Man stelle sich – ich schreibe das vom großen Islamanalysten Bernard Lewis ab – folgende Situation vor: Griechen verkünden, das Betreiben altphilologischer Studien sei eine Beleidigung des großen hellenischen Erbes, die Altphilologen seien der Ausdruck einer westlichen imperialistischen Verschwörung mit dem Ziel, die Leistungen der Griechen zu verunglimpfen und sie zu unterjochen. Die Zeit sei gekommen, Griechenland vor den Altphilologen und Archäologen zu retten und mit der verwerflichen Altertumskunde Schluß zu machen.

(Von Norbert G. Pressburg)

Allein Griechen seien fähig über griechische Geschichte und Kultur zu schreiben, allein die Griechen selber sind wahrhaft kompetent, akademische Studienprogramme durchzuführen. Nichtgriechen, die sich hinter der Maske der Altertumskunde verbergen, müssen als das entlarvt warden, was sie sind: Gegner der gerechten griechischen Sache, Rassisten und graecophob. Ein Verbot der Graecophobie ist in die UN-Charta der Menschenrechte aufzunehmen. Diejenigen, die sich bereits in akademischen Rängen befinden und sich griechenlandkritisch äussern, müssen durch Schmähungen in Misskredit gebracht warden und es sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, Neuzugänge mit Griechen zu besetzen, der Name Altphilologie muß zu einem verächtlichen Begriff werden.

Jeder wird das absurd finden. Ersetzen wir aber Griechenland durch Orient und Altphilologie/Altertumskunde durch Islamforschung, dann wird aus Spaß plötzlich Ernst.

Man stelle sich weiter vor, Buddhisten würden nur buddhistischen Religionsangehörigen Forschung an ihrem Bereich erlauben, Christen würden die Aufnahme des Kritikverbots am Christentum in die UN-Menschenrechtscharta fordern – undenkbar, es gäbe einen Aufschrei. Im Falle des Islam wird dies offensichtlich als Selbstverständlichkeit erachtet.

“Der Koran ist undiskutierbar”, postulierte al-Ghazali (1058- 1111), der dem, was man heute vulgo unter “Islam” versteht, zum Durchbruch verhalf und forderte das Verbot von Philosophie insgesamt. Die Beschäftigung mit anderen Schriften als den genehmigten religiösen sei ein todeswürdiges Verbrechen. Ibn Rushd (Averroes, 1126 – 1198) erhielt im ach so toleranten Andalusien Schreibeverbot und kam mit Verbannung bis zum Lebensende davon, aber die “Philosophie”, also das Denken über religiöse Grenzen hinaus, verschwand mit ihm aus der islamischen Welt, die “Versiegelte Zeit” nach Dan Diner, der fast vollkommene geistige Stillstand der islamischen Welt von damals bis heute, begann. Natürlich gab es Abweichler, aber sie fanden niemals ein gutes Ende. Den palästinensischen Professor Dr. Suliman Bashear (1947 – 1991) von der Universität Nablus warfen aufgebrachte Studenten kurzerhand aus dem Fenster, weil er die Muhamad-Traditionen hinterfragte, der sudanesische Theologe Muhamad Taha wurde 1985 als Abtrünniger vom Glauben gehenkt, weil er den Verzicht auf die “medinische Suren” forderte (Anmerkung: Späte, oft radikale Suren ohne theologischen Inhalt), da diese nur in der speziellen Situation des 7. Jahrhunderts Sinn gemacht hätten.

Auf Kritik, sei es von Innen oder Aussen, hat der Islam stets mit Brutalität reagiert und belegt bereits die Grundlagen von Kritik, nämliche freies Denken und Forschen reflektorisch mit Verboten – früher genauso wie heute: Dr. Tayyar Alticulac hat einen hohen Posten im Diyanet, dem türkischen Religionsministerium (das die DITIB in Deutschland, ATIB in Österreich steuert) und er ist Korangelehrter. In dieser Eigenschaft wollte er die Identität des bekannten, millionenfach verteilten “King Fuad Koran” (der auf einer ägyptischen Koranversion basiert), mit einem angeblich originalen (“uthmanischen”) Urkoran nachweisen, der in Istanbul aufbewahrt wurde. Die Unterschiede waren aber so groß, dass von einer Identität gar keine Rede sein konnte. Entweder ist der saudische Koran fehlerhaft, oder der “uthmanische Koran” ist doch nicht echt, oder beides ist der Fall. Anstatt hier mit Forschungen anzusetzen, empfahl der gute Professor, eine Anpassung durch ein Kommittee vornehmen zu lassen und dann jegliche weitere Forschung daran zu verbieten…

Verbieten, verbieten, verbieten

Forschung hat untrennbar mit Kritik zu tun. Aber bereits im islamischen Alltag wird Kritik oft genug als Beleidigung aufgefasst, unter dem von einer US-Agentur eigens designten Begriff ”Islamophobie” wird Kritik als Hetze verunglimpft. Eine der gegenwärtigen Hauptaktivitäten der “Organisation für Islamische Zusammenarbeit” (OIC) ist die Aufnahme eines Verbotes der Religionskritik in die UN-Charta der Menschenrechte. Islamkritik soll also eine Menschenrechtsverletzung werden und daher zu bestrafen sein.

In der islamischen Welt war Forschung am eigenen Objekt zu allen Zeiten verpönt und zu manchen Zeiten unter Todesstrafe verboten. Wissenschaftliche Islamforschung ist unter islamischen Auspizien nicht einmal im Ansatz möglich. Nur gut, dass es bei uns ganz anders aussieht……

Forschung ist frei. Deshalb gibt es bei uns auch kein Gesetz, das die Forschung über den Islam verbieten würde. Also darf man über den Islam forschen, keine Frage. Forschung bedarf jedoch eines bestimmten organisatorischen Rahmens, etwa eines Instituts, einer Einrichtung oder es braucht zumindest jemanden, der die Forschung bezahlt, im Minimalfall ein Gehalt, das den Forschenden die benötigte Zeit bereitstellt. Damit sind wir schon unversehens in ein Netzwerk von Interessen, Abhängigkeiten und Rücksichtsnahmen geraten.

Bereits die klösterliche Gelehrsamkeit des Mittelters befasste sich mit dem Islam. Und zwar keineswegs als “Konkurrenzprodukt”, sondern als mögliche Quelle, um dem originalen Evangelium so nahe wie möglich zu kommen, denn man war sich schon (noch?) damals der dem Koran zugrunde liegenden – biblischen – Materialien sehr wohl bewusst.

Das Islambild der Aufklärung war weniger kenntnisreich als idealistisch. Der Topos der Zeit waren der edle Wilde und der zivilisierte urbane Orientale, dementsprechend romantisch fiel das Islambild aus. Goethe etwa fiel diesem Zeitgeist zum Opfer.

Die wissenschaftliche Befassung mit dem Islam begann im 19. Jahrhundert. Forscher wie Sprenger oder Goldziher hinterfragten das gängige Mohammedbild und begründeten die historisch-kritische Islamforschung, die sich nicht mehr mit dem traditionellen islamischen Geschichtsbild zufrieden gab, sondern erstmals Quellenforschung betrieb. Die Jahrzehnte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren eine äusserst fruchtbare Zeit der Islamforschung. Aufgenommen wurde der Faden der historisch- kritischen Forschung aus verschiedenen Gründen erst wieder nach dem 2. Weltkrieg und ist mit dem Namen Günter Lüling verbunden. Mit ihm begann gleichzeitig ein dunkles Kapitel der deutschen Islamforschung.

Günter LülingIm Jahr 1967 wurde Günter Lüling (geb. 1928) wissenschaftlicher Assistent der Arabistik und Islamwissenschaften an der Universität Erlangen. 1970 lieferte er eine Doktorarbeit ab, die mit „eximium opus“, eine „aussergewöhnliche Arbeit“ bewertet wurde. Darin wies er im Koran christliche Strophenlieder und altarabische Poesie nach, was bedeutete, dass der Koran nicht originär gewesen sein konnte, sondern auf ältere Traditionen zurückgriff. Nach der Promotionsordnung der Universität würde eine derart hoch bewertete Arbeit automatisch als Habilitationsschrift gelten.

Statt Anerkennung erntete Lüling jedoch wütende Proteste des Orientalisten-Establishments, namentlich des Münchner Ordinarius Anton Spitaler (1910 – 2003). Dieser brachte zu Protokoll, dass Lülings Arbeit „die bisherigen Vorstellungen von Entstehungsgeschichte, Text und Inhalt des Koran auf den Kopf stellen würden.“ Das musste nun verhindert werden, stand doch nicht weniger als das Lebenswerk mancher Honoratioren auf dem Spiel. Einer der Herren nahm Lüling beiseite und fragte wörtlich: „Können Sie das, was Sie an Kritik über den Koran vorgetragen haben, am Jüngsten Tage vor Mohammed verantworten?“ Ordinarius Spitaler setzte alle Hebel in Bewegung, er vereitelte nicht nur die Habilitierung, sondern drängte in einem unglaublichen Intrigenspiel, dessen Schilderung ein eigenes Buch füllen würde, Lüling komplett aus dem deutschen Universitätsbetrieb hinaus. Resultat: Von 1974 bis zur Rente 1991 lebte Lüling von Arbeitslosenhilfe, der lange Arm der Honoratioren hatte selbst Publikationen verhindern können. Lüling publizierte im Selbstverlag seiner Frau bzw. in Indien (siehe Anhang).

Mit im Spiel war neben Rudi Paret und anderen bekannten Namen auch eine Angelika Neuwirth (geb. 1943), die später in Berlin Karriere machen sollte. In einer von Spitaler initiierten Habilitationsarbeit (Zainab Müller: “Wissenschaft wider besseres Wissen”) bestritt “die dubios habiltierte Professorin” (Zitat Lüling) vehement die von Lüling postulierte Existenz altarabischer Poesie im Koran und seine vormohammedanischen Wurzeln.

Der Koran, ein euopäisches Buch?

Wie groß ist nun die Überraschung, als Neuwirth Jahre später in Publikationen, Vorträgen und Interviews (z.B. „Studien zur Komposition der mekkanischen Suren“, 2007), Thesen einer längeren Entstehungsgeschichte des Korans mit vielschichtiger Philologie vertrat, was auf einen Verzicht der exklusiven Autorenschaft Mohammeds hinausläuft. Also genau das, was Lüling seine Existenz gekostet hatte.

Frau Neuwirth avancierte zur Leiterin des Corpus Coranicum, einem von der Thyssenstiftung auf atemberaubende 18 Jahre angesetzten und finanzierten Projekts. „Es geht darum, dem Koran einen Platz in der bislang noch weitgehend als geschlossen jüdisch-christlich verstandenen Kultur Europas zuzuweisen“, sagte Neuwirth und gab an, den koranischen Schöpfungsmythos respektieren zu wollen.

Das wäre, nebenbei bemerkt, etwa so, als wenn Darwin versucht hätte, seine Evoltionstheorie mit der Bibel unter dem Arm zu entwickeln.

In ihrem neuesten Buch „Der Koran als Text der Spätantike“ (2010), vertritt Neuwirth die Meinung, der Koran sei ein „orientalisch-europäisches Buch… ein bedeutsames Vermächtnis, beteiligt am Herausbilden des späteren Europa“. Europa habe deswegen eine Verbindung zum Koran, derer man sich nun bewusst werden müsse. An dieser Bewußtmachung arbeitet sie eifrig.

Dazu der des Revisionismus unverdächtige Islamforscher Tilman Nagel: „Europa entsteht nicht im spätantiken Arabien, und ein Text ist nicht schon deshalb «europäisch», weil er auf Judentum und Christentum Bezug nimmt. Ein für Europa wesentlicher Teil des spätantiken Erbes, die Institutionen und das Recht des Römischen Reiches, spielt im Koran nicht die geringste Rolle.“ Und: „Nirgendwo in ihrer Studie gewinnen solche Forderungen auch nur den Schein der Plausibilität. Aber diese Aussagen passen geradezu wunderbar zu der Botschaft des deutschen Bundespräsidenten, dass der Islam zweifellos zu Deutschland gehöre.“

Und weiter forderte Neuwirth eine “Zukunftsphilologie” des Koran, soll heissen: eine dem europäischen Publikum zumutbare Fassung des Koran, “eine politisch-korrekte vorauseilende Philiologie”, wie es Gerd-R. Puin ausdrückt.

Wie so eine politisch korrekte Philologie aussehen könnte, zeigt Hartmut Bobzin (geb.1946), Professor der Islamistik an der Lüling-Uni Erlangen. Er brachte eine neue Koranübersetzung ganz im sozialverträglichen Sinne heraus. Wo Paret noch soziologisch unbedarft den frauenfeindlichen Vers 34 der 4. Sure wahrheits- und wortgetreu übersetzt „Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie von Natur vor diesen ausgezeichnet hat“, schreibt Bobzin: “Die Männer stehen für die Frauen ein.” Das steht einfach nicht da, aber warum, fragt man sich, tut er das, zumal sich die arabischen Vorlagen absolut nicht um zeitgeistige Auslegungen scheren?

Die Antwort lautet, es geht um multikulturistisch verträgliche, politisch erwünschte Aussagen – ob sich der Einzelne nun darüber im Klaren ist oder nicht. Das ist nicht Wissenschaft, das ist politisches Konzept. Wenn ein Bundespräsident den Islam als Teil Deutschlands sehen kann, dann kann der Koran selbstverständlich auch ein Teil europäischer Geschichte sein (ein Teil der deutschen Geschichte zu sein schien im Moment wohl doch überzogen, aber es kann ja noch kommen). Das ist ein erwünschter Topos und die Politik braucht Leute, die den wissenschaftlichen Anstrich dafür besorgen. Für Wohlverhalten gibt es Projektförderung: Der Islam muss in Deutschland salonfähig gemacht werden, das ist die politische Prämisse und Teile der Wissenschaft folgen ihr wie das Hündchen am Halsband.

Eine weitere massive Störung des Orientalistenfriedens trat ein, als im Jahr 2002 die New York Times auf ihrer Titelseite ein Buch des Koranforschers Cristoph Luxenberg vorstellte, das nur in deutscher Sprache erschienen war: Die “Syro-Aramäische Lesart des Koran”. Darin sieht Luxenberg den Koran nicht als originäre und einzigartige Schrift. Originalsprache des Buches sei nicht das Arabische des heutigen Korans, sondern eine arabisch/aramäische Mischsprache in aramäischer Schrift gewesen. Sogenannte “dunkle”, also rätselhafte Stellen des Koran erklärte Luxenberg über das Syro-Aramäische und erzielte beeindruckende Resultate. Ob man ihm nun im einzelnen folgen will oder nicht, so weisen auch seine Arbeiten nach, dass die Wurzeln des Koran vormohammedanisch sind und der Koran nicht in der arabischen Wüste entstanden sein kann. Luxenbergs Arbeiten ziehen also Konsequenzen nach sich, die weit über den philologischen Aspekt hinausgehen. Was dann kam, dürfte der Leser bereits vorausahnen:

Wie zuvor Lüling wurde nun Luxenberg in Deutschland aufs heftigste attackiert – allerdings nicht auf fachlicher Ebene. Stereotype und vielfach nachlesbare Standardfloskeln: “unwissenschaftlich”, “ausserhalb des Konsens stehend”, als ob Konsens (welcher Konsens eigentlich?) ein wissenschaftliches Kriterium wäre. Dies ging soweit, dass Kollegin Neuwirth Luxenbergs Klarnahmen im Nahen Osten zirkulierte. Luxenberg ist nämlich das Pseudonym eines ethnischen Arabers, der an einer deutschen Universiät forscht. Seine Muttersprachen sind Arabisch und Aramäisch, er beherrscht alle wichtigen arabischen und aramäischen Dialekte, neue wie alte. Dazu kommt Hebräisch, Latein und Griechisch – also bis auf Persisch alles linguistisch Relevante, was in der Region gesprochen wurde und wird.

Gefördert wurde auch er nicht, sondern bis unter die Gürtellinie bekämpft, angefeindet und weggeschwiegen so weit eben möglich. Luxenbergs unglaubliche philologische Breite und Tiefe macht seinen Kritikern das Leben schwer, macht aber auch gleichzeitig die Herausforderungen deutlich, die an die moderne Islamforschung gestellt werden.

Sie beginnt nicht mehr bei Mohammed und dem Erzengel Gabriel und endet in Medina, die Wurzeln von Koran wie Islam verzweigen sich weit in die Geografie und Ideenwelt des antiken Orients vom Mittelmeer bis Mittelasien. Arabistik ist nicht mehr hinreichende Voraussetzung für Forschung am frühen Islam und Koran, gefragt ist die ganze Breite der wissenschaftlichen Palette: Philologen aller relevanten Sprachen, Schriftexperten, Numismatiker, Archäologen, Ethnographen, Religionswissenschafter und andere mehr sind gefordert.

Professor Khochide: “Islam ist Barmherzigkeit”

Diesem Konzept folgt die Forschungsgruppe Inarah, ein loser Zusammenschluß von Forschern aus aller Welt und den verschiedendsten Diziplinen, die sich der kritisch-historischen Forschung verschrieben haben. Kein Wunder, dass ihre Veröffentlichung den Stand der Dinge in der Erforschung des Frühislam darstellen. Aber auch kein Wunder, dass sie nach der Methode Lüling und (Inarah-Mitglied) Luxenberg “ausserhalb des Konsens” und “ausserhalb der Wissenschaften” (Corpus Coranicum-Mitarbeiter Marx) angesiedelt werden müssen, denn die Forschungsergebnisse sind nicht in jedem Fall kompatibel mit multikulturistischen Vorgaben.

Wie es einem geht, der unbotmäßig forscht und arbeitet, zeigt das Beispiel von Prof. Sven Kalisch, des ersten Lehrstuhlinhabers für muslimischen Religionsunterricht an der Universität Münster. Auf Grund heftiger Proteste der Islamverbände wurde er 2008 vom Lehrstuhl entfernt. Die Aufregung ist sicher verständlich, denn jemand, der die historische Existenz Mohammeds (wie übrigens auch die von Jesus) hinterfragt, mag natürlich die Gefühle gläubiger Menschen treffen, andererseits tat er nichts anderes, als im Wissenschaftsbetrieb einer deutschen Universität eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Kritische Hinterfragung.

Wiederum, es kommt in diesem Genre in erster Linie auf Sozialverträglichkeit und nicht Wissenschaftlichkeit an.

In diesem Sinne ist Kalisch-Nachfolger Mouhanad Khorchide sicher gut qualifiziert. Sachverhalte, die das muslimische Ohr beleidigen und somit den sozialen Frieden stören könnten, kommen nicht mehr vor oder werden zurechtgebogen. In seinem Buch mit dem Titel “Islam ist Barmherzigkeit”, sucht Khorchide eklektizistisch Stellen zusammen, die diese Behauptung unterstützen könnten und bringt so ein nettes Poesiealbum zustande, allerdings bleibt der von einem Professor wohl selbstverständlich zu erwartende wissenschaftliche Anspruch auf der Strecke.

Bei der Neubesetzung an Islamfakultäten scheint die wissenschaftliche Qualifikation generell in den Hintergrund zu treten, die Hochschule scheint schon heilfroh über Leute zu sein, die nicht zum Dschihad aufrufen. Dass die Universitäten die Ausbildung von Islamlehrern übertragen bekamen, ist zweifellos ein begrüßenswerter Schritt. Nur, die staatliche Kontrolle beschränkt sich auf formale Aspekte, die inhaltliche Aufsicht, das heisst auch die Festsetzung von Forschungsschwerpunkten, obliegt den Glaubensverbänden. Aufgrund der türkischen Majorität bedeutet dies aber in der Praxis direkte Abhängigkeit von der türkischen Religionsbehörde Diyanet, die über das türkische Generalkonsulat in die Islaminstitute hineinregieren kann.

Für Wissenschaftlichkeit und Forschung sind das nicht sonderlich ermutigende Aspekte, soviel läßt sich jedenfalls jetzt schon sagen.

Eine weitere Variante zum Verlust der Freiheit von Forschung und Lehre ist in Großbritannien zu besichtigen, wo oft externe Finanziers die Forschungsinhalte bestimmen. Wie will man ernsthaft Islamforschung betreiben, wenn das Institut wie ein Fußballclub von einem nahöstlichen Potentaten abhängig ist, wie zum Beispiel die Islaminstitute der Universitäten Oxford, Cambridge oder Edinburgh?

In den islamischen Ländern ist freie Forschung zum Thema Islam ausgeschlossen. In den meisten anderen Ländern findet sie unter dem Damoklesschwert der “Islamophobie” statt, dem inzwischen gängigen Synonym für Islamkritik. Die Islamforschung bei uns kennt kein Verbot, aber sie kennt Mundtotmachen und Steuerung durch Förderung und Ernennung beziehungsweise dessen Gegenteil. Darf man also bei uns kritisch über den Islam forschen?

Ja, man darf.

Ob man kann, ist eine andere Frage.



Literturhinweise zu diesem Thema:

• Al-Azami, Muhamad Mustafa, The History of the Quranic Text, UK Islamic Academy, 2003
• Ghadban, Ralph, Islam und Islamkritik, Institut für Religionswissenschaft der FU Berlin,2012
• Groß Markus/ Ohlig Karl-Heinz, Anmerkung zur Kritik an Inarah, in: Vom Koran zum Islam, Berlin 2009
• Guttenplan D., Embarrassing Liaisons at British Universities, The New York Times, März 2011
• Kovacs Adorjan, Wie Auftragsforschung heute funktioniert,
Komma Magazin, Aachen 2011
• Korchide Mouhanad, Islam ist Barmherzigkeit, München, 2012
• Lüling Günter, A challenge to Islam for reformation: the rediscovery and reliable reconstruction of a comprehensive pre-Islamic Christian hymnal hidden in the Koran under earliest Islamic reinterpretations. Motilal Banarsidass Publishers, New Delhi 2003
• Lüling Günter, Preußen von gestern und der Islam von morgen
Aufklärung und Kritik, Sonderheft 13/2007
• Marx Michael, Interview, Spiegel Online, 17.9. 2008
• Müller Zainab, Zustände in den ‚Islamwissenschaften’
Aufklärung und Kritik, Berlin 2009
• Nagel Tilman, Ewige Wahrheiten und historische Kontexte
Neue Züricher Zeitung, Januar 2011
• Neuwirth Angelika, Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang, Berlin 2010
• Ohlig Karl-Heinz, Zum islamischen Religionsunterricht, Eine risikoreiche Perspektive, in: imprimatur, 2009
• Pollard Stephen, Libya and the LSE: Large Arab gifts to universities lead to “hostile” teaching, The Daily Telegraph, März 2011
• Puin Gerd –R., Der Koran nach der Lesart von Angelika Neuwirth, in: Groß, Markus/ Ohlig, Karl-Heinz, Die Entstehung einer Weltreligion II, Berlin 2012.

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68 KOMMENTARE

  1. „… Verzicht auf die “medinische Suren” forderte (Anmerkung: Späte, oft radikale Suren ohne theologischen Inhalt), da diese nur in der speziellen Situation des 7. Jahrhunderts Sinn gemacht hätten.“

    Letzte politische Sure #9, die Muhammad (9:1-29) auf seinem Sterbebett diktierte 9:5 „Tötet die Ungläubigen (in der EINheit von Allah, mushrikun, orig. Christen) wo immer ihr sie findet“

    Der GRÖSSTE Quran’ic Kommentator aller Zeiten, Ibn Kathir, Tafsir 9:5 … meint auf Erden, generell … This way, they will have no choice, but to die or embrace Islam“ (… sie haben keine Wahl, außer zu sterben [durch Köpfen, 8:12, 47:4 oder Kreuzigung 5:33] oder den Islam zu umarmen)

  2. Nur ein gläubiger Muslim ist legitimiert über den Islam zu schreiben…

    Das ist ja wohl eine riesige Lachnummer eines Imams, der 5x im Tag ruft: Es gibt keinen Gott ausser Allah!

    Doch doch es gibt einen Gott ausser dem vorislamischen heidnischen blutrünstigen Götzen „Allah“.

    Es ist der liebende dreifaltige Gott, der sich uns Menschen in der Person Jesus Christus vor 2000 Jahren geoffenbart hat.

    Der Kloran ist ein Hass- und Tötungsbuch wie es in der Weltgeschichte nie gegeben hat. Selbst die grössten Tyrannen haben nie ein solch grausames Hass- und Tötungsbuch geschreiben wie der Kloran.

    Im Kloran kommt das Wort „Töten“ 187 Mal vor, 25 Mal im Imperativ! Man suche seinesgleichen! Mein Kampf ist ja fast ein harmloses Buch im Vergleich mit dem Kloran.

    Der Kloran gehört noch mehr verboten in Deutschland als Mein Kampf, da der Kloran viel brutaler ist.

    Ueber den Islam muss vor allem ein nicht hirngewaschener Nichtmuslim schreiben, um das Machwerk einigermassen aus Distanz zu beurteilen.

  3. „Die Leute, die damals ankamen, waren seltsam. Sie hatten Bärte und haben sich anders verhalten und gekleidet als die Algerier. Und sie hielten revolutionäre Reden. Das war interessant. Die meisten kamen aus Saudi-Arabien oder Ägypten, sie sprachen vom Kampf gegen das atheistische, sozialistische Regime. Sie redeten vom Islam und von der Freiheit. Das war um 1960. 1980 waren die Islamisten überall im Land. Und der Krieg fing an.“
    Bei uns dauert es sicherlich etwas länger.

    „Offenbar hat man damals in Algerien ihren politischen Einfluss unterschätzt. Macht Europa den gleichen Fehler?

    Ja. Zuerst hat der Islam Einzug gehalten und einen Platz in der westlichen Gesellschaft gesucht. Er hat ihn nicht gefunden. Jede Religion möchte in einem Land offiziell legitimiert sein. Man will Tempel oder Moscheen bauen und die Religion unterrichten. Die westliche Gesellschaft ist ziemlich atheistisch, das interessiert sie nicht. Aber die Muslime wollen einen Platz im Staat. Das gab Probleme. Weil der Islam nicht vorankommt, verwandelt er sich in Islamismus.“

    „… der Islamismus geht aus dem Islam hervor. Man muss die Beziehung des Islam zur Gesellschaft, zur Demokratie, zu den Frauen, zur modernen Welt hinterfragen. Und zum Staat. Was für uns selbstverständlich ist, die Vorstellung vom Staat, können Sie einem Muslim, der sein ganzes Leben mit dem Islam verbracht hat, nicht erklären. Denn im Islam existiert diese Vorstellung nicht. Da ist es vielmehr so: Gott regiert die Menschheit.“

    „Die Islamisten sind da. Wir in den muslimischen Ländern haben keine Macht mehr über die Muslime in Europa, und ihr habt keine Macht über sie. Darum ist es zu spät.

    Heißt das, die europäischen Demokratien sind nicht stark genug, um den Islamismus einzudämmen?

    Sie haben nicht mehr die Kraft, die Probleme des 21. und 22. Jahrhunderts anzupacken. Man steht da wie das Kaninchen vor der Schlange. Man hat Angst, den Islam zu kritisieren, niemand bewegt sich. Aber man muss sich bewegen!“

    Wäre natürlich denkbar, dass man den Islam zähmen kann, wenn man ihn in der Schule als Religions-Wahlfach einführt. Oder fördert man ihn dadurch?

    http://www.dw.de/sansal-den-islam-den-islamisten-wegnehmen/a-17196291

  4. „… Verzicht(?) auf die (späten) „medinischen Suren“

    vs.

    Q2:85-86 „… Then is it only a part of the Book that ye believe in, and do ye reject the rest? … and on the Day of Judgment they shall be consigned to the most grievous penalty. For Allah is not unmindful of what ye do. „ (Schwerste Strafe 4:56, für die jenigen, die nur an einen TEIL des Korans glauben und den Rest verweigern)

    ISALM IST EIN TOTALES PROGRAMM

  5. Da die sog. Bereicherungsmigranten aus einigen Millionen legalen und illegalen Muslimen immer mehr ihr wahres Gesicht zeigen,

    was beweisst, dass ihre Steinzeitidiologie wie Feuer und Wasser zu einer Gesellschaft aus sekulaer, liberal aufgestellter High Tech Gesellschaft passt, die zunehmend zu offenen Auseinandersetzungen fuehren wird,

    man nennt dies auch Buergerkrieg, der ueberall dort stattfindet, wo Muslime in genuegend hoher Zahl Einlass sich verschafften,

    die Deutschen haben leider diese Entwicklung verpennt, sich pc Parolen untergeordnet, man kann dazu nur bemerken, wer nicht hoeren will muss fuehlen.

  6. Dazu gibt es auch einen hochinteressanten Artikel in der FAZ von Tilmann Allert, in dem drei verschiedene „typen“ Islam-Studenten beschrieben werden. Leider ist er nicht online zugänglich (vielleicht kann ihn einer besorgen?):

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2013, Nr. 213, S. 7

    Bildungswelten

    Gezweifelt wird viel zu selten

    Studenten beherrschen immer weniger die Methoden der Textkritik und der Interpretation. Das macht das Studium der Islamischen Theologie schwierig / Von Tilman Allert

    Seit jüngster Zeit wird Islamische Theologie an fünf deutschen Universitäten angeboten. Die Institutionalisierung entsprechender Studiengänge gab Anlass zu politischem Streit, weil der Glaube in seinen immanenten Grundlagen und normativen Implikationen gelehrt werden soll, nicht etwa die geisteswissenschaftliche Erschließung von Voraussetzungen und Folgen des Islam als einer Kulturidee (Max Weber). Solchen Fragen widmen sich die Fächer Arabistik oder Orientalistik von jeher. Das Ziel, Personal für den sogenannten bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht und für das Predigeramt auszubilden, schwört hingegen eine Reihe von Schwierigkeiten …

    http://www.seiten.faz-archiv.de/FAZ/20130913/fd1201309133983428.html

  7. Ich mag es nicht mehr lesen.

    Islam ist keine Religion, sondern eine gefährliche Ideologie,welche uns Deutsche Menschen auslöschen will.

  8. Klar, und nur Nazis dürfen über den Nationalsozialismus schreiben.

    Es ist Irre, was uns täglich an Memoroe (Gedankendurchfall) zugemnutet wird.

  9. Wir werden ausglöscht werden, unsere eigene Dummheit und Gutgläubigkeit lassen uns dorthin segeln.

    Gegen die einwandernde Bosheit und Schlechtigkeit kommen wir nie an.

    Wir sind verloren.

  10. Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung,
    so nennt man es Geisteskrankheit.
    Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung,
    dann nennt man es Religion.

  11. #2 Marco von Aviano II (06. Nov 2013 22:54)

    Erst dachte ich, Du hättest in Deiner Abhandlung einen Schreibfehler übersehen.

    Als ich dann jedoch „Kloran“ ein zweites mal las, war ich mir sicher.
    „Kloran“ wird mit „C“ geschrieben.

  12. Darf man über den Islam forschen?

    Absolut falsche und devote Frage!

    Die richtige Frage wäre doch, wer will und wem nützt der Islam? Besonders gerade hier gesellschaftlich in Europa und ganz national in Deutschland und ganz privat in der Familie…

    In islamischen Ländern nützt er ja wohl niemanden und nichts! Das ist doch wohl klar! Für jeden! Oder?

    Über das Offensichtliche zu forschen, ist nett, aber nichtsnützlich!

  13. Wie es einem geht, der unbotmäßig forscht und arbeitet, zeigt das Beispiel von Prof. Sven Kalisch, des ersten Lehrstuhlinhabers für muslimischen Religionsunterricht an der Universität Münster. Auf Grund heftiger Proteste der Islamverbände wurde er 2008 vom Lehrstuhl entfernt.
    ——————————————-

    Sehr interessanter Artikel! Es scheint dass mit dem Islam all die akademischen Kampfmethoden der totalitären Regime in DE wiederkehren.

  14. Die Unfähigkeit zu jeder Art von Selbstkritik ist unter Mohammedanern leider systemrelevant. Allein schon das unentwegte infantile Beleidigtsein demaskiert diese „Religion“ sozialpsychologisch gesehen bis auf die Knochen.

    Das einzige was bei denen noch funktioniert ist das Wutsystem. Einmal in pseudoreligiöse Wallung gebracht, schlägt das System nur noch wild um sich, in der Regel bis zum totalen Systemabsturz. Neustart verboten. Religion ist was anderes.

    Aber wie sagte schon Wilhelm Busch:
    Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.

    PS.:
    Klasse Artikel!

  15. Nur ein gläubiger Muslim ist legitimiert über den Islam zu schreiben.

    Ja freilich.

    Nur wer in schwarzem Loch sitzt, darf über schwarzes Loch schreiben.
    Der sieht nämlich alles besser.

  16. Nur ein gläubiger Muslim ist legitimiert über den Islam zu schreiben…

    ———————————-
    nur so ein Gedanke, wenn der Gaukler und die
    deutschen Politiker immer schreiben, der Islam gehört zu Deutschland, müssten sie nach dieser Aussage doch schon Islamisten sein oder ?

  17. (…)

    Einer der Herren nahm Lüling beiseite und fragte wörtlich: “Können Sie das, was Sie an Kritik über den Koran vorgetragen haben, am Jüngsten Tage vor Mohammed verantworten?”

    (…)

    Häh? Welche deutscher Orientalist soll in den 1960er Jahren sowas gesagt haben? Ist das belegbar?

  18. Wir müssen hier Ostern und Weihnachten abschaffen, denn das ist eine reine Provokation von den ungläubigen Schweinefressern, gegenüber den rechtgläubigen!

  19. Ein Zeichen der brutalen Meinungsdiktatur, die Hand in Hand mit dieser Steinzeitidiologie einhergeht.

    Ihre Forderungen werden immer unverbluemter, agressiver, eigentlich ein Grund dass Medien, Parteien, Regierung, Kirchen einschreiten muessten um einmal ihre eigenen Interessen zu verteidigen, statt sich staendig bei diesen Steinzeitidiologen noch einzuschleimen.

  20. SALZBURGER SUFTI RITUAL FESTSPIELE

    Festspiel-Konzerte 2014: Musik des Islam und Klassik

    “Da gehen plötzlich Türen auf, an die man nie gedacht hat”
    So werden die Musiker und Ordensbrüder von Al-Tariqa Al-Gazoulia ihre Sufi-Rituale erstmals in profaner Umgebung präsentieren und versuchen, das Salzburger Festspielpublikum in „Verzückung und Ekstase“ zu versetzen, wie die Festspiele ankündigten.

    http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/konzert/sn/artikel/festspiel-konzerte-2014-musik-des-islam-und-klassik-81457/

    Sufi Rituale „Verzückung und Ekstase“ im Iran

    Video Eintritt erst ab 18 Jahren

    http://www.youtube.com/watch?v=BL5-QnxKP6E

    „Will mich Deutschland, mein geliebtes Vaterland, worauf ich (wie Sie wissen) stolz bin, nicht aufnehmen, so muß in Gottes Namen Frankreich oder England wieder um einen geschickten Deutschen mehr reich werden,- und das zur Schande der deutschen Nation.“ –

    Wolfgang Amadeus Mozart Brief an seinen Vater, 18. August 1782

  21. Das Islambild der Aufklärung war weniger kenntnisreich als idealistisch. Der Topos der Zeit waren der edle Wilde und der zivilisierte urbane Orientale, dementsprechend romantisch fiel das Islambild aus. Goethe etwa fiel diesem Zeitgeist zum Opfer.

    ————————————-

    Wenn die folgenden Ausführungen Necla Keleks stimmen, dann hat Goethe allerdings einen entscheidenden Punkt erkannt, der mir unabhängig von Goethe klar wurde und weshalb ich den Islam als „säkulare Religion“ definiere.
    Keleck sagt: (http://www.pi-news.net/2011/01/goethe-und-der-islam-teil)

    Sein [Goethes] Verhältnis zum Islam ist vielschichtiger und widersprüchlicher als behauptet. Nicht nur kritisiert der Geheimrat die „offensichtliche Benachteiligung“ der Frauen und das Weinverbot im Islam – für ihn Zeichen der „düsteren Religionshülle“, die der Prophet seinem Stamme aufgezwungen habe; an der Figur Mohammeds thematisiert er darüber hinaus den bis heute gültigen Grundkonflikt des Islams: ein Glaube, der sein „Göttliches“, seine spirituelle Dimension, verliert, weil der Prophet versuche, das „Himmlische, Ewige in den Körper irdischer Absichten“ einzuzwängen und sich so des Heiligen „am Ende gänzlich begibt“.

    So sah ich das (inhaltlich äquivalent), bevor ich diese Passage las. Seitdem zitiere ich, wenn ich das vorbringe immer Goethe. Wenn es stimmt, dann kann man also Goethe kein rein romantisches Verhältnis zum Islam zuschreiben.

  22. OT

    Sankt-Martins-Fest: Polizei bewacht Laternenumzug

    Die Kontroverse ist jedoch längst losgetreten und nimmt dabei hässliche Züge an. Das islamfeindliche Internet-Forum „Politically Incorrect“ hat seine Leser aufgerufen, der Kita ihre Meinung zu sagen.

    240 Mails gingen bei dem Kindergarten und der Stadt ein, die meisten enthalten Beschimpfungen und Drohungen. „Wir werden Eure Hütte verbrennen. Wir werden Euch niederschlagen“, zitiert Kraft, den selbst 40 solcher Mails erreichten. Er wird Strafanzeige in mehreren Fällen erstatten. Die Nachricht von der vermeintlichen Umbenennung läuft am Mittwoch über die Nachrichtenagenturen. Fernsehen und Rundfunk berichten.

    http://www.fr-online.de/bad-homburg/kriminalitaet-sankt-martins-fest-polizei-bewacht-laternenumzug,1472864,24919382.html

  23. Völlig korrekt – wirklich profund kann der Islam eben nur durch Menschen interpretiert werden, die gläubig und ohne Widerrede die islamische Gedankenwelt als Realität anerkannt haben.

    Und da wir schon mal dabei sind:
    Bitte keinen Völkermord der Türken an den Armeniern mehr behaupten!
    Hätte es diesen nämlich gegeben, dann hätten logischerweise eben nur mordende Türken überlebt; ermordete Armenier aber können nicht mehr reden und nichts bezeugen.
    Ergo sollte die Geschichtsschreibung über den Völkermord an den Armeniern auch ausschließlich den Türken überlassen werden.
    Gleiches gilt für Völkermorde an den Juden, den Chinesen in Indonesien, den Indianern in Amerika und überhaupt für alle Völkermorde an Ureinwohnern.
    Als nächstes sollte dann auch überhaupt allen Mördern in Ehrenmordprozessen erlaubt werden, selbst die Anklage gegen ihre Person zu leiten.
    Achja, und über den reinigenden Einfluß der Inquisition sollten auch nur Dominikanermönche schreiben dürfen.
    Ihr versteht schon – ist ja nur weil es der Wahrheitsfindung dient…

  24. Allein der Fall Kalisch ist so skandalös, dass eine aufrichtige Universität (Münster) eine Nachfolgebesetzung hätte ausschließen müssen.

    Im Grunde hätte das erst geschehen dürfen, wenn das gesellschaftliche und damit wissenschaftliche Klima durch einen Proteststurm freigekämpft worden wäre, dass man alle Religionen kritisieren darf.

    Ich komme mir derzeit im wissenschaftlichen und politischen Deutschland vor wie in einer inzestuösen Großfamilie voller Liebenswürdigkeit untereinander und voller verschworener Gemeinschaft gegen die von außen.

    Ein wenig frische Luft kann man mittlerweile fast nur noch an Orten wie PI bekommen, wo solch ein offensichtlich hervorragender Kopf wie Norbert G. Pressburg – ich kannte ihn bisher nicht – noch gewürdigt werden darf.

    Zur Erinnerung an den Fall Kalisch:

    „Brisant sind das Verfahren und die Personalie wegen der Vorgeschichte [für die Berufung von Mouhanad Khorchide, Anm. rotgold]:

    Der zunächst auf die Stelle berufene Professor Muhammad Kalisch stieß mit seiner Islam-Interpretation bei den Muslim-Verbänden auf Widerspruch.

    Es folgte ein Boykottaufruf gegen den Studiengang, Kalisch selbst erreichten Morddrohungen.

    Er arbeitet weiter am münsterischen Centrum für religiöse Studien, ist aber nicht mehr in die Ausbildung der Religionslehrer einbezogen.

    Diese Aufgabe soll nun der 38 Jahre alte Mouhanad Khorchide übernehmen [ist bereits geschehen, Anm. rotgold].

    http://www.wn.de/Muenster/2010/02/Hochschule-Muenster-Islam-Lehrstuhl-Brisante-Berufung-fuer-Kalisch-Nachfolge

  25. Freudscher Versprecher?

    Ich meinte nicht

    „wo solch ein offensichtlich hervorragender Kopf wie Norbert G. Pressburg – ich kannte ihn bisher nicht – noch gewürdigt werden darf“

    sondern

    „wo solch ein offensichtlich hervorragender Kopf wie Günter Lüling – ich kannte ihn bisher nicht – noch gewürdigt werden darf.“

    Das eine schließt das andere aber nicht aus … 🙂

  26. O.T

    Stiftung wagen Test

    Heute

    Rechtsvertretung im Asylverfahren

    Kosten / Leistungsverhältnis

    Schweiz:

    Interne Konkurrenz

    Der Zuschlag erfolgte zu einem Preis von 1361 Franken und 6 Rappen pro asylsuchende Person.

    Für das BfM ergab sich der Vorteil einer Auswahlmöglichkeit, da die Aufgabe für andere potenzielle Interessenten, etwa Organisationen von Rechtsanwälten, offenbar unattraktiv war.

    Damit sind auch Kosten wie jene von Dolmetscherdiensten, Koordination, Ausbildung und fachlicher Unterstützung zu decken. Dem Rechtsvertreter, der jedem Asylsuchenden zugewiesen wird, obliegen die Information seines Klienten, die Begleitung in den Befragungen und, wenn im beschleunigten Verfahren negativ entschieden wird, allenfalls die Einreichung einer Beschwerde.

    http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/mandat-des-bundes-fuer-die-fluechtlingshilfe-1.18180626

    Buntland

    Im Allgemeinen meint man, Rechtsanwälte seien teuer. Das ist falsch. Sie sind unbezahlbar…

    http://stahmann-anwalt.de/kanzlei/kosten/

    Testsieger

    Schweiz

  27. Angelika Neuwirth

    Angelika Neuwirth gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Koranwissenschaftlerinnen der Gegenwart. Die Universität Salzburg würdigt mit dem Ehrendoktorat der Theologie ihre außerordentlichen Verdienste um die Wissenschaft und die Kultur interreligiöser Beziehungen.
    Ihre Forschungsschwerpunkte sind Koran und Koranexegese, moderne arabische Literatur, palästinensische Dichtung und die Literatur des israelisch-palästinensischen Konflikts. Derzeit arbeitet sie an einer Textdokumentation und einem Kommentar zum Koran. Mit ihren Forschungen kann Neuwirth als Brückenbauerin zwischen der westlichen Koranforschung und der islamischen Welt bezeichnet werden.
    Angelika Neuwirth wurde am 4. November 1943 in Nienburg/Weser geboren. Sie studierte Arabistik, Semitistik und Klassische Philologie an verschiedenen Universitäten in Deutschland und dem Nahen Osten. 1977 habilitierte sie sich an der Universität München im Fach Arabistik und Islamwissenschaft. Sie lehrte an der Jordanischen Universität, sowie an den Universitäten in Bochum, München, Kairo, Berlin und Jerusalem. Von 1994-1999 war sie Direktorin des Orient Instituts der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Beirut und Istanbul und kehrte im Jahr 2000 an die Freie Universität Berlin zurück. Für ihre Leistungen wurde Neuwirth mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

    http://www2.sbg.ac.at/pr/News/newsengl.shtml?kategorie=detail&id=20364

  28. #31 Zirze (07. Nov 2013 05:35)

    Trotzdem kriegen die Red Akteuere der FR und Islam Umerzieher am Monatsende ihre Halbmond Dezember Zulage:

    Das Sonne, Halb-Mond und Sterne Geld

    Analog:

    Der Vorsitzende der Linken in Nordrhein-Westfalen hatte sich dafür ausgesprochen, in den Kitas des Landes die Sankt-Martins-Tradition abzuschaffen und durch ein Fest im Zeichen hell leuchtender Himmelskörper zu ersetzen. Seine Begründung: Man dürfe in staatlichen Einrichtungen nicht allen Kindern christliche Traditionen aufzwingen.

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/dinslaken/nachrichten/sankt-martin-nicht-ohne-den-heiligen-1.3798151

    „Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer dreister zu lügen.“?

  29. Habe gestern angefangen, das Taschenbuch „Der Untergang der islamischen Welt“ von Hamed Abdel-Samad zu lesen.

    Schon nach nur vierzig Seiten bekomme ich ein noch genaueres Bild vom Islam, als ich es eh schon habe. Der Islam hat meiner Meinung nach nicht nur in Europa nichts verloren, sondern auf der ganzen Welt nichts.
    Er ist Unzeitgemäß und krank.
    Alles zu unternehmen, dass der Islam keinen Fuß hier fassen kann, ist Pflicht eines jeden Bürgers.

  30. Guten Morgen,

    bravo!
    Solche Artikel sind der Grund, warum ich hier seit Jahren lese.
    Das hat Niveau, das hat Hand und Fuß, das ist sachlich und überzeugend dargestellt.
    Spricht natürlich nicht alle an, dazu ist der Text vielleicht zu anspruchsvoll und zu sehr auf’s Wissenschaftliche bezogen.
    Das ist aber immer das Problem: Denken bzw. Nachdenken über einen Sachverhalt verlangt gewisse Fähigkeiten, die der breiten Masse fehlen.
    Da es zudem sehr anstrengend ist, verzichten die meisten gerne darauf.
    Statt Fakten zu analysieren, vetritt man Meinungen, die mit einem gewissen Konsens, der durch Medien u. angeblich Öffentliche Meinung gefördert wird, konform gehen.
    Vulgär gesagt:
    Das Problem sind die vielen Arschlöcher…

    In nachdenklicher Bedrücktheit

    Jagdmops

  31. OT

    Sind hier Kölsche Jungs online?

    Da ist aber irgendwas overfaul:

    Frank (alle Namen geändert), polizeibekannt, sich rächen….

    http://www.ksta.de/ehrenfeld/-ueberfall-pruegel-opfer-konnte-befragt-werden,15187506,24912824.html

    Zweieinhalb Wochen nach dem brutalen Angriff auf einen 60-jährigen Mann in Neuehrenfeld hat die Polizei nun zwei weitere Tatverdächtige ermittelt. Ein erster Verdächtiger (37) war bereits einen Tag nach der Tat festgenommen worden. Die Auswertung seiner Handydaten brachte die Ermittler auf die Spur seiner Komplizen. Bisher haben sie sich zu den Tatvorwürfen nicht geäußert. Der mutmaßliche Haupttäter Frank S. (alle Namen geändert) konnte ebenfalls identifiziert werden, ist aber noch flüchtig. Alle vier sind polizeibekannt.

    Nach der ersten Befragung des schwer verletzten 60-Jährigen wurde deutlich, dass er sich den Angriff absolut nicht erklären konnte. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, war er jedoch kein Zufallsopfer – wovon die Ermittler zunächst ausgingen. Die Täter hatten vielmehr einem anderen aufgelauert und den 60-Jährigen verwechselt. Eigentlich wollten die vier Männer offenbar Ulrich K. (40) zusammenschlagen, mit dem Frank S. am 7. Oktober aneinandergeraten war. Der 40-Jährige, der Vorstandsmitglied in einem großen Kölner Unternehmen ist, hatte sich schon öfters darüber aufgeregt, dass Frank S. seine Garage zugeparkt hatte. Auch am 7. Oktober stand der Pkw vor der Garage, Frank S. saß noch im Auto.

    Lebensgefährliche Kopfverletzungen

    Ulrich K. soll die Fahrertür aufgerissen und Frank S. sehr deutlich aufgefordert haben, sich davon zu machen. Es kam zum Streit, die beiden Männer gerieten aneinander. Was Frank S. nicht wissen konnte: Ulrich K. ist Kampfsportler und hat den schwarzen Karate-Gürtel. Er setzte sich also mit einem gezielten Schlag zur Wehr, Frank S. musste mit einer leichten Verletzung im Krankenhaus behandelt werden. Frank S. wollte sich offenbar rächen und soll die Gewohnheiten von Ulrich K. ausspioniert haben. Davon gehen die Ermittler derzeit aus. Der 40-Jährige geht sonntags regelmäßig joggen und Brötchen holen – dabei trägt er immer eine Kappe. Frank S. wollte ihm wohl auflauern – mit der Hilfe von drei Komplizen und bewaffnet mit einer Eisenstange.

  32. Ich habe keinen Zweifel daran, daß Religion eine Wissenschaft sein kann, weil Religion einen erheblichen Teil des menschlichen Verhaltens prägt. Allerdings muß Religion keine eigene Disziplin sein, sie gehört eigentlich eher als Untergruppe zur Psychologie oder von mir aus auch ein bißchen zur Soziologie und Geschichte.

    Aber Wissenschaft und Forschung zeichnet sich dadurch aus, daß erst die Frage kommt und das Ergebnis zunächst offen ist.
    Wenn aber D. Umma al K. Anack meint, über seinen Glauben dürfe nur der forschen, der daran glaubt, also nur der, der keine Distanz zum Forschungsgegenstand hat, dann greift er das Ergebnis der „Forschung“ schon vorweg und stellt erst hinterher die passende Frage zur Antwort. Damit spricht er seinem Irrglauben selber die Wissenschaftlichkeit ab. (Das gilt aber nicht nur Muselmänner.)

  33. ….aber klar…. wahrscheinlich heißt es in 100 Jahren noch , und das nur unter den letzten aufrechten Biodeutschen-Gutmenschen dass der Koran vom „Gabriel“ kam.
    Vorsorglich werde ich heute eine Koranseite herausnehmen und anzünden – mal schauen ob sich dann inhaltlich etwas ändert.

  34. #30 ingres (07. Nov 2013 04:12)

    Wenn es stimmt, dann kann man also Goethe kein rein romantisches Verhältnis zum Islam zuschreiben.

    Es stimmt. Goethe hat sich in seinen „Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-östlichen Divans“ sehr kritisch mit Mohammed, dem Islam und dem Koran auseinandersetzt. Er weist dabei bei allen – wie so viele vor und nach ihm – auf den Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit hin. Auch wenn er einzelne arabische Gedichte („mein lieber Hafis“) beschwärmt, geht er mit „Mahomet“ scharf ins Gericht und beschreibt, wie er durch seine Mordlust, seine Vorschriften und seine Verbotswut den menschlichen Geist verkrüppelt.

    Der ganze Inhalt des Korans, um mit wenigem viel zu sagen, findet sich zu Anfang der zweiten Sura und lautet folgendermaßen: „Es ist kein Zweifel in diesem Buch. Es ist eine Unterrichtung der Frommen, welche die Geheimnisse des Glaubens für wahr halten, die bestimmten Zeiten des Gebets beobachten und von demjenigen, was wir ihnen verliehen haben, Almosen austeilen; und welche der Offenbarung glauben, die den Propheten vor dir herabgesandt worden, und gewisse Versicherung des zukünftigen Lebens haben: Diese werden von ihrem Herrn geleitet und sollen glücklich und selig sein. Die Ungläubigen betreffend, wird es ihnen gleichviel sein, ob du sie vermahnest oder nicht vermahnest; sie werden doch nicht glauben. Gott hat ihre Herzen und Ohren versiegelt. Eine Dunkelheit bedecket ihr Gesicht, und sie werden eine schwere Strafe leiden.“

    Und so wiederholt sich der Koran Sure für Sure. Glauben und Unglauben teilen sich in Oberes und Unteres; Himmel und Hölle sind den Bekennern und Leugnern zugedacht. Nähere Bestimmung des Gebotenen und Verbotenen, fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religion, Amplifikationen aller Art, grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert…

    Klar erkannt – hätte er nicht noch den freundlichen Zusatz geschrieben

    …dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.

    Es wird aber schnell klar, daß diese „Verehrung“, die Goethe meint, allein der raffinierten Konstruktion des Islams gilt, der seine Anhänger in einer undurchdringlichen Box einschließt.

    Die „Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-östlichen Divans“ sind frei im Netz. Wichtig ist der Abschnitt „Mahomet“:

    http://www.wissen-im-netz.info/literatur/goethe/diwan/14.htm

  35. Die anmaßende Aussage, dass nur Moslems über den Islam forschen dürften, lässt sich als unzulässige Neuerung (bid’a) abwehren.

    Das Problem des Imamats als zwingherrische Geistlichkeit ist, dass der Koran „Diskussionen auf bestmögliche Weise“ gegenüber Noch-Nicht-Moslems verlangt, also kann man diesen die Islamforschung nicht verbieten.

    Dass kein Zwang sein soll im Glauben, steht dem ebenfalls entgegen, und das werden die Moslems anhand legitimer Notwehr noch massiv zu spüren bekommen, falls sie weiter auf illegitimer Gewalt verharren wollen.

    Die damit verbundene unsägliche Abrogationslehre wird auch noch kippen, wenn man sich endlich mal traut, die entsprechende Imamfraktion mit aus den islamischen Quellen geschöpften Sachargumenten als die schädlichen gewaltverherrlichen Lügner bloßzustellen, die sie sind.

    Es ist auch aus missionarischer (Dawa-) Sicht völlig dumm, da jede Beschäftigung mit dem Islam die Menschen den islamischen Quellen (u.a. Koran) näher bringt. Diese Welle wird sich noch massiv verstärken.

    Wenn die Verbieter nicht darauf vertrauen, dass diese Quellen überzeugend für sich selbst sprechen, dann haben sie im Grunde gar keinen Glauben daran.

    Khorchide stellt den richtigen Islam dar, so wie er sein soll. Wenn andere Moslems ihm darin nicht folgen, ist das nur eine Frage der langsameren Entwicklung dieser anderen.

    Historische Quellen lassen sich nun mal nicht nachträglich ändern, also muss man bei der Interpretation ansetzen und diese auf den spirituellen Kern zurückführen, und genau das tut er überzeugend (außer natürlich für unverbesserliche Polemiker oder Dauerskeptiker).

  36. Über das Christentum darf man hingegen nur dann schreiben, wenn es die Medien gestatten:

    Im Spiegel ist gerade ein Beitrag über den sprunghaften Anstieg der Kirchenaustritte, angeblich infolge von Tebartz-van Elst.

    Offenbar nicht freigegeben wurde mein Kommentar dazu:

    Ich bin einer der kürzlich ausgetretenen! Aber gewiß NICHT wegen Tebartz-van Elst …

    … sondern aufgrund der forcierten Identitätsaufgabe, die die EKD christlich-muslimischen Dialog nennt. Es war vor allem empörend, dass im Sommer die Willehadi-Kirche in Garbsen nach Brandstiftung abgebrannt war, und weder seitens der Kirche noch seitens der Politik (noch seitens der meisten überregionalen Medien) irgendeine Reaktion erkennbar wurde. Man stelle sich vor, eine Moschee oder eine Synagoge hätte unter gleichen Umständen gebrannt … .

    Tebartz-van Elst ist kein Austrittsgrund, bestenfalls ein Anlaß!

    Er hätte vom Zeitpunkt her (sehr kurz nach 8 Uhr) der erste, mindestens aber zweite Kommentar dazu sein müssen. Wahrscheinlich zu weit vorne; könnte ja jemand lesen. Jede Wette, er wird freigegeben, sobald er an Position 194 ist.

  37. durch die abschaffung der freiheit der lehre beim islam, aber auch bei anderen themen wie nationalsozialismus, kehren wir in voraufklärerische zeiten zurück.

    statt lehrfreiheit ideologielastigkeit.

    ein jammer.

  38. VERBIETEN – VERBIETEN – VERBIETEN

    Schon in verhältnismässig jungen Jahren habe ich herausgefunden, dass der Satz:

    „Das muss verboten werden“

    ein klares Indiz für die linke Einstellung des Sprechers ist, heute ist es auch ein Indiz für Gut- und Bessermenschen und Mohammedaner.

  39. “Können Sie das, was Sie an Kritik über den Koran vorgetragen haben, am Jüngsten Tage vor Mohammed verantworten?”

    In der Hölle?

  40. Interessant. Aber nicht sehr aufschlussreich. Natürlich befinden sich im Koran unter anderen auch Bibelstellen. die abgeändert und manchmal bis zur Unkenntlichkeit verzehrt wurden. Das hat auch einen ganz simplen Grund. Diese Texte waren aus der Bibel abgeschrieben und dann in einen Kontext gebraucht bzw. missbraucht der den Lebenswandel dieses sogenannten Propheten entsprach..Die klösterliche Gelehrsamkeit des Mittelalters die sich mit den Koran befasst hat machte den selben Denkfehler den die heutigen religiösen Kirchen erliegen die immer noch nach Zusammenhängen suchen wo keine bestehen. Das der Koran Angriffs resident erscheint hat auch einen Grund. In arabisch geprägten Ländern darf überhaupt Kein Zweifel an der Wahrheit aufkommen weil die Kritiker vergleichbar mit dem Nationalsozialismus-umgehend beseitigt werden. In den westlichen Ländern versteckt sich diese Ideologie des Islams bis heute hinter dem Begriff Religionsfreiheit. Obwohl diese Ideologie an allen Ecken und Enden mit anderen Artikeln einer demokratischen Verfassung kollidieren wird diese nicht in Frage gestellt. Das ist eine sehr bedauerliche und gefährliche Entwicklung.

  41. Wie gefährlich es ist,
    in Sachen Koran zu forschen
    hat bereits der Forscher mit dem Pseudonym „Luxenberg“ erfahren!

  42. Khorchide war die laengste Zeit in Muenster.
    Mazyek:

    Vorbildlich, obwohl ohne bekenntnisorientierten Anspruch, ist das Projekt „Corpus Coranicum“ der Berliner Arabistik-Professorin Angelika Neuwirth. Sie bemüht sich um eine der Überlieferung entsprechende Übersetzung des Korantextes in die heutige Zeit. Nicht alles würde ich kritiklos hinnehmen. Aber an ihrer Art erkennt man ein wissenschaftliches Ethos und eine gewisse Demut, die ich mir bei Khorchide wünsche.

    http://dtj-online.de/khorchide-zit-muenster-mazyek-verfassungswidrig-13854

    Khorchide ist schon so gut wie abgesaegt.

  43. „Nur ein gläubiger Muslim ist legitimiert über den Islam zu schreiben.“

    Welch ein dummer Unfug !

    Die Shiten haben auch so einen Schreibschutz: „Nur wer mit der inneren Logik des Islam von Allah beauftragt wurde darf sich ihm widmen.“

    Nun – Allah the great by himself hat uns damit beautragt den nazifizierten Global-Faschismus der Mönche & Nonnen wegen groben Unfugs bis zum Jahre 2032 zu beenden.

    Dann muß der Iblis-Daddschal-Allah wieder in sein Verlies. Und erhält noch eine Nuklearbombe als Zäpfchen, damit er diesmal länger schlafen kann.

    Exakt so, wie es in der Offenbarung 20,7-10 steht. Johannes war ein extrem weitsichtiger Prophet und hat auch dieses Desaster erwähnt.

    „Und sie zogen hinauf auf die BBREITE der Erde (Indien, Pakistan, Russland, Europa) und sie umzingelten (mit Syrien) die Heilige Stadt.“

    Wer als sogenannter Islam-Wissenschaftler oder ´Experte´ auch nur EINE Sure rezitiert, klebt bereits am Schleimbeutel des Faschismus.

  44. „In diesem Sinne ist Kalisch-Nachfolger Mouhanad Khorchide sicher gut qualifiziert. “

    Offensichtlich immer noch viel zu gut qualifiziert. Er verfolgt nicht den Kurs des radikalen Sunnismus des Taqqiya-Meisters Mazyek, weshalb sich dieser bereits auf ihn einschießt.

    Das heisst Khorchide ist schon so gut wie weg, die Ministerbürokratie wird einknicken und irgendwann den gewünschten Imam anstellen, der Spezialist für die richtige Gebetshaltung ist….

    http://www.islamische-zeitung.de/?id=17323

    Bezeichnenderweise lobt Mazyek in dem Artikel Angelika Neuwirth vom Corpus Coranicum über den grünen Klee und das hat natürlich seinen Grund! Seriöse Wissenschaftler würden sich vehement dagegen verwahren.

  45. “Corpus Coranicum” ist ´ne echte Witznummer. Auch wenn extrem kostspielig für die Steuerzahler und auch gut gemacht.

    Dumm nur – das dies ALLES Märchen auch 1000 und 1-ner Nacht sind !

    In 2000 Jahren werden MAX & MORITZ ebenfalls als ´Religion´ an den UNI´s erforscht.

  46. Nazifizierten Global-Faschismus als ´Religion´ anzubeten ist wohl das ALLERLETZTE was die rot-grüne Polit-Medien-Maffia in Europa veranstalten konnte!

    Wenn das der ´Führer´ noch sehen könnte !
    Was Johannes von Leers dort eine tolle Leistung vollbracht hat, daß sogar die Kriegserklärung gegen die USA nicht mehr erforderlich ist.

    Weil sie schon nach 1945 dort gelandet sind und noch heute ihre Netwerke spinnen.
    Oh shit! – Ob der NSA auch bei PI mitliest?

  47. #46 Babieca (07. Nov 2013 08:25)

    „Es wird aber schnell klar, daß diese “Verehrung”, die Goethe meint, allein der raffinierten Konstruktion des Islams gilt, der seine Anhänger in einer undurchdringlichen Box einschließt.“
    ————————————————-

    Also wenn ich Zeit hab, werde ich mir das mal ansehen; denn es interessiert mich schon (in den Feinheiten) wie Goethe den Islam gesehen hat. Man versucht ja u. a. Mohammed als geistesgestört darzustellen. Krank mag er gewesen sein, aber daaa muß ja dem Geist keinen Abbruch tun. Aus meiner Sicht ist der Islam in mehrfacher Hinsicht ´“raffiniert“ und super gefährlich. Aber er ist auch partiell Wahrheit, nur dass die Wahrheit extrem überstrapaziert wird. So muß man z. B. die Unterschiedliochkeit von Männern und Frauen ja ganz offensichtlich nicht in ein derart starres Muster fassen.(Wer übrigens mehr darunter zu leiden hat, ob Frauen oder Männer, wenn man die Gewalt gegen Frauen außer acht läßt, ist für mich keineswegs klar). Die Wahrheit des Islam wird aber nicht nur in ein starres totalitäres System gepreßt, sie bietet eben auch maximale Orientierung. Im Islam weiß jeder genau wofür er da ist. Darauf mag z. B. die Anziehungskraft für sehr schwache Individuen (u.a. eben Konvertitinnen), aber auch für Leute wie Pierre Vogel liegen. Es ist also durchaus verständlich, dass Moslems sich von userer wertfreien Gutmenschengesellschavft abgestoßen fügen (das ist, ohne das es iohnen bewußt ist sogar höchst wahrscheinlich) so wie es gleichzeitig möglich (allerdings nicht verständlich) ist, dass jemand der als Autochthoner von der Gesellschaft angewidert ist, dem Islam anschließt. Grundsätzlich würde ich Letzteres akzeptieren, bzw. habe es vor einigen Jahren (als ich noch nicht wußte, dass der Islam uns bereits mit Gewalt unterwandert)auch noch so ausgedrückt. Was aber inakzeptabel ist, ist, dass der Islam und damit eben die Moslems diesen Standpunkt mit Gewalt durchsetzen wollen. Genau da liegt auch der Hauptfehler der Thesen Luckes zum Islam. Denn der Islam wird sich eben nicht demokratisch durchzusetzen versuchen, sondern schlußendlich notwendig mit Gewalt. Und damit sind die Thesen Luckes sämtlich obsolet.

  48. #63 ingres (07. Nov 2013 13:34)

    Und man muß feststellen: Da der Islam sich notwendig mit Gewalt durchsetzen will und wird muß (müßte) man, wenn ´man das nicht will, ohne wenn und aber Gegenmaßnahmen überlegen, die sowohl alle demokratische Gewalt, als auch alle notwendige „Notfall-Gewalt“ mir einschließen. Müßte man …

  49. #47 confluctor

    Egal wie man´s dreht oder wendet, fest seht, daß die Konzeption Allahs im Mohammedanismus mit dem principium contradictionis unvereinbar, unlogisch ist. Daran kann kein noch so allmächtiger Gott etwas ändern. Im Gegensatz zu den Katholiken ist beim Mohammedanismus der Gott in derselben Hinsicht Dynamis (potentia) und Energeia (actus) d.h. causa sui, was die Trinität natürlich ausschließt und Jesus vom Logos zum Knecht dieses Allah macht. Ermöglicht wurde diese ursprünglich christlich aramäische Sekte, eine Häresie, durch die Modifikation des Platonismus und auch der Lehre Plotins durch dessen Schüler Malek, der Form (morphe) und Verwirklichung, Vollendung (energeia) trennt und das Sein (einai, esse), er nennt es Hyparxis (existentia), mit der reinen Energeia, dem reinen Geist (nus, intellectus) identifiziert. Jesus Christus ist nicht mehr der Logos, die erste begrenzte Seiendheit (ousia, essentia) nicht mehr die Vollendung (energeia, actus) des Seienden; durch ihn und mit ihm kann die Schöpfung nicht mehr geschehen, rein christlich gesehen. Warum äußern sich die Imame, allen voran Idriz nicht dazu, daß ihre Lehre bzgl. Allah jeglicher Logik widerspricht?

  50. Danke für den Artikel.
    Habe schon öfters auf Lüling hingewiesen.
    Hier noch ein guter Artikel zum Thema:

    http://www.inarah.de/cms/historische-methoden-forderung-nach-wohlwollen.html

    Die Anwendung historischer Methoden und

    die Forderung nach Wohlwollen gegenüber dem Islam

    Ibn Warraq

    „Es ist sicherlich eine Schande, dass das, was Karl Binswanger „dogmatische Islamophilie“ nannte, es modernen Islamwissenschaftlern möglich machte, Günter Lüling eine faire Chance zur Vorstellung seiner Ideen zu verweigern und seine akademische Karriere zu vernichten.40 Deutsche Islamwissen­schaftler sollten an den Arabisten Götz Schregle und sein „geistiges Tragen eines Turban“ denken, wobei er islamische Wissenschaft betrieb und nicht Wissenschaft über den Islam. Ebenso verwerflich ist die Unterstellung von verschiedenen „verdächtigen“ Motiven in Bezug auf die Arbeit Wans­broughs und derer, die von ihm beeinflusst wurden. 41 Wissenschaftler im Westen müssen unbeirrt und ohne Apologetik auf ihrem Recht bestehen, den Islam zu untersuchen und diesen nach den objektiven Standards historischer Methodologie (die auf Konjekturen und Widerlegungen, kriti­schem Denken, rationalen Argumenten, dem Vorlegen von Beweismitteln etc. beruht). Dem Ideal unvoreingenommener historischer Untersuchung würde ein tötlicher Schlag versetzt, wenn diese mit dem muslimischen oder christ­lichen Glauben vermengt würde. Wenn subjektive religiöse Glaubensvorstellungen mit dem von ihnen dogmatisch als sicher Erachteten in den „historischen Annäherungsprozess [hineingebracht würden], dann würde dies unvermeidlich all das untergraben, was nach Ansicht von R. G. Collingwood zu fundamentalen Eigenschaften eines kritischen Historikers gehört: die Skepsis gegenüber Zeugnissen aus der Vergangenheit.“

    Diese Aussagen gelten für alle Religionen und Weltanschauungen, sage ich als agnostischer Atheist.

  51. @#61 Rettirzuerk Wesener

    Nachzutragen wäre noch folgendes:
    Das Corpus Coranicum basiert auf dem sog. „Bergsträsser- Archiv“. Das ist eine Sammlung von Photografien alter Korantexte die Gotthelf Bergsträsser (1886 – 1933) auf seinen Orientreisen anlegte. Nach dem Tode Bergsträssers gelangte der Ordinarius Anton Spitaler irgendwie In den Besitz des Archivs, behauptete aber, die Sammlung sei 1944 bei einem Bombenangriff auf München zerstört worden.
    1990, oh Wunder, tauchte die Sammlung wieder auf – und zwar, niemanden wunderts mehr, bei der besagten Angelika Neuwirth.

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