Mit der Entscheidung der DZ Bank, dem Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken, sich aus dem Handel mit Derivaten von Agrarrohstoffen zurückzuziehen, hat sich in Deutschland nun fast die gesamte Branche freiwillig aus diesem Geschäft verabschiedet. Das geschieht nicht etwa klammheimlich und beschämt, sondern wird öffentlich inszeniert. DZ-Bank-Vorstand Lars Hille kündigte den Ausstieg in einem Brief an ihren bislang wohl heftigsten Kritiker an, den Chef der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch Thilo Bode. Damit gibt sie seiner Forderung nach, freiwillig auf dieses Geschäftsfeld zu verzichten. Ende letzten Jahres ist bereits die Commerzbank ausgestiegen. Das feiert sie jetzt in ihren Werbespots und präsentiert sich so als ethisch korrekte Bank der Zukunft.

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa liegen die Aussteiger damit genau auf der Wellenlänge der öffentlichen Meinung. 84 Prozent der Bundesbürger sind gegen das Geschäft mit Nahrungsmittelkontrakten. Banken, die nicht auf dieses Geschäftsfeld verzichten, werden inzwischen öffentlich an den Pranger gestellt. Dabei steht die in der Öffentlichkeit vorherrschende Stimmung durchaus in Widerspruch zu den Fakten. Die nun auch von vielen Banken übernommene Behauptung, der Handel mit Nahrungsmittelkontrakten treibe die Preise und sei verantwortlich für den Welthunger, stellt die Realität auf den Kopf. Außerdem zeigt sich im Erfolg der Kampagne gegen Nahrungsmittelspekulationen die problematische Tendenz der Gesellschaft, zur Sicherung von Wohlstand und gesellschaftlichem Fortschritt unabdingbare ökonomische Vernunft und wissenschaftliche Erkenntnis durch kurzsichtiges Moralisieren zu ersetzen… (Weiter bei Novo! Es ist schon erbärmlich, wie unsere Banken vor dummen NGOs kriechen und die Marktwirtschaft opfern. Wer setzt denn jetzt die Nahrungsmittelpreise fest? Mutti etwa? Alternativlos?)

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48 KOMMENTARE

  1. Ich glaube nicht, dass eine Beendigung des spekulativen Handels mit Nahrungsmitteln dienlich ist für eine Beendigung der verheerenden Bevölkerungsexplosion auf diesem Planeten.

  2. Ich könnte wetten dass demnächst bei „schwarz-rot-gold“ einfach das „rote“ nach oben und unten etwas verbreitert wird um die Prioritäten festzulegen. ^^

  3. Was die Leute nicht begreifen: Im spekulativen Rohstoffhandel werden Futures gehandelt. Und JEDER Future, den der Spekulant kauft, verkauft er vor Ablauf des Futures wieder. Der Futureshandel kann also den Preis nur kurzfristig nach oben treiben, sobald die Futures (Laufzeit ein paar Monate) verkauft werden, geht der Preis wieder runter.

  4. Wie wär es, wenn man erst mal den E10-Schwachsinn beenden würde?

    Festpreise für Lebensmittel würden nur dazu führen, dass es noch attraktiver wird, aus Nahrungsmitteln hoch suventioniertes Ethanol zu produzieren.

  5. Weil die große Mehrheit keine Ahnung hat, können die NGOs im Verbund mit den Medien die Massen manipulieren.

    Der Handel mit Rohstoff-Futures hat nämlich große Vorteile, weil die Erzeuger und die Käufer mit relativ stabilen Preisen rechnen können und Spitzen vermieden werden.

    Es ist so, als wenn ich im Sommer Heizöl auf Termin günstig kaufe und es mir im November liefern lasse.

    Es ist kein Geschäft mit dem Hunger, wie es der Luxus-NGO Bode behauptet, dass die Nahrungsmittel-„Spekulation“ Hunger auslöst.

    Dem ist nicht nämlich so, weil das Hunger-Phänomen vielmehr anzeigt, dass in den betroffenen Ländern zu wenig Nahrungsmittel angebaut werden bzw. viel zu viel Menschen leben.

    Das ist schlichtweg ÜBERBEVÖLKERUNG (!!!!!), wo noch Faulheit als weiterer Faktor hinzukommt.

    Im Übrigen sollten wir, siehe Ägypten, Russland, China, etc. die NGOs besser regulieren und für ihre Fehler haftbar machen.

    Denken wir dabei an die sterbenden, Wälder, Stickoxide, „die Sonne schreibt keine Rechnung“, etc.

    All das war erlogen und erstunken und wurde von den Gleichstrom-Medien transportiert.

    Warumm lassen wir uns so manipulieren?

  6. Es werden jetzt Kommentare kommen, die das Aussetzen der Spekulation mit Nahrungmitteln aus ethischen Gründen begrüßen. Es gibt aber kein alternatives Modell der Preisfestsetzung, dass nicht totalitär ist. Wenn zu wenig da ist steigen nun mal die Preise. Das Festsetzen von Preisen unabhängig vom Markt schafft keine Lebensmittel. Und wenn genug da ist muß die Subvention für Arme halt von anderen getragen werden. Das Riesenproblem ist aber, dass durch Eingriffe des Staates Fehlproduktionen in die Wege geleitet werden.

  7. Wie heisst das an der Börse:“Der Future und der Realwert fällt in der Zukunft zusammen.“
    Das heisst aber nicht unbedingt, dass man mit den Futures die Preise treibt. Man macht solche Spekulationen, um entweder an den Schwankungen zu verdienen oder sich als Lieferant oder Abnehmer Preise zu sichern.
    Die Spekulanten betrachte ich als eine Art Bandscheibe, sollte der Markt unerwartet drehen ist deren Geld einfach weg.

  8. Genau Kewil, und Spekulationen auf Immobilien treiben die Immobilienpreise auch nicht in die Höhe genau.

    Allerdings wirkt sich dieser Schwachsinn von Biosprit wesentlich deutlicher auf die Lebensmittelpreise aus. Und das wird zur „Weltrettung“ auch noch staatlich und EU seitens dick gefördert ohne das es auch nur den geringsten Beleg dafür gibt, dass es fürs Klima was bringt.
    Direkt Ökologisch ist es durch die zusätzliche Abholzung von Regenwald und Monokulturen sogar eine Verschlimmerung und bewirkt wahrscheinlich sogar das Gegenteil.

  9. Ich habe es so gelesen:
    Die Banken haben nie viel Geld aus dem Handel mit Lebensmitteln machen können.
    Wenn man nun durch Aufgabe des Geschäftes noch medienwirksam einen moralischen Bonus kreieren kann, ist das eine win win situation.

  10. Nein, Mutti kann das nicht alleine schaffen. Wir brauchen eine UN Behörde zur Preisfestlegung, die auch die gleichmäßige Verteilung von Lebensmitteln garantiert.

    Eine Schüssel Reis/Hirse, drei kleine Kartoffeln, oder einen Pappfladen pro Tag, pro Untertan – Nordkorea macht es vor.

    In Kitas und Generationenhäusern kann der mündige Bürger seine tägliche Ration in Empfang nehmen – eine aufgestellte Personenwaage kann beim Zuteilungsmanagement Empfänger, die das in detaillierten Listen festgelegte Idealbürgergewicht überschreiten ermitteln und an die Lebensmittelgerechtigkeitskontrollbehörden weiterleiten, die mit einem geeigneten Maßnahmenkatalog individuell zugeschnittene, verpflichtende Lösungsangebote erarbeiten.(Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt)

    Jährliche Bevölkerungsgewichtsberichte werden an die UN Behörden weitergeleitet, verglichen und die dear leaders dünnsten Bevölkerungen mit der Auszeichnung best practice – human weight watch ausgezeichnet.

    Lebensmittelverteilungsgerechtigkeit und Körpergewichtsgerechtigkeit sind Herausforderungen an die zukunftsfähige Gesellschaft, die wir als Weltfamilie nur gemeinsam bestehen können.

    Lebensmittel gehören weder in den freien Handel, noch unkontrolliert in die Hand des Bürgers, Lebensmittelgerechtigkeit ist ein Menschenrecht.

  11. In der UdSSR (RIP) gab es keine Spekulation auf z. B. Getreideernten. Basser wurde es dadurch nicht die Bohne, im Gegenteil, es wurde noch schlimmer und verstärkte den Effekt aus Planwirtschaft, Schlamperei, Nicht-Zuständigkeit und „Mir-doch-egal“. Wären nicht pausenlos Kanada und die USA mit ihren – auch dank Getreidespekulationen – hohen Erträgen als Versorger auch der UdSSR eingesprungen, hätte es dort Hungersnöte wie in Afrika gegeben.

    Noch mehr Hintergrund mit Eingehen auf den verlogenen Laden Foodwatch:

    http://theophilsblog.com/post/29409753085/spekulation-um-die-spekulation-mit-nahrungsmitteln

  12. #9 JeanJean (05. Jun 2013 10:24)

    Hast du mir einen Schreck eingejagt! Mach das nie wieder! Ich rollte hier nämlich gerade den Strang von unten hoch und las daher als erstes deinen letzten Satz „Lebensmittelgerechtigkeit ist ein Menschenrecht“ – und dachte entsetzt: „Was ist das denn für ein Knalli?“

    Glücklicherweise entpuppte sich das beim Weiterlesen als der Irrsinn, der es ist… 😉

  13. Die SPD und ihr Kanzler-U-Boot Steinbrück holt nun Yasemin Karakasoglu als türkische Ministerin in sein Schattenkabinett.

    Die SPD will bei den mehr als 5 Millionen Wählern mit Migrationshintergrund punkten.

    Nach Alice Schwarzer die Türkin und Bundesministerin in spe, ist Yasemin Karakasoglu

    „sehr, sehr eng mit der islamistischen Szene in Deutschland verbandelt“

    Die künftige Bundesministerin aus der islamischen Szene greift auch schon die Menschenrechtlerin, Autorin und Islamkritikerin Necia Kelek an:

    Mit solchen reißerischen Pamphleten würden eigene Erlebnisse und Einzelfälle zu einem gesellschaftlichen Problem aufgepumpt.

    http://www.bild.de/politik/inland/peer-steinbrueck/yasemin-karakasoglu-soll-steinbruecks-bildungsministerin-werden-30703778.bild.html

    Herzlich willkommen in der Zeit der gefährlichen Islamisierung Deutschlands. Danke SPD, danke Steinbrück. Was habt ihr dafür bekommen, ihr verkommenen Gestalten?

    Trotz der eindeutigen islamischen Unterwanderung auf höchsten politischen Ebenen der Bundesrepublik Deutschland, dürfte ein großer Teil der Deutschen SPD/Grün sowie die Linksfaschisten im Herbst wählen.

  14. So weit ich die Spekulation verstehe (abgeshen von den spekulativen Elementen und möglichen Auswüchsen) hat sie folgenden ökonomischen Sinn:
    Sie soll dem Produzenten eine gewisse Sicherheit geben, indem ihm ein Abnahmepreis garantiert wird. Der Produzent wird einen Abnahmepreis wollen, mit dem er leben kann. Der Spekulant trägt das Risiko für diesen Preis. Weiß nicht, wie ich es jetzt besser ausdrücken soll. Kann leider jetzt aus dem Stehgreif kein Beispiel erfinden, aber irgendwie so muß das ja sein. Die Spekulation wurde ja nicht von Linken oder Grünen erfunden, dann könnte man davon ausgehen, dass sie ökonomisch rein zerstörerisch wäre.
    So sichert die Spekulation halt dem Produzenten einen annehmbaren Preis, denn sonst könnte er ja nicht mehr produzieren. Einen Produktionsausfall, vielleicht auch bei Überproduktion (wie gesagt, ich habe jetzt kein Beispiel) trägt also u. U. der Spekulant. Spekulanten machen nämlich nicht nur Gewinne, sonst würde man sie ja nicht Spekulanten nennen.

  15. Durch Bürokraten festgelegte Preise sind das Ende jeder Wirtschaft.
    Der Ostblock hat sich damit in Grund und Boden reguliert und daran verreckt.
    Unsere Krankenversicherung ist auch ein schönes Beispiel wie künstliche Preise zu immer höheren Kosten, bei immer mieseren Leistungen führen.

  16. BevölkerungsMEGAexplosion der III. Welt – und verblödete Banker betteln um die Übernahme deren Schuld!
    TOLLHAUS

  17. Letztens hab ich irgendwo gelesen: „Noch nie haben so viele Menschen gehungert wie heute“. Könnte ne Spendenaktion gewesen sein.
    Daß wahrscheinlich auch noch nie so viele Menschen auf der Erde lebten und noch nie so viele auch ausreichend zu Essen hatten, ist natürlich uninteressant.

  18. Hinsichtlich des gesellschaftliche KO’s ist es übrigens hinsichtlich der ökonomischen Basis dasselbe Phänomen, wie mit dem Islam. So wie auch der Islam nicht das Grundproblem ist, sind auch die Blockupy-Leute und auch nicht der schwarze Block das Problem. Nicht einmal Medien und Politik, Nein dem Totalitarismus wird dadurch der Weg bereitet, dass die Kapitalisten selbst nicht mehr den Mut haben den Sinn und Nutzen ihres eigenen Systems zu verteidigen. Obwohl sie diesen Sinn eigentlich kennen müßten. Wobei ich mir da nicht sicher bin, ob sie den kennen, und nicht stattdessen im wesentlichen von den Auswüchsen dieses Systems gelebt haben und natürlich weiter leben. Wenn es keine Zivilcourage gibt, ist es halt aus.

  19. Auf jeden Fall brauchen wir mehr Subventionen für den flächendeckenden Anbau von „Energiepflanzen“ statt Nahrungspflanzen. „Landwirt“ ist out, „Energiewirt“ ist in.
    „Deutschland vermaist immer mehr und das finde ich einfach großartig !“ (Hat Trittin natürlich nicht gesagt.)
    Biogasanlagen produzieren mehr CO2 als moderne Kohlekraftwerke, vergiften die Bäche und explodieren gelegentlich.

  20. #16 ingres

    „Sie soll dem Produzenten eine gewisse Sicherheit geben, indem ihm ein Abnahmepreis garantiert wird.“

    Was aber will eine Bank mit Getreide?

    „Der Spekulant trägt das Risiko für diesen Preis.“

    Genau und wenn der Preis durch Spekulation künstlich hochgetrieben wird, will die Bank irgendwann das Getreide auch wieder möglichst ohne Verluste verkaufen. Dann wird es erst zum Problem.
    Wenn sich da „Interessenten“ die kein echtes Interesse am Produkt selbst haben, gegenseitig hochbieten, kommen Preise dabei heraus die nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun haben.

    Siehe Spanien wo Häuser und Wohnungen ohne ende gebaut wurden die jetzt leer stehen. Da spielen zwar noch andere Faktoren mit rein, aber vom Prinzip her sehe ich das Problem als gleich an. Wenn Leute auf etwas bieten ohne echtes Interesse, nur um daraus Gewinn zu erziehlen.

    Vielleicht würde es ausreichen wenn man einfach den großen Finanzinstitutionen das Spekulieren auf Nahrungsmittel verbieten würde.

  21. Es wäre gut, wenn sich die wieder mal inkompetenten Gutmenschen und „Qualitätsjournalisten“ einfach mal statt mit hysterischen Emotionen mit Fachargumenten auseinandersetzen würden.

    Aber das kennt man ja von vielen anderen Themen hier, Argumente sind den Gutmenschen ja viel zu anstrengend!

    Diesen hervorragenden Fachartikel sollte jeder lesen, der mitdiskutieren will, insb. „Aktivisten“ und Journalisten:

    http://www.staedelhanseatic.com/images/urania/074_080_im_2_2012_rohstoff-spekulanten.pdf

    Fazit: Nix dran an der Gutmenschen-These! Wahrscheinlich sogar eher das Gegenteil!

    Allein, daß für das Gros der Investoren aktuell große Rollverluste bei den Commodity-Kontrakten enstehen, zeigt, daß hier eher „eingezahlt“ wird!

  22. Ein Teilnehmer schrieb hier einmal über ein Gespräch mit einem indischen Professor. Der beklagte sich über das komplette Fehlen von Geburtenkontrolle bei moslemischen Indern…

  23. eine frage an euch:

    wie wäre es, wenn in zukunft nur noch solche zum handel mit nahrungsmitteln zugelassen würden, die auch wirklich etwas damit zu tun haben.

    z.b verkaufsgenossenschaften, grosshändler, direktabnehmer, etc?

    wäre das nicht eine weitaus bessere lösung gewesen?

  24. Mal ein paar grundsätzliche Anmerkungen:

    1. Durch die Schuldenkrise findet eine Kapitalflucht in Sachwerte statt, also z.B. Gold, Immobilien. Zu den Sachwerten gehört auch der ganze Bereich der Nahrungsmittelproduktion, angefangen bei den Ackerflächen. Nahrungsmittel werden immer gebraucht und werden in Krisenzeiten noch wertvoller. Dass Anleger in Krisenzeiten verstärkt in diesen Sektor investieren, ist Fakt.

    2. Der Nahrungsmark ist schon lange nicht mehr rein marktwirtschaftlich organisiert. Hier hat die EU durch die Agrarsubventionen und durch Mengenregulierungen sehr stark eingegriffen. Dieser Markt ist also EU-weit keineswegs „natürlich“.

    3. Was den deutschen Markt betrifft, kommt noch das Handels-Oligopol hinzu: wenige große Ketten kaufen die Produkte vieler kleiner Erzeuger auf. Dadurch lassen sich die Preise drücken.

    4. Nicht zuletzt spielt auch der Staat in diesem Gefüge eine Rolle, weil er die Nahrungsmittelpreise niedriger besteuert als die übrigen Waren.

    5. Vor einigen Jahren gab es in Deutschland eine gesetzliche Bestimmung, die Nahrung zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Ich weiß leider nicht, in welchem Gesetz es stand. Es kann sogar sein, dass dieser Passus Verfassungsrang hatte. Jedenfalls ist er mittlerweile verschwunden. Ich habe diesbezüglich alle in Frage kommenden Gesetze durchforstet. Die EU verlangt derweil von Deutschland, die Mehrwertsteuer zu vereinheitlichen. Ich denke also, dass sich bei uns die Nahrungsmittel noch weiter verteuern werden.

  25. #11 JeanJean

    „Lebensmittel gehören weder in den freien Handel, noch unkontrolliert in die Hand des Bürgers“

    So isses – leider! Mit Riesenschritten auf den Totalitarismus zu! Und einen Holodomor zum 2. Glänzende Zukunftsaussichten!

  26. #25 schweinsleber (05. Jun 2013 12:01)

    wie wäre es, wenn in zukunft nur noch solche zum handel mit nahrungsmitteln zugelassen würden, die auch wirklich etwas damit zu tun haben.

    z.b verkaufsgenossenschaften, grosshändler, direktabnehmer, etc?

    wäre das nicht eine weitaus bessere lösung gewesen?

    Das ist wieder eine halbe „Gutmenschenlösung“. Nein ich denke, bei der Spekulation, die ja dem Produzenten eine kalkulierbares Wirtschaften ermöglichen soll, kommt es ganz brutal nur auf Kapitalkraft des Spekulanten an. Der muß die Spekulation bei Verlust überleben können.Ein anderes System würde wahrscheinlich selbst bei gutem Willen nicht funktionieren. Und wenn theoretisch, dann wird es niemals diesen guten Willen geben. Aber ich lasse gerne mit mir diskutieren.
    Die Politik, eben auch die Regierenden betreiben jedenfalls reine Demagogie.

  27. Ich lese hier so oft „Bevölkerungsexplosion“.
    Das geht doch nicht. Ihr seid bestimmt der Propaganda vom Club of Rome aufgesessen. Alle Menschen der Erde könnten problemlos in Berlin Plantz finden. Hat mir ein PIler gesagt, dann muss es stimmen. Ausserdem brauchen wir mehr Fachkräfte und Deutschland stirbt langsam aus (hat die Volkszählung bewiesen).
    Also: wir brauchen mehr Bevölkerung. Denn die bringen mehr Bereicherung.

  28. Besonders gelungen ist auch die Überschrift „VERBOTEN!!!!“.
    Hat zwar mit dem was dann berichtet wird gar nichts zu tun, aber was solls.
    Wäre ja langweilig zu kritisieren, dass Banken nach eigener Entscheidung etwas tun. Das würde ja schon Antikapitalistisch klingen.

  29. #26 Al-Harbi (05. Jun 2013 12:03)
    1. Durch die Schuldenkrise findet eine Kapitalflucht in Sachwerte statt, also z.B. Gold, Immobilien. Zu den Sachwerten gehört auch der ganze Bereich der Nahrungsmittelproduktion, angefangen bei den Ackerflächen.

    #9 Logiker (05. Jun 2013 10:17)
    Allerdings wirkt sich dieser Schwachsinn von Biosprit wesentlich deutlicher auf die Lebensmittelpreise aus.

    Genauso ist es. Ergänzen könnte man noch den Regenerative-Energie-Wahnsinn insgesamt. Windkraft und Solar verursachen gigantische Kosten UND auch Landverbrauch. Besonders krass sieht man die Ahnungslosigkeit der Grünen u. a. beim Thema Bionahrungsmittelproduktion. Das soll einerseits besonders gefördert werden, aber gleichzeitig steigen die Landpreise (Pacht etc.) für die Landwirtschaft aus o. g. Gründen ständig weiter an. Selbst mit massiver staatlicher Förderung können Biolandwirte also immer weniger „Bio“ produzieren, ganz abgesehen von der „Sinnhaftigkeit“ von „Bio“.

  30. Man muß natürlich zwischen Derivaten und dem Terminmarkt unterscheiden. Der Terminmarkt auf das Produkt wird ja wohl weiter bestehen. Insofern müßte die Auswirkung des Derivate-Handels natürlich speziell untersucht werden.

  31. In der Welt von GutmenschIn ist folgendes „gut“: Sehr hohe Steuersätze (wegen der „gerechten Umverteilung“), ein wasserkopfartiger Staat (wegen der Arbeitsplätze außerhalb des „bösen“ Kapitalismus‘), Kleinkindbetreuung ab dem 1. Geburtstag (wegen der „Selbstverwirklichung“ von MenschIn), staatlich festgesetzte Preise (wegen der Eindämmung des „bösen“ Kapitalismus). Da GutmenschIn keine wahrhaft ethischen Werte hat, wird der Staat als Instrument der gesichtslosen Gemeinschaft der MenschInnen zum Heilsbringer stilisiert. GutmenschInnentum ist durch und durch eine Irrlehre!

  32. „Staat setzt Preise fest?“

    Damit hat man doch bereits in der DDR glänzende Erfahrungen gesammelt.

  33. #22 Logiker (05. Jun 2013 11:20)

    Die Bank kann natürlich nichts mit Getreide anfangen.

    Nein die Banken und andere SPekulanten stellen halt das Kapital zur Verfügung, damit der Poduzent sich absichern kann. Im Grunde genommen verzichtet der Produzent auf einen Teil seines Gewinns, um kalkuliert leben zu können.
    Die Bank wiederum will eben an den Schwankungen verdienen, wobei die genausogut verlieren kann. Das wäre also vollkommen überflüssig! Sie werden also ohnehin i. a. eine Put/Call Strategie verfolgen, wenn sie nicht unverantwortlich die Bank gefährden wollen. Im Grunde kann also eigentlich ein Spekulant die Preise überhaupt nicht beeinflussen, wenn er nicht den eigenen Untergang riskiert. Eine Preibeeinflussung kann nur in Sondersituationen passieren.

    Mein Kommentar zum Terminmarkt ist aber Quatsch, denn das ist ja der Derivatemarkt. Ein Terminmarkt ohne Derivate wäre ja ein Händler-Produzentenmarkt. Aber daran zeigt sich eben der Sinn der Derivatemarktes. Weder Produzent noch Händler können das Risiko eines garantierten Preises für die Zukunft tragen. Der Produzent will einen Preis von dem er leben kann. Der Händler kann nicht wissen, ob er das Produkt zu diesem Preis los wird. Zwischen denen würden also keine Preisvereinbarungen zustande kommen. Das klappt nur über den Spekulanten, der genug Kapital hat, um die Risiken zu tragen und sie Produzent und Händler abzunehmen. Es gibt ja auch Kassa-Märkte, wie z. B. Fisch- und Gemüsemärkte. Aber man kann wahrscheinlich nicht für alle Produkte Kassa-Märkte einrichten.

  34. Was mir allerdings ganz entgangen ist. Stand allerdings in anderen Kommentaren:

    Wenn sich die Banken zurückziehen, heißt das ja nicht, dass der Terminmarkt nicht weiter existiert. Ich weiß nicht wer da heute aktiv ist. Aber da werden ja auch wohl (Hedge)-Fonds aktiv sein. Und die werden das ja weiter betreiben und die Banken haben sie vielleicht ohnehin nur als Amateure belächelt. Obwohl natürlich auch die Fonds nur mit Wasser kochen können.
    Insofern würde sich das mit dem Banken-Rückzug relativieren, aber es ging ja vor allem mal wieder um das Ethik-Argument. Und da sehen die Banken m. E. doch vermutlich alt aus.
    Die Alternative wäre eigentlich nur der Staat als Spekulant, also der Steuerzahler.

  35. Offenbar ist die potentielle Kundegruppe der Menschen, die sich gutfühlen wollen, als Bankkunden, größer als die, denen alles schietegal ist. Demzufolge passt sich die Bank an.

    Zudem die Leute, denen alles schietegal ist, kein solches Trara veranstalten. Wobei wir wieder bei der Verhetzung wären und der Dummheit der Konservativen. Dann geht doch raus, um Himmelswillen, und veranstaltet eine Demo für die freie Marktwirtschaft und ungehinderte Spekulation mit Lebensmitteln und freut euch auf die Resonanz der Leute.

    Bankdirektoren sind keine weltfremden Idioten, die haben die Zeichen der Zeit erkannt. Und he, mein Bäcker backt mit Sonnenenergie! Na, da schmeckt das Brötchen gleich doppelt besser auch wenn es zweimal so teuer ist. 🙂

  36. #39 Karl Eduard (05. Jun 2013 14:34)

    Der Clou ist ja m. E., das zwar Einzelne mit Lebensmitteln spekulieren mögen. b>Aber insgesamt wird nicht mit Lebensmitteln spekuliert.
    Das Problem ist eben, dass nur die Linken lügen können. Es gibt nun mal keine wahren Lügen.

  37. #40 ingres (05. Jun 2013 15:21)

    Da fällt mir ein: Es gibt ja einen Film „True Lies“. Kenne den Film nicht. Wenn dort ersichtlich ist, wie man mit wahren Lügen die Systemlügner mattsetzen kann, wäre ich dabei.

  38. #30 ingres (05. Jun 2013 12:11)

    ein marktplatz ist meines wissens der ort, wo sich anbieter und käufer treffen um ihre waren gegen entgeld tauschen zu können.
    den wert der ware (preis) bestimmen sie selbst.
    das marktrecht wird von dem wahrgenommen, der den handelsort zur verfügung stellt.
    daher könnte er, wenn er wollte, den zugang zu diesem ort einschränken.

    der hacken an der sache ist, das nahrung eines der wichtigsten güter ist.
    ohne nahrung stirbt der mensch und gleiches gilt auch für den staat.
    staaten haben daher ein vitales interesse daran, dass die nahrungsmittelversorgung gesichert ist. hunger ist viele, sehr viele male erfolgreich als waffe eingesetzt worden.
    deshalb hat der staat seine finger in diesem markt.
    es ist auch eine erklärung, warum überhaupt die nahrungsmittelproduktion subventioniert wird.

    wer das nicht glauben will, der sollte sich diesen text einmal genau durchlesen:

    http://www.schweizerzeit.ch/0899/wahlen.htm

  39. Das allgegenwärtige Problem ist doch dabei, daß die Leute, denen es gut geht, sich auch noch gut fühlen wollen. Bei ihren Kaufentscheidungen, bei ihren Bankentscheidungen, und natürlich, ob ihr Strom GRÜN ist. Denen geht es nicht um die Ratio oder wer und ob überhaupt mit Lebensmitteln spekulieren kann. Denen geht es ums Bauchgefühl. Da sind die für rationale Erklärungen nicht offen, wenn sie auch sonst etliches offen haben. DAS sollte man überhaupt erst einmal als Fakt zur Kenntnis nehmen, bevor man über die Bank herzieht, die sich anschleimt.

    Das ist für die ein Wettbewerbsvorteil, wenn sie sagt, wir spekulieren nicht mit Lebensmitteln, egal ob das nun geht oder nicht. Die könnten auch behaupten, sie lassen keine süßen kleinen Elfen in ihren Tresoren schuften, nur ist die allgemeine Sorge um Elfen bei Gutmenschen derzeit nicht so ausgeprägt. Also nehmen sie den weltweiten Hungerleider. Außerdem könnte der Kunde einer Bank das prüfen: „Lass mich mal die Elfen sehen, unter welchen Bedingungen die bei Euch im Keller arbeiten müssen.“ „Aber gern doch.“

    Spekulationen zu durchschauen ist weitaus komlizierter. Für den Normalbürger. Der glaubt dann den empörten Aktivisten, die viel Wind machen. Denn wo Rauch ist, muß ja auch Feuer sein.

    Man sollte das, als jemand, der die Marktwirtschaft verteidigt, zur Kenntnis nehmen. Die Eine Bank wirbt mit höheren Zinsen und die andere sagt, na und, unsere Zinsen sind Schiete aber wir spekulieren nicht mit dem Essen. Nun aber mal ehrlich, würdet Ihr Euch dazu bekennen zu einer Bank zu gehen, die wegen ihrer Spekulationen mit Lebensmitteln, egal ob das geht oder nicht, jedenfalls wird das behauptet, für weltweiten Hunger sorgt?

    „Uuuuh, Deine Bank ist für den Hunger in Afrika verantwortlich, unglaublich, daß Du das unterstützt!“ Den dreistündigen Vortrag, den ihr ihm dann halten müßtet, um den Irrtum aufzuklären, die Zeit wird er Euch nicht geben.

    Unternehmen müssen zusehen, wo sie ihre Kunden herbekommen und anscheinend ist die Gruppe der potentiellen Kunden immens, die eine Bank für ein Wellnessinstitut halten.

  40. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa liegen die Aussteiger damit genau auf der Wellenlänge der öffentlichen Meinung. 84 Prozent der Bundesbürger sind gegen das Geschäft mit Nahrungsmittelkontrakten.

    Machen wir uns nichts vor und sprechen es mal ganz deutlich aus: Die absolute Mehrheit der deutschen Bevölkerung versteht gar nicht, wie Marktwirtschaft funktioniert, und ist aufgrund flächendeckender jahrzehntelanger sozialistischer Propaganda strikt dagegen. Einfachste Zusammenhänge von Angebot und Nachfrage werden nicht erkannt. Die Sozis haben uns fest im Griff. Eine Änderung ist nicht absehbar. Die Deutschen wollen es inzwischen so.

  41. Da kann man wegen der Gerechtigkeit und der ethischen korrektheit ja den Welthandel mit Nahrung gleich verbieten.

    Wo genug wächst, werden die Nahrungsmittel billig und wo zu wenig wächst, leben zu viele Menschen.

    Ob das dann unseren Gutmenschen besser gefällt?

  42. <<84 Prozent der Bundesbürger sind gegen das Geschäft mit Nahrungsmittelkontrakten.<<

    Ich auch!
    ———————————–
    #46 nicht die mama (05. Jun 2013 20:55)

    <<Wo genug wächst, werden die Nahrungsmittel billig und wo zu wenig wächst, leben zu viele Menschen.<<
    ……………………………………
    Es wächst nicht einfach so langhin. Man muss den Boden urbar machen, bearbeiten, säen, düngen, pflegen, ernten, bearbeiten, Saatbett vorbereiten usw…..

    Kein Mensch, ausser irgenwo in einem tropischen Busch, lebt von dem, was das so herumsteht.

    Das Spekulieren mit Nahrungsmitteln ist ein Verbrechen. Es sind wenige, die noch niemals einen Spaten in der Hand hatten oder eine Kuh gemolken haben, die durch die Spekulationen bestimmen, wer sich zu Tode hungert und wer nicht.

    Wenn jemand die Preise zu bestimmen hat, dann ist es der Erzeuger, der Bauer, der bei Wind und Wetter seine schwere Arbeit tut. Nicht überall sitzen sie nämlich in Riesentreckern mit Klimaanlage. Ist hier auch erst sein wenigen Jahrzehnten so.
    Dann käme es auch nicht dazu, dass jeder im Jahr 80 Kilogramm Lebensmittel in den Müll wirft. Und diese Reste dürfen nicht mal wieder verfüttert werden als Schweinesuppe, sondern werden verbrannt – auf befehl der EU.

    Eine erbärmliche Politik ist das.

    Ob das dann unseren Gutmenschen besser gefällt?

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