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Rostock: Wegen „Thor Steinar“-Hose verprügelt

Weil er eine „Thor Steinar“-Hose trug haben in Rostock mehrere Linksextremisten einen 29-jährigen Mann und dessen 17-jährigen Begleiter angegriffen. Die Gewalttäter kamen gerade aus dem Peter-Weiss-Haus, einem lokalen Treffpunkt der „Antifa“, als ihnen die Hose des Mannes auffiel. Sie schlugen ihm das Handy aus der Hand und auf den Hinterkopf. Als das Opfer bereits am Boden lag, malträtierten die Täter es mit Tritten und zogen ihm anschließend das Kleidungsstück aus. Der 17-Jährige blieb weitgehend unverletzt.

Die Polizei schreibt:

Der 29-jährige Geschädigte ging zusammen mit einem 17-jährigen Jugendlichen durch die Doberaner Straße. Sie beobachteten, wie aus dem dortigen „Peter-Weiss-Haus“ eine Gruppe von jungen Männern kam.

Aus dieser Gruppe heraus forderte ein junger Täter den Geschädigten und seinen Begleiter auf, die Örtlichkeit schnell zu verlassen. Ohne jedoch eine Reaktion abzuwarten, schlug der Tatverdächtige dem geschädigten Rostocker das Handy aus der Hand. Ein weiterer Täter schlug dem jungen Geschädigten auf den Hinterkopf.

Dieser fiel sofort zu Boden. Hier traten dann mehrere Tatverdächtige auf ihn ein. Wenig später zogen sie dem am Boden liegenden Mann auch noch die Hose der Marke „Thor Steinar“ aus. Die Tatverdächtigen ließen vom Geschädigten ab, drohten jedoch mit weiteren Schlägen und Tritten, falls er die Hose aufheben würde. Der Geschädigte erlitt neben dem Stehlschaden von etwa 200 Euro auch Schürfwunden am linken Unterarm. Er klagt auch über Schmerzen im Bereich der Brust und rechten Rippen.

Ein weiterer Täter trat dem 17-jährigen Begleiter von hinten in die Wade. Er blieb glücklicherweise unverletzt.

Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen wegen Raub, Nötigung und Körperverletzung aufgenommen.

Hinweis der Bevölkerung zur Tathandlung und/oder zu den Tätern nimmt das Polizeipräsidium Rostock unter der Telefonnummer 038208/888 2222, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Der Trägerverein des Peter-Weiss-Hauses, in dessen Räumlichkeiten am 8. Mai auch eine gewaltverherrlichende Szeneband aufgetreten sein soll, ist übrigens gemeinnützig…

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(Foto oben: Peter-Weiss-Haus in Rostock)