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Die seltsame Wandlung der Dagmar Metzger

AfDAm Donnerstag, den 23. September 2010 wurde in München ein Pressegespräch mit dem Journalisten und Buchautor Dr. Udo Ulfkotte veranstaltet. Der langjährige Auslandskorrespondent der FAZ stellte hierbei auch sein Buch „Kein Schwarz, kein Rot, kein Gold – Armut für alle im lustigen Migrantenstadl“ vor. Ich akkreditierte mich für diese Veranstaltung und hatte dabei mit einer Dagmar Metzger zu tun, die mir äußerst zuvorkommend und freundlich drei Pressekarten für meinen Kameramann, Kamera-Assistenten und mich zur Verfügung stellte. Gerade habe ich mit Udo Ulfkotte telefoniert, und er bestätigte mir, dass dies die gleiche Dagmar Metzger (Foto links neben Bernd Lucke) ist, die nun in einer Presse-Erklärung für die AfD über die „fremdenfeindlichen“ und „islamophoben“ Tendenzen in der FREIHEIT wetterte.

(Von Michael Stürzenberger)

Udo Ulfkotte berichtete mir, dass ihn diese Dagmar Metzger damals geradezu bedrängt hätte, islamkritische Veranstaltungen mit ihr durchzuführen. Sie bot ihm beispielsweise einen Vortrag in Zürich an. Alle Kosten würden bezahlt, Flug, Unterkunft, Verpflegung, kein Problem. Auf die Frage von Ulfkotte, wer das alles finanziere, habe sie ihm gesagt, der Bankier Finck. So kamen auch andere Veranstaltungen wie beispielsweise in Hamburg oder München zustande. Über letztere berichtete PI ausführlich am 26. Oktober 2010 und wir führten im Bayerischen Hof auch ein hochinteressantes Interview mit Udo Ulfkotte:

Was ist nun mit dieser Dagmar Metzger geschehen, dass sie für eine Presseerklärung verantwortlich zeichnet, in der solch ein katastrophaler Blödsinn über DIE FREIHEIT vermittelt wird? Der SPIEGEL zitierte sie vergangenen Dienstag:

Die AfD ist nun bemüht, sich abzugrenzen. Man habe „mit Entsetzen“ das Schreiben von Stadtkewitz gelesen. „Es ist ein klarer Aufruf, zu uns zu gehen“, sagte Metzger. Dabei gebe es in der Freiheit „teilweise fremdenfeindliche und islamophobe Tendenzen“ – „das wollen wir in keinster Weise bei uns“.

Was für ein plötzlicher Sinneswandel. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ oder wie? Ob das vielleicht irgendetwas mit dem Einstieg des Emirs von Katar im Oktober 2011 bei der Bank Merck, Finck & Co für eine Milliarde Euro zu tun hat? Metzger reagierte auf Rückfrage von bluNews, die in ihrem Artikel „Metzger im Schafspelz?“ ebenfalls ausführlich berichten, offensichtlich recht einsilbig:

Die AfD-Pressesprecherin Metzger hat sich aber in diesem Zusammenhang von der Sprecherin zur großen Schweigerin entwickelt. Auf Nachfrage von blu-News, wie ihr damaliges Engagement mit der Positionierung ihrer Partei korrespondiere, ließ sie blu-News wissen: „Dazu gebe ich keine Stellungnahme ab. Danke und auf Wiederhören”.

Im Münchner Merkur wurde sie am 13. April als vielseitige „PR-Agentin“ beschrieben:

Es ist übrigens nicht die einzige Spur nach Bayern. Die PR-Agentin Dagmar Metzger, die früher für Aiwangers Auftritte warb und die „Münchner Wirtschaftsgespräche“ betreut, engagiert sich nun in der Führung der AfD. Der Parteienkritiker Hans Herbert von Arnim, der bei den Wirtschaftsgesprächen auftreten durfte, gibt just in diesen Tagen ein Buch heraus, das bayerische Politiker generell als „Selbstbediener“ brandmarken soll. „Der Hauptkriegsschauplatz ist nicht Berlin, sondern München“, wird in der wahlkämpfenden CSU beobachtet. Von außen betrachtet, entsteht der Eindruck eines Netzwerks, das von Partei zu Partei weiterzieht und eine Basis für die Anti-Euro-Kampagne sucht.

Udo Ulfkotte sagte mir noch, dass er die AfD bei der Bundestagswahl gewählt habe und sich jetzt sehr wundere, welche Entwicklungen sich mit dieser Dagmar Metzger dort abzeichnen. Mittlerweile müsse man diese Wahlentscheidung schon fast bedauern. Mir und vielen anderen Islam-Aufklärern geht es übrigens genauso..