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Andere Meinungen: NDR-Redaktion in Panik

Die NDR-Reporterin Katharina Buss (Foto) ist in Panik. Unter einem der vielen Artikel auf der NDR-Homepage, die den Feminismus über den grünen Klee loben, fanden sich überdurschnittlich viele kritische Kommentare. Selbstredend wurden diese umgehend durch die roten Meinungswächter gelöscht. Die „Kulturwissenschaftlerin“ Buss scheint durch den Kontakt mit Andersdenkenden gleichwohl schwer aus dem psychischen Gleichgewicht geraten zu sein. In einem langen Artikel heult sie sich ausführlich über die bösen „Antifeministen“ aus – und zeigt, was für harmlose Kommentare beim steuermittelfinanzierten Staatsfunk einfach so wegzensiert werden.

Buss schreibt:

Die Kommentar-Funktion bei Online-Artikeln ist aus dem Internet längst nicht mehr wegzudenken. Die Leser von Beiträgen, etwa auf NDR.de, können durch sie ihre Ansichten äußern und direkt miteinander diskutieren. Doch immer wieder werden diese Foren auch für Anfeindungen und Beleidigungen missbraucht. Meist handelt es sich dabei um vereinzelte Kommentare. Doch manchmal organisieren sich auch Gruppen von Kommentatoren und nehmen ganze Foren für sich ein. Seit einiger Zeit zum Beispiel mit scharfen Angriffen gegen Feministinnen. Unter Artikeln, die sich mit Verhältnis mit Familienpolitik, Quotenregelungen oder anderen Geschlechterfragen beschäftigen, herrscht schnell ein hasserfüllter Kommentar-Tonfall.

„Brauchen wir Feminismus?“ – mit dieser Frage betitelte NDR.de einen seiner Online-Artikel Anfang des Monats. Darin wurde eine Gruppe von Frauenrechtlerinnen aus Hannover vorgestellt. Binnen kürzester Zeit fanden sich weit mehr als einhundert Kommentare auf der Seite.

„Wer braucht schon eine menschenverachtende Ideologie, die Männern ihre Männlichkeit austreiben will.“

„Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.“

„Frauen haben es schwerer? Unsinn, die werden überall gefördert.“

„Wie dem auch sei. Wir sind unterwegs. Dagegen ist nichts zu machen. Wir entreißen den Frauen und den Medien die Deutungshoheit. Das ist unser Geburtsrecht.“

Irgendwann kam die Redaktion von NDR.de nicht mehr hinterher, die Beiträge auf Verstöße gegen die Kommentarregeln zu kontrollieren. Sie sah sich schließlich gezwungen, das Forum ganz zu schließen, erläutert NDR Netzwelt-Experte Fiete Stegers: „Wir haben Richtlinien, welche Kommentare bei uns auf der Seite erscheinen dürfen und welche nicht. Ganz einfach: Strafrechtlich relevante Beiträge dürfen das nicht sein. Wenn jemand zu Gewalt aufruft, wenn jemand beleidigend wird gegen andere Personen. Es soll für alle eine fruchtbare Diskussion sein.“

Der Soziologe Hinrich Rosenbrock ist davon überzeugt, dass die ungewöhnlich hohe Anzahl grenzüberschreitender Kommentare kein Zufall war. Seiner Einschätzung nach hatte NDR.de Besuch von einer organisierten Gruppe von Antifeministen, die gezielt sogenannte Hate Speeches – zu deutsch Hass-Reden – gegen Frauen im Internet verbreiten. „Da wird zum Beispiel gegenseitig aufgerufen: ‚Hier gibt es einen Artikel zum Thema Geschlechterpolitik, kommentiert doch mal alle.‘ Dann ist es meistens so, dass einige Personen in diese Foren gehen und da ihre Meinung vertreten, aber auf eine Art und Weise, die andere Diskussionsteilnehmer ausschließt.“

Man kann sich geradezu bildlich vorstellen, wie der typische linke Gutmensch sich ausgeschlossen fühlt, wenn er irgendwo eine andere Meinung liest. Und das geht ja nun einmal gar nicht. Derartige „Hate Speeches“ müssen unter allen Umständen unterbunden werden. Weiter im Text:

Rosenbrock hat die Männerrechtsbewegung in Deutschland untersucht. Ihm zufolge handelt es sich bei ihnen um mehrere hundert Männer, die nach einem persönlichen Erlebnis extrem anti-feministische Haltungen angenommen haben – etwa nach einer Trennung. „Das ist ein Angriff auf ihre Männlichkeit. Um dem zu entgehen, gibt es dieses Konstrukt der männlichen Opferideologie, die sagt, alle Männer sind Opfer, und zwar in allen Lebenslagen, und Schuld daran ist der Feminismus“, erklärt Rosenbrock.

Wer gegen die Bevorzugung des schönen Geschlechts durch Frauenquoten ist, muss natürlich von seiner Alten sitzen gelassen worden sein. Klar, wie könnte es auch anders sein?

Nutzer mit anderen Ansichten werden Rosenbrock zufolge von den Antifeministen oft beschimpft und bedroht. Gleichzeitig versuchen sie mit ihrer Dominanz in Foren gezielt Einfluss auf die Berichterstattung von Journalisten zu nehmen, indem sie den Eindruck vermitteln, die Meinung der kompletten Leserschaft zu vertreten.

Noch ein schlimmer Skandal! Diese Nicht-Linken erdreisten sich auch noch, auf die politische Lage Einfluss nehmen zu wollen! Na, wo gibt es denn so was?

Feminismus-Kritiker wie Klaus Walter fühlen sich durch solche Vorwürfe ungerecht behandelt. Der Vorsitzende des Gleichberechtigungs-Vereins Agens meint, dass Männer in vielen Bereichen benachteiligt werden. Es sei sein gutes Recht, diese Meinung im Internet zu vertreten. Die Schließung ganzer Internet-Foren wegen einzelner Grenzüberschreitungen bedauert er: „Feminismus-Kritik muss erlaubt sein. Wenn andere diesen Dialog oder diesen Diskurs verweigern, ist das ausgesprochen schade. Das will nicht gehört werden. Das ist einfach vielleicht auch so was, was das Wohlfühl-Gefühl zerstört. Aber das ist nichts, was von uns aus käme. Wir möchten den Dialog, wir möchten die Auseinandersetzung. Anders geht es nicht.“

Soziale Netzwerke wie Facebook haben auf das Problem jetzt reagiert. In einer Stellungnahme gibt das Unternehmen zu, dass seine Strategie gegen frauenfeindliche Hate-Speech-Einträge gescheitert sei. Derzeit entwickle man ein neues Filtersystem.

Man kann nur hoffen, dass Facebook nicht das „Filtersystem“ des NDR übernimmt…

» Kontakt: ndr@ndr.de