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Offenbach: Rabbi von „Jugendlichen“ attackiert

Die hessische Stadt Offenbach hat einen Ausländeranteil von 32 Prozent, 55 Prozent der Gesamtbevölkerung haben ausländische Wurzeln. Hier wird der offene Antisemitismus mittlerweile ganz ungeniert ausgelebt. Menachem Mendel Gurewitz (kleines Foto), Rabbiner der dort ansässigen jüdischen Gemeinde, wurde in aller Öffentlichkeit von einem Pulk „Jugendlicher“ beleidigt und bedrängt. Wie er bei haGalil.com schreibt, sei das kein Einzelfall. Es verginge keine Woche, ohne dass er oder seine Kinder aufgrund ihres Aussehens beleidigt würden. Auf der Straße würde man ihnen „Jude, Jude“ nachrufen, auch als „Schei… Jude“ werde er regelmäßig tituliert. UPDATE: Die Offenbacher Post berichtet inzwischen bei der Täterbeschreibung „von sechs bis acht südländisch aussehenden Jugendlichen“.

Am Montag dieser Woche wurde jedoch eine neue Eskalationsstufe erreicht. Während des Einkaufs in einem Offenbacher Einkaufszentrum rief eine Gruppe „Jugendlicher“ Rabbi Gurewitz „Jude Jude“ nach. Als dieser die Gruppe zur Beweissicherung fotografierte, wurde der Mann über Minuten massiv bedrängt. Passanten kümmerte das nicht. Als der Sicherheitsdienst eintraf, wurden allerdings nicht die Jugendlichen zurechtgewiesen, sondern der Rabbiner. Er habe sofort das Foto zu löschen, das er von der Gruppe gemacht habe. Die herbeigerufene Polizei wollte keine Anzeige vom Rabbiner aufnehmen. Die Jugendlichen behaupteten, den Rabbiner nicht beleidigt zu haben. Man wollte mit den Worten Jude, Jude nur einen Freund zurechtweisen, der geizig gewesen sei und der Gruppe nichts von seinem Essen habe abgeben wollen. Auch nach nicht erfolgter Amtshandlung setzten die Jugendlichen ihren Übergriff fort. Menachem Gurewitz wurde bedrängt und geschubst. Die Aggressoren verfolgten ihn und wollten Beweise dafür, dass er das Foto gelöscht habe. Erst als zufällig ein Freund auftauchte, zu dem er ins Auto steigen konnte, entkam er der Gruppe.

Die Beschreibung des Rabbis verwundert nicht. Niemand hilft, weil Passanten offenbar Angst haben, selbst zum Opfer zu werden. Wenn nicht dieses mal, dann trifft man einen der Gruppe vielleicht zu einer unpassenderen Zeit und wird angegriffen, scheinen die Befürchtungen zu sein. Die Polizei kennt diese und ähnliche Situationen im stark bereicherten Offenbach zur Genüge. Um sich nicht selbst den Anfeindungen ominöser jugendlicher Gruppen auszusetzen, wird oft parteiisch agiert.

Die linksradikale Webseite Publikative.org versucht währenddessen den Vorfall für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Den Artikel schmücken Fotos, die auf die NPD verweisen. Damit soll wohl suggeriert werden, bei dem Übergriff habe es sich um Rechtsextremisten aus dem Umfeld der NPD gehandelt. UPDATE: Inzwischen haben die Betreiber von Publikative.org das NPD-Foto wieder entfernt und durch eine antisemitische Karikatur der Kölner Klagemauer von Walter Herrmann ersetzt. Kein Wunder: Publikative.org gehört zur Amadeu Antonio Stiftung, die von der ehemaligen Stasispitzelin Anetta Kahane betrieben wird. Kahane hatte sich in der Vergangenheit für eine massive Einwanderung nach Deutschland eingesetzt. (lsg)