

    Pressefreiheit vor Gericht: Regierung will Auskunftspflicht einschränken

    Will die Regierung ein Schweigerecht gegenüber der Presse durchsetzen?

    Das Bundesverwaltungsgericht fällt bald ein Urteil, das weitreichende Folgen für die Auskunftspflicht von Bundesbehörden haben könnte.

    Opposition und Journalistenverband warnen vor einem Angriff auf die Pressefreiheit.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pressefreiheit-kein-auskunftsanspruch-gegenueber-bundesbehoerden-a-883748.html

  17. Frank Schirrmacher und Jakob Augstein sind der „Schleimigkeitsindex“ für Rückgratlosigkeit jenseits der Schamgrenze!

  18. @ #17 von Starhemberg 1683 (18. Feb 2013 11:36)

    FDP-Politiker Löning – Spinnt der???

    Einwanderung ist keine Einbahnstrasse. Die Immigranten bringen eine „Bringschuld“ mit.

  19. Ich habe das Buch von Schirrmacher zwar auch nicht gelesen, finde aber seine These, dass wir immer mehr zu einer kaltherzigen Egogesellschaft tendieren, obwohl der Mensch von Natur aus ein soziales Wesen ist, richtig.
    Diese These hat mit „rot“ nichts zu tun.

  20. .. . aber nichtsdestotrotz ist der WELT-Verriß ignorant.
    #14 Ein Fremder aus Elea (18. Feb 2013 11:12)

    Finden Sie? Finde ich gar nicht. Könnten Sie diese Einschätzung eventuell mit ein, zwei Beispielen belegen? Man lernt ja gern dazu. Ich habe das Buch – natürlich – auch nicht gelesen, und ich habe es auch nicht vor. Aber die WELT-Rezension erscheint mir außerordentlich kenntnisreich und bestens fundiert, geradezu brillant – so brillant, daß sie Lesevergnügen bereitet.

    Cornelius Tittels breite (Allgemein-) Bildung und seine Kenntnisse beeindrucken. Eins von zahlreichen Beispielen dafür und für seine gewitzte Argumentation:

    Das Problem ist nur: Nash war tatsächlich paranoid und krank. Davon handelt auch der berührende Film. Seine Krankheit als Beleg dafür zu benutzen, wie paranoid und krank die Spieltheorie an sich ist, ist genauso seriös, wie mit Verweis auf Bobby Fischers psychische Probleme das Schachspiel zu verteufeln.

  21. Paqués Rezension in der WELT ist viel besser:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article113674894/Schirrmacher-traut-dem-Kapitalismus-zu-wenig-zu.html

    Allerdings steckt in seinen folgenden Worten viel mehr als er zu ahnen scheint:

    Die Theorie wiederholter Spiele lässt das Entstehen von Kooperation zu – und liefert damit eine überzeugende theoretische Begründung für die Existenz und das Überleben stabiler gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, auch wenn sie nicht dem kurzfristigen Interesse des Einzelnen entspricht.

    Das bedeutet anders ausgedrückt: „Auch wenn es nicht egoistisch aussieht, ist es doch Egoismus.“

  22. #20 von Starhemberg 1683 (18. Feb 2013 11:36)

    Letztens forderte FDP-Wolff erst die Aufstockung der Entschädigung für die mutmasslichen NSU-Opfer, nun kommt Löning aus einem anderen Loch und setzt bei der Bevorrechtung noch eins drauf, um der FDP auch neue Wählerkreise zu erschliessen.

    Lustig ist aber das:

    Ein Loyalitätsproblem durch die doppelte Staatsbürgerschaft sehe er nicht, betonte Löning. Es gehöre „zu Persönlichkeiten dazu, dass die Herkunft der Eltern eine Rolle spielt als Teil der Identität“.

    Das sollte Löning nicht zu laut sagen, die „Reichsbürger“ könnten es hören oder es könnte Deutsch-Amerikanern in der dritten und vierten Generation einfallen, einen deutschen Pass und damit das Wahlrecht zu beantragen. 😀

  23. OT:

    -Bild im Download- http://ots.de/24e57d
    18.02.2013

    POL-NI: Polizei sucht mit Phantomskizze nach Räuber -Bild im Download-

    Nienburg (ots) – NIENBURG (mie) – Mit einer Phantomskizze sucht die Polizei Nienburg nach einem Räuber und hofft mit Hinweisen aus der Bevölkerung den Überfall auf den Inhaber eines nienburger Küchen- und Bettengeschäftes aufzuklären.

  24. Wo liegt das Problem bei Tom Cruise?

    DER hat doch nun wirklich begriffen, wie Kapitalismus, Kommerz und Marketing funktioniert!

  25. Uuuh, die bösen Algorithmen greifen uns an…
    Während bei Alan Turing noch mit dem Gegenüber über Sprache kommuniziert werden musste, um ihn als Mensch oder Maschine zu klassifizieren (Turing Test), genügt bei Frank Schirrmacher (irgendwie) das Gefühl, dass da eine Entität sei (es ist erwacht). Und das ist der Beweis, dass Irgendwas, also auch wieder „irgendwie“ das Internet, Computer, Algorithmen (der Spieletheorie) erwacht sind (huuu, sie leben) und die Weltherrschaft an sich gerissen haben. Fazit : Wir haben keine Kontrolle mehr darüber.

    Fazit 2 : Das kommt davon, wenn man in den Redaktionen Naturwissenschaften nur noch aus den Science- Fiction- oder Agenten-Filmen kennt.

    Gott, ist der blöd.

  26. @ Reconquista2010

    „Die ehrlose Ego-Gesellschaft, wo alles käuflich ist, ist ein Problem, sich damit zu beschäftigen ist sinnvoll!“

    Unsinn.

    Es verwundert mich immer wieder, dass manche meinen, etwas „ganz was Neues“ entdeckt zu haben, indem sie die „Verdorbenheit“ der jeweils gegebenen Gesellschaft anprangern. Diese „gesellschaftliche Verdorbenheit“ ist das A und O Thema kreuz und quer durch die Menschheitsgeschichte. Mit immer neuen Finten, Assoziationen und sonstigem Blödsinn, aktuell eben z.B. mit Hinweisen auf die „Spieletheorie“, soll das „bewiesen“ werden, was misanthropischen Quacksalbern und krank Betern ohnehin völlig klar ist.

    Schauen wir doch mal ins Alte Testament (Erste Buch Mose, Genesis, 5-7):

    5 Der HERR sah, dass die Menschen auf der Erde völlig verdorben waren. Alles, was aus ihrem Herzen kam, ihr ganzes Denken und Planen, war durch und durch böse. 6 Das tat ihm weh, und er bereute, dass er sie erschaffen hatte. 7 Er sagte: »Ich will die Menschen wieder von der Erde ausrotten – und nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere auf der Erde, von den größten bis zu den kleinsten, und auch die Vögel in der Luft. Es wäre besser gewesen, wenn ich sie gar nicht erst erschaffen hätte.«

    Wir wissen, was dann kam: Kraft der Verdorbenheit der Menschheit schickte Gott die Sintflut. Nur Noah mit ein paar Tieren überlebte den Schuldschnitt auf seiner Arche.

    Kaum ein Philosoph des Altertums hat sich nicht über die „unrettbare Verdorbenheit“ ausgelassen. Selbstverständlich ging das im Mittelalter fröhlich weiter. Auch Luther war felsenfest davon überzeugt, dass er aufgrund der „Schlechtigkeit des Menschen“ noch den „Jüngsten Tag“ erleben werde.

    Heutzutage kommen diese Verdorbenheits-Paranoiken zumeist in Form von „Kapitalismus-“ oder grünlinker „Öko-Kritik“. So wie auch bei Schirrmacher. Das grenzdebile Strickmusterchen ist so einfach wie blödsinnig:

    a) Mensch = schlecht.
    b) Natur = gut.

    War immer schon so. Jahrtausend für Jahrtausend.

    Und weil der Mensch so ach so „schlecht“ ist, brauchen wir ja auch den „neuen Menschen“. Mit dem menschlichen Material, was zur Verfügung steht, können solche abgedrehten „Nachdenker“ nun mal überhaupt nichts anfangen. Und schon können wir verspätet „Helau“ rufen und sind bei misanthropischen Idiologien a la Kommunismus etc. gelandet.

    Nein, der Mist ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu übertreffen.

    Ich schließe mit einem Zitat von vor 3.000 Jahren zu Babylon:

    Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul, sie wird niemals so sein, wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.

    Nee, iss klar – 3.000 Jahre alt, diese „Weisheit“.

    Den misanthropischen Blödsinn von Schirrmacher braucht nun wirklich niemand zu lesen. Bibliotheken können mit dem Schund gefüllt werden, der über die zig-Jahrtausende 1:1 abgesondert wurde.

    good4you

  27. @ #31 good4you

    Zu kurz gedacht. Nur weil es schon immer Verdorbenheit gegeben hat, sollen wir uns keine Sorgen machen? Ich sage ihnen, wo das Problem ist: Früher hätten die Leute zum Beispiel ihr Land noch verteidigt, heute verkaufen sie es an den sonst meistbietenden Politiker…

    Und um es noch an anderer Stelle greifbar zu machen: Schon immer waren vielleicht 20% aller Frauen Huren. Den übrigen 80% (wie zum Beispiel meinen verstorbenen Omas) hätte man aber so viel Geld bieten können, wie man will, sie hätten ihre Ehre gewahrt. Heute würden mindestens 80% der Frauen sagen: „Es kommt auf den Preis an“. Diese Ökonomisierung (genauso und noch viel mehr der Männer) verdirbt den Charakter und macht es unmöglich, z.B. jetzt unser Land vor der Überfremdung durch den Islam zu schützen… Keine ist bereit auch nur den kleinsten Nachteil in Kauf zu nehmen für seine Meinungen… …und er hält das dann hinterher für gelebte Toleranz um sich nicht gar zu schlecht zu fühlen. Das ist zwingend der Niedergang einer Demokratie, wenn nur noch käufliche Duckmäuser unterwegs sind…

  28. #26 Ein Fremder aus Elea (18. Feb 2013 12:03)

    Kooperation widerspricht keineswegs notwendigerweise dem Interesse der Einzelnen.

    Aus diesem Grund gibt es z.B. so etwas wie eine Kartellgesetzgebung.

  29. @ Reconquista2010

    Nur weil es schon immer Verdorbenheit gegeben hat, sollen wir uns keine Sorgen machen?

    Es geht nicht darum, dass es immer schon Verdorbenheit gegeben hat, sondern darum, dass einige blitzgescheite schlecht Beter die Menschheit an sich als „verdorben“ tituliert und nur noch „wenig Hoffnung“ sieht. Das war schon immer so.

    Wer die Welt erlösen will, droht ihr vorerst mit dem Untergang. Das hat biblische Tradition. Ebenso philosophische et al. Immer wieder der gleiche misanthropische Mist.

    Ich kann den Unsinn wirklich nicht mehr lesen.

    Diese Ökonomisierung (genauso und noch viel mehr der Männer) verdirbt den Charakter

    Ach, zu Zeiten des Absolutismus, fernab der „furchtbaren“ Ökonomisierung, mit einer Lebenserwartung von < 25 Jahren für die sklavischen Leibeigenen, war der Charakter noch in Ordnung? Oder welche Zeit in der Menschheitsgeschichte mit "intaktem Charakter" wollen wir dieser "furchtbaren" Zeit der Ökonomisierung als leuchtendes Beispiel vorhalten? Freie Auswahl!

    und macht es unmöglich, z.B. jetzt unser Land vor der Überfremdung durch den Islam zu schützen…

    Die Überfremdung liegt nicht an der Ökonomisierung, sondern an der linsgrünen Idiologisierung unserer Gesellschaft. Und es sind ja auch gerade linksgrüne Phantasten, die strack gegen die „Ökonomisierung“ sind. Da ist dann von „zurück zur Natur“, von „Deindustrialisierung“ und „Nachhaltigkeit“ die Rede.

    Also, genau die Idiologen, als Entscheidungsträger in den Regierungen und Parlamenten, die gegen die Ökonomisierung sind, die sind hierzulande für die Überfremdung!

    good4you

  30. #32 Reconquista2010 (18. Feb 2013 14:31)

    Gegenbeispiel: In Afrika war es in vielen Regionen immer schon Usus, im Falle eines ernsthaften Engpasses – wenn etwa einige Ziegen von Raubtieren gerissen oder Nachbarstämmen gestohlen worden waren – zum Ausgleich ein oder mehrere Familienmitglieder zu verkaufen. Nachzulesen schon bei Hegel.

    Waren die Afrikaner immer schon „ökonomisiert“?

    Und auch bei uns ist der Spruch „der verkauft seine eigene Grossmutter“ nicht in unserer Zeit entstanden…

  31. @ #35 Stefan Cel Mare & #34 good4you

    Widerlegt das meine Beobachtungen? Ich kann das daraus nicht ablesen. Ich vergleiche – weil das auch realistischer ist – die Weltkriegsdeutschen mit den Materialismusdeutschen von heute. Wer riskiert heute für seine Meinung auch nur seinen Job? Die damals waren bereit für ihr Land sogar ihr Leben zu opfern… (Dass diese diese Haltung mißbraucht wurde ist zweitrangig!) Linksgrün plus Großkapital können das nur aus diesem Grund – gegen den gesunden Menschenverstand der Masse – mit unserem Land tun…

  32. #4 nicht die mama:

    Es kommt nichts bis wenig dabei raus, wenn jemand wirr über einen Verwirrten schreibt.

    Genauso ist es. Allein dieses völlig misslungene Bild vom Sandwichmann am „nächstgelegenen Hauptbahnhof“, der sich mit „breitem Edding“ einen Endlostext auf „Brust und Rücken“ geschrieben hat. Der Mann müsste drei Meter groß sein, um seine Geschwätzigkeit auf lesbaren Tafeln unterzubringen.

  33. #37 Heta (18. Feb 2013 15:42)

    Jetzt sind wir aber ein bissel arg pedantisch, gell?
    Präzision ist ja was Schönes, aber Pedanterie nervt.

  34. #36 Reconquista2010 (18. Feb 2013 15:15)

    Wer riskiert heute für seine Meinung auch nur seinen Job?

    Für seine Meinung(!) irgendwas zu riskieren, war immer schon eine Sache für eine winzig kleine Minderheit. Auch und gerade unter den Weltkriegsdeutschen.

  35. @ #39 Stefan Cel Mare

    Sie wollen das Problem nicht sehen. Darum sind Worte hier vergebens…

  36. OT – Guckt hier eigentlich niemand „Homeland“ bei Sat.1? „TV’s most Islamophobic show“, klagte Kopftuchfrau Laila al-Arian bei http://www.salon.com. Marine Sgt. Nicholas Brody wird nach acht Jahren aus irakischer Geiselhaft befreit – wurde er islamisch „umgedreht“ oder nicht, die CIA ermittelt.

    Laila al-Arian: „Alle gängigen Stereotypen über den Islam und die Muslime werden ausgebreitet, und es wird bis zum Überdruss vorgeführt, dass einem, der ,Muslim‘ qua Rasse oder Herkunft ist, niemals vertraut werden kann. … ,Homeland‘ lässt keinen Zweifel daran, dass es das Muslimsein ist, das jemanden gefährlich macht.“

    Klingt doch vielversprechend, sonntags nach elf. Amerikanische Adaption der israelischen Fernsehserie „Hatufim“ (Entführt):

    http://www.sat1.de/tv/homeland

  37. @ #43 Heta
    Hi Heta, ja vielen Dank für die akkurate Arbeit und den Link zum Merkur.
    Der penible Verriss dort hat es wirklich in sich. Bin deshalb jetzt am überlegen, ob ich mir Frank Schirrmachers Buch, als Beispiel literarischer und lektorischer Tiefststände, doch noch schnell hole solange es noch da ist. Schätze ich muss mich beeilen, da die Scham von Autor und Verleger über das Machwerk sicher bald überhand nimmt und aus dem Verkehr gezogen wird. So dass man die Dinger nur noch, wie Dieter Bohlens („Hinter den Kulissen“ (ohne geschwärzte Stellen)) Werke nur noch auf ebay kriegen kann.

  38. Was heißt hier „Pedanterie“? Es geht um ein misslungenes Bild, das Cornelius Tittel, Feuilletonchef der „Welt“ (nie gehört), fünf Absätze lang auswalzt.
    #43 Heta (18. Feb 2013 17:24)

    Um Präzision bemüht, und hoffentlich nicht pedantisch, erwidere ich darauf: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, halten Sie das Bild deshalb für mißlungen, weil ein so langer Text bei einem Sandwich-Mann gar nicht auf die Tafel paßt. Wenn der Text kürzer gewesen wäre, hätten Sie demnach nichts auszusetzen gehabt. Das kam mir pedantisch vor.

    Es ging Ihnen ja gar nicht um die Botschaft, die der Sandwich-Mann transportiert. Wenn Sie kritisieren, daß Tittel „das Bild fünf Absätze lang auswalzt“, können Sie eigentlich aber nur die Botschaft meinen (und nicht das Bild). Mit der setzen Sie sich aber gar nicht auseinander. Das Bild ist doch nur zweitrangig. Und die Frage, ob es mißlungen ist oder nicht, ist drittrangig.

    Aber egal, der Link zu Rohloff reißt das wieder raus. Das ist ja der vernichtendste Verriß, den ich seit langem oder überhaupt je gelesen habe. So haben diese unsäglichen, dahingerotzten Talmi-Ergüsse Schirrmachers doch ihr Gutes: Sie generieren brillante Verrisse.

  39. Ein paar Highlights aus dieser „makellosen Erledigung eines Windbeutels“, wie ein Kommentator das so treffend bezeichnet..
    http://www.merkur-blog.de/2013/02/sorgfaltspflichten-wenn-frank-schirrmacher-einen-bestseller-schreibt/#more-859

    Immerhin wird man für all die Hässlichkeit hin und wieder entschädigt mit Sätzen von geradezu rührender Blödheit: Menschen haben ein Bedürfnis danach, dass Dinge so und nicht anders sein können.

    Und dass jemand es wagt, sich über die Vorteile der automatischen Orthografieprüfung auszulassen, ohne von ihr Gebrauch zu machen, ist eine sehr unfreundliche Botschaft.

    … insinuiert Schirrmacher, es gehe bei diesen gigantischen Datenmengen um Informationen von Print bis Internet, die wir alle irgendwie bewältigen müssen. Denn kaum jemand fühlt sich wohl von dem Umstand überfordert, dass sein Nachbar ständig telefoniert und achthundert Familienfotos besitzt. [ 🙂 Klasse!]

    Nach dem Fernsehen und den Comics sind nun die Computer daran schuld, dass eine schnell wachsende Zahl von Kindern und Erwachsenen nicht mehr nur nicht lesen wollen (!), sondern nicht mehr systematisch lesen können (35). Man hört diese Klage seit mindestens fünfzig Jahren, allerdings wurde sie selten von jemandem vorgetragen, der selbst nicht lesen kann.

    Hier mußte ich laut loslachen! Knock out!

  40. Auch eine umstrittene Autorin. Widerstand regt sich in der südenglischen Stadt Beaconsfield gegen geplantes Festival zu Ehren ihrer berühmtesten Bürgerin Enid Blyton. Trotz nach wie vor größter Beliebtheit bei Kindern werden ihre Bücher als „racist and offensive“ um nicht zu sagen „sexist“ verurteilt.
    http://blogs.telegraph.co.uk/culture/allanmassie/100068224/enid-blyton-deserves-recognition-whatever-her-views-on-race-its-ridiculous-to-judge-her-by-modern-standards/

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