1

Meisner warnt vor türkischer Parallelgesellschaft

Immer wieder hat er sich in der Vergangenheit durch Äußerungen jenseits der politischen Korrektheit einen Namen gemacht. Geboren 1933 im niederschlesischen Breslau hat Joachim Kardinal Meisner aus seinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht.

(Von Marsianer)

Unvergessen seine Dreikönigspredigt 2005, in der er u.a. geäußert hatte:

Es ist bezeichnend: Wo der Mensch sich nicht relativieren und eingrenzen lässt, dort verfehlt er sich immer am Leben: zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht. Abtreibung und Euthanasie heißen die Folgen dieses anmaßenden Aufbegehrens gegenüber Gott. Das sind nicht soziale Probleme, sondern theologische. Hier kommt das erste Gebot ins Spiel: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“, d. h. du sollst dich nicht selbst zum Gott machen, der sich Verfügungsrecht über seinen eigenen Leib und über das Leben anderer anmaßt. „Das Licht leuchtet in die Finsternis“ (Joh 1,5), das ist kein harmloses Geschehen. Entweder nehme ich es auf, dann gehe ich erleuchteter durch die Welt oder ich verschließe mich ihm und werde noch dunkler als bisher.

Nun hat er sich wieder eindrücklich zu Wort gemeldet, in dem er vor der türkischen Parallelgesellschaft in Köln gewarnt hat. Zwar hat Meisner den Bau der Großmoschee in Köln-Ehrenfeld gerechtfertigt, aber hinzugefügt, dass in dem Komplex auch Einrichtungen wie eine Bank und Kaufhäuser entstünden. Wenn es darum gehe, die türkische Kultur zu exportieren, diene das nicht der Inkulturation der Muslime. Zudem hat er die Entrechtung von Christen in der Türkei angeprangert. Er habe mehrfach das Problem gegenüber türkischen Politikern zur Sprache gebracht und auch mit Ministerpräsident Erdogan habe er gesprochen. Und obwohl ihm alles Mögliche versprochen worden sei, sei nichts geschehen. Hier geht es zum Artikel des Kölner Stadtanzeigers.