1

Andrea Röpke referierte vor „Autonomen“

Die Journalistin Andrea Röpke (Foto) hat nach Informationen von PI regelmäßig vor autonomen Linksextremisten referiert. Das Niedersächsische Landesamt für Verfassungsschutz fertigte demnach in der Zeit von 2006 bis 2012 mehrere Vermerke zu den Aktivitäten der Morsumerin und ihrer gewaltbereiten Zuhörerschaft an. Als Röpke schließlich 2012 bei der Behörde schriftlich Auskunft über zu ihrer Person gespeicherte Daten verlangte, wurde es den Verfassungsschützern offenbar aufgrund der guten medialen Vernetzung der 48-Jährigen zu heiß: Die Datensätze wurden gelöscht.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch hatte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) von insgesamt sieben Journalisten, zu denen Informationen gesammelt worden seien, gesprochen. Er berichtete von „eklatanten Versäumnissen des Verfassungsschutzes“ für die – wie könnte es anders sein – Amtsvorgänger Uwe Schünemann (CDU) die Verantwortung trage. Kleines Geschmäckle: Der vermeintliche „Skandal“ war intern bereits seit März bekannt, Pistorius ging mit ihm aber erst diese Woche, kurz vor den wichtigen Wahlen in Hessen und im Bund, an die Öffentlichkeit.

Auch, dass sich der Furor der linksliberalen Einheitspresse reflexartig gegen den Verfassungsschutz richtet, scheint kritikwürdig. Andrea Röpke, die der von DKP-Kadern geführten VVN-BdA angehört und deren Anwalt in ihrem Auftrag mit der kommunistischen „Jungen Welt“ spricht, scheint hingegen über jede Kritik erhaben und wird regelmäßig schlicht als harmlose „Rechtsextremismusexpertin“ vorgestellt. Da scheint ihre eigene Wahrnehmung schon deutlich näher an der Realität zu sein. Gegenüber dem NDR äußerte Röpke:

Ich habe die Anfrage 2012 über meinen Anwalt stellen lassen, weil ich den Verdacht hatte, dass da was sein könnte. Als dann der Brief kam, der besagte, dass es keine Akte gebe, habe ich mich gewundert, ehrlich gesagt.