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Islamverbände wollen auch Platz im NSU-Prozeß

Im Streit um die Platzvergabe im NSU-Prozess fordern auch Islamverbände Berücksichtigung. Ihre Präsenz sollte ebenso selbstverständlich sein wie die türkischer Medien. Der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) hat vor Beginn des Münchner NSU-Prozesses einen festen Sitzplatz im Verhandlungssaal verlangt. „Um dem Eindruck zu widersprechen, das Gericht habe etwas zu verbergen, ist es sinnvoll, dass türkische Medienvertreter und der Botschafter des Landes vor Ort präsent sein wollen“, sagte der KRM-Vorsitzende Aiman Mazyek der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Es wäre eine Selbstverständlichkeit, dass auch der KRM einen Platz erhält.“ Stattdessen habe das Oberlandesgericht München bei einer entsprechenden Anfrage den Eindruck erweckt, „dass wir für einen Platz um drei Uhr morgens vor dem Gebäude campen müssten“. (Das geht natürlich nicht!)