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Äthiopien – Roten Terror beim Namen genannt

DSCF1000_AufmacherIrgendwie hatte man in Europa in den 70ern von Ferne gehört, dass ein älterer afrikanischer Kaiser namens Haile Selassie, der seine Hunde mit bestem Fleisch fütterte, während sein Volk hungerte, von „Revolutionären“ aus dem Militär abgesetzt wurde. Eigentlich irgendwie gerecht. Und dann hätte es dort Unruhen gegeben, weil sich das Volk mit dem Kommunismus der neuen, „revolutionären“ Machthaber später nicht so recht anfreunden wollte. Aber das war es auch schon. Weiter ging’s im europäischen Alltag, denn eo ipso ist Kommunismus irgendwie „gut“, halt nur manchmal schlecht ausgeführt. Da sollten sich die Einheimischen nicht so haben, wenn beim Hobeln für eine gerechte Sache auch einmal Späne fliegen.

(Ein bebilderter PI-Bericht aus Äthiopien von Mr. Merkava)

Dass seinerzeit eine Pol Pot-ähnliche Ausrottung von politischen Gegnern und solchen, die man dafür hielt, in unvorstellbarem Ausmaß in Äthiopien einsetzte, nahm Europa in diesem „Mind Set“ nicht zur Kenntnis. Ein Offizier namens Haile Mariam Mengistu übernahm – nachdem er seine Offizierskameraden, die er für eine Konkurrenz hielt, liquidiert hatte – die sozialistische Terrorregierung („Derg“) und führte diese immerhin bis Mai 1991. Den Kollaps seines Regimes erklärte er im Wesentlichen mit dem Zusammenbruch der Sowjet Union, wodurch seine wirtschaftliche und politische Unterstützung von außen wegfiel.

Erst 2010 wurde den nach heutigen Schätzungen mehreren Hunderttausend Opfern dieses weiteren kommunistischen Terrorregimes eine würdige Gedenkstätte in Addis Abeba eingerichtet: das „Red Terror“ Martyers Memorial Museum.

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Auch damals schon sagte der rote Faschismus, dass er Recht und Gerechtigkeit und ein Ende der Mühsal für ewig über das Volk bringen würde.

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Führungen durch das Museum, teilweise durch ehemalige Häftlinge, die wie durch ein Wunder Gefängnis und Folter überlebt haben, geben einen hautnahen Eindruck über das Grauen jener Zeit.

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Im Volk und insbesondere in der Priesterschaft ist Haile Selassie unvergessen und verehrt. In der Holy Trinity Cathedral in Addis Abeba sind er und seine Frau aufgebahrt. Priester machen kurze Führungen und zeigen voller Stolz große und kleine Devotionalien.

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Vor dem Red Terror-Memorial ist allerdings die afrikanische politische Moderne eingezogen: auf einer der zahlreichen Großbaustellen leiten Chinesen – wie immer häufiger in Afrika – die Arbeiten. Der strategischen chinesischen Politik, sich im Kampf um Rohstoffe gerade auch in Afrika (in Äthiopien gibt es Gold, Platin, Mangan, Edelsteine und wahrscheinlich bedeutendere Erdöl und Erdgasvorkommen) über Investitionen, Infrastrukturprojekte und „eternal friendship“-Veranstaltungen unauffällig aber nachhaltig festzusetzen, begegnet man nicht selten im Alltag. Dabei fallen die Chinesen allerdings im touristischen Stadtbild weder tagsüber noch abends besonders auf.

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Eitle, überdimensionierte Investitionsprojekte waren schon immer eine Geisel Afrikas, bedingt durch die unzureichende technologische Infrastruktur, mangelhafte Qualifizierung, Schlendrian und Korruption – möge dem „Jahrhundertbauwerk“ Riesenstaudamm, um den sich bereits jetzt heftig bis hin zu militärischen Drohungen mit den Nachbarn, insbesondere Ägypten gestritten wird, eine bessere Zukunft beschert sein. Das ist für Afrika aber aller Erfahrung nach eher unwahrscheinlich.

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Auch in den Tourismus wird in Äthiopien kräftig investiert: am Tana See im Norden des Landes stellt eine ehemalige Lehrerin gerade ein 19-stöckiges Luxushotel auf die Beine, jubelt die Presse, obgleich sich Baukosten und -zeit nahezu verdoppelt haben. Luxusresorts und Hotels, erstere teilweise mit erheblich übertriebenen Preisen, schießen im ganzen Land ebenso aus dem Boden wie große und kleine Flughafenneubauten.

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Da wäre es allerdings höchst wünschenswert, dass sich die ausländischen Touristen auf Dauer den dreisten Preisrassismus nicht gefallen lassen.

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Ein besonders aktuelles übles Beispiel ist hier der nordäthiopische Ort Lalibela mit den weltberühmten Felsenkirchen: dort wurde der Eintrittspreis in kurzen Abständen knapp verfünffacht auf unverschämte 50 US$ – natürlich nur für Ausländer, für Äthiopier frei.

Der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines, die nicht nur in Afrika einen guten Ruf genießt, gelingt es immer wieder, die strukturellen Defizite des Kontinents zu überwinden: sie betreibt flexibel, zuverlässig und professionell, sozusagen ganz unafrikanisch, Inlands- und internationale Flüge in einem beachtlichen Streckennetz. Da schreckt eher eine lästige und völlig überzogene mehrfache Durchleuchtungs- und „Schuhe-aus-Security“ an den staatlichen Flughäfen des Landes ab.

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Athiopian Airlines hingegen ist jetzt erst einmal den technologischen Unzulänglichkeiten des westlichen Partners Boeing aufgesessen und muss die nagelneu gekauften, gelieferten und fest eingeplanten Flugzeuge (B787 „Dreamliner“) am Boden lassen.

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Äthiopien ist bettelarm, infrastrukturschwach und insofern freut man sich über jede Investition.

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Viel wird nun in der letzten Zeit gerade auch aus dem arabischen Ausland in pompöse Moscheen, aber auch in ebenso pompöse Luxus-Stadthotels investiert. Die Angaben über den moslemischen Anteil der Bevölkerung schwanken zwischen realistischen rund 35% und wahrscheinlich herbeigeschriebenen bis zu 50%. So genau weiß es keiner. Allerdings: Tendenz zunehmend sei sicher. Die in der letzten Zeit häufiger aufkommenden religiösen Auseinandersetzungen würden laut Regierung vor allem von „ausländischen Fundamentalisten“ angeheizt werden.

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Die Äthiopier sind im Alltag ein sehr höfliches, freundliches, unagressives Volk. Vielleicht sind sie manchmal auch zu sanft, denn natürlich stellt sich zum Schluss die Frage, was denn eigentlich aus ihrem Peiniger Mengistu und seiner Terrorclique geworden ist? Unter dem Schutz des amtierenden Diktatorkollegen Robert Mugabe (Zimbabwe früher Rhodesien) freuen sich er und seine Terrorclique ihres Lebensabends in Freiheit und ohne Not in Zimbabwe – trotz Todesurteils bzw. Verurteilung zu lebenslanger Haft in Äthiopien. Auch Südafrika machte, als Mengistu dorthin reiste, keinerlei Anstalten, den Verbrecher an Äthiopien auszuliefern. Amnesty International sprach sich ebenfalls gegen seine Auslieferung aus – er würde in Äthiopien keinen fairen Prozess erhalten und sollte doch besser in Südafrika vor Gericht gestellt werden. Eine wirklich überzeugend realistische Idee.




Backnang: Türken wollen türkisches Gutachten

Wie „gut“ türkische Einwanderer in Deutschland sich assimiliert haben, zeigt sich auch infolge des Hausbrandes von Backnang, bei dem acht Türken starben. Obwohl alles auf Selbstverschulden durch die Zigarette einer Bewohnerin hindeutet und auch ein Brandgutachten zu diesem Schluss kommt, wollen die Angehörigen dies nicht wahrhaben. Stattdessen fordern sie ein Gutachten der Türkei. Deutlicher kann man seine Ablehnung des deutschen Staates kaum ausdrücken.

Die „Welt“ berichtet:

Angehörige der acht türkischen Todesopfer des Wohnungsbrands von Backnang haben den Bericht der deutschen Behörden zum Unfallhergang kritisiert. Die Europa-Ausgabe der türkischen Zeitung „Sabah“ zitierte Familienmitlieder am Montag mit der Einschätzung, nicht Fahrlässigkeit, sondern ein elektrischer Defekt sei für das Feuer verantwortlich gewesen.

Unterstützer der Familie forderten, Gutachter aus der Türkei sollten die Brandursache untersuchen. Bei dem Feuer am 10. März waren die 40-jährige Nazli Özcan und ihre sieben Kinder ums Leben gekommen.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Donnerstag in Stuttgart erklärt, die Befunde der Brandermittler deuteten darauf hin, dass es entweder durch den fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer oder einem glimmenden Gegenstand in der Wohnung zu dem Brand gekommen sei.

Hatice Özcan, die Mutter von Nazli Özcan, sagte laut „Sabah“ dazu, im deutschen Polizeibericht sei zu lesen gewesen, dass das Feuer von dem Sessel in der Wohnung ausgegangen sei, in dem sie zur fraglichen Zeit gesessen habe. „Warum bin ich dann nicht in diesem Sessel verbrannt?“ fragte sie.

Auch der Witwer von Nazli Özcan, Sami Soykan, wies die Vermutung zurück, dass das Feuer etwa durch eine brennende Zigarette ausgelöst worden sei. Er lebe seit zwölf Jahren mit seiner Schwiegermutter Hatice Özcan zusammen und habe diese noch nie spätabends in der Wohnung eine Zigarette rauchen sehen, sagte Soykan laut „Sabah“. Er sei sicher, dass das Feuer durch einen Kurzschluss entstanden sei. Das hatten die deutschen Ermittler aber ausgeschlossen.

Unmittelbar nach dem Feuer war in der Türkei der Verdacht eines fremdenfeindlichen Anschlags laut geworden. Die Ermittler fanden aber keine Hinweise darauf, dass jemand den Brand absichtlich gelegt haben könnte.

„Sabah“ zufolge will die Familie nach Vorlage des Untersuchungsberichts rechtliche Schritte prüfen. Eine Gruppe von Türken, die sich zur Unterstützung der Familie in Backnang versammelte, forderte laut dem Zeitungsbericht die Entsendung von Gutachtern aus der Türkei.

Eine derart ablehnende Haltung gegenüber dem Aufnahmeland dürfte unter Moslems indes keine Seltenheit darstellen.




Australien: Frauen wegen Hexerei geköpft

Dass es sich beim Islam nicht um die einzige rückständige Kultur handelt, beweist Papua-Neuguinea. In dem zum australischen Kontinent gehörenden Inselstaat werden immer wieder Frauen wegen angeblicher „Hexerei“ gefoltert und ermordet. Nun hat es wieder zwei Todesopfer gegeben: Zwei Frauen wurde vorgeworfen, durch Hexerei den Tod eines Lehrers verursacht zu haben. Das Duo wurde schließlich vor den Augen der Polizei geköpft.

Die „Berliner Zeitung“ berichtet:

In Papa-Neuguinea sind einem Zeitungsbericht zufolge zwei Frauen tagelang gefoltert und schließlich enthauptet worden. Den beiden älteren Dorfbewohnerinnen wurde Hexerei vorgeworfen. Gegen den wütenden Mob konnte selbst die Polizei nichts ausrichten – sie musste den Mord mit ansehen.

Im pazifischen Inselstaat Papua-Neuguinea sind laut einem Zeitungsbericht zwei ältere Frauen gefoltert und geköpft worden, nachdem sie mit Vorwürfen der Hexerei konfrontiert wurden. Die Frauen seien in der vergangenen Woche in ein Dorf verschleppt und drei Tage lang gefoltert worden, berichtete die Tageszeitung „Post-Courier“ am Montag.

Ihnen sei vorgeworfen worden, Hexerei zu praktizieren und für den Tod eines Lehrers aus dem Dorf verantwortlich zu sein.

Hinter ihrer Verschleppung steckten demnach Verwandte des Lehrers – mit Messern und Äxten verletzten die Dorfbewohner die beiden Frauen. Die Polizei, die zu Verhandlungen in das Dorf geschickt wurde, konnte nach eigenen Angaben nichts gegen die wütende Menge ausrichten. „Wir waren hilflos“, sagte der örtliche Polizeichef der Zeitung. Vor den Augen der Sicherheitskräfte wurden die Frauen schließlich geköpft.

Im verarmten Papua-Neuguinea sind der Glaube an schwarze Magie und Hexerei verbreitet. Erst vor einigen Tagen war berichtet worden, dass sechs Frauen unter Hexerei-Verdacht mit glühenden Eisen gefoltert wurden. Im vergangenen Monat wurde eine Frau bei lebendigem Leib verbrannt.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Regierung von Papua-Neuguinea aufgefordert, mehr gegen Gewalttaten in Zusammenhang mit angeblicher Hexerei zu unternehmen.

Dass alle Kulturen gleich wertvoll sind, wie es von der politischen Linken postuliert wird, erscheint angesichts derartiger Vorfälle geradezu grotesk…




Das große Schlachten

Akif Pirinccis „Das Schlachten hat begonnen“ reiht sich ein in die anderen Warnungen deutschsprachiger Schriftsteller vor der bunten Hölle, in die uns unsere politische Oberschicht hineintreibt: Pirinccis Text steht in einer Linie mit Botho Strauß‘ legendärem „Anschwellender Bocksgesang“ oder Ralph Giordanos „Was, Germania, ist falsch gelaufen?“. Pirinccis zornige Anklage gegen das politische Establishment, gegen die Verlogenheit von Presse und Justiz in Zeiten der „Bunten Republik“, gegen die erbärmliche Feigheit der heutigen Deutschen, verdient eine nähere Betrachtung. Aufschlussreich ist vor allem Pirinccis Verwendung bestimmter Begriffe, deren weiterreichende Bedeutung sich erst aus dem Türkischen erschließt.

(Von C. Jahn)

Die eigentliche politische Sensation in Pirinccis Text ist das Wort „Genozid“ gleich zu Beginn des zweiten Absatzes. Als erster Autor der Gegenwart spricht Pirincci tatsächlich von einem im bunten Deutschland stattfinden „schleichenden Genozid“ an einer „bestimmten Gruppe von jungen Männern“ – und er wird konkret: „deutschen Männern“. Die gesamte Brisanz dieses Wortes „Genozid“ erschließt sich deutschen Lesern erst in Kenntnis der Tabuisierung dieses Wortes in der Türkei: „Genozid“ ist in der Türkei gleichbedeutend mit „Genozid an den Armeniern“ und somit aus Sicht der türkischen Führung und der großen Mehrheit der Türken das politische Hasswort per se – der armenische Genozid wird ja stur geleugnet. Kein türkischer Autor wird dieses Wort jemals ohne eine kalkulierte Assoziation mit dem Armeniermord verwenden. Entsprechend versteht auch jeder türkische Leser vermutlich besser als der deutscher Leser Akif Pirinccis dahinterstehende Parallelsetzung zwischen dem Genozid an den Armeniern und dem „schleichenden Genozid“ an den Deutschen. Und ein türkischer Leser erfasst wohl auch deutlicher als der deutsche Leser die düstere historische Prophezeiung Pirinccis: Genau wie die Türken Kleinasien kolonisierten und dort am Ende die christliche Urbevölkerung auslöschten, werden sie auch Deutschland kolonisieren und auch hier die Urbevölkerung auslöschen. Dieser Vorgang: die mit der türkischen Kolonisation einhergehende Ausrottung der Urbevölkerung in Deutschland ist das eigentliche Thema von Pirinccis Text.

Zur Erklärung dieser Entwicklung greift Pirincci auf evolutionäre Mechanismen zurück: Die starke Gruppe verdrängt die schwache Gruppe, indem sie die Männchen tötet und die Weibchen schwängert (= vergewaltigt) und so den Fortbestand der eigenen Gene sichert. Hätte es ein deutscher Autor gewagt, eine solche These zu veröffentlichen – d.h. zu behaupten, das für die „Bunte Republik“ so charakteristische Totschlagen junger deutscher Männer durch türkische Jugendbanden sei in einem evolutionären Zusammenhang zu sehen -, die Empörung wär unvorstellbar, der Autor binnen Stunden wegen angeblicher Volksverhetzung in Haft. Bei einem türkischen Autor ist man vorsichtig: Dass die gesamte deutsche Presse den Text Akif Pirinccis – ein durch „Felidae“ immerhin doch recht bekannter Schriftsteller – ihrem Publikum so konsequent verschweigt, spricht für die Ratlosigkeit der medialen Elite angesichts einer Anklage von völlig unerwarteter Seite. Die Chancen, dass diese Taktik des gemeinsamen Totschweigens langfristig aufgeht, stehen im Fall Pirinccis allerdings schlecht: Pirinccis Text ist zu mächtig.

Für den deutschen Leser nicht unmittelbar entschlüsselbar, arbeitet Akif Pirincci auch im weiteren Textverlauf mit Begriffen, deren gesamte Tragweite sich erst aus ihrer Bedeutung im Türkischen erschließt. Schon das „Schlachten“ in der Überschrift hätte ein deutscher Autor zur Beschreibung eines genozitären, pogromhaften Massentöten vermutlich nicht verwendet: „Morden“ wäre wahrscheinlicher gewesen („Völkermord“, „Judenmord“). Pirinccis „Schlachten“ ist eine verbale Anlehnung an das türkische „kesmek“, d.h. „schneiden“. „Kesmek“ bedeutet aber auch das per Messerschnitt durch die Halsschlagader vollzogene „schächten“, einschließlich des alljährlich am Opferfest vollzogenen massenhaften Schächtens von Schafen durch Millionen türkischer Familienväter: Töten per Messer hat jeder männliche Türke dutzendmal an Schafen geübt. „Töten“ im Verständnis des durchschnittlichen türkischen Mannes ist daher immer zuerst das Töten per Messer. Kein Wunder also, dass „kesmek“ („Schafe schlachten“) in der türkischen Umgangssprache ebenfalls für das massenhafte Töten von Menschen verwendet wird – im türkischen Alltag übrigens auch wieder im Zusammenhang mit dem armenischen Genozid („Ermenileri kestik“).

Dem Begriff „Landsmann“ widmet Akif Pirincci einen ganzen Absatz. Im Deutschen klingt das Wort altmodisch – nicht aber im Türkischen, wo dieses Wort die übliche Bezeichnung von Türken untereinander ist, ganz gleich, ob diese Türken auch staatsrechtlich Türken sind oder ob man ihnen aus irgendwelchen Gründen die deutsche Staatsbürgerschaft geschenkt hat (im Türkischen aufgrund der ohnehin nur auf dem Papier vorhandenen Loyalität zu Deutschland spöttisch „Reisepassdeutsche“ genannt – „pasaport Alman“). „Landsmann“ („vatandas“) steht also im Türkischen für die unauflösbare Zugehörigkeit jedes Türken zum türkischen Volk. „Landsmann“ beinhaltet aber auch für die sich daraus ergebende unauflösbare nationale Solidarität aller Türken untereinander: Diese Solidarität kann jeder Türke von einem anderen Türken einfordern. Und genau aufgrund dieser im Türkischen mitschwingenden Bedeutung einer unauflösbaren gemeinschaftlichen Solidarität beschäftigt sich Akif Pirincci überhaupt mit diesem Wort und der dahinterstehenden Fragestellung: Warum gibt es diese landsmännische Solidarität nicht unter den Deutschen? Warum lassen sich die Deutschen einfach abschlachten, warum tun sie sich nicht zusammen und setzen sich gemeinschaftlich-solidarisch zur Wehr? Das ist eine Frage, die nicht nur Akif Pirincci beschäftigt, sondern auch zahllose wohlwollende Türken in Deutschland, die den Vorgang der schleichenden Landnahme durch die Türken/ die Türkei sehr aufmerksam beobachten und einfach nicht fassen können, dass die Deutschen dieses objektive Unrecht so völlig passiv über sich ergehen lassen.

Ausgehend von seinem evolutionären Ansatz entwickelt sich Pirinccis Text zu einer Anklage gegen die gesamte politische Oberschicht der Deutschen: die „linksgestrickten Medien“, denen er Orwellsches „Doppeldenk“ vorwirft, den Bundespräsidenten Gauck, dessen bizarre Behauptung, im Deutschland der Gegenwart würden „Menschen wegen schwarzer Haare oder dunkler Haut angegriffen“ – in einer Zeit, in der fast jede Woche Deutsche von türkischen und arabischen Tätern geprügelt, getreten oder abgestochen werden! – er als „frech lügen“ bezeichnet. Der SPD-Bürgermeister in Kirchweyhe, der eine Mahnwache im Namen des jüngst von Türken totgetretenen Daniel S. dreist in eine Veranstaltung gegen deutschen Rechtsextremismus ummünzte, nennt Pirincci ein „verkommenes moralisches Subjekt“ und einen „gefühllosen Apparatschik“. In den Grünen erkennt er völlig richtig die hauptverantwortlichen politischen Scharfmacher hinter dem schleichenden Genozid („kleine, aber in Medien und Bildung einflussreichste Partei“). Für die heute vollkommen verrottete CDU hat er nur Verachtung übrig („lecken die Ärsche von dahergelaufenen Imamen“), der buntdeutschen Justiz unterstellt er zu Recht eine Mitverantwortung für die zunehmende Türkengewalt, weil sie türkische Täter bevorzugt milde (oder überhaupt nicht) bestraft und dadurch zu weiteren Straftaten anspornt – einer der Hauptgründe nebenbei für den Hohn und Spott, den viele Türken in Deutschland für die heutige deutsche Justiz übrig haben. Und Pirinccis Anklage richtet sich gegen die Deutschen selbst: „Haufen von Duckmäusern“. Völlig richtig: Türken hätten es sich niemals bieten lassen, dass ein zweitklassiger ARD-Redakteur das staatsmediale Verschweigen der Ermordung eines jungen Türken durch eine deutsche Schlägerbande mit einem lapidaren „ohne gesellschaftliche Bedeutung“ entschuldigen würde.

Abschließend wirft Pirincci noch einmal die Frage nach dem „Warum?“ auf. Warum lassen die Deutschen das alles mit sich machen? Auch dies ist eine Tag für Tag in zahllosen gutmeinenden türkischen Familien zu hörende Frage. Die Dramatik dieser Frage wird bei Pirincci durch die Verwendung von sexualsprachlichem Vokabular noch gesteigert: „Aber es kommt selbst in der Evolution wirklich sehr selten vor, daß sie (d.h. die „der Vernichtung anheimgegebene Gruppe“) sich einfach so ficken läßt und dafür auch noch den Schwanz des Vergewaltigers küßt. Und schon gar nicht leckt man den Schwanz von demjenigen, der den eigenen Sohn gemordet hat.“ Auch „ficken“ hätte ein deutscher Autor wohl nicht verwendet: Das Wort hat im Deutschen keinen negativen Anklang, da die Derbsprache im Deutschen stets kothaft ist („ich scheiß auf dich“) – ein bekannter linguistischer Unterschied zum Englischen („fuck you“), weniger bekannt aber auch zum Türkischen. „Ficken“ („sikmek“) wird im Türkischen durchaus aggressiv verwendet („ich ficke deine Mutter“). Eine Antwort auf diese Frage, warum also die Deutschen den Schwanz des Mörders des eigenen Sohnes küssen, findet auch Pirincci nicht – außer die Deutschen für verrückt zu erklären („besitzen eine ganz spezielle Art der Meise und gehören in die Anstalt“).

Pirincci endet mit einer finsteren Prophezeiung: „Wie wird die Zukunft aussehen? Diese sich steigernde Deutsche-Totschlägerei wird medial sukzessive an ihrer Brisanz verlieren, so sehr, daß nur noch die allerschlimmsten Fälle in der Gewichtung von schweren Autounfällen Erwähnung finden werden. Es wird zum Alltag dazu gehören, man wird sich daran gewöhnen. Zum Teil ist es ja heute schon so. Und man wird sich damit abfinden müssen, daß man allmählich ‚übernommen‘ wird. Vor allem wird es ratsam sein, keine Söhne mehr zu haben. Wie gesagt, die Töchter werden es wenigstens überleben.“

Akif Pirinccis „Das Schlachten hat begonnen“ kommt somit aus zwei Gründen besondere historische Bedeutung zu. Erstmals wird den Deutschen hier durch einen namhaften Autor eine genozitäre Zukunft, d.h. die physische Ausrottung als Endergebnis der „Bunten Republik“ vorausgesagt. Diese Aussage erhält besonderes Gewicht, weil Pirincci, wie die verbalen Spuren aus dem Türkischen in seinem Text belegen, zu den Deutschen nicht allein als deutschsprachiger Schriftsteller, sondern bewusst oder unbewusst als Türke spricht und damit als Repräsentant der Haupttätergruppe des „schleichenden Genozids“. Pirinccis Warnung ist ein Schrei aus dem Lager der zukünftigen Täter, ein Kassandraruf an die Opfer. Es ist bezeichnend und erschreckend, dass bislang keine einzige große deutsche Zeitung bereit war, Akif Pirinccis Text zu drucken und ihren Lesern zur Diskussion zu stellen. Es ist eine Schande für die deutschen Zeitungen, dass sie versuchen, dem öffentlichen Publikum diesen Text zu verschweigen. In deutschen Zeitungen kommen nur die offiziellen türkischen Vereinsmeier zu Wort, geschmeidige rechtsnationale Einpeitscher, die sich als Speerspitze einer nationaltürkischen Kolonisationspolitik verstehen: Solche Leute können sich in ZEIT, FAZ und taz seitenweise ausbreiten. Für den Schriftsteller Akif Pirincci als Vertreter der vielen Hunderttausenden von wohlmeinenden Türken, die sich Deutschland verbunden fühlen und denen die Deutschen leid tun, weil sie von ihrer eigenen politischen Oberschicht belogen, betrogen und verraten werden, hat man in deutschen Zeitungen keinen Platz.

Links zum Thema:

» IB: Deutschfeindlichkeit: “Keine Belege”?
» RB: Erhitzte Debatte im Netz
» Achse: Broder verteidigt Pirincci
» Achse: Kaufmann (Dumont) distanziert sich von Pirincci
» PI: Akif Pirincci: “Ich bin mit jeder Faser Deutscher”
» taz: Deutsch, vom Ohr bis zum Arsch




Großbritannien: Tod einer großen Britin

Die langjährige britische Premierministerin Margaret Thatcher (Foto) ist tot. Im Alter von 87 Jahren erlag die unter dem Spitznamen „Eiserne Lady“ bekannt gewordene Konservative heute einem Schlaganfall. Unvergessen bleiben werden ihre Verdienste um die freie Marktwirtschaft, ihr unerschrockener Antikommunismus und ihre Skepsis gegenüber einem europäischen Superstaat.

Das „Handelsblatt“ berichtet:

Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher ist tot. Die erste Frau an der Spitze Großbritanniens starb am Montag im Alter von 87 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls, wie ihr Sprecher Lord Timothy Bell unter Berufung auf die Familie Thatcher bekanntgab. „Sie war eine der größten Premiers aller Zeiten – sie hat das Leben der Menschen verändert.“ (…)

Thatcher war von 1979 bis 1990 Premierministerin Großbritanniens. Sie machte sich vor allem durch den Falkland-Krieg gegen Argentinien und ihre Rolle innerhalb der damaligen Europäischen Gemeinschaft einen Namen. Ihre Worte „Ich will mein Geld zurück“, mit denen sie den sogenannten „Britenrabatt“ durchsetzte, sind legendär geworden.

Vor allem in der britischen Wirtschaftspolitik und – struktur hinterließ Thatcher nachhaltige Spuren, die das Land auf Jahrzehnte prägten und mit dessen Folgen die Regierungen bis heute zu tun habe. Als Thatcher 1979 ihr Amt antrat, war das Land in der Hand übermächtiger Gewerkschaften, große Bereiche der Industrie befanden sich in Staatshand. Elf Jahre später hatte sie die Steuern drastisch gesenkt, die Finanzmärkte dereguliert und die Macht der Gewerkschaften gebrochen.

Nach Thatcher und der Amtszeit ihres Nachfolgers John Major wurde Großbritannien 13 Jahre lang von einer Labourregierung regiert und war durch die Bankenkrise in eine schwere Schuldenkrise gerutscht. Dennoch – oder gerade deshalb, werden ihre Grundüberzeugungen, besonders ihr Gespür für die Grenzen des Staates, wieder mit neuer Intensität diskutiert. Die Debatte, ob ihre Reformen in den Achtziger Jahren Großbritannien vor dem Ruin retteten oder vielmehr die industrielle Basis des Landes und mit ihr soziale Kohäsion zerstörten wird heute so heiß geführt wie vor zehn Jahren.

Die britische Königin Elizabeth II. (86) zeigte sich über den Tod Thatchers bestürzt. Die Königin sei „traurig, diese Nachricht zu hören“, und werde im Laufe des Tages eine private Nachricht der Anteilnahme an die Familie Thatcher senden, sagte ein Palastsprecher.

Der britische Premierminister David Cameron erklärte, er habe die Nachricht „mit großer Traurigkeit“ aufgenommen. „Wir haben eine großartige Führerpersönlichkeit verloren, eine großartige Premierministerin und eine große Britin.“ (…)

Thatcher wird mit einer Trauer-Zeremonie mit militärischen Ehren in der Londoner St. Paul’s Cathedrale geehrt werden. Das teilte Downing Street am Montag mit. Ihren eigenen Wünschen zufolge werde ihr Leichnam aber nicht öffentlich aufgebahrt werden. Ein mögliches Datum wurde zunächst nicht genannt. Schon kurz nachdem sich die Nachricht vom Tod Thatchers verbreitet hatte, wurden vor ihrem Haus im Londoner Diplomatenviertel Belgravia bereits Blumen niedergelegt.

Auch wenn man nicht mit all ihren Positionen einverstanden gewesen sein mag: Mit Margaret Thatcher verliert Großbritannien eine Persönlichkeit, die sich nie scheute, ihre Meinung zu sagen. Sie gehörte damit zu einem Politikertypus, den man heute unter den grauen Volksvertretern, die es allen recht machen wollen, mit der Lupe suchen muss.




Fall Jonny K.: Hauptverdächtiger stellt sich

Der mutmaßliche Haupttäter der tödlichen Prügelattacke auf Jonny K. befindet sich wieder in Deutschland. Onur Urkal (Foto), inzwischen 21 Jahre alt, wurde am Nachmittag unmittelbar nach seiner Einreise über den Flughafen Berlin-Tegel festgesetzt. Er soll noch heute einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Der „Spiegel“ berichtet:

Der Hauptverdächtige im Fall der tödlichen Attacke am Berliner Alexanderplatz hat sich den deutschen Behörden gestellt. Der in der Türkei untergetauchte Onur U. wurde am Montagnachmittag gleich nach seiner Ankunft am Flughafen Tegel festgenommen. Das bestätigte die Berliner Justizbehörde.

U. soll noch am Nachmittag vor den Haftrichter kommen. Er gilt als Anstifter der Tat. U.s Anwalt Axel Weimann teilte mit, die Rückkehr seines Mandanten sei in Abstimmung mit Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt erfolgt.

Der 20-jährige Jonny K. war am 14. Oktober von sechs Männern so brutal zusammengeschlagen worden, dass er einen Tag später an Gehirnblutungen starb. Auch ein Freund wurde angegriffen und verletzt. Der Gewaltexzess hatte bundesweit Entsetzen und eine Debatte über Jugendgewalt ausgelöst.

Insgesamt gibt es in dem Fall außer Onur U. fünf weitere Verdächtige. Gegen vier wurde bereits Anklage erhoben. Ein Prozess soll voraussichtlich im Mai beginnen.

Die Berliner Justiz hatte sich monatelang um Onur U.s Auslieferung bemüht – ohne Erfolg. Selbst Kanzlerin Angela Merkel hatte sich bei ihrer Türkei-Reise im Februar in den Fall eingeschaltet und für die Strafverfolgung eingesetzt. Anfang April hatte die türkische Justiz Ermittlungen wegen Mordes gegen U. aufgenommen.

Der deutsche Haftbefehl bestand weiter. Offenbar war der Druck so groß, dass der Hauptverdächtige sich zur Rückreise entschied. In der Türkei hätte ihm bei einer Verurteilung ein härtere Strafe gedroht. Dort wird auch kein Jugendstrafrecht angewendet.

Die Ermittlungen in der Türkei seien nicht Anlass für die Rückkehr gewesen, teilte U.s Verteidiger mit. Die Rückkehr habe sich lange hinausgezögert, weil U. befürchte, als „Mörder“ abgestempelt zu werden sowie keinen fairen Prozess und keine unvoreingenommenen Richter zu bekommen. Der Angeklagte werde sich im Prozess zu den Tatvorwürfen äußern.

Auf den Gerichtsprozess darf man gespannt sein…




„Zuwanderer in Deutschland leben in Angst“

Die ZDF-Sendung „Berlin direkt“ am Sonntag Abend beschäftigte sich mit der Angst der Migranten in Deutschland. Es gehe alle Deutschen an, wenn eine Minderheit sich unsicher sei, ob sie dem Rechtsstaat trauen, oder ihm alles zutrauen solle. Einige Vertreter von Deutsch-Türkischen Organisationen bezweifelten, dass Verfassungsschutz und Justiz wirklich alles täten, um Zuwanderer zu schützen, leitete Thomas Walde einen Beitrag ein, der sich der wenig erfolgreichen Integrationspolitik Deutschlands annahm.

(Von L.S.Gabriel)

In der Einspielung erklärten türkische Zuwanderer, wie furchtbar es in Deutschland wäre, weil man sie nicht annehme und sie sich hier nicht zu Hause fühlten. Lars Bohnsack und Nick Leifert kommentierten, dass Deutschland auf der Anklagebank säße, weil es nicht gelungen wäre, eine Mordserie an Menschen aufzuklären, die fast alle deshalb getötet worden seien, weil die Täter sie für Ausländer hielten. Es hieß, immer wenn irgendwo ein Haus brenne, bräche sich sofort Verunsicherung Bahn. Kenan Kolat forderte erneut, dass man grundsätzlich bei Bränden erst mal von einem rassistischen Hintergrund ausgehen müsse. Und Uwe-Karsten Heye vom „Verein Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“ erklärte die Integrationspolitik für gescheitert.

Diese Auffassung konnte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (Foto) von der CDU, im darauffolgenden Interview nicht teilen. Der Sachverständigenrat der deutschen Stiftungen habe unterzeichnet, dass es noch nie so viel Integration gegeben habe, wie in den letzten acht Jahren, betonte sie.

Auf die Angst der Zuwanderer angesprochen, konnte sie aber nachvollziehen, dass Menschen, die bei uns lebten, Angst hätten nach den NSU-Morden und den Bränden in Solingen und Mölln. Sie habe es hautnah gespürt, als sie bei den Opfer-Familien der NSU gewesen wäre, die Menschen beklagten, dass sie sich nun weder hier noch in der Türkei zu Hause fühlen würden. Die Verunsicherung sei groß und man müsse nun erneut Vertrauen aufbauen und stabilisieren. Deshalb habe sie an das Gericht appelliert, dass türkische und griechische Medien beim Prozess zugelassen werden sollten. Zwar wäre die Unabhängigkeit der Gerichte das Rückgrat des Rechtsstaates, aber andererseits gelte es doch auszuloten, ob auch alle Spielräume genutzt würden. Auch wäre es nicht vorteilhaft, dass die Medien meist nur Menschen mit Kopftüchern und die negativen Beispiele zeigten. Denn sie sehe, dass die Integration und das Miteinander gut vorangekommen seien.

Mit anderen Worten, Frau Böhmer biegt dem Rechtsstaat ein bisschen das Rückgrat und hätte gerne, dass die Medien die Wirklichkeit etwas gefälliger darstellen.

Bleibt nur noch die Frage, wann sich auch jemand um die Ängste der Deutschen vor Migrantengewalt sorgt und warum Böhmer sich nicht auch mit den Familien von Daniel Siefert und Jonny K. unterhalten hat.

Hier das Video:

(Gefunden auf zukunftskinder.org)




Videos FREIHEIT München: „Wielange soll die Scheiße hier noch weitergehen?“

Kundgebung 6-4Die Kundgebung der FREIHEIT am Samstag in der Münchner Fußgängerzone liefert wieder jede Menge aufschlussreiches Videomaterial über die vielen „friedlichen“, „integrierten“, „moderaten“ und „demokratiefreundlichen“ Moslems, die mitten unter uns leben. All unsere Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre mitten in der moslemischen Realität Deutschlands zeigen uns: Es ist genau umgekehrt, als es uns Medien, Politiker und islamische Funktionäre weiszumachen versuchen: Die große überwiegende Mehrheit der Moslems steht ganz offensichtlich fest hinter ihrer Ideologie, verteidigt sie verbissen und wird hochaggressiv, selbst wenn sachlich fundierte Kritik formuliert wird. Mitten unter uns befindet sich eine tickende Zeitbombe, und je länger wir mit dem Entschärfen warten, desto heftiger dürfte die Explosion werden.

(Von Michael Stürzenberger)

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Videos von der siebenstündigen Kundgebung, die eine weitere Sternstunde der Islam-Aufklärung bedeutete. Herzlichen Dank an alle Freunde der „Familie“, die am Samstag nach München reisten: Zehn Mitglieder der FREIHEIT aus Niedersachsen mit ihrem stellvertretenden Landesvorsitzenden Fabian Nagel, Markus aus Baden-Württemberg, Volker aus dem Heidekreis, der sich jedes Wochenende mit dem Nachtzug nach München und wieder zurück begibt, Werner aus Dortmund, der schon acht Mal vor Ort war, DF-Mitglied Bert und zwei PI-Leser aus Augsburg, zwei PI-Fans aus Südtirol und ein BPE-Mitglied aus Wien. Aufgrund ihrer tatkräftigen Unterstützung konnten trotz Einkesselung durch aggressive Moslems und Linke 340 Unterschriften gesammelt werden.

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Videos:

Moslem: „Wielange soll die Scheiße hier noch weitergehen?“

Moslem: „Nazis wie Sie!“

Moslemin: „Wo steht das im Koran?“ – „Falsche Übersetzung!“

„Doppeljustiz in Deutschland“:

Der Generalsekretär des FREIHEIT-Landesverbandes Bayern, Thomas Weiß, bekam gerade von der Staatsanwaltschaft München einen Bußgeldbescheid in Höhe von 1200.- Euro, weil er vier Türken den Mittelfinger gezeigt hat. Dem war ein längerer Disput vorangegangen, bei dem der Rottweiler eines dieser Türken direkt vor dem Stand der FREIHEIT herumlief. Thomas Weiß versuchte eine Stunde lang die Polizisten davon zu überzeugen, dass der Hund wegkommen sollte. Keine Reaktion. Unterdessen schiss der Hund unter den Pavillon der FREIHEIT. Die Türken gaben üble Beleidigungen wie „Isch ficke Deine Mutter“ und provozierende Gesten wie die Hand in den eigenen Schritt langen und Mittelfinger hochstrecken von sich. Letzteres erwiderte Thomas Weiß. Die Türken zeigten ihn daraufhin an, und die Münchner Staatsanwaltschaft reagierte wie beschrieben. Natürlich wurde per Anwalt Widerspruch eingelegt.

„Zeigen des Mittelfingers kostet in München 1200 Euro“:

Die nächste Anzeige wegen Mittelfinger:

Moslem: „Man sieht sich zwei Mal im Leben“:

Moslem (oder Christ??) aus dem Kosovo: „Ich fick Dein Leben“:

„Es ist die Zeit gekommen, um Widerstand zu leisten!“

„Schimpf und Schande über die Münchner CSU“:

„Jesus hat eine super Philosophie in die Welt gebracht“:

„Atatürk war ein entschiedener Islamgegner“:

„CIA: 2019 Bürgerkrieg in Deutschland“:

„Dir, Mohammed, erlauben wir so viele Frauen, wie Du möchtest“:

Siehe hierzu Koran, Sure 33, Vers 51:

Dir O Prophet, erlauben wir alle Frauen, die du durch eine Morgengabe erkauft hast, und ebenso deine Sklavinnen, welche dir Allah aus Kriegsbeuten geschenkt hat, und die Töchter deiner Oheime und Muhmen, von Vater und Mutterseite, die mit dir aus Mekka geflüchtet sind, und jede gläubige Frau, die sich dem Propheten überlassen und die derselbe heiraten will Diese Freiheit sollst nur du haben vor den übrigen Gläubigen. Wir wissen es recht gut, was wir hinsichtlich ihrer Frauen und Sklavinnen befohlen haben; doch begehst du kein Verbrechen, wenn du Gebrauch von dieser Freiheit machst; denn Allah ist versöhnend und Barmherzig.

„Dieses Islamzentrum darf nie gebaut werden“:

(Kamera & Schnitt: Hoa Nguyen; Foto: Roland Heinrich)




Alternative im Aufwind: Frauke Petry bei WDR5

24% Zustimmung für die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) vermeldete die Welt (PI berichtete). Davon gaben sogar sieben Prozent an, die Partei „sicher“ wählen zu wollen. Das sind freilich derzeit nur Stimmungen und noch keine festen Stimmen, jedoch ist es ein großer Ansporn für die junge, aus der gesellschaftlichen Mitte getragene Bewegung, weiter zu wachsen. Beim Wahl-O-Meter sieht man die in der Gründung befindliche Partei bereits bei 4,4% und damit knapp hinter der FDP und vor der Piratenpartei (Stand 8. April, 11 Uhr).

(Von Étienne Noir)

Vor wenigen Tagen teilte die AfD noch mit, sie habe in 18 Tagen 5.000 Mitglieder gewonnen. Das war am 28.03.2013. Eigentümlich Frei weiß am 6. April bereits von 6.000 Mitgliedern zu berichten. Täglich kämen, so André F. Lichtschlag in seinem Artikel, neue Beitrittswillige hinzu. Dabei seien viele „Bürger wie Du und ich“. Der Nachrichtensender n-tv spricht gar von 6.600 Mitstreitern. Das Wachstumspotential ist offensichtlich noch lange nicht ausgeschöpft. Auch im Ausland bekommt die Partei mittlerweile immer mehr Aufmerksamkeit. Radio China International berichtet ebenso wie der englischsprachige EUObserver und viele andere Medien mehr.

Das politische Establishment in Berlin schwankt, auch mit Blick auf Übertritte von vor Ort engagierten Mitgliedern zur AfD, zwischen Verschweigen, Leugnen oder Verunglimpfen. Zu denen, die die neue Partei am liebsten gar nicht sehen wollen, gehört der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner. Auf die Frage, ob die neue Partei Schwarz-Gelb Prozentpunkte abnehmen könnte, sagte Lindner laut The Epoch Times: „Das sehe ich nicht.“ Lindner leugnet dabei auch, dass die Anti-Euro-Partei sehr stark vom bürgerlichen Mittelstand getragen wird. Dieser wolle laut Lindner aber gar nicht weg vom Euro. Der FDP-Mann hat das Ohr sichtlich nicht beim Mittelstand, sondern wohl eher bei den internationalen Finanzmärkten, die kräftig auf Kosten des Steuerzahlers an der Euro- und Bankenrettung verdienen. Diese Heuschrecken stützen allerdings auch nicht die AfD, sondern haben das europhile Berliner Establishment auf den Lohn- und Postenversorgungslisten.

In der DDR sprach man von „rübermachen“, wenn jemand den bevormundenden Stasi-Staat verlassen wollte und sein Heil in der BRD suchte. „Rübermachen“ gibt es heute auch wieder. So kamen in den letzten Tagen immer wieder Mitglieder der abgewirtschafteten Altparteien, teilweise in Verantwortung von politischen Funktionen wie dem Regionalrat Ronald Geiger, zur AfD.

Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet wechselte nach 43 Jahren Mitgliedschaft und über 30 Jahren in prägenden Positionen der Frankfurter Stadtpolitik – unter anderem als CDU-Fraktionsvorsitzender, Stadtkämmerer und Sozialdezernent – Horst Hemzal (Foto l.) von der CDU zur Alternative. Er bemängelt die inhaltliche Gleichschaltung der etablierten Parteien. Der 73-Jährige ist gelernter Bibliothekar und moniert über die desaströse herrschende Eurorettungspolitik: „Die angebliche Rettung Europas ist in meinen Augen lediglich eine Rettung der Banken. Keiner kümmert sich darum, wie es der Bevölkerung dabei geht.“ Aus seiner Sicht legt hier die Alternative mit ihren eigenen, vom Establishment abweichenden Vorschlägen zur Europolitik den Finger in die richtige Wunde.

Unterdessen konnte sich die Pressesprecherin der Alternative, Unternehmerin Dr. Frauke Petry (Foto oben), am 4. April in einer rund 50 Minuten andauernden und spannenden Radiodiskussion mit dem Titel „Alptraum ohne Ende – zerstört der Euro die europäische Idee?“ (siehe Video unten) mit gleich zwei Eurobefürwortern (CDU-Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper und Prof. Dr. Michael Bräuninger von der Helmut-Schmidt-Universität) bei WDR5 souverän behaupten und sich dabei immer wieder den Applaus des Publikums sowie Eingeständnisse über Fehler des Eurokonstruktes der anderen Diskutanten sichern.

Weitere Links zum Thema:

» Freie Wähler: Doch kein Antritt zur Bundestagswahl?
» Freie Wähler wechseln in Hamburg zur Alternative
» Westerwelle warnt vor AfD – weitere Übertritte




Kelek: Türkei will deutsche Politik beeinflussen

Am 11.03. erschien in der Druckausgabe des Focus 11/2013 ein Text von Necla Kelek, der jetzt auch online verfügbar ist und auf den wir unsere Leser heute hinweisen möchten. Kelek spricht die für jeden sichtbaren Schwierigkeiten im deutsch-türkischen Verhältnis offen an: Re-Islamisierung der Türkei unter Erdogan, Assimilierungsverbot, Visafreiheit und die Forderung nach Abschaffung der Sprachkurse für Importbräute, dafür möchte man aber die doppelte Staatsbürgerschaft für Türken in Deutschland.

Auszug:

Die türkische Regierung will Einfluss auf die deutsche Politik nehmen. Sie will die doppelte Staatsbürgerschaft und Visafreiheit erreichen, aber Deutschkurse für Einwanderer sollen abgeschafft werden. SPD und Grüne unterstützten dies weitgehend. Das deutsche Interesse – die Integration der Migranten – gerät dabei aus dem Fokus, es wird von Vielfalt und Teilhabe gesprochen, was aber im Kern als Vokabel für die Aufgabe des eigenen Gestaltungswillens erscheint.

Mit der Visafreiheit würden nicht nur der Tourismus nach Deutschland erleichtert, sondern auch Heiratsmigration und unkontrollierter Zuzug. Die doppelte Staatsbürgerschaft wäre ein einseitiges Privileg; die Türkei käme nie auf den Gedanken, Ausländern dieselben Rechte zu gewähren, die sie für ihre Landsleute in Deutschland fordert. Die Türkei fürs Herz, Deutschland für die Brieftasche? Das kann nicht im Sinne des Gemeinwohls sein. Wir brauchen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Deutschland identifizieren, deren Interessen nicht mal hier, mal dort liegen. Aber dafür müssten die Deutschen auch selbst viel mehr den Wunsch nach eigener Identität verspüren, Interessen formulieren und nicht nur die Pflege ihres Schuld- und Helfersyndroms betreiben.

Im Verborgenen gibt es die doppelte Staatsangehörigkeit bereits, denn die türkischen Konsulate bestehen bei Eingebürgerten nicht auf der Rückgabe des türkischen Ausweises. Fast jeder Türke, der die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt hat, kann faktisch den türkischen Pass behalten – Motto: Die Deutschen müssen das ja nicht wissen. Wo bleibt dabei der sonst so trotzig vorgetragene Stolz, ein Türke zu sein? Wie bei diesem hilft meines Erachtens auch bei anderen Problemen eine offene, klare Ansage. Unter Freunden geht so etwas.

Den ganzen Text gibts hier.

(Foto oben: Erdo?an und Merkel 2012 im Bundeskanzleramt in Berlin)




Islamverbände wollen auch Platz im NSU-Prozeß

Im Streit um die Platzvergabe im NSU-Prozess fordern auch Islamverbände Berücksichtigung. Ihre Präsenz sollte ebenso selbstverständlich sein wie die türkischer Medien. Der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) hat vor Beginn des Münchner NSU-Prozesses einen festen Sitzplatz im Verhandlungssaal verlangt. „Um dem Eindruck zu widersprechen, das Gericht habe etwas zu verbergen, ist es sinnvoll, dass türkische Medienvertreter und der Botschafter des Landes vor Ort präsent sein wollen“, sagte der KRM-Vorsitzende Aiman Mazyek der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Es wäre eine Selbstverständlichkeit, dass auch der KRM einen Platz erhält.“ Stattdessen habe das Oberlandesgericht München bei einer entsprechenden Anfrage den Eindruck erweckt, „dass wir für einen Platz um drei Uhr morgens vor dem Gebäude campen müssten“. (Das geht natürlich nicht!)




Gatestone Institute: Idriz „Dr. Jekyll & Mr. Hide“

8Wie anders sich Politiker hinter den Kulissen über den scheinbar „moderaten“ Imam Idriz (Foto) äußern, zeigt der Artikel „Der Euroislam und seine Probleme – Das Spiel auf zwei verschiedenen Klavieren“ von Andrew E. Harrod, veröffentlicht beim Gatestone Institut. Der frühere bayerische Ministerpräsident und Innenminister Günter Beckstein beispielsweise sieht ihn bei internen Gesprächen mit amerikanischen Diplomaten als jemand, „der auf zwei Klavieren“ spiele. Beckstein vertraut Idriz also offensichtlich nicht. Warum sagt er das nicht öffentlich? Hat er etwa Angst vor der gleichen Keule, die permanent auf DIE FREIHEIT einschlägt? Die Stuttgarter Nachrichten, PI und DIE FREIHEIT werden in dem hochinteressanten Artikel ebenfalls erwähnt.

Original beim Gatestone Institut – Übersetzung von Florian Euring, PI München; Bilder von Bert Engel, FREIHEIT Bayern & Roland Heinrich, PI München)

Der „Euro-Islam“ und seine Probleme:
„Spielen auf zwei verschiedenen Klavieren“

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Doch das Buch enthält auch bedenkliche Passagen, die Risse in Idriz’ Fassade offenbaren. „Idriz spielt auf zwei verschiedenen Klavieren.“ – Günther Beckstein, Bayerischer Innenminister. (Foto oben rechts und unten links dessen CSU-Parteifreund Alois Glück, der sich bei der Buchpräsentation „Grüß Gott, Herr Imam“ im Dezember 2010 in München äußerst wohlwollend zu Idriz äußerte)

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Benjamin Idriz, ein Imam, der die islamische Gemeinde in Penzberg, einer Stadt südlich von München, leitet, hat in Deutschland als Exponent eines rationalen, modernen Verständnisses von Islam Bekanntheit erreicht. Doch Aspekte seiner Biographie und öffentlicher Meinungsäußerungen stellen seinen Nimbus eines Aufgeklärten durch beunruhigende Verbindungen zu radikalislamischen Elementen in Frage.

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Idriz präsentiert seine Auffassung vom Islam in seinem 2010 erschienenen autobiographischen Buch „Grüß Gott Herr Imam! Eine Religion ist angekommen.“ Wie Idriz darin und auf seinen Website schreibt, „wuchs er im mazedonischen Skopje in einem mehrsprachigen Haus auf.“ Zu seiner Familie zählen eine „Reihe ehrwürdiger Imame, die Generationen zurück reicht.“ Dementsprechend lernte Idriz den Koran im Alter von 11 Jahren auswendig, was ihm den traditionellen islamischen Ehrentitel eines Hafis einbrachte.

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Idriz’ Werk beschreibt einen Islam, der menschliche Moral und nicht sektiererische Barbarei unterstützt. Er bedauert, dass „es leider in der Tat Moslems gibt, die den Dschihad als Gewalt und Terror missdeuten, unter der Scharia mittelalterliche Körperstrafen verstehen und die einen Konflikt zwischen Islam und der sogenannten Westlichen Kultur propagieren.“ Idriz legt in seinen „wöchentlichen Predigten den Hauptschwerpunkt auf universale Werte…so alt, wie unser Kosmos.“

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Diesem universellen und sektiererischem Verständnis, so schreibt er, entsprechen „zwei verschiedenen Formen des Islam“. Es gibt eine Version, die sich „aus dem Prozess der Offenbarung, wie sie Mohammed gegeben wurde entwickelte“. Ein zweite korrumpierte Version „wurde nach Mohammeds Tod für politische Ziele instrumentalisiert….und war auch ins ihren dogmenfreien Aspekten stark dogmatisiert“.

 

Idriz schließt daraus, dass „der Islam, wie Mohammed ihn auslegte und lebte, einen universellen Charakter besitzt und über die Kompetenz verfügt, sich jeder Epoche und jedem Ort anzupassen.“ In Mohammed sieht Idriz einen Person, die die Menschen ermutigte, „der Stimme ihres Gewissens zu folgen“, im Namen einer philosophisch und theologisch nicht definierten „Gerechtigkeit“. So plaziert sich Idriz selbst in die Tradition von „die Rationalität betonenden“ Moslems, wie die der Mutaziliten des 8.-10. Jahrhunderts.

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Dementsprechend argumentiert Idriz, dass rückschrittliche Verhaltensweisen, die mit dem Islam assoziiert werden, wie die Unterdrückung von Frauen, von bestimmten kulturellen Bedingungen herrühren, nicht vom Islam. Idriz behauptet, dass durch die gesamte Geschichte die „Grundprinzipien des islamischen Glaubens die selben geblieben seien“, während „die Idee und die Ausübung [des Islam]…sich entsprechend den soziopolitischen Bedingungen einzelner Länder angepasst haben“. In Bezug auf seine Herkunft aus dem Balkan, die in seinem Buch eingehend behandelt wird, setzt Idriz der „Nähe des bosnischen Islamverständnisses zur europäischen Mentalität“ die islamischen „orientalischen Gesellschaften“ entgegen, die Praktiken, wie „Ehrenmord“ fördern.

Moderater Islam

Daher betrachtet Idriz persönlichen Islamischen Glauben als vereinbar mit einem freien Gemeinwesen an. Nach seinem Islamverständnis „stehen zwei Autoritäten im Mittelpunkt, die miteinander harmonieren: auf der einen Seite der Koran und der Prophet, auf der anderen das Grundgesetz.“ „In Glaubensfragen“ sind, wie Idriz ausführt der Koran und Mohammed, wie Idriz ausführt, die Maßstäbe, in weltlichen Angelegenheiten dagegen sind es Vernunft und Erfahrung. Die ersteren sind unveränderlich, die letzteren dynamisch. Blindes Nachahmen ist tadelnswert. Gott verlangt vom Menschen ausdrücklich den Gebrauch der Vernunft.

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Daher bedeutet Idriz’ „Euroislam“ „sich nach Mekka im Gebet und nach Brüssel und / oder Berlin in der Politik zu verneigen: mit der Seele hier und mit dem Körper dort“ zu sein. „Die islamischen Grundsätze von Glaube und Moral“ und Mohammeds „universelle Geltung“ für die „Verkündigung von Religion“ bleiben unveränderlich. Doch seine „Lösungen für die sozialen und politischen Fragen seiner Gesellschaft, die Scharia“, sind „historisch bedingt“. Dieser „historisch bedingte“ Relativismus „beinhaltet eine Ablehnung jener Koranverse, die vom Krieg handeln“ und von „Verhalten, das andere provozieren und einschüchtern könnte“, inklusive „dem Tragen von zu fremdartiger Kleidung, wie einem schwarzen Tschador.“

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Diesem „Euroislam“ angemessen ist Idriz’ „ideale Moslempersönlichkeit in Bezug auf die Integration“ unter europäischen Migrantengesellschaften. Ein solcher Moslem sollte sich aktiv in allen Aspekten des Bürgerlichen Lebens engagieren, von Schulgremien bis zur Politik. Besonders wichtig für Deutsche: dieser ideale Moslem würde, neben anderen modernen Verhaltensnormen, daran denken, „den Müll sachgemäß zu trennen“. Sie (wie von Idriz bezeichnet) würde auch „bei internationalen Wettkämpfen die Mannschaft des Landes, in dem sie lebt, unterstützen“, womit er dem „cricket test“ der Britischen Conservative Party und des Oberhausmitglieds Norman Tebbit entspricht.

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Wie eine bayerische Publikation erwähnte, hat Idriz‘ Vision aus der Islamischen Gemeinde Penzberg ein „leuchtendes Beispiel der Integration, das über die Grenzen Bayerns heraus reicht“ gemacht. Dementsprechend haben viele Politiker die IGP besucht, darunter Alois Glück, der Präsident des bayerischen Landtags, Mitglied von Bayerns konservativer CSU (Foto unten),

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der Münchner Bürgermeister Christian Ude von der SPD, deutsche Bundespolitiker, wie die Justizministerin Sabin Leuthueser-Schnarrenberger (von der den freien Markt unterstützenden FDP) und der Vorsitzende der Grünen Cem Özdemir (der die Solarpaneele der IGP einweihte). Ausländische Persönlichkeiten, wie der frühere israelische Botschafter Avi Primor und der amerikanische Botschafter in Deutschland, Robert D. Murphy haben ebenfalls in Penzberg Halt gemacht.

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Doch enthält Grüß Gott, Herr Imam auch beunruhigende Passagen, die Risse in Idriz‘ Fassade offenbaren: Ein Buchauszug auf der IGP-website, listet beispielsweise eine ziemlich seltsame Auswahl „moslemischer Denker, die die Demokratie befürworten“ auf. Wie Franz Feyder von den Stuttgarter Nachrichten am 24. April 2012 schrieb, ist eines dieser „Vorbilder“ für Idriz Rachid Ghannouchi, der islamistische Führer von Tunesiens Al-Nahda („Widerstands“) Partei, der palästinensische Selbstmordattentäter und deren Mütter pries. In Deutschland, schreibt Feyder, führt der baden-württembergische Verfassungsschutz Ghanouchis Abweichen von „rechtsstaatlichen Prinzipien“ an. Im Besonderen lehnt Ghannouchi den Abfall vom Islam und die Unterordnung der Scharia unter nichtkonfessionelle Gesetzte ab, im Gegensatz zur grundlegenden Norm freier Gesellschaften, der Gleichheit aller.

Infotafel

Ein weiteres Vorbild von Idriz, das Feyder verdächtig ist, ist Alija Isetbegovic, Bosniens Präsident während des Blutbades auf dem Balkan in den Neunzigerjahren. Isetbegovics Tod 2003 beendete eingeleitete internationale Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen gegen ihn, während seine Islamische Erklärung von 1970 islamistische Meme, wie die Inkompatibilität des Islam mit nichtislamischen Gesellschaften, enthält.

Muslima

Auch weitere Vorbilder Idriz‘, die an anderer Stelle in Grüß Gott, Herr Imam erscheinen, erhöhen Feyders Besorgnis. Wie Ghanouchi hat der bosnische Mufti Mustafa Ceric, in Verbindung mit dem European Council for Fatwa and Research (ECFR) in Dublin, Irland, palästinensische Selbstmordbomber gerechtfertigt und die Einführung der Scharia in die bosnische Verfassung gefordert. Beunruhigend für Feyder ist auch Hussein Djozo, der, als Imam der 13. SS-Division Handschar, in der Moslems aus Djozos Heimat Bosnien dienten, half, die Allianz zwischen Nazis und Moslems zu schmieden, und der Nach dem Krieg seinen Antisemitismus beibehielt.

Djozo

Hassan al-Turabi, der von Feyder nicht erwähnt wird, der jedoch im Online-Exzerpt vorkommt, ist ein sudanesisches Mitglied der Moslembruderschaft, der die Annahme der Scharia im Sudan unterstützte und Osama bin Laden in den Neunzigerjahren Unterschlupf gewährte. Idriz hat auch anerkennende Worte für Tariq Ramadan. Der Enkel des Gründers der Moslembruderschaft Hassan al-Banna hat oft Kritik auf sich gezogen für sein heuchlerisches Verbergen islamistischer Ansichten hinter einer Fassade islamischer Reformen.

Verschiedene, scheinbar freundliche Passagen von Grüß Gott, Herr Imam wecken ebenfalls Besorgnis bei scharfsinnigen Lesern. Zum Beispiel zitiert er den Koranvers 5:82 mit seiner Aussage, dass: „den Gläubigen noch die am besten gesinnt sind, die sagen: ‚Wir sind Christen‘“. Idriz versäumt jedoch zu erwähnen, dass dieser scheinbare Hinweis auf eine Harmonie zwischen Moslems und Christen in diesem Vers neben einer Beschreibung der „Menschen, die den Gläubigen am meisten Feind sind“, und zwar „die Juden und jene, die Allah andere beigesellen“. Angesichts der islamischen Verdammung des christlichen dreieinigen Gottes als eine solche Beigesellung, bedingt dieser Vers vielleicht nicht einmal die christlich-moslemische Freundschaft.

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Idriz schreibt auch über Safiya, eine Jüdin, die eine von Mohammes Frauen war, als Beweis von Mohammeds „nahen“ Beziehung zu Nichtmoslems. Die konservative deutsche Website Politically Incorrect, die in Grüß Gott, Herr Imam als „extremistisch antiislamisch“ verurteilt wird, hat jedoch eine weniger positive Meinung über diese Ehe. Wie Politically Incorrect erklärt, wurde die Gefangene Safiya nach autorisierten islamischen Berichten, Mohammeds „Frau“, just nachdem er, während eines Massakers an einem Jüdischen Stamm, ihren Ehemann hatte foltern und töten lassen, wie es in dem umstrittene Film Innocence of Muslims dargestellt wird.

Über Idriz‘ Schriften hinaus, führt der Bayerische Verfassungsschutz in seinen jährlichen Berichten von 2007-2010 die IGP als eine Vereinigung an, die Kontakte mit islamistischen Gruppen hat. Ein Telegramm des amerikanischen Konsulates in München vom 18. Dezember 2007, das durch Wikileaks enthüllt wurde, zeigt, dass der damalige Bayerische Innenminister und spätere Ministerpräsident, Günther Beckstein (CSU), amerikanischen Diplomaten anvertraute, dass „Idriz auf zwei verschiedenen Klavieren spielt.“ Diese Verdachtsmomente haben die kleine deutsche Partei „Die Freiheit“, der Michael Stürzenberger von Politically Incorrect vorsteht, veranlasst, ein Volksbegehren gegen das von Idriz vorgeschlagene Zentrum für Islam in Europa-München oder ZIE-M zu starten.

Widerstand

Eine solche Mischung aus Jekyll und Hyde belastet Idriz‘ Glaubwürdigkeit als Befürworter eines Islam des 21. Jahrhunderts ernsthaft. Wenn Idriz nicht tatsächlich eine verdeckte Agenda verschleiert, wie es häufige Vorwürfe von islamischer Taquia nahelegen, dann ist er allermindestens ernsthaft verwirrt. Jedenfalls ist es Idriz endgültig missglückt, eine überzeugende Vision eines Islam als einer rationalen Religion und eins Glaubens im Einklang mit der politischen Freiheit zu präsentieren.

Titelbild

Die Suche nach moderaten Moslems in Deutschland und anderswo dauert an.

Publikum

Kontakt zu Günter Beckstein:

» dr.guenther.beckstein@gmx.de

und zur CSU Bayern:

» landesleitung@csu-bayern.de