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Bonn: Frieden machen mit dem radikalen Islam

Jörgen Kloßmann will Frieden machen mit dem radikalen IslamAm Freitag und Samstag, 12./13. April, findet in der Evangelischen Akademie im Rheinland eine öffentliche Tagung zum Thema „Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Gewalt – Rechtsextreme und Rechtspopulisten in Europa“ statt. Wie bei vorausgehenden Veranstaltungen wird mit einer großen Anzahl interessierter Bürger und einer ebenso großen Anzahl radikal-muslimischer Teilnehmer von Milli Görüs, den grauen Wölfen, des Verbands der islamischen Kulturzentren (VIKZ), des Rats der Muslime in Bonn und der BIG-Partei gerechnet.

(Von Verena B., Bonn)

In einem höchst aufschlussreichen Interview, das der General-Anzeiger mit dem Akademieleiter Jörgen Klußmann (50, Foto oben) führte, stellt dieser fest, dass es dringend geboten sei, sich mit dem zunehmenden Rechtspopulismus und -extremismus in verschiedenen Ländern zu beschäftigen, und auch Bonn habe ja am 5. Mai vergangenen Jahres hier leidige Erfahrungen machen müssen, die durch eine rechtspopulistische Partei mitprovoziert worden seien. Solche Bewegungen hätten sich das Feindbild Islam ausgesucht, weil sie wissen, dass viele Menschen Angst vor islamistischem Terror haben. Durch ihre Aktionen schürten sie aber nur die Ressentiments und erschwerten den notwendigen Dialog mit der Mehrheit der Muslime.

Die evangelische Kirche dürfe sich nicht aus der Politik heraushalten. Wie Klußmann tiefsinnig versicherte, schlägt sein Herz für Konfliktbearbeitung, Friedensethik, Vergebung und Versöhnung. Wie wunderbar harmonisieren doch diese Ideale mit den Idealen der islamischen Ideologie, die ja bekanntlich (von kleinen Ausnahmen abgesehen) auch so friedlich, tolerant und versöhnlich ist. Warum also diese Veranstaltung, fragt sich die ratlose Autorin. Nun, offenbar wegen des „Dialogs“, da es mit der „Religion des Friedens“ wohl doch so einige Probleme zu geben scheint, und weil man ja sonst nichts zu tun hätte.

Als unterschiedliche Diskussionspartner nannte Klußmann anerkannte Experten wie den ehemaligen israelischen Botschafter in Deutschland, Avi Primor, und den Leiter des palästinensischen Zentrums für religiöse und kulturelle Studien, Gheris Khoury, denen die Teilnehmer Fragen stellen könnten. Im christlich-islamischen Dialog zeige es sich häufig, wie verunsichert sowohl Christen wie Muslime seien. Man dürfe aber keine Angst haben, unter Beschuss zu geraten – interessanterweise sei dies bisher aber nur von rechter Seite geschehen.

Auf die Frage, wie das Engagement gegen das Erstarken extremistischer Kräfte in der Salafisten-Hochburg Bonn aussehen könnte, wies Klußmann zum zigsten Mal darauf hin, dass man im Zeitalter der Desinformation durch propagandistische Internetseiten von salafistischer und rechter Seite (dieses widerliche PI mit seiner verfluchten Aufklärung), unabhängige, objektive und sachdienliche Informationen benötige, um nicht in die Fänge von Rattenfängern zu kommen. Und man müsse ihnen berufliche und soziale Perspektiven bieten… blablabla. Es sei ein Skandal, dass sich extremistische Kräfte die Freiheiten der Demokratie zu Nutze machen.

Wir sind ganz der Meinung des Herrn Klußmann, dass es unbedingt an der Zeit ist, endlich eine offene Diskussion über den immer schneller wachsenden Rassismus islamischer Vereinigungen gegenüber Nichtmuslimen zu diskutieren, die die islamische Ideologie nicht in Europa verankert sehen möchten, weil sie eine demokratische Staatsform bevorzugen und Gewalt gegen Christen, Juden, Andersdenkende und „minderwertige“ Frauen und Homosexuelle ablehnen und darüber hinaus auch noch Meinungsfreiheit haben wollen.

Ob dieser „Dialog“ erwünscht ist? Das scheint fraglich, da ein Islamkritiker, der sich zu dieser Veranstaltung angemeldet hatte, von Herrn Klußmann zur unerwünschten Person erklärt wurde und ein Hausverbot erhielt. Oder erteilen jetzt schon die toleranten und dialogbereiten Muslime Hausverbote? Man weiß es nicht.

Der Anmeldetermin für die Teilnahme läuft heute, 9. April, ab. Falls die Rattenfänger ihr Glück versuchen wollen, können sie sich telefonisch unter 0228 – 95 23 205 und übers Internet auf der Homepage ev-akademie-rheinland.de oder per Email (joergen.klussmann@akademie.ekir.de) anmelden.