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„Wahlkampf“ in Bonn

BonnAm Hochstadenring (Bonn-Nord), wo das Foto aufgenommen wurde, entsteht derzeit eine weitere Moschee der Türkisch Islamischen Gemeinde zu Bonn des DITIB-Vereins. Das Erdgeschoss, das später auch eine Buchhandlung, Toiletten und Waschräume beherbergen wird, steht bereits. Außerdem sind 25 Parkplätze vorgesehen. Die zwei Geschosse darüber sowie Minarett und Kuppel existieren vorerst nur auf den Architekten-Plänen. Im ersten Stock werden der Gebetsraum der Männer sowie ein Konferenzraum für Seminare und Vorträge nebst Küche entstehen. Das künftige Lernzentrum, das auch Gebets- und Konferenzraum beherbergen soll, wird wahrscheinich Ende 2014 fertiggestellt sein – ein Jahr später als geplant.

(Von Verena B., Bonn)

Finanziert wird das 1,6-Millionen-Euro-Projekt durch Spenden und Beiträge der rund 250 Mitglieder. Alles würde aus der eigenen Tasche bezahlt, versicherte Mehmet Akser, Vorstandsmitglied der Gemeinde. Weder aus der Türkei noch von der Stadt Bonn käme Unterstützung in Form von Geldern. Aber das sei auch nicht nötig. Bald werde es eine Veranstaltung geben, bei der der Vorstand die Vereinsmitglieder befrage, was einzelne Personen konkret auf ihre Rechnung übernehmen möchten, sagte Akser im Mai dieses Jahres.

„Zum Beispiel fragen wir dann, wer die Wasserhähne bezahlen möchte“, erklärte Akser das Prinzip. Ein Kredit bei einer Bank, um die Moschee schneller fertig zu stellen, käme jedoch für die Glaubensgemeinschaft nicht in Frage. Zinsen ließen sich nicht mit der Religion vereinbaren.

In unmittelbarer Nähe des Hochstadenrings wurde am 24. Mai dieses Jahres unter dem Jubel der lokalen Islamlobby in der Brühler Straße die erste Bonner Protz-Moschee eingeweiht (PI berichtete).

Bonn-Nord ist gleichzeitig auch die Hochburg der antifaschistischen Szene (Kult41), die sich stets gerne mit muslimischen Demokratiefeinden solidarisiert. Plakate dieser Art werden aber natürlich nicht verhindern können, dass sich die einheimische Bevölkerung gegen die Islamisierung ihrer Stadt zur Wehr setzen wird, die auch in den Stadtteilen Bonn-Nord und Tannenbusch bereits besonders fortgeschritten ist.

PRO DEUTSCHLAND demonstriert im Rahmen ihrer Wahlkampftournee am Montag, 2. September, von 14.30 bis 16.30 Uhr vor der Salafisten-Moschee Al-Mushinin in Bonn-Beuel, Schwarzer Weg 40, anschließend von 16.30 bis 18.30 Uhr vor dem Deutsch-Türkischen Kulturverein (Graue Wölfe) in der Ellerstraße 99 und von 18.30 bis 20.30 Uhr vor dem Kult41 und der DITIB-Moschee am Hochstadenring 43.

Der General-Anzeiger kündigte lediglich die Veranstaltung vor der DITIB mit falscher Terminangabe als eine „Veranstaltung der rechtspopulistischen und islamfeindlichen Pro NRW“ an und schreibt weiter:

Auch die Gegendemonstranten machen sich schon bereit. So werden bereits Flyer verteilt, in denen zu einer Protestkundgebung aufgerufen wird, auch beim sozialen Netzwerk Facebook laufen die Planungen auf Hochtouren. Allerdings ist bisher keine Gegendemo bei der Polizei angemeldet worden.

Auch in Bonn bleibt es bei der Forderung: Keinen linken, keinen rechten und keinen muslimischen Extremismus in unserer Stadt!