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Werteverfall: „Femen“-Aktivistin ist CDU-Mitglied

Hamburg St. Pauli vor einigen Wochen: Neun Frauen stehen mit entblößten Busen in jenem Bereich, der eigentlich Prostituierten und Freiern vorbehalten ist, rufen wirre Parolen. Sie halten Fackeln in die Höhe, zwei Polizisten schauen betreten zur Seite. Auch Alexandra Schewtschenko, die Begründerin der sogenannten „Femen“, ist dabei. Bereits im letzten Jahr fiel die 24-jährige Ukrainerin im Viertel auf, weil sie mit zwei Landsfrauen barbusig und wie von Sinnen immer wieder den Hitlergruß zeigte. Auch diesmal ging es nicht weniger radikal zu: Drei der Frauen beschmierten eine Wand mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“. Wie nun bekannt wurde, ist eine der Demonstrantinnen, Zana Ramadani (Foto), Gemeindevorsitzende der Jungen Union Wilnsdorf und CDU-Mitglied.

Die „Zeit“ schreibt über Ramadani:

Alexandra Schewtschenkos Marsch durch die Herbertstraße war ein Schritt auf ihrem Feldzug. Die Frauen von Femen-Germany sind der Ikone aus der Ukraine hinterhergelaufen, aber sie gehen einen eigenen Weg. Zana Ramadani zum Beispiel ist nicht nur bei Femen-Germany aktiv, sondern auch seit zwei Jahren CDU-Mitglied. Öffentliches Blankziehen für eine oberflächliche Aufmerksamkeit – für sie schön und gut; aber sie will auch politisch mitarbeiten, um etwas zu erreichen. Frauenrechte sind ihr Thema. In ihrem Leben gibt es aber nicht nur das große Ziel, Prostitution verhindern und den damit verbundenen Menschenhandel eindämmen. Auch Ramadani kennt aus ihrem eigenen Alltag und aus der politischen Welt die kleinen sexistischen Bemerkungen, wie sie unter #aufschrei gesammelt werden, und wehrt sich dagegen: „Ich sag das den Männern, dass das nicht geht.“

Video der Aktion:

Wer bei CDU und JU nachfragen will, wie sich ein derartiges Auftreten mit den Werten einer vorgeblich christlichen Partei verträgt und ob man jemandem wie Zana Ramadani Zugang zu Jugendlichen gewährt sollte, kann dies bei den Kreisverbänden Siegen-Wittgenstein tun:

» info@ju-si.de
» cdu@cdu-si.de