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NRW: Würselen hat jetzt einen Muezzin-Ruf

Auch die nordrhein-westfälische Kleinstadt Würselen bei Aachen ist am 13. September mit dem erstmals zu hörenden Muezzin-Ruf „Allahu akbar“ ins Zeitalter multireligiöser Beschallung eingetreten. Der Stadtrat hatte im Sommer dieses Jahres den Antrag der DITIB auf einen Muezzin-Ruf stattgegeben. Der Muezzin-Ruf soll „vorerst“ nur einmal wöchentlich freitags erfolgen. Gestern war es erstmals soweit!

(Von Johann M.)

Der Muezzin-Ruf wird auch in Würselen von der Politik und den Stadt-Honoratioren dem kritischen Anwohner als ein Zeichen von „Vielfalt“ und „kultureller Bereicherung“ verkauft. So lässt Bürgermeister Arno Nelles (SPD), der ein Jahr in Saudi-Arabien lebte, vollmundig verkünden: „Die Türkisch-Islamische Gemeinde leistet einen wertvollen Beitrag zur religiösen Vielfalt in der Stadt und hat ein vitales Interesse, dem Glauben Ausdruck zu verleihen.“

Der Iman Ziyadtin Cplak fügt dem hinzu, der Gebetsruf sei enorm wichtig, denn ohne Gebetsruf dürfe ein Muslim gar nicht beten. Den Stellenwert des Gebetsrufes könne man auch daran ermessen, dass er jedem Neugeborenen in der muslimischen Gemeinde direkt ins Ohr gesagt werde. Weiterhin fügte der Iman auch sogleich eine neue Forderung an die deutsche Gesellschaft hinterher: Er würde es begrüßen, wenn das Land muslimische Feiertage wie Ramadan und das Opferfest als gesetzliche Feiertage anerkennen würde.

Und schließlich wusste der Stadtrat, dass der Antrag eine Sache sei, die nach dem Landesimmissionsschutzgesetz zu bewerten sei. Das Bundesverwaltungsgericht habe entschieden, dass Gebetsrufe in jedem Falle dann zulässig seien, wenn die Grenzwerte der TA Lärm eingehalten würden. Bei der beabsichtigten Anlage sei davon auszugehen, dass die genannten Grenzwerte eingehalten würden. „Damit ist der Gebetsaufruf zulässig und bedarf keiner Genehmigung!“

So einfach geht das heutzutage in Deutschland unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit. Die Anwohner werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Bestenfalls werden sie noch über die bevorstehende kulturelle Bereichung via Flugballt informiert.

Bürgermeister Nelles (Foto l.) glaubt in der Tat, dass der Gebetsruf ein Zeichen von Toleranz sei, das eine offene Gesellschaft setzen müsse. Ähnlich redet sein Vorgänger als Bürgermeister von Würselen, Martin Schulz, als amtierender Präsident des Europa-Parlamentes, wenn andere EURO-Länder ihre Zechen nicht begleichen – dann sollen wir Deutschen tolerant und solidarisch sein.

Menschen wie Arno Nelles arbeiten also konstruktiv mit daran mit, die eigene Kultur und Identität zurückzudrängen, um Platz zu schaffen für eine Ideologie, die keine Toleranz mit Andersdenken kennt. Aber vielleicht hat er ja in Saudi-Arabien nicht sehen wollen, was dort zuhauf an Unmeschlichkeit im Alltag unter der Scharia abläuft. Solange Muslime ein Minderheitenpotenzial in Deutschland und Westeuropa stellen, wird der friedliche Islam propagandiert, der seine fundamentale Ausbreitung und gesellschaftliche Legitimation durch Aushöhlung der toleranten westlichen Gesetzgebung friedlich vorantreibt, unterstützt von einer politischen Nomenklatura, die in ihrem eigenen politisch korrektem Zeitgeist gefangen scheint, bar jede Realität zu erkennen. Wie borniert muss ein Bürgermeister eigentlich sein, wenn er ein Jahr in Saudi-Arabien verbracht hat und den Islam als Bereichung für eine aufgeklärte westliche Gesellschaft bezeichnet?

» Kontakt: buergermeister@wuerselen.de

Weiterführende Links:

» Protest von Pro NRW gegen Muezzinruf in Würselen
» Aachener Zeitung (lügt): Große Sympathie für ersten öffentlichen Muezzinruf


Infos zum Muezzinruf in Würselen

Der Gebetsruf von maximal fünf Minuten soll freitags im Januar bis März zwischen 12.30 bis 13.15 Uhr, April bis Oktober um 14.30 Uhr und von November bis Dezember zwischen 12.30 bis 13.15 Uhr auf Arabisch erfolgen. Der Gebetsruf lautet übersetzt auf deutsch:

Allah ist der Größte!
Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt!
Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist!
Kommt zum Gebet!
Kommt zum Heil!
Allah ist der Größte!
Es gibt keinen Gott außer Allah!

Zahlen und Fakten:

Würselen fand erstmals urkundlich Erwähnung vom 17. Oktober 870 im goldenen Buch der Abtei Prüm. Würselen ist also über 1000 Jahre christliches Abendland. In Würselen leben etwa 38.000 Menschen. Es gibt eine große Moschee (Türken sagen dazu Camii). Und von dieser Moschee soll auch der Muezzin-Ruf erfolgen.

Schüler und Konfession (2012):

Insgesamt: 4715

Katholisch: 2970 63%
Evangelisch: 703 15%
Islamisch: 458 10%
Sonst: 112 2%
Ohne: 474 10%

Grundschüler und Konfession (2012):

Insgesamt: 1494

Katholisch: 839 57%
Evangelisch: 199 13%
Isamlisch: 184 12%
Sonst: 36 2%
Ohne: 237 16%

Zum Vergleich – Köln:

Insgesamt: 102205

Katholisch: 38122 37%
Evangelisch: 15795 16%
Islamisch: 22638 22%
Sonst: 6412 6%
Ohne: 19238 19%

Grundschüler und Konfession (2012):

Insgesamt: 34080

Katholisch: 11570 34%
Evangelisch: 4828 14%
Isamlisch: 8183 24%
Sonst: 2202 2%
Ohne: 7297 16%

(Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen)

Man kann folgendes konstatieren:

• Die Konfessionslosen nehmen zu, besonders verliert die katholische Kirche im Rheinland stark.

• Der Anteil junger Muslime wächst in den Kleinstädten im Rheinland etwa zwischen 2% bis 3% alle sechs Jahre (gilt z.B. auch für Stolberg und Eschweiler 3%).

• Der Anteil junger Muslime wächst in den Großstädten im Rheinland etwa zwischen 2% bis 3% alle sechs Jahre (gilt z.B. auch für Düsseldorf 3%).

• Auch in den ländlichen Regionen wächst der Anteil junger Muslime etwa mit 3% alle sechs Jahre, hat aber aufgrund der relativ kleinen Zahl dort noch eine starke statistische Streuwirkung.

Kleinstädte eigenen sich recht gut, um abzuschätzen, wie sich in 30 Jahren oder 60 Jahren der muslimische Anteil an der gesamtdeutschen Bevölkerung bemessen wird. Großstädte werden aller Voraussicht nach in 20 – 30 Jahren riesige muslimische Enklaven beherbergen.

NRW Schüler:

Gesamt: 2 090 619
Islamisch: 273 861 13%

Grundschüler:

Gesamt: 652 445
Islamisch: 100 095 15%

NRW Einwohner

Gesamt: 17.554.329
Islamisch: 1.500.000 9%

Bei einem linearen Wachstum von rund 2% bis 3% Prozent alle sechs Jahre werden dann in 20 Jahren in NRW etwa 15% bis 18% Muslime leben. Bei einem linearen Wachstum von rund 2% bis 3% Prozent alle sechs Jahre werden dann in 40 Jahren in NRW etwa 24% bis 30% Muslime leben. Weitere Zuwanderungen sind dabei nicht mit erfasst.

• 28 % der Muslime leben von Transferleistungen (Anmerkung: = jährliche Kosten von mehr als 5 Mrd. Euro in NRW)
• Muslime weisen ein signifikant niedrigeres Bildungsniveau als die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften auf
• Besonders gläubige Frauen, die Kopftuch tragen, leben vergleichsweise abgeschotteter, verfügen über schlechtere Sprachkenntnisse und sind seltener erwerbstätig sind als Musliminnen ohne Kopftuch
• 65 Prozent der Muslime sind türkischstämmig