Steueroasen trockenlegen, Finanz-FBI aufrüsten, Gehälter offenlegen, Bankgeheimnis ausrotten – die Transparanzfanatiker des Steuerstaats sind in der Offensive und alle applaudieren. In Wahrheit zahlt die Gesellschaft dafür einen hohen Preis. Die Debatte um Steueroasen funktioniert wie mediale Lynchjustiz. Wer ein Konto im Ausland hat und skandalöserweise auch noch Geld darauf, den darf man namentlich an den Pranger stellen. Die Schnellgerichtsszenerie kennt nur noch geldgierige Nimmersatts hier und den armen, betrogenen Staat da. Keiner fragt mehr danach, ob das nicht vielleicht ganz legal ist, was Sparer da tun?

Ob nicht unser Steuersystem so miserabel kompliziert und ungerecht ist, dass man es lieber verbessert, anstatt immer nur die Steuerzahler zu malträtieren. Ob nicht die eigentliche Gier unserer Zeit bei Staaten liegt, die mit keinem Geld der Welt auskommen, die Billionen Schulden auftürmen, als gäbe es kein morgen, und die am Ende immer neue Steuern und Steuerjagden brauchen, um ihr eigenes Versagen zu kaschieren. (Fortsetzung auf der Achse bei Wolfram Weiner!)

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24 KOMMENTARE

  1. Der Staat sollte der Politiker-Wirtschaftsmafia und ihren Schwarzgeldkonten noch viel mehr auf die Finger sehen.

  2. Die ganze Problematik dabei, werden einige PI-ler erst erfassen, wenn es auch an deren paar Kröten geht…

    …bis dahin finden auch die es gut!

    Natürlich wird immer auf die Superreichen (auch nicht ganz unberechtigt) geschimpft, doch treffen wird es die eben genau nicht. Die sind bei den Plänen beteiligt…

  3. Das war schon immer so, diejenigen die Transparenz von anderen fordern, sind am wenigsten bereit die zu geben.

    Transparenz, Toleranz, Religionsfreiheit sind Dinge, die immer nur von anderen gefordert werden.

  4. Das Problem sitzt auch an anderer Stelle, Rap, Appel usw!

    Die Stuerfahndung Stuttgart hat kein Problem damit Bürger, entgegen vorliegender Akten und Beweise, der Steuerhinterziehung zu bezichtigen und einen gezinkten Strafbefehl zu erlassen!

    Die Staatsanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart haben ebenfalls kein Problem damit zu behaupten es gäbe kein öffentliches Interesse an der Aufdeckung der durch die Steuerfahndung begangene Straftaten!

    Der Filz aus Verwaltung und Justiz hat kein Problem damit den Anwalt der zu unrecht beschuldigten zu veranlassen den Widerspruch gegen den gezinkten Strafbefehl zurückzunehmen!

    Die Staatsanwaltschaft hat kein Problem damit den gezinkten Strafbefehl, dessen Rechtskräftigkeit ohne rechtliche Grundlage erzwungen wurde, umzusetzen!

  5. Das ganze ist eine gezielt angezettelte Neiddebatte um vom eigenen Versagen (dem der Politiker) abzulenken.
    Jetzt heisst es, jeder der Geld im Ausland, mehr als 100.000€ am Sparbuch, ein tolles Auto in der Garage hat, ist pauschal verdächtig den anderen ‚Armen‘ das Geld gestohlen zu haben.
    Leider greift diese Neidkulter massiv um sich und findet selbst hier, auf PI, ihre Anhänger wenn mal wieder über ‚die Banken‘ und ‚den Kapitalismus‘ geschimpft wird.

  6. Transparenz nach skandinavischem Vorbild ist der einzige relativ wirksame Schutz gegen Korruption. Wenn ich die Einkommensteuererklärung meines Nachbarn und dessen Baugenehmigung für sein Haus einsehen kann und dieser bei mir genauso, werden viele Dinge auf einmal verständlich – oder ganz und gar verdächtig. Der vielgepriesene Schutz der Privatsphäre dient im staatlichen Bereich nur dazu Vetternwirtschaft und Korruption zu begünstigen.

    Zum Thema Steuern: Das Kirchhoffmodell, wie es von unserer vom Verfassungsschutz beobachteten Partei DIE FREIHEIT favorisiert wird, finde ich sympathisch. Wenn niemand mehr als 25 Prozent Steuern auf 100 Prozent seines Einkommens zahlt, kann sich niemand ernsthaft beklagen. Unsere Multimillionäre zahlen 48 Prozent auf ein Prozent ihres Einkommens. Oder sie verschieben alles Geld ins Ausland. Das kann so auch nicht richtig sein.

  7. Mir ist es scheißegal, was mein Nachbar hat und wie er es bekommen hat.
    Ich habe ein Einkommen, dass es mir ermöglicht normal zu leben und verwalte es so, dass ich möglichst wenig davon einbüße ohne dabei etwas ungesetzliches zu machen.
    Wenn es mir nicht so unbequem wäre, würde ich es auch im Ausland anlegen und dort möglicherweise einen höheren Ertrag erzielen, auch wenn von da Quellensteuer an unseren Staat entrichtet wird.
    Wird keine Quellensteuer entrichtet, muss das innerstaatlich geklärt werden, denn ich tue ja nichts ungesetzliches, wenn ich mein versteuertes Einkommen bei der Bank meiner Wahl deponiere.
    Aber was wird gemacht? Die Leute, die ihre legalen Möglichkeiten nutzen, werden über eine unsägliche Neiddebatte kriminalisiert. Sie werden zu Steuerhinterziehern gemacht, weil sie keine oder geringere Kapitalertragssteuer zahlen wollen. Es ist doch ihre Sache, was sie mit ihrem Eigentum machen und wem sie es leihen.
    Der Staat soll endlich selbst einmal wie ein mündiger Bürger denken und sorgfältig mit dem anvertrauten Geld umgehen, dann reicht es auch.
    Bin ich auch Steuerhinterzieher, wenn ich mein Geld lieber zu Hause lasse? Sind Aldi-Einkäufer Steuerhinterzieher? Sie machen ja auch nichts anderes, als für ihr Geld möglichst viel zu bekommen auch wenn sie wissen, dass dadurch weniger Mehrwertsteuer anfällt.
    Wohlgemerkt, ich spreche nicht von den paar wirklichen Steuerhinterziehern. Aber an die traut man sich nicht heran, weil sie vielfach MiHiGru haben…

  8. # 2 WSD

    es ist nicht schwierig zu erfassen, dass das Geld , welches jemand anderem genommen wird, eben nicht automatisch in meiner Tasche landet.

    Dieses o. a. Denken ist wirklich kommunistisch.

    Aaaber, im Herbst bekommen wir eine echte Chance, uns vom Parteienblock zu lösen – um nicht zu sagen: wir haben dann erstmals wieder eine WAHL.

    Sorge bereiten mir allerdings die nicht an U- Bahn Stationen, sondern in Schmierfinkstationen geifernden Schreiberlinge.
    Sie sind in den Startlöchern,
    obwohl sie genau wissen, dass sie durchschaut wurden.

    Das stört sie aber nicht. Sie wissen zwar, dass 20 – 25% der Deutschen die Veränderung wollen, aber das wird sie nicht hindern, die AfD niederzuschreiben.

    Falls jemand „lupenreine Demokraten“ sucht: sie sind hier vor unserer Nase im Zwangs-TV und bei den Printmedien ( wer um Himmels Willen kauft die den überhaupt noch?)

  9. Die Schnellgerichtsszenerie kennt nur noch geldgierige Nimmersatts hier und den armen, betrogenen Staat da. Keiner fragt mehr danach, ob das nicht vielleicht ganz legal ist, was Sparer da tun?

    …auch Dinge die legal sind, können dennoch moralisch und gesellschaftlich verwerflich sein.

  10. Es sind ja vorrangig die Vertreter der Presse, die ständig nach Transparenz schreien. Wie wäre es denn, wenn die mal ganz ungezwungen den Anfang machen und uns sagen, was sie selbst verdienen?
    Angefangen beim ZDF-Pförtner bis hin zu Anja Reschke, Anne Will, Tina Mendelsohn, Klaus Kleber, Günter Jauch und den linksradikalen Kabarettisten, Chefredakteuren und Intendanten. Das wäre doch mal interessant. Aber bevor die uns das sagen, fallen die eher tot um!

  11. Der Staat ist der Dieb, der mir mein Geld raubt, es für unsinnige Dinge verplempert, sich damit -mit meinem Geld- die Macht kauft, mich nach Strich und Faden auszunehmen und zu betrügen! Dabei handelt er noch nicht einmal in meinem Sinne, läßt fremde Eroberer in mein Land, verschenkt große Teile meines Geldes ins Ausland, nur um selber als großer solidarischer Zampano dazustehen und auch dort ein bißchen mitreden zu können. Und wenn ich ihn -den Staat- mal brauche, ignoriert er das oder läßt mich für jede Leistung nochmal zahlen! Der Staat lacht sich ins Fäustchen, wenn wir auf die sogenannten reichen Steuerhinterzieher weisen und freut sich über einen Sündenbock. Wer von diesen Reichen würde sein Geld nicht lieber in seiner Nähe aufbewahren? Aber bevor der Staat alles klaut, wird es eben in sichere Länder transferiert. Und ehrlich – auch die heute größten Schreier würden so handeln, hätten sie nur genug Geld!

  12. Transparenz ist doch sehr einfach herzustellen : Aenderung, Vereinfachung des Steuerrechtes : nur noch 2 Steuerklassen : I alle, ausser II Alleinerziehende und Verheiratete mit Kind ( Freibetrag 10000 + 10000 für jedes Kind ), Abschaffung aller Abzugsmöglichkeiten.
    Maximalsteuersatz 30%. Reduktion der Mehrwertsteuer auf 12%.
    Die ganzen Finanzprobleme entstehen dadurch, dass man eine gerechte Gesellschaft schaffen will. Gerechtigkeit wird mit Gleichheit gleichgesetzt. Dies führt unweigerlich zu Zwang und Unterdrückung. Dinge, die einer freien Gesellschaft diametral entgegen stehen.

  13. Ist doch ganz einfach.
    Sobald man dazu hört oder liest: „Schäuble begrüßt …“, weiß man, was die Stunde geschlagen hat.

  14. Was bedeutet dieses Fremdwort „Transparenz“ denn überhaupt, dass es plötzlich so wichtig geworden ist?

    „Transparenz“ bedeutet auf Deutsch Durchsichtigkeit.

    Eine „transparente Gesellschaft“ bedeutet nichts Anderes als die Gesellschaft aus gläsernen Bürgern ohne nennenswerte Privatsphäre und völlig ihne Datenschutz.

    Komisch, dass gerade unsere Datenschützer von Links so still bleiben.
    Oder auch nicht, wenn man sich ins Bewusstsein ruft, dass diese Erschaffung des Gläsernen Bürgers den Vorstellungen der Linken entspricht.

    Da denunziert und gulagt es sich nämlich leichter.
    😉

  15. Es wird sein wie bei der Ökosteuer. Bevor sie eingeführt wurde, tönten die Grünen, die Ökosteuer werde insbesondere die Betriebe treffen, die Energie in Massen verschwenden. Was ist daraus geworden? Die Betriebe, die viel Energie brauchen, sind befreit – wegen der Arbeitsplätze. Zahlen tun die kleinen Malocher. Ob sie nun zur Arbeit fahren oder ihre Wohnung heizen. Genauso wird es mit der „Reichensteuer“. Die wirklich Reichen machen sich einen schlanken Fuß und der Rest zahlt.

  16. Eigentlich ist das Problem, egal wie viel Geld wir ihnen geben, sie kommen mit nichts aus. So sind die Sozialisten, aber auch alle anderen.

  17. Wenn man sieht, wohin die Steuergelder fließen (Subventionierung der Niedriglöhne, Masseneinwanderung (=> Lohndumping), Weltsozialamt, Entwicklungshilfe, die nur Bevölkerungsexplosion fordert, usw.),
    dann ist die Unlust des Volkes Steuer zu zahlen nachvollziehbar.

  18. Die Finanzverbrechensbekämpfung ist in Deutschland völlig unstrukturiert!
    Jedes Bundesland hat Steuerfahnder die einen Vergleich mehr lieben als ein Stafverfahren. Ein wenig spielt der Bund mit dem Zoll auch mit … das war es dann schon…

    Gerade in diesem Bereich könnten hunderte Millionen oder mehr sichergestellt werden.
    Mich wundert gar nicht, dass unsere Lobby-Politiker lieber den Kopf in den Sand stecken!
    Da ist es doch einfacher die „Kleinen“ zu verfolgen oder abzuschöpfen!
    Damit möchte ich nicht sagen, dass die „Kleinen“ Steuern hinterziehen dürfen und die „Großen“ nicht!

    JEDER der „bescheißt“ betrügt uns alle!
    Welche Summen transferieren unsere Facharbeiter nochmal in ihr so geliebtes Heimatland???

  19. #3 felixhenn

    Ich hatte hier bei PI schon einmal versucht, mit Dir Kontakt aufzunehmen, da ich auch in Rheinland-Pfalz zu Hause bin und dort in einem konservatives Netzwerk tätig bin. Wenn Du Lust hast, kannst Du gerne mit mir Kontakt aufnehmen: konservative.rlp@web.de

  20. @5 Manimal

    Jetzt heisst es, jeder der Geld im Ausland, mehr als 100.000€ am Sparbuch, ein tolles Auto in der Garage hat, ist pauschal verdächtig den anderen ‘Armen’ das Geld gestohlen zu haben.
    Leider greift diese Neidkulter massiv um sich und findet selbst hier, auf PI, ihre Anhänger wenn mal wieder über ‘die Banken’ und ‘den Kapitalismus’ geschimpft wird.

    Ja, ich muss mich schon wundern. Vor kurzem hat PI die 100.000er Marke geknackt. Wenn jeder von den 100.000 Michael Stürzenberger sagen wir mal 5,- EUR gespendet hätte – was nicht unrealistisch erscheint – wäre M. Stürzenberger auch so einer von den „Kapitalisten“, die es verdient hätten, geschröpft zu werden? Außerdem ist auch diese Neiddebatte voll auf der Mainstream-Linie. Ein bisschen mehr Differenzierung und Zusammenhalt in der gemeinsamen Sache wäre schon wünschenswert.

    @21 clausen

    JEDER der “bescheißt” betrügt uns alle!
    Welche Summen transferieren unsere Facharbeiter nochmal in ihr so geliebtes Heimatland???

    Genauso isses.

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