Wolfgang KraushaarDer Schriftsteller Jean Amery war einer der ersten, der die Frage nach antisemitischen Tendenzen in der deutschen Linken stellte. Amery warnte bereits 1969 vor einem neuen „ehrbaren Antisemitismus“, der sich in der Neuen Linken in Gestalt des Antizionismus ausbreitete, der jedoch in Wirklichkeit eine „Ummäntelung des Antisemitismus“ darstelle, und in dessen Verlauf die Politik Israels immer wieder mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt wurde.

(Von Werner Olles)

Kurz zuvor waren mehrere Vortragsveranstaltungen mit dem israelischen Botschafter Asher Ben-Natan in Frankfurt, Hamburg, Erlangen und München von palästinensischen und deutschen Studenten gesprengt und in West-Berlin zwei Szene-Lokale, die jüdischen Inhabern gehörten, von Linksradikalen verwüstet worden. Dabei hinterließen die Randalierer Flugblätter, auf denen zu lesen war „Israelis haben hier nichts zu suchen!“ Im Juli des gleichen Jahres flogen mehrere SDS-Gruppen von Frankfurt nach Amman, um sich in einem Lager der Fatah militärisch ausbilden zu lassen. Im Oktober folgte unter Führung von Dieter Kunzelmann eine fünfköpfige Gruppe der „Tupamaros West-Berlin“.

Wolfgang Kraushaar (Foto oben), der Chronist der 68er-Bewegung, der in seinem Buch „Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus“ (Hamburg, 2005) das Attentat der Berliner „Tupamaros“ auf eine Gedenkfeier der Jüdischen Gemeinde zur Reichskristallnacht im November 1969 akribisch recherchierte, legt nun mit seinem neuen Werk „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?“ noch einmal nach. Während der Berliner Bombenanschlag um Haaresbreite fehlschlug, weil der Zünder versagte, erschüttern 1970 in München gleich mehrere antisemitische Anschläge die Bundesrepublik. Gemeinsam mit palästinensischen Terrorkommandos eröffnen die „Tupamaros München“ im Februar die „große Frühjahrsoffensive“ mit einem Brandanschlag auf das in der Münchener Reichenbachstraße gelegene Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde, bei dem sieben Bewohner zwischen 60 und 71 Jahren, die meisten von ihnen NS-Überlebende, getötet werden. Nach einer blutig gescheiterten Flugzeugentführung auf eine auf dem Flughafen Riem zwischengelandete El Al-Maschine folgen Paketbombenattentate auf zwei Verkehrsflugzeuge der Austrian Airline und der Swissair. Während die österreichische Maschine notlanden kann, stürzt die Swissair ab und reißt 38 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder in den Tod.

Ihre negativen Höhepunkte erreichte die Terrorwelle der 1970er Jahre mit dem Anschlag auf die jüdischen Sportler bei der Olympiade 1972 und im Juli 1976 mit der Entführung einer Air France-Maschine nach dem ugandischen Entebbe. Während Kraushaar bei der Geiselnahme im olympischen Dorf und dem darauf folgenden Massaker in Fürstenfeldbruck zumindest von einer logistischen Unterstützung der palästinensischen Terroristen durch linksradikale deutsche Gesinnungsgenossen ausgeht, wofür unter anderem auch die begeisterte Kommentierung des Anschlags durch Ulrike Meinhof spricht, sind die Verhältnisse in Entebbe eindeutig. Hier führen die Frankfurter Winfried Böse und Brigitte Kuhlmann, beide Mitglieder der linksradikalen Revolutionären Zellen, eine Selektion der jüdischen Passagiere durch. Stalins Enkel und Maos Söhne waren nun endgültig heimgekehrt in Hitlers und Himmlers Reich.

Kraushaar deutet das Palästinaengagement junger deutscher Linksradikaler völlig richtig als Ausdruck eines symbolischen Wiederholungszwanges, dessen verborgene antisemitische Motive umso deutlicher wurden, je mehr sich das traditionell altlinke Unbehagen an Israel auch innerhalb der gemäßigten Linken bis hinein in die Sozialdemokratie äußerte. In der Sozialistischen Internationale, aber auch im Umfeld der SPD-Führung und der österreichischen Sozialdemokratie unter Bruno Kreisky ließen sich durchaus Differenzen zwischen realitätsgerechter Wahrnehmung und antisemitischer Täuschung ausmachen. So thematisiert der Autor beispielsweise die exzellenten Beziehungen zwischen dem sozialdemokratischen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme und diversen Führungsfiguren der PLO. Das Dilemma der sich universalistisch und internationalistisch dünkenden Linken, sich der Palästinafrage und dem Nahost-Konflikt nicht pragmatisch, sondern vielmehr ideologisch und damit in höchster Abstraktheit im Kontext des nationalen Befreiungskampfes kolonialisierter Völker zu nähern, versperrte ihr die Sicht für die Belange des nach Sicherheitsgarantien für seine Bevölkerung strebenden jüdischen Staates.

Indem die Linke des Realkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern nicht am Ort seines Geschehens beließ, aber in längst überwunden geglaubte historische Traditionszusammenhänge stellte und so mit der berüchtigten „Judenfrage“ verband, die schon den Juden Karl Marx zu einigen antisemitischen Äußerungen veranlasste, holte sie die nicht vergehen wollende Vergangenheit der Deutschen zurück in das aktuelle Bewußtsein. Die letzte Steigerung war dann der linke Antisemitismus, der in der Person Kunzelmanns, der Tupamaros, der RAF und der RZ zum manifesten Judenhass und zum geplanten und ausgeführten Mord an Juden wurde. Auf elende Weise waren die deutschen 68er als Erben des Nationalsozialismus diesem zum Verwechseln ähnlich geworden.

Indem er das Märchen vom angeblich fortschrittlichen Charakter der 68er als Lüge entlarvt hat Wolfgang Kraushaar eine aufklärerische Leistung erbracht, die – recht verstanden als historische Erfahrung mit zu einer angeblichen Emanzipationsgeschichte aufgeblasenen linken Lebenslüge – noch für viel Diskussionsstoff sorgen wird.


Wolfgang Kraushaar: „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?“ München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2013. 872 S., geb., 34,95 Euro.

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21 KOMMENTARE

  1. Heute werde ich noch einen Text veröffentlichen zur Judenfeindlichkeit bei der Islam-Partei „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“. Diese Vögel arbeiten auch gern mit linken Judenfeinden von der DKP zusammen.

  2. „…fortschrittlichen Charakter der 68er…“
    Wer das immer noch glaubt spinnt. Die 68er waren der größte reaktionäre Dreck der deutschen Geschichte. Es ist nur dem historischen Zufall zu verdanken, dass diese Irren in einer Phase der Stabilität und des steigenden Wohlstands hervorgekommen sind. Hätten die die historischen Umstände wie Adolf Hitler in der 20er und 30er Jahren oder die SED nach 1945 in der Ostzone vorgefunden, man möchte nicht wissen was die in der Welt angerichtet hätten.

  3. gute Rezension!

    Die Nazibrut bildet sich seit der Befreiung von den Hitlerfaschisten ein, indem sie sich rot lackiert, automatisch gut und unschuldig zu sein. Das ist das Kredo der deutschen Linken, die nicht einsehen will, dass der eliminatorische Antisemitismus ganz klar linke Ursachen hat!

    Herausragend dabei der im Geiste der NS ‚Grössen‘ Gadamer und Heidegger ‚ausgebildete‘ begeisterte Hitlerjunge Habermas, also eine vom alten Horkheimer zurecht als geistig begrenztes Sicherheitsrisiko eingestufte Gestalt, die weitaus mehr braunen Dreck am Stecken hat, als der von ihm angeklagte Normalmichel. Diese von den 33ern betriebene permanente Anklage des unschuldigen Normalmichels übernahm dann die sogenannte ‚Generation der Gnade der späten‘ Geburt, also die ’68er‘, die in den 80ern in Scharen, ich betone in Scharen in die Partei ‚Die Grünen‘ eintrat.

    Diese Leute stammten von wenigen Ausnahmen abgesehen allesamt aus verkommenen dreckigen Nazifamilien, die ebenfalls weitaus mehr braunen Dreck am Stecken hatten, als der Normalmichel: das also ist das ‚gute‘ Deutschland, eine zuerst rot und dann grün lackierte stinkende Nazibrut!

    Daraus folgt, dass der Kampf der wahren Antifaschisten sich in erster Linie gegen die Partei ‚Die Grünen‘ und die von NS Leuten überquellende sogenannte ‚Linkspartei‘ richten muss. Und natürlich gegen den allgegenwärtigen Dummmichel, der einem verkommenen K-Gruppen und KPD.SED Pack seine Stimme verleiht!

  4. #1 crohde01 (24. Mrz 2013 22:14)

    Auch wichtig das neue Buch von Seyran Ates “Wahlheimat” – ausführlich in der FAZ rezensiert. Es gibt noch Helden und Heldinnen,…

    Islamkritik – Entscheidet Euch für dieses Land
    Seyran Ate? tauchte ab, weil es Leute gibt, die sie töten wollen. Jetzt ist sie zurück. Als Anwältin und mit einem Buch über die Frage, warum man Deutschland lieben soll.

    Seyran Ate? arbeitet im Berliner Stadtteil Wedding. Es ist eine Adresse, die leicht zu finden ist, man steigt aus der U-Bahn, geht ein paar Meter die mehrspurige Straße entlang, an der viele bunte Geschäfte mit fremdländischen Namen liegen, vor denen Menschen stehen, von denen manche Deutsch sprechen und viele nicht, läuft vorbei an einem Burger King und hat das Haus erreicht. Es ist ein heruntergekommener Bau aus Nachkriegsdeutschland, der Eingang ist mit Graffiti beschmiert. Neben der Tür hängt ein schwarzes Schild mit großen, weißen Buchstaben: Seyran Ate?, Rechtsanwältin.
    Das Schild ist ein mutiger Schritt für eine Frau, die bei öffentlichen Auftritten von LKA-Beamten begleitet wird und ihren Beruf fast sieben Jahre ruhen ließ, weil sie um ihr Leben fürchtete…

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/islamkritik-entscheidet-euch-fuer-dieses-land-12125561.html

  5. Traurig, aber offensichtlich ist der Anisemitimus bei den linken derart ausgeprägt, dsss er, als alleiniges gemeinsames Bindeglied zu den Islamisten, ausreichend ist, alle anderen, gravierenden, Ideologischen Differenzen zur Scharia zu überbrücken.

  6. Zunächst möchte ich dem Autor dafür Respekt zollen, dass er sich einem brisanten Thema widmet, mit dem er sich im linken Kultur-Establishment wohl wenig Freunde machen wird.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/03/08/kraushaars-verpasste-gelegenheit/

    Bedauerlicherweise wird jedoch Kunzelmanns Reise ins Ausbildungslager der Fatah in Kraushaars Werk so gut wie gar nicht behandelt, obwohl bei Kunzelmann (wie später auch bei der RAF) die Metamorphose vom Spaß-Guerilla zum ernsthaften Terroristen erst dadurch umgesetzt worden sein dürfte.

    Jener entscheidende Schritt dürfte von Giangiacomo Feltrinelli in Kooperation mit den Ostblock-Geheimdiensten orchestriert worden sein.

    Dazu wurden mittlerweile zwar endlich einige Bücher verfasst, die jedoch bislang viel zu wenig mediale Aufmerksamkeit erregen konnten.

    Dass ein prominenter Autor wie Kraushaar ein 800 Seiten dickes Buch über die Wurzeln des deutschen Terrors schreibt, ohne diese entscheidende Phase stärker zu beleuchten, ist leider wieder eine verpasste Gelegenheit, dem Thema die Aufmerksamkeit zu geben, die es verdienen würde.

  7. Programmhinweis:

    Montag bei hart aber fair:

    Sendung vom 25.03.2013
    Die tricksen, wir zahlen – soll das unser Europa sein?

    Gäste: Hans Eichel, Hermann Gröhe, Jorgo Chatzimarkakis, Hans-Olaf Henkel, Anja Khol (Böresenexpertin), Hubert Faustmann (dt. Prof. aus Nikosia).

    http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/

  8. Wir dürfen keinesfalls Hunderte linksradikale Iraner und Kurden, meist Studenten, vergessen, die mit der RAF sympathisierten. Von ihnen kommt der Gestank des Antijudaismus. Mit der Muttermilch den Koran aufgesogen, dann mit den Kommunisten und Maoisten ins Bett gelegt, trieben sie den Israelhaß voran und sind heute die großen Islamversteher.

    Gallionsfigur Bombenleger Bahman Nirmunand. Kam 1949(Wenn er 1951 sagt, lügt er!), ohne seine wohlhabenden Eltern…
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46209484.html
    …nach Deutschland auf eine Waldorfschule, studierte, war mit Dutschke und Meinhof befreundet, heizte die Anti-Schah-Krawalle an, durch Bücher und Hetzvorträge in der FU, woraufhin z.B. Benno Ohnesorg zur Demo an der Deutschen Oper ging…

    Heute wettert Nirumand immernoch gegen Deutschland, die USA, das Abendland, gegen Westergaard-Karikaturen. Islam- und Iranversteher, Medienliebling, Autor, Journalist aus dem TAZ-Stall, heute für die Zeit, genau wie seine Tochter Mariam Lau(die in Teheran geboren wurde) und Schwiegersohn Jörg Lau. Nirumand kokettiert damit, daß er den deutschen Paß nur aus praktischen Gründen habe.
    Reiste mehrfach in den Iran, auch um Khomeini bei der Revolution zu helfen, kroch dann doch wieder im, von ihm verachteten, Deutschland unter…

    Man kann alles googeln, hier nur ein Link, allerdings dichtet er in jedem Interview sein Leben und seine Gesinnung etwas um, noch heute meint er,
    Marx sei ein Genie und der Islam werde mißbraucht
    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Iran/nirumand75.html

  9. Gegen Kraushaar und Olles ist festzuhalten: Israel wurde nicht von bösen deutschen Antisemiten in einen Zusammenhang mit der „Judenfrage“ und dem Kolonialismus gestellt. Es waren die Zionisten selber, die Israel von Beginn an als Lösung der Judenfrage und als Anwendungsfall des positiv verstandenen europäischen Kolonialismus propagierten.

  10. Aber es ist natürlich nett, dass Kraushaar uns auffordert, die jüdisch-palästinensischen Spannungen „pragmatisch“ und nicht „ideologisch“ zu betrachten.

    Dürfen wir Kraushaar jetzt auch auffordern, die Spannungen zwischen Deutschen und Zuwanderern pragmatisch und nicht ideologisch zu betrachten? Vielleicht haben ja nicht nur die israelischen Bürger Sicherheitsbedürfnisse, sondern auch die deutschen – sollte man das Hamburger Institut für Sozialforschung mal dran erinnern!

  11. #12 Schweinsbraten (25. Mrz 2013 00:02)
    Gut, dass du auf die Mariam/Jörg Lau connection hinweist. Davon haben die wenigsten nämlich eine Ahnung. Sie fahren auf einem Islam-Versteher-ticket wie Mely Kiyak u. Co. durch Deutschland.

  12. #13 brueckenbauer (25. Mrz 2013 00:27); #14

    Was derlei Unterstellungen geflissentlich unterschlagen, ist der Umstand, daß die Lösung der betreffenden Frage, die nicht erst angesichts der Verbrechen der Nationalsozialisten durchaus eine Frage der Existenz darstellte, sondern auch angesichts des in Europa salonfähig gewordenen Antisemitismus zuvor, ohne dieses Umfeld wohl kaum denkbar gewesen wäre. Es ist die einzig denkbare gewesen.

    Selbstverständlich haben wir Deutschen Sicherheitsbedürfnisse. Nur lassen diese Fragen sich nicht beantworten, indem wir die betreffenden Israels (die angesichts sehr ähnlicher Bedrohungen übrigens gar nicht so weit von den unseren entfernt sind in diesen Tagen) leugnen.

  13. #12 Schweinsbraten (25. Mrz 2013 00:02)
    vor vielen jahren habe ich nirumands khomeini-biographi gelesen, -mit gott zur macht-. sein buch empfand ich sehr lehrreich, auch jetzt noch.
    ihrem link bin ich gefolgt. wenn er sagt,
    kopie -Aber Ideologie führt nie zu Freiheit. Auch nicht zu Gleichheit. Ideologie führt immer zu Terror. Auch wenn Religionen zu Ideologien werden, werden sie missbraucht.- kopie ende.
    dem kann ich ihm zustimmen. ob er überhaupt den koran in seinen gewalt-suren kennt oder sich damit auseinander gesetzt hat.
    für mich ist mohammedanismus keine religion, eher ein ideologisiertes, pseudoreligiöses gewalt- und machtinstrument, eine weltanschauung eben, wie der nationalsozialismus es war.

  14. @ HaGanah

    Als Historiker ist mir im Artikel gleich ein chronologischer Fehler aufgefallen: Kraushaar sei in den „70er Jahren“ Mitglied im SDS gewesen. Bloß löste sich der SDS bereits am 21. März 1970 auf. Die Hochphase des SDS war in den späten 1960er Jahren.

  15. Gauck hat in seiner Antrittsrede die 68er ausdrücklich gelobt. Das war die Stelle, an der im Bundestag der erste Applaus einsetzte…

  16. #21 Al-Harbi

    Der Gauck ist einfach unglaublich. Hundertausende 68er haben die RAF-Terroristen/Mörder unterstützt und/oder mit ihnen offen oder klammheimlich sympathisiert! Sogar in den damaligen linkenn Medien klang eine klammheimliche Bewunderung an. Und dieser 68er-Generation, die gerade dabei ist, auch den letzten Rest Deutschlands, den sie in den letzten 40 Jahren noch nicht zerstört haben, auszulöschen, lobt der Gauck.

  17. Auch die „evangelische“ Kirche (EKD) kämpft gegen die „heilige Kuh Israel“ und hat dazu 2012 eine „Orientierungshilfe Gelobtes Land? – Land und Staat Israel in der Diskussion“ herausgegeben. Da kocht der alte kirchliche Antisemitismus einmal mehr hoch und die christlichen Unterstützer Israels werden als „christliche Zionisten“ diffamiert. Gegen Juden hat ja die Kirche nichts, aber auf den Staat Israel prügelt die Kirche ein. Bezeichnenderweise hat ja ausgerechnet die Kirche noch vor der Politik eine Zweistaatenlösung im kleinen Israel (so groß wie Hessen) gefordert und dazu die erneute Teilung Jerusalems. Wenn der Nahostbeauftragte der EKD, Ex-Bischof Friedrich, an die durch die „Besatzungsmacht“ Israel unterdrückten „Palästinenser“ denkt, hat er „Herzschmerzen“, wie er bekennt. Solche Schmerzen kommen aber bei ihm nicht auf, wenn die Raketen aus Gaza fliegen und arabische Selbstmordattentäter Juden umbringen. Die Kirchenführer haben seit der Nazizeit und den Erfahrungen mit dem Kommunismus nichts dazugelernt und sind wohl auch in Zukunft lernresistent.

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