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Bei Wulff geht es noch um 400 Euro

Wir haben es schon einmal geschrieben und wiederholen es gerne: Gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Wulff ermitteln seit einem Jahr 24 Beamte des niedersächsischen Landeskriminalamts (LKA) und ein durchgeknallter Oberstaatsanwalt namens Clemens Eimterbäumer. Das ist neben einer einmaligen Verschwendung von Steuergeldern eine Frechheit sondergleichen und mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Jetzt kommt der „Chefermittler“ der Süddeutschen, Hans Leyendecker, genau zum selben Schluß! Es geht noch um 400 Euro! 

Wir zitieren:

Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 4212 Js 1284/12 haben gut zwanzig Ermittler mehr als ein Jahr lang jeden Stein umgedreht. Sie haben etwa hundert Zeugen vernommen, darunter Leibwächter, Nachtportiers, Kindermädchen, Kellner und die Kosmetikerin von Bettina Wulff. Sie haben fast vierzig Telefonanschlüsse überprüft und drei ausländische Staaten um Rechtshilfe gebeten.

Das Ergebnis all der Mühe in den Verfahren gegen Christian Wulff, seinen früheren Vertrauten Olaf Glaeseker, den Filmproduzenten David Groenewold und den Party-Manager Manfred Schmidt füllt mehr als 20 000 Blatt. So aufwendig wird in Deutschland manchmal nicht mal gegen die Mafia ermittelt.

Im Fall des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff geht es am Ende um 400 Euro, die Groenewold für Wulff am 28. September 2008 gegen elf Uhr morgens im Münchner Hotel „Bayerischer Hof“ übernommen hat. Wulff bestreitet, davon gewusst zu haben und Groenewold hat jüngst in einer Erklärung diese Version seines Freundes bestätigt.

Die Strafverfolger sind skeptisch. Aber trauen sie sich wirklich, wegen 400 Euro, die sie noch im Feuer sehen, Wulff und Groenewold anzuklagen? Würde eine Strafkammer ein solches Verfahren eröffnen? Wie wird am Ende die Staatsanwaltschaft dastehen?

Deutschland macht sich mit solchen Verfahren nur lächerlich. Französische Präsidenten wie Chirac haben allein in ihrer Gourmet-Küche Tausende von Euros pro Tag vervespert, was keinen Franzosen aufgeregt hat. Und hier wird wegen läppischen 400 Euro untersucht bei einem Mann, der 20.000 Euro im Monat verdient.

Und auch die Wulff-Gegner hier, die ihn wegen seiner Islam-Schleimerei nicht leiden können, sollten nicht das Recht verdrehen, um ihre primitiven Rachegelüste auszuleben. Wulff gehört rehabilitiert und der durchgeknallte Jung-Staatsanwalt in den Aktenkeller zum Staub wischen! Eine solche Pipifax-Justiz, die andererseits unfähig ist, migrantische Totschläger und Mörder zu verfolgen und zu bestrafen, brauchen wir nicht.