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Frankfurt: Wenig Salafisten, viel Polizei

Enttäuschung für Pierre Vogel: Beim heutigen „2. Islamischen Friedenskongress“ am Frankfurter Roßmarkt fanden sich statt der erwarteten 2.000 nur etwa 700 Salafisten ein. Bislang verlief die von einem Großaufgebot der Polizei bewachte Veranstaltung (Foto) ohne Zwischenfälle. Höhepunkt von Vogels fragwürdiger Rede war die Feststellung, niemand könne „einen Beleg dafür bringen“, dass er zur Gewalt aufrufe.

Mit dem hessischen Landtagsabgeordneten Ismail Tipi (CDU) hatte sich nur ein einziger namhafter Politiker zum Protest gegen die Salafisten eingefunden. Ansonsten sind nur wenig bekannte Mitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) vor Ort. Bei einer Gegenkundgebung der islamkritischen Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) an der Frankfurter Hauptwache wurde der bekannte Islam-Kritiker Michael Mannheimer gesehen.

Die Frankfurter Ordnungsbehörden hatten die heutige Veranstaltung zuerst verboten, was jedoch vom Verwaltungsgericht für nichtig erklärt wurde. Auch eine Beschwerde der Stadt Frankfurt gegen dieses Urteil beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte keinerlei Erfolg. Dass Veranstaltungen dieser Art hauptsächlich zur finanziellen Unterstützung von Terroristen in Syrien und zur Rekrutierung neuer Jihadisten dienen, war für die Verwaltungsrichter ohne Bedeutung. (ph)