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In die AfD kommt offensichtlich Bewegung

afdAlexander Dilger (Foto), Landesvorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen, hat der WELT gestern ein interessantes Interview gegeben. Islamkritik ist aus seiner Sicht keinesfalls tabu, er lehnt aber „Islamfeindlichkeit“ ab, da diese mit dem Recht auf Religionsfreiheit „nicht zu vereinbaren“ sei.

(Von Michael Stürzenberger)

Auszug aus dem WELT-Interview mit Alexander Dilger:

Immer wieder versuchen Personen aus dem rechten Spektrum in die AfD eintreten. Wie groß ist die Gefahr?

Wenn jemand rechts oder links ist, finde ich das nicht schlimm. Problematisch ist aber jemand, der radikal oder extrem ist. Da gab es einzelne Eintrittsversuche, die wir zum größten Teil erkannt und dann auch abgewehrt haben. Einzelne sind schon da, aber die haben in der Partei keine Chance.

Was halten Sie in diesem Zusammenhang von der Partei „Die Freiheit“?

Man muss da unterscheiden. „Die Freiheit“ war schon vom Namen her ein liberales Projekt, aber in der Folgezeit wurde sie sehr islamkritisch und auch islamfeindlich. Das heißt, die Leute, die am Anfang dabei waren, sind nicht schlechter als andere Mitglieder. Aber die Personen, die zum harten Kern und bis zum Schluss dazugehörten, sind wahrscheinlich doch problematisch, vor allem wenn sie als geschlossene Gruppe versuchen einzutreten.

Sieht man in der AfD eine islamkritische Haltung als Problem?

Wenn jemand islamkritisch ist, findet er Platz bei uns. Aber nicht, wenn jemand islamfeindlich ist. Man muss unterscheiden, worum es geht. Wenn man beispielsweise keine Scharia oder keine extremistischen islamischen Gruppen haben will, finde ich das völlig in Ordnung, das möchte ich auch nicht. Wenn es aber heißt, der Islam als Weltreligion ist böse und muss bekämpft werden, ist dies nicht mit dem Grundgesetz und dem Recht auf Religionsfreiheit zu vereinbaren.

Dilger ist wie sein Chef Lucke Wirtschaftsprofessor und gilt als dessen Vertrauter. Beiden ist eine intensive Unterhaltung mit dem Staatsrechtler Prof. Albrecht Schachtschneider anzuraten, der zu dem Berater-Umfeld der AfD gehören soll. Sein Urteil ist klar: Der Islam ist verfassungswidrig!

Lehrreich könnte auch diese hochinteressante Denkschrift der in Köln lebenden türkischstämmigen Schriftstellerin und Journalistin Arzu Toker sein: „16 Gründe, aus dem Islam auszutreten„. Hier ein kurzer Auszug der äußerst lesenswerten Beweisführung:

1. Der Islam als totalitäres, patriarchalisches Rechtssystem

Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern auch ein totalitäres, von Männern beherrschtes gewalttätiges Rechtssystem (s. Sure 5, Vers 33). Der Islam ist darüber hinaus eine politische Anschauung, die aus Versen des Koran, aus dem Leben des Propheten und aus anderen Überlieferungen abgeleitet wird. Dem stelle ich die demokratische Verfassung (Deutschlands) und die Zivilordnung entgegen. Die Demokratie ist ein großes Geschenk sowohl in Deutschland als auch in meinem Herkunftsland, der Türkei. In beiden Ländern, so scheint es mir, wird nicht ausreichend erkannt, wie kostbar dieses Geschenk ist.

Die AfD hat spannende Richtungsentscheidungen vor sich. Sollte sie beispielsweise in München bei der Kommunalwahl antreten, muss sie sich zu dem geplanten Bau des Europäischen Islamzentrums äußern. Wird sie sich in die Phalanx der politisch korrekten Appeaser einreihen oder Mut zum Widerstand zeigen?

Wenn die AfD bei der Europawahl im nächsten Jahr Erfolg haben sollte, dürfte sie sich auch mit dem Bündnis beschäftigen, das der islamkritischste Politiker Europas Geert Wilders gerade zimmert. Der Führungsriege der AfD ist anzuraten, dessen Aufklärungsfilm „Fitna“ anzusehen. Er ist zwar schon fünf Jahre alt, aber zeitlos gültig und enorm wichtig. Hier die deutsche Fassung:

2014 wird, politisch gesehen, ein sehr interessantes Jahr..