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Linksextremisten übergießen Polizistin mit Benzin

Wie aus dem Nichts haben in Berlin mehrere Dutzend linksradikale „Autonome“ Polizisten angegriffen. Die Verfassungsfeinde schmissen Brandsätze, Steine und Farbbeutel auf die Beamten, als diese gerade dem Verdacht auf Rauschgifthandel nachgingen. Eine Polizistin wurde mit Benzin übergossen und anschließend nur knapp von einem Brandsatz verfehlt. Während für die „Welt“ noch nicht klar ist, „ob die Täter einer bestimmten politischen Gruppierung zuzuordnen“ sind, ermittelt der polizeiliche Staatsschutz inzwischen wegen versuchten Totschlags.

Die „Welt“ schreibt:

Eine routinemäßige Drogenkontrolle am Kottbusser Tor ist am Freitagabend zu einem Großeinsatz der Polizei ausgeartet. Während die Beamten mutmaßliche Drogenhändler überprüften, wurden sie auf einmal von rund 40 vermummten Personen angegriffen. Die Unbekannten warfen Brandsätze, Steine und Farbbeutel. Am Ende waren zwei Polizisten verletzt. Zwei mutmaßliche Täter konnten festgenommen werden. Die Hintergründe des Angriffs sind nach Polizeiangaben noch unklar.

Es war 22.45 Uhr, als die Situation eskalierte. Rund 20 Polizeibeamte waren gerade dabei, die Personalien von mehreren Passanten aufzunehmen, als der erste Brandsatz geschleudert wurde. Die Täter hatten sich an der Admiralstraße am Kottbusser Tor versammelt, die meisten waren vermummt. Sie hielten genügend Abstand, um nicht von den Beamten überwältigt werden zu können. Gleichzeitig waren sie nah genug angerückt, um ihre Zielobjekte zu treffen.

Besonders heftig bekam eine junge Polizistin den Angriff zu spüren. Vermutlich als eine Flasche neben ihr zerplatzte, wurde die 27-Jährige mit Benzin überschüttet, das sich auf ihrer Einsatzkleidung verteilte. Kurz darauf wurde ein Brandsatz in ihre Richtung geworfen, der sie nur knapp verfehlte. Die Beamtin erlitt Augen- und Hautreizungen im Gesicht.

Ein weiterer Brandsatz traf die Frontscheibe eines Gruppenwagens, der kurzzeitig in Flammen aufging. Die Angreifer bewarfen den Wagen auch mit Steinen und Farbbeuteln. Einige Täter warfen zahlreiche Gegenstände auf der Fahrbahn und zündeten sie an. Dabei verwendeten sie auch Materialien einer Baustelle wie beispielsweise Warnbarken. Anschließend flüchteten die Angreifer in verschiedene Richtungen.

Die Polizisten konzentrierten sich auf die größte verbliebene Gruppe der Angreifer und nahmen die Verfolgung auf. Etwa 20 Personen waren geschlossen in die Reichenberger Straße gerannt. Doch den Beamten gelang es zunächst nicht, die Flüchtenden einzuholen. Zwischen Kottbusser Tor und Mariannenstraße stießen sie nur auf diverse Handschuhe, Masken und Pullover, die die Täter weggeworfen hatten. Auch entdeckten sie mehrere Bengalos, teils unbenutzt und teils abgebrannt, sowie mit Kleinpflastersteinen gefüllte Jutebeutel.

Auf einem Hinterhof konnten Polizeibeamte wenig später dann doch zwei mutmaßliche Täter stellen. Es handelt sich um zwei 22 und 26 Jahre alte Männer, die an der Attacke am Kottbusser Tor beteiligt gewesen sein sollen. Bei ihrer Festnahme erlitt ein Polizist leichte Verletzungen am Bein, setzte seinen Dienst jedoch fort.

Die beiden Tatverdächtigen wurden dem Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts überstellt, der die Ermittlungen aufgenommen hat. Hinsichtlich des Angriffs auf die Polizistin wird wegen versuchten Totschlags außerdem wegen Landfriedensbruch ermittelt.

Bisher sind jedoch nur wenige Erkenntnisse zu dem Fall gesichert. Fest steht, dass die Angreifer nichts mit den auf Drogen kontrollierten Personen zu tun haben. Die Anzahl der Täter und die vielen aufgefundenen Tatwerkzeuge sprechen für einen recht aufwendig geplanten Angriff. Ob die Täter jedoch vom Polizeieinsatz am Kottbusser Tor wussten, ist unklar. „Wir prüfen noch die Hintergründe der Tat“, sagte ein Sprecher. Unklar sei auch, ob die Täter einer bestimmten politischen Gruppierung zuzuordnen seien.

Wer das nur gewesen sein mag? Linke scheiden jedenfalls als Täter aus. Denn diese lehnen Gewalt ja bekanntlich ab…




Bayern: NPD-Landesparteitag verboten

Eine Partei hat nicht nur die Möglichkeit einen Parteitag abzuhalten und auf diesem ihre Mitglieder über die vergangene Tätigkeit des Vorstands sowie die finanzielle Lage zu errichten – sondern gemäß § 9 Abs. 5 PartG auch alle zwei Jahre die Pflicht dazu. Dass der Staat diese auch ermöglicht, erscheint in Deutschland hingegen nicht mehr selbstverständlich.

Erst kürzlich hatte der Coburger Landrat Michael Busch (SPD) das Abhalten des NPD-Bundesparteitages verhindert, in dem er den Zugang zum Veranstaltungsort mit Erdaushub blockieren lassen hatte (PI berichtete). Mit einem fadenscheinig begründeten Verbot will nun dessen Kulmbacher Landratskollege Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) auch den bayerischen Landesparteitag der Organisation verhindern. Immer im Hinterkopf halten sollte man bei derartigen Vorgängen, dass nach der Etablierung derartiger Methoden bei der NPD ein Überspringen auch auf rechtsdemokratische und islamkritische Parteien droht.

Die „Frankenpost“ schreibt:

Landrat Klaus Peter Söllner hegt eigenen Aussagen zufolge „berechtigte Hoffnung“, dass das (wie bereits berichtet) am Donnerstag verfügte Verbot des NPD-Aufmarschs in Schwarzach auch einer gerichtlichen Überprüfung standhält. Der Landrat, selbst Jurist, baut auf die neue Situation, die sich in diesem Jahr ergeben hat: Nur das Veranstaltungsgelände selbst gehört dem Mainleuser Landwirt, der bereits seit Jahren immer wieder Rechtsradikalen sein Grundstück zur Verfügung stellt. Auf dieser Wiese sei aber nicht genug Platz für Parkplätze und der Pächter der benachbarten Wiesengrundstücke hat diesmal seine Wiesen nicht für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Zudem ist auch weiterhin die Problematik mit der Zufahrt gegeben. Damit die Neonazis überhaupt zur Wiese gelangen können, müsste ein für den normalen Verkehr gesperrter Radweg freigegeben werden. Schließlich spielt auch das Wetter eine Rolle: Die Auwiesen sind durch den vielen Regen immer noch völlig aufgeweicht. Und auch der Markt Mainleus hat in Bezug auf seine Entscheidung in Sachen Sondernutzung von Wegen und Gelände eine wichtige Rolle gespielt. „Wir haben jetzt den ablehnenden Bescheid. Jetzt müssen wir sehen, wie das Gericht entscheidet.“

Dass die NPD wohl mit einiger Wahrscheinlichkeit das Verwaltungsgericht anrufen wird, um den von ihr für den 15. Juni in Schwarzach geplanten Bayern-Parteitag mit Listenaufstellung der Bundestagskandidaten sowie anschließend ihren „Bayerntag“ mit Rechts-Rock-Konzert doch noch durchzusetzen, gilt unter Insidern als sicher. Mit negativen Bescheiden, das ist gängige Praxis, geben sich die Rechtsradikalen nicht zufrieden. Sie nutzen meist alle Möglichkeiten des Rechtsstaats, den sie eigentlich ablehnen. Noch allerdings haben sich die Organisatoren des Nazi-Aufmarschs nicht an die Justiz gewandt.

„Die Geschichte war mir als Landrat schon in den vergangenen Jahren ein Dorn im Auge“, sagt Klaus Peter Söllner ganz offen. „Natürlich habe ich ein großes Interesse daran, dass Schwarzach nicht auf Dauer zum Synonym für NPD-Aufmärsche wird.“

Bereits in der vergangenen Woche, unmittelbar nach Eingang der Anmeldung für die Veranstaltung, haben Vertreter des Landratsamts mit dem Markt Mainleus, der Polizei und weiteren mit entscheidenden Behörden gesprochen, teilt Klaus Peter Söllner mit. Dabei sei die Lage erstmals erörtert worden. Nach dem Koordinierungsgespräch mit den Veranstaltern am Donnerstag sei dann die Entscheidung gefallen, die Veranstaltung nicht zu genehmigen.

Ein großes Interesse an einer funktionierenden Demokratie scheint Söllner hingegen nicht eigen zu sein…




Euro: Propaganda-Kampagne an Schulen

Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit führt die Bundesregierung derzeit an zunächst 50 weiterführenden Schulen eine Werbekampagne für ihre milliardenschwere Euro-Politik durch. Kostenpunkt: Mindestens 42.850 Euro. Linksdrehende Pädagogen dürften sich über die unerwartete Schützenhilfe freuen.

Die „Welt“ schreibt:

Bundesregierung und die CDU sorgen sich offenbar ernsthaft um das Vertrauen der Wähler in den Euro. Darauf jedenfalls lassen Aktionen des Bundesfinanzministeriums und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) schließen. Finanzminister Wolfgang Schäuble organisierte nun unter der Überschrift „Stabiler Euro – Stabiles Europa“ eine „Infotour mit 50 Informationsveranstaltungen an allgemein- und berufsbildenden Schulen in ganz Deutschland“. Und die Adenauer-Stiftung erarbeitete eine sechsseitige „Argumentationshilfe zum Thema Euro und Eurokrisenmanagement“, deren Inhalt vor allem auf die Kritik an der Regierungspolitik durch die neue Partei Alternative für Deutschland abzielt.

Schäubles Schulkampagne liefert den Schülerinnen und Schüler ein umfangreiches Informationspaket, das die Politik der Bundesregierung „mit unterschiedlichen Materialien über die Maßnahmen zur Eurostabilisierung“ verteidigt. Außerdem bekommen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Schäuble über Video Fragen zu übermitteln.

Auf die Frage, warum eine solche Kampagne zum jetzigen Zeitpunkt gestartet werde, antwortete ein Ministeriumssprecher: „Es herrscht weiterhin ein großes Maß an Verunsicherung und Informationsbedürfnis in der Öffentlichkeit.“ Mit den 50 Informationsveranstaltungen in 45 Städten werde „dem besonderen Informationsbedürfnis junger Menschen“ Rechnung getragen. Die Aktion begann am 15. Mai und läuft noch bis 15. Juni. Unterstützt werden die Schulbesuche durch ein reichhaltiges Internetangebot zur „Stabilisierung des Euroraumes“. (…)

Beauftragt mit der Kampagne wurde der Verein „Bürger Europas e.V.“, der auf seiner Internetseite als Hauptziele die „Förderung der voranschreitenden Einigung Europas und dem aktiven Dialog mit Bürger/innen über diesen gesellschaftlichen Prozess“ nennt. Finanziert wird er vor allem durch staatliche Stellen.

„Unsere jährlich 300 bis 400 Veranstaltungen und Aktionen konnten insbesondere durch Förderungen der Europäischen Kommission, des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Auswärtigen Amtes, Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie den Landesregierungen zahlreicher Bundesländer erfolgreich durchgeführt werden“, schreibt der Verein, dem das Ministerium 42.850 Euro für die Infotour zahlt.

Im Finanzministerium scheinen angesichts der erstarkenden AfD zunehmend die Nerven blank zu liegen…




Volker Beck verklagt die „Junge Union“

Volker-Beck-fordert-Zollitsch-zum-Eingreifen-gegen-kreuzDie Pädophilen-Debatte konzentriert sich immer stärker auf Volker Beck (Foto), Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion. Unter Becks Namen erschien 1988 ein Beitrag in dem Buch „Der pädosexuelle Komplex“, in dem sich der Autor für die „Entkriminalisierung der Pädosexualität“ aussprach. In der vergangenen Woche machte Beck jedoch Urheberrechte auf den Text geltend und verklagte die Junge Union in Bayern, die diesen ins Internet gestellt hatte. Beck besteht darauf, dass der Text ohne seine Autorisierung und verändert veröffentlicht worden sei. Inzwischen hat die Jugendorganisation den Beitrag mit Ausnahme einiger Zitate von ihrer Internetseite gelöscht. (ph)




Salafisten als Flut-Helfer

FlutIn den letzten Tagen haben sich selbst Salafisten als Flut-Helfer betätigt (Foto). Davon, dass diese Hilfe nicht ehrlich gemeint war, kann ausgegangen werden: eine Überschrift wie „Hilfe für von Flut bedrohte Kleinstadt – von den extrem-radikal freundlichen Muslimen der LIES! Koran Aktion“ zeigt deutlich, dass hier die Flut und die Not der Betroffenen nur zu billiger Propaganda in eigener Sache missbraucht wurde. Auch macht es stutzig, dass die Salafisten den Namen der Stadt nicht nennen, in der sie geholfen haben wollen. Aber wenn diese Geschichte wahr sein sollte, dann dürften Salafisten in der Flut-Woche mehr Sympathien gesammelt haben als Islam-Kritiker. (ph)




“Terrorismusbekämpfung”: EU plant Vorgehen gegen Zuwanderungskritiker

Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung wird auf EU-Ebene offenbar ein stärkeres Vorgehen gegen zuwanderungskritische Akteure in Europa vorbereitet. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström äußern entsprechende Absichten in einem aktuellen Beitrag in der FAZ. Nachdem die EU-Funktionäre zunächst den Eindruck zu erwecken versuchen, daß die von ihnen geforderten “hinlänglichen Instrumente” sich gegen Terroristen und sonstige militante Extremisten richten sollen, erklären sie schließlich offen, gegen wen diese Instrumente tatsächlich zum Einsatz kommen sollen:

Fremdenfeindliche Kräfte üben einen seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr dagewesenen Einfluss auf nationale Parlamente aus. … Es muss klar gesagt werden, dass fremdenfeindliche Gruppen und politische Bewegungen oftmals ein Nährboden für ideologisch motivierte Gewalt sind. Anlass zu großer Sorge gibt der derzeitige Führungsmangel in Europa, der dazu beiträgt, dass immer mehr extremistische Bewegungen die Agenda von traditionellen Parteien und Regierungen beeinflussen. Die EU-Organe nehmen die Gefahren von Extremismus und heimischem Terrorismus sehr ernst.

Dem Kontext nach zu urteilen sind die Stoßrichtung dieser Äußerungen zuwanderungskritische Parteien wie der Front National in Frankreich und namentlich nicht genannte Zuwanderungskritiker in Parteien wie etwa der deutschen SPD.

Zuvor hatten bereits die Vereinten Nationen Druck auf Deutschland ausgeübt, weil die “Bevölkerung” nicht ausreichend vor kritischen Stimmen wie Thilo Sarrazin “geschützt” werde, und Deutschland ein Ultimatum zur Einführung von Maßnahmen zur Unterbindung von Äußerungen wie denen Sarrazins gesetzt.

Zum kompletten Artikel auf „Projekt Ernstfall“ gehts hier lang.




Bonn: Islamwissenschaftler kennt Koran nicht!

Der Islam spielt in der heutigen Multikultigesellschaft eine zentrale Rolle. Doch meist kennt man nur die radikalen Ansichten, aus den Nachrichten aufgeschnappt und verallgemeinert. Dem entgegenwirken will in Bonn die Vortragsreihe „Koran für Christen von Muslimen erklärt“, so hieß es im Bonner General-Anzeiger. Am 5. Juni fand hierzu im Gemeinderaum der Christuskirche in Bonn-Bad Godesberg ein Vortrag zum Thema „Bilderverbot im Islam“ statt. Referent war der bekannte Islamwissenschaftler, ZDF-Reporter („Forum am Freitag“), Buchhändler und Muslim Abdul-Ahmad Rashid (Foto). Ca. 40 Teilnehmer füllten den Raum bis auf den letzten Platz.

(Von Werner P. und Verena B., Bonn)

Zu Beginn durften wir überrascht erfahren, dass es nicht nur im Islam Bilderverbote gibt. Die Organisatorin der Veranstaltung, Elisabeth Thissen, Synodalbeauftragte für Christlich-Islamisches Gespräch und Islambeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel sowie Vorsitzende des „Evangelischen Konvents Bad Godesberg“, untersagte streng jegliche Versuche, Bilder der Veranstaltung im Internet zu veröffentlichen. Auch ein muslimisches Mitglied des Kirchenkreis-Beirats wandte sich explizit an die „Herrschaften von PRO NRW und PI“ mit dem Hinweis, dass für sie das Fotografieren untersagt sei (verlegenes Lachen), was ja auch dem Thema des Vortrags entspreche. PI genießt also selbst in Kreisen der linksgerichteten evangelischen Kirche Respekt und wird gelesen. Was will man mehr! Auf die Frage von Verena B. an einen Sympathisanten des Kirchenkreises, warum PI nicht fotografieren dürfe, war die Antwort: „Weil Sie immer solche Hetzartikel schreiben!“

Zum Text der Einladung:

Welche Rolle spielen Bilder im Islam? Die Bandbreite an Antworten auf diese Frage reicht von der Auskunft, man dürfe nur Gott darstellen, bis zur völligen Ablehnung bildhafter Darstellungen. Manchmal stößt man – selbst im privaten Bereich – auf Abwehr, wenn man Menschen, speziell Frauen, fotografieren möchte. Es gilt als allgemein bekannt, dass sich in Moscheen sowie in Koranhandschriften keine Bilder von lebenden Wesen finden. Als Schmuck sieht man stattdessen kunstvolle Kalligrafien. Auch der Prophet Mohammed soll nicht bildlich dargestellt werden, schon gar nicht in Form einer Karikatur.

Herr Rashid, Sohn eines Afghanen und einer deutschen Protestantin und auch mit einer Protestantin verheiratet, erwähnte den Koranvers 5:91 „Oh Gläubige, der Wein, das Spiel, Bilder und Loswerfen sind verabscheuungswürdig und ein Werk des Satans; vermeidet sie, damit es euch wohl ergehe.“ Es sei der einzige Hinweis auf ein Bilderverbot im Koran. In den Hadithen gäbe es mehr, aber was kann man dort glauben, was ist authentisch und was wurde erst später erfunden? Die vorislamischen Religionen in Arabien waren nicht auf Bilder fokussiert, so dass bei der Verfassung des Korans diesem Punkt wohl keine wirklich fundamentale Bedeutung beigemessen wurde.

Bilderverbote im Islam hätten drei wesentliche Ursachen: 1. Angst vor der Anbetung auf Bildern dargestellter Götzen, 2. Ablenkung vom angeblich einzig wahren Glauben und 3. die Ablehnung von Luxus. Schließlich können Bilder ja auch echte Werte darstellen. Wichtig sei das Trägermedium. Auf Teppichen und Kissen dürfen Abbildungen von menschlichen oder tierischen Wesen erscheinen, wenn es nicht gerade der Prophet selber ist. Alles, worauf man tritt oder worauf man sich setzt, ist erlaubt, da es hier kaum zu einer Anbetung kommen kann. Bei Bildern, die an der Wand hängen, ist das aber grundsätzlich anders. Schiiten dürfen in solch einem Raum beten, wenn die Bilder vorher abgedeckt wurden, Sunniten dürfen das nicht. Mohammed hat Puppen für seine Kleinkindfrau Aisha erlaubt, etwa in Gestalt eines geflügelten Pferdes, Maler hingegen werden zum ewigen Höllenfeuer verdammt. Und wenn sie doch unbedingt malen müssen, weil sie nichts anderes können, dann sollten sie wenigsten die Köpfe der Tiere wie Pflanzen aussehen lassen.

Herr Rashid, der sich durch die Präsentation von Mohammed-Karikaturen ausdrücklich nicht beleidigt fühlt, erwähnte, dass schon in den allerersten Moscheen figürliche Darstellungen fehlen, während die Wüstenschlösser der frühen islamischen Oberschicht durch solche Darstellungen durchaus bereichert wurden. Auf Münzen seien die davor üblichen Bilder von Köpfen oder ganzen menschlichen Gestalten erst seit Abd-El-Malik (646 – 705) durch Schriftzeichen ersetzt worden.

Auch im Christentum habe es Bilderfeindlichkeit gegeben, man denke nur an die Bilderstürmer aus dem 8./9. Jahrhundert in Byzanz und weiter im Nordwesten zur Zeit der Reformation. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts habe sich aber in der katholischen Kirche und ein wenig später auch im orthodoxen Christentum eine bilderfreundliche Linie durchgesetzt, wohl vor allem, um der Masse der Analphabeten das zu geben, was sie am meisten ansprach und was sie auch leicht verstehen konnten.

Im Islam (hier wurde explizit die Zerstörung der Buddhas von Bamiyan erwähnt) reicht bei menschlichen oder tierischen Darstellungen häufig schon das Abschlagen des Kopfes. Damit ist deren vermuteter Lebensodem ausgelöscht. Auch Bilder von unreinen Tieren (Affen, Schweine, Hunde) sind verpönt. Durch die technische Revolution im Westen wird seit kurzem auch die islamische Welt mit Bildern überflutet. Gibt es im Islam ein generelles Bilderverbot? Im profanen Bereich sind Bilder oft erlaubt, im spirituellen jedoch nicht. Herr Rashid schloss seinen Vortrag mit den Worten: „Ist das Bilderverbot im Islam nicht vielleicht nur ein Problem in westlichen Köpfen?“

Die erste Fragestellerin wollte wissen, warum Hunde im Islam unrein seien. Das war dem Referenten nicht wirklich bekannt. Die zweite Frage ging noch weiter. Wieso wurde nicht erwähnt, dass die Menschen außerhalb des Islams nach dieser Weltanschauung ebenfalls unrein sind und sogar noch unter dem Vieh stehen (9:28: „Oh Gläubige, wahrlich, die Götzendiener sind als unrein zu betrachten …“, 8:23: „Noch tiefer als das Vieh sind bei Allah die angesehen, welche taub und stumm und ohne Einsicht sind.“ 8:56: „Die Ungläubigen, welche durchaus nicht glauben wollen, werden von Allah wie das ärgste Vieh behandelt.“)?

Wieder keine Antwort, ganz im Gegenteil: Der Referent war durch die explizite Nennung der Koranverse irritiert. Er teilte ungehalten mit, dass er nun wirklich nicht den ganzen Koran auswendig könne, und ob der Fragesteller denn Islamwissenschaften studiert hätte, denn sonst könne er hier wohl kaum mitreden. Eine böse Frau hielt den Koran, ein Geschenk der König-Fahd-Akademie, hoch und sagte, hier sei alles nachzulesen. Frau Thissen wurde nervös und unterstellte dem Fragesteller Besserwisserei und das Herausbrechen einzelner Koranverse aus ihrem eigentlichen Zusammenhang. Ein „Koran-bashing“ wolle man hier nun wirklich nicht zulassen! Auf der anderen Seite wurde Herrn Rashids Nennung von 5:91 (siehe oben), ebenfalls also einem einzelnen Vers, natürlich akzeptiert (und das ist auch korrekt).

Sehr ungehalten reagierte Herr Rashid auch auf die Bezeichnung „Mohammedaner“ anstelle von „Muslim“. Das wird nicht gerne gehört. Dabei bedeutet „Muslim“ sinngemäß „ein sich Gott Unterwerfender“ und ist damit ein vollkommen unnötiger Kotau angesichts der vielen Widersprüche im Koran (auf die in anderen PI-Artikeln schon häufig hingewiesen wurde) und Versen wie 4:83: „Wäre der Koran nicht von Allah, so müssten sich viele Widersprüche darin finden“ oder 2:2: „Dieses Buch, es ist vollkommen (dies ist das Buch Allahs), nichts ist zu bezweifeln …“.

Ein aus Vorderasien stammender Muslim rügte gar den Islam: Das sei ein undemokratisches und ungerechtes System! Er fühle sich Deutschland verbunden und lebe gerne in diesem freien Land (hier handelte es sich um einen echten „Patrioten“, wie sich später herausstellte).

Im Zusammenhang mit den salafistischen Ausschreitung am 5. Mai 2012 in Bonn-Lannesdorf aufgrund des Zeigens der Mohammed-Karikaturen wies die PI-Reporterin, die als PRO-Mitglied bei dieser „Veranstaltung“ dabei war, darauf hin, dass es sich bei den bürgerkriegsähnlichen Aktionen der Vertreter der „wahren Religion“ um einen eindeutigen Angriff der Mohammedaner auf den deutschen Rechtsstaat gehandelt habe, wie dies ja auch in den nachfolgenden Prozessen zum Ausdruck kam, in denen die Angeklagten unmissverständlich zu verstehen gaben , dass sie unseren Rechtsstaat ablehnen und sich ihm nicht verpflichtet fühlen. Wie im Internet zu lesen sei, bekenne sich Herr Rashid aber eindeutig zum Grundgesetz. Die Fragestellerin wollte wissen, ob Herr Rashid somit aus Sicht der Mohammedaner nicht als Apostat anzusehen sei, da ja jeder Moslem grundsätzlich der Scharia verpflichtet ist, wie es ja auch seinerzeit von der DITIB-Muslimin Nigar Yardim während eines Vortrags in Bad Godesberg bestätigt wurde. In einem islamischen Land würden diese „Abtrünnigen“ ja dann auch hingerichtet. Herr Rashid geriet in Erklärungsnot.

Eine andere Teilnehmerin wollte wissen, warum sich die islamischen Vereinigungen nicht eindeutiger von salafistischer Gewalt distanzieren. Herr Rashid antwortete, dass er das auch nicht verstehe, dass sich aber Lügenbaron Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime deutlich von der Gewalttätigkeit der Salafisten distanziert habe. Frau Thissen wies darauf hin, dass sich die in Bonn lebenden Muslime ebenfalls mehrfach klar distanziert hätten, die Presse dies aber einfach nicht veröffentlichen wolle. Die Morddrohungen, die die PRO-NRW-Mitglieder, teils in Form einer Fatwa, erhalten haben, und das versuchte Bomben-Attentat auf den Parteivorsitzenden Markus Beisicht und Familie wurden nicht angesprochen. Dies geschah in einem kurzen Vieraugen-Gespräch mit einem dem Kirchenkreis nahe stehenden Islam-Fan, worauf dieser mitteilte, dass nicht nur die Mitglieder von PRO NRW Morddrohungen erhalten hätten, sondern es im Internet auch Morddrohungen gegen die Mitglieder des Evangelischen Kirchenkreises gebe. Oha, wer war das?

Zum Schluss zeigte Verena B. besagtem Islamversteher nur so zum Spaß (und passend zum Thema) eine muslimische Karikatur des Papstes, dem Blut aus dem Mund läuft. Der humorvolle, arabische Text auf der Abbildung wurde so übersetzt: „Das Schwein, Anbeter der Kruzifixe, betet einen am Kreuz geschlachteten Affen an. Hasser – böse – Teufel. Schlachtet ihn. Der Fluch Allahs über ihn. Schlächter, Blutsauger.“ Da rastete der Islam-Fan komplett aus und brüllte: „Sie stehen im Verfassungsschutzbericht, Sie sind eine Verfassungsfeindin!“ „Ja“, sagte Verena B., „ich bin eine Verfassungsfeindin, weil ich die Verfassung schützen und die Einführung der Scharia verhindern will!“ Herr X auf dem Höhepunkt seiner Rage: „Sie sind ja auch verhaftet worden!“ Ups, das wusste ich gar nicht. Fazit: Wenn sich ein Presbyter so massiv über eine religiöse Karikatur aufregt, kann es sich nur um einen verkappten Mohammedaner handeln! Allahu akbar! Schöner Abend, wieder was gelernt!




Die Kreuzzüge – Mythen und Fakten

Einen faktenreichen Überblick über die Hinter- und Beweggründe der christlichen Kreuzzüge liefert der Spiegel-Autor Matthias Matussek in einer Buchbesprechung von „Gottes Krieger“ des amerikanischen Religionssoziologen Rodney Stark. Die darin genannten historischen Tatsachen dürften auch für viele unserer Leser neu sein. „Rodney Stark denkt gar nicht daran, sich zu entschuldigen. Er rückt Mythen zurecht.“

Matussek weiter:

Zunächst den, dass die Kreuzzüge Gier-getriebene Beutezüge gewesen seien. Das Gegenteil ist der Fall, sie waren, das belegt Stark, der sichere Weg in den finanziellen Ruin, oft in den Tod. Sie waren eine Sache romantischer und frommer Idealisten.

Der legendäre Kreuzritter Gottfried von Bouillon etwa vermachte die Grafschaft Verdun an den französischen König, um sein Heer zusammenzustellen. Doch nicht nur Ritter – die geschätzte fünf Jahreseinkommen aufbringen mussten – auch viele einfache Leute schlossen sich dem Aufruf von Papst Urban an.

Der nächste Mythos ist der des Angriffs- und Eroberungskrieges. Dazu hatte bereits Gilbert Chesterton bemerkt, dass bereits lange bevor „die Ritter überhaupt von Jerusalem träumen konnten, die muslimischen Krieger auf Paris zuritten.“ Stark zeichnet die Eroberungszüge der islamischen Gotteskrieger im 7. und 8. Jahrhundert nach – durch Nordafrika, Spanien, Frankreich, wo sie schließlich durch Karl Martells gepanzerte Infanterie gestoppt wurden.

Im 9. und 10. Jahrhundert hatten sich verschiedene Kalifate im Mittelmeerraum fest etabliert, von wo aus die Krieger ihre Raubzüge unternahmen. Sie hatten dabei sogar die römische Peterskirche überfallen, was die Päpste begreiflicher Weise animierte, über das kanonische Waffenverbot nachzudenken.

Zum kompletten Artikel auf der „Achse der Guten“ gehts hier. Weitere gängige Vorurteile über die Kreuzzüge und ihre Widerlegung gibt es auf der islamkritischen Seite Deus Vult Caritatem nachzulesen.