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Rote SA stürmt Pro Köln-Kandidatenaufstellung

Etwa 50 Linksautonome haben am Sonntag die Nominierungsversammlung der Bürgerbewegung PRO KÖLN zur Kommunalwahl 2014 verhindert. Die rote SA besetzte alle Eingänge der Versammlungsgaststätte, dem bekannten Kölner Speiselokal „Brauhaus Goldener Pflug“ im Stadtteil Merheim. Einzelne PRO KÖLN-Funktionäre wurden massiv bedrängt, was einen Großeinsatz der Polizei zur Folge hatte. Laut PRO KÖLN-Pressemitteilung habe der völlig verängstigte Wirt daraufhin die Nutzung der reservierten Räumlichkeit für die Nominierungsveranstaltung untersagt.

Im Kölner Express gab der Wirt des „Goldenen Pfluges“ heute dagegen eine andere, wenig glaubwürdige Version zum Besten: Er habe bis zum Eintreffen der linksextremen Gegendemonstranten gar nicht gewusst, um wen es sich bei der Buchung gehandelt hätte. Nach „friedlicher Aufklärung“ durch die rote SA habe er dann umgehend seine staatsbürgerliche Pflicht erkannt und PRO KÖLN vor die Tür gesetzt:

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PRO KÖLN weist diese Darstellung energisch zurück. Die Schutzbehauptung des Wirtes sei aufgrund der politischen Gesamtlage in Deutschland menschlich vielleicht nachvollziehbar, entbehre aber trotzdem jeder Grundlage. Bereits mehrfach habe man in der Vergangenheit im Goldenen Pflug getagt und gefeiert, so z.B. auch in großer Runde nach der Demo gegen das linksautonome Zentrum:

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Auch die gestrige Nominierungsversammlung sei natürlich offiziell unter dem Namen der Bürgerbewegung angemietet worden.

Im Übrigen kritisiert der PRO KÖLN-Vorsitzende Markus Beisicht diese Verhinderung einer Kandidatenaufstellung zur Kommunalwahl als „Anschlag auf die Demokratie insgesamt in Köln“. Es sei ein beängstigendes Armutszeugnis für Demokratie und Toleranz in Köln, wenn eine der größten Oppositionsgruppen der Stadt nicht einmal mehr ungehindert ihre Kandidaten zur Kommunalwahl aufstellen könne.

Eine geladene Teilnehmerin der PRO KÖLN-Versammlung übermittelte PI noch gestern Abend folgende Schilderung der Geschehnisse:

Heute sollte um 15 Uhr die Mitgliederversammlung von Pro Köln in der Gaststätte „Goldener Pflug“ in Köln-Merheim sein.

Als ich mit einem Begleiter auf der Fahrt zur Versammlung war, erreichte uns der Anruf von Pro Köln auf meinem Mobiltelefon, daß der Wirt des Goldenen Pflugs unter Druck gesetzt worden sei und daß die Versammlung deshalb dort nicht stattfinden kann.

Wir fuhren trotzdem zum Lokal und ich parkte in einiger Entfernung. Als wir zum Goldenen Pflug kamen, sah ich, wie zwei Polizeiautos dort wegfuhren und als wir gegenüber dem Eingang waren, befanden sich dort eine Gruppe von etwa 20 Personen, ein junger Mann aus dieser Gruppe winkte mir zu. Ich dachte, daß es alle pro-Köln-Mitglieder seien, die alle zur Versammlung kommen wollte und noch nicht gehört hatten, daß sie abgesagt ist.

Auf der anderen Straßenseite, auf der auch ich mit meinen Begleitern war, war noch ca. ein halbes Dutzend Polizisten, einer davon mit einem Motorrad. Ich ging zu ihnen hin und sagte: „Hallo, guten Tag, heute hat sich das AZ bei der Stadt dafür bedankt, daß die Stadt sie geschützt hat und das AZ nicht geräumt wurde.“

Die Polizisten taten nichts dergleichen, das machen sie zwar immer so, aber trotzdem kam es mir etwas merkwürdig vor. Ich sagte zu ihnen: „Hoffentlich bleiben welche von Ihnen noch bis 15 Uhr da, falls noch Versammlungsbesucher irrtümlich hierhin kommen“, und einer der Polizisten sagte: „Hoffentlich nicht“, und sie schauten nur zur anderen Straßenseite und ich sah dann, daß es „Linke“ waren, die da vor dem Eingang waren und nicht Leute von uns.

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Da sagte ich wieder zur Polizeigruppe: „Ach, da drüben stehen sie ja. Das sind alles Straftäter. Die haben den Wirt bedroht. Und sie haben eine politische Versammlung verhindert, das ist ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Und Sie stehen hier und schauen da einfach zu und tun nichts.“ Alle schwiegen, aber einer der Polizisten sagte halblaut: „Das sind keine Straftäter.“ Ich sagte: „Doch, das sind Sie. Ich habe Ihnen das doch gerade erklärt. Franz-Josef Strauß, ein Landsmann von mir, hat gesagt: ‚Wer eine politische Versammlung verhindern will, ist in den Methoden ein Nazi.‘ (Es gibt ein youtube-Video, in dem FJS das so sagt.) Da schwiegen sie weiter, aber zwei oder drei von denen waren sichtlich irritiert durch meine Rede.

Dann ging ich noch über die Straße zu den Linken und sagte denen das gleiche, auch das Zitat von Strauß. Von diesen Leuten kann man natürlich nichts erwarten, sie feixten herum und fotografierten mich, entrollten für mich sogar ihr mitgebrachtes Transparent. Da bei denen wirklich sonderbare Gestalten dabei waren (solche, wie man sie sieht, wenn sie sich samstags um 11 Uhr in der „Drogenhilfe“ in der Siegburger Straße ihr Methadon abholen), fragte ich einen von ihnen: „Wovon leben Sie denn eigentlich?“ worauf ein anderer sich nicht entblödete, mich zu fragen, wovon ich denn lebe. Ich sagte, ich sei jedenfalls kein Straftäter. Dann wollte einer von ihnen noch wissen, wo wir denn jetzt unser Ersatzlokal haben, und ich sagte, er könne mir ja jetzt gleich mal nachgehen, dann würde er erfahren, wo das ist.

Dann ging ich wieder auf die andere Straßenseite, wo noch mein Begleiter stand und inzwischen waren auch zwei Mitglieder von uns dazugekommen.

Die Polizisten schauten immer noch irritiert nach mir.

Dann fuhr ich weg.