1

Reichstag wegen roten Randalierern abgesperrt

Das Berliner Regierungsviertel ist heute großräumig abgesperrt. Es gibt zum 20. Juli ein Bundeswehrgelöbnis vor dem Reichstag. Aber das ist nur die Viertelswahrheit. Es würde ja genügen, ein Stück Wiese dort abzusperren. Stattdessen fangen die Barrikaden seit 12 Uhr schon direkt nach dem Brandenburger Tor an. Man kann gerade noch einen Meter durchgehen, dann steht man vor Eisengittern bis runter zur Siegessäule. Tausende Touristen sind dort den Tag über unterwegs und wollen weiter. Viele fragen die Polizisten, was los sei, und kriegen die falsche Antwort.

Deutsche Touristen hören das mit dem Gelöbnis und sind leicht verärgert, Ausländer denken an eine große Truppenparade, und die Polizisten mit ihrem wenigen Englisch geben ungenügend Auskunft. Auch die Bundeswehr versagt. Denn der Grund der überdimensionalen Absperrungen ist nicht das Gelöbnis, sondern rote Randalierer und Gesetzesbrecher, die das Ereignis auch mit Lautsprechern und Vuvuzelas von weither mit ihrem Geschrei stören wollen. Darum der weite Abstand – bis heute abend 22 Uhr ungefähr. Das Gelöbnis beginnt um 18 Uhr. Die JF berichtet:

Linksextremisten haben anläßlich des Gelöbnisses der Bundeswehr vor dem Reichstag am Sonnabend zu Protesten aufgerufen. Der Landesverband der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsgegner (DFG-VK) Berlin-Brandenburg kündigte an, vor der Neuen Wache in Berlin Unter den Linden ein Blutbad zu veranstalten.Hierzu wolle man Badewannen mit Blut füllen. „Die Neue Wache als Symbol preußisch-deutscher Militärherrlichkeit wie auch deren tödlicher Folgen ist ein passender Ort für unsere satirische Protestaktion. Wir werden einen Soldaten in voller Uniform in ein Blutbad zwingen…

Wegen diesen paar roten Rabauken werden Tausende Besucher teuer per Gitter abgedrängt und wissen nicht, daß sie es nur linken Irren zu verdanken haben.