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SPIEGEL: „Rechte Unterwanderung“ der AfD

kruse„AfD-Landesverbände fürchten rechte Unterwanderung“ – das zumindest behauptet heute der SPIEGEL. Und als Zeuge für diese angebliche Befürchtung der Landesverbände benennt er „zufälligerweise“ einen als politisch links bekannten Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD).

(Von Peter H., Mönchengladbach)

„Es lässt sich leider nicht leugnen, dass sich in mehreren Ländern systematisch rechte Gruppen formieren, die auf Inhalte und Image unserer Partei Einfluss nehmen wollen. Wenn wir nicht handeln, könnten diese Leute unbehelligt Unterstützer für die Parteitage nach der Wahl sammeln.“

Mit diesen Worten warnt Jörn Kruse (Foto l.), Sprecher der Hamburger AfD, vor einer „rechten Unterwanderung“ seiner Partei. Auch wird die baden-württembergische AfD-Chefin Elke Fein zitiert, deren Landesverband als erster beschlossen hat, keine „Überläufer“ der FREIHEIT mehr aufzunehmen. Eine Maßnahme, die AfD-Parteichef Bernd Lucke mit der Begründung ablehnt, die Überläufer entstammten dem „gemäßigten“ Teil der FREIHEIT.

Auf den ersten Blick liest sich der Beitrag des SPIEGEL so, als ob das Hamburger Magazin plötzlich um die AfD besorgt sei; gleich zweimal verweisen dessen „Kronzeugen“ darauf, dass die Zahl „rechter Agitatoren“ in der AfD sehr klein und die „allermeisten“ AfD-Mitglieder keinerlei rechte Positionen vertreten würden. Bei näherer Betrachtung jedoch ist es ein schlecht gemachter Versuch, erneut AfD-Chef Lucke zu diskreditieren, dem wegen seiner Bereitschaft, ehemalige Mitglieder der FREIHEIT aufzunehmen, unterstellt wird, er sei „wenig beunruhigt“ über eine rechte Unterwanderung seiner Partei. Und en passant gibt man auch noch der „rechtspopulistischen“ FREIHEIT eins mit.

Da traut man sich kaum noch zu erwähnen, dass an der Basis der AfD derzeit heftig über ein Wahlplakat in türkischer Sprache gestritten wird. Eine parteiinterne Debatte, die von linken SPIEGEL-Redakteuren vermutlich sofort als weiterer Beweis für die vermeintliche „rechte Unterwanderung“ dieser Partei vorgetragen werden würde. Was der SPIEGEL betreibt, ist nichts weiter als jene Form geistiger Brandstiftung, die von den linken Schlägern der Antifa immer gerne aufgegriffen wird. Der SPIEGEL befiehlt, die Antifa führt aus.