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Hannover: CDU-Politiker für Kopftuchpolizistinnen

Wird Hannover demnächst mit mohammedanischen Kopftuch-Polizistinnen bereichert? Zumindest für den Oberbürgermeisterkandidaten der CDU, Matthias Waldraff (Foto), ist dies sehr gut vorstellbar. Er forderte bei einer Podiumsdiskussion, zu der das Migrantennetzwerk MISO eingeladen hatte, „ein Maximum an Toleranz“ von den angestammten Niedersachsen. Und selbstverständlich soll es auch pauschal die doppelte Staatsbürgerschaft, möglichst eine Ausländerquote bei Jobs und das Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger bei Kommunalwahlen geben.

Die Hannoveresche Allgemeine berichtet:

Muslimischen Polizeibeamtinnen, die Kopftücher tragen – eine solche Vision ist den vier Oberbürgermeisterkandidaten nicht fremd. Insbesondere Matthias Waldraff (CDU) und Lothar Schlieckau (Grüne) versicherten bei einer Podiumsdiskussion im Kulturtreff Hainholz am Dienstagabend, dass sie „ein Maximum an Toleranz“ fordern.

Hannover. Linken-Kandidatin Maren Kaminski vertrat eine skeptische Haltung. „Wir müssen auch über die Symbolik des Kopftuchs debattieren“, sagte sie. Stefan Schostok (SPD) vermittelte: „Es ist eine Frage der Haltung, wie religiösen Symbole getragen werden.“

Und weiter:

Einig waren sich die vier Bewerber um den Chefposten im Rathaus in den grundsätzlichen Fragen zur Integrationspolitik. Nicht-EU-Bürger sollten an Kommunalwahlen teilnehmen dürfen. „Es kann doch nicht sein, dass ein Türke viele Jahre in Hannover lebt, Steuern zahlt, aber nicht zur Wahl gehen darf“, sagte Waldraff. Auch die doppelte Staatsbürgerschaft sei notwendig, um Migranten besser zu integrieren. Nicht wenigen unter den Zuschauern stand nach dem Beitrag des CDU-Mannes die Überraschung ins Gesicht geschrieben. „Ich weiß, dass ich in diesen Punkten nicht mit der Bundes-CDU konform gehe“, erklärte Waldraff.

Doch wie können mehr Migranten am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilhaben, wollte HAZ-Moderatorin Kormbaki wissen. Wichtig sei es, da waren sich die Politiker einig, dass noch mehr Einwanderer höher qualifizierte Jobs bekommen, auch bei der Stadtverwaltung. „Wir brauchen in der Verwaltung eine Quotenregelung bei den Auszubildenden“, sagte Grünen-Kandidat Schlieckau. Von einer Quote hielt Schostok wenig, denn sie sei nicht sanktionierbar.

Zu guter letzt sollen noch mehr Mohammedanerinnen vor den lüsternen Blicken der Ungläubigen beim Badevergnügen geschützt werden:

Am Ende verlangten die Zuhörer Antworten auf lebenspraktische Fragen. „Könnten Sie sich vorstellen, die Bademöglichkeiten für muslimische Frauen ausweiten?“, wollte eine junge Frau wissen. Im Vahrenwalder Bad gebe es an einem Nachmittag ein solches Angebot, aber da drängten sich dann ähnlich viele Menschen wie beim Umrunden der Kaaba in Mekka. „Wir kommen nicht umhin, auch in anderen städtischen Bädern Zeiten für muslimische Frauen anzubieten“, sagte Waldraff.

Diesbezüglich stellt sich für uns die Frage, wo hier die Gleichberechtigung für die Mohammedaner-Männchen bleibt? Ist es für diese nicht auch eine Zumutung, von ungläubigen Frauen angeschaut zu werden, oder eventuell die Kuffar-Damen sogar anschauen zu müssen? Wo bleibt die Forderung nach einem Badetag rein für Moslem-Männer?

Manfred Kleine-Hartlage schreibt in seinem Buch „Warum Ich kein Linker mehr bin“ auf Seite 65:

Das Wort „Toleranz“, das vom lateinischen „tolerare“ (dulden, erdulden) kommt, impliziert, daß das, was da toleriert werden soll, etwas Unangenehmes ist. Zu einem Freund, der ihm willkommen ist, wird kein Mensch sagen „Ich toleriere dich in meinem Wohnzimmer“. Das Wort „Toleranz“ enthält das Eingeständnis einer Zumutung.

Kontakt:

Matthias Waldraff
CDU Kreisverband Hannover-Stadt
Walderseestraße 21
30177 Hannover
Telefon: (0511) 397870
Fax: (0511) 39787 60
E-Mail: matthias.waldraff@cdu-hannover-stadt.de