Im Dezember vor 40 Jahren erschien eines der bedeutendsten Bücher des vergangenen Jahrhunderts. Mit seinem Schriftwerk „Der Archipel Gulag“ (kl. Foto oben) schrieb der ehemalige russische Gulag-Häftling Alexander Issajewitsch Solschenizyn (kl. Foto unten) im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte. Als Überlebender des sowjetkommunistischen Repressionssystems aus Zwangsarbeitslagern gelang es ihm als erster Inhaftierter unter Millionen den genauen Lageralltag schriftlich festzuhalten und anschließend international zu veröffentlichen.

(Von Rechtskonservativer Denker)

Bereits ab 1962 veröffentlichte er seine beiden Vorgängerwerke „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ und „Zwischen zwei Mühlsteinen“. Die ersten kritischen Auseinandersetzungen mit dem Stalinismus unter dem damaligen Regierungschef Chruschtschow gewährten ihm den ersten Zugang zur breiten Öffentlichkeit. Doch erst mit „Der Archipel GULAG“ im Jahre 1973 gelang es ihm, zur weltweiten Verbreitung der Verbrechen beizutragen, die im Namen des Sozialismus unter Lenin begonnen und unter Stalin konsequent weitergeführt wurden.

Die Verbreitung seiner Erzählungen ist insofern besonders bedeutsam, dass bis weit in das 20. Jahrhundert hinein das hauptsächliche Augenmerk der kritischen Betrachtung von geschichtlichen Ereignissen auf der Ära des Nationalsozialismus lag. Viele Geschehnisse im sowjetischen Sozialismus lagen noch Jahrzehnte nach dem Sieg über das Dritte Reich weitgehend im Dunkeln.

Die Veröffentlichung seiner Schriften stand lange Zeit auf wackeligen Füßen und drohten zu scheitern, als dem russischen Geheimdienst KGB Manuskripte zu seinem Roman „Der erste Kreis der Hölle“ und dem Theaterstück „Republik der Arbeit“ in die Hände fielen.

Seit 1965 stand Solschenizyn unter ständiger Beobachtung des Geheimdienstes. Doch es gelang Solschenizyn, seine Schriften, die er zum finalen Werk „Der Archipel GULAG“ verarbeitete, vor seinen Beobachtern zu verbergen. Mit der Publizierung von „Der Archipel GULAG“ kam er zu weltweitem Ruhm.

Bereits 1970 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, nahm ihn aber nicht persönlich entgegen. Er fürchtete, vollständig aus der Sowjetunion ausgeschlossen zu werden, die er trotz ihrer Verbrechen immer als seine geistige Heimat betrachtete.

Nach seiner Rehabilitierung kehrte er 1990 in die Sowjetunion zurück. Staatspräsident der scheidenden Sowjetunion war Michail Gorbatschow, der entscheidend an der Annäherung der Sowjetunion an den liberalen Westen mitwirkte.

Unter der Humanisierung durch Gorbatschows Politik wurde es Solschenizyn möglich, seine Erzählungen ohne Sorge um Verfolgung zu verbreiten. So trug er einen entscheidenden Teil zur weltweiten Aufklärung über das Leben und Leiden in der sozialistischen Sowjetunion bei. Inzwischen gehört „Der Archipel GULAG“ zur Pflichtlektüre für russische Oberschüler.

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38 KOMMENTARE

  1. Ich möchte mal darauf hinweisen, dass jüdischen Mitbürger seit gestern das „Lichterfest“ Hanukkah feiern.
    Ich wünsche alles Gute und ein frohes Hanukka.
     
    Mein Gastbeitrag liegt seit drei Tagen in der PI_Mailbox.
    Gastbeitrag: Hanukkah oder Lichterfest dauert vom 28. November 2013 bis 05. Dezember 2013

  2. Der Bruder meines Opas ist auch in einem Gulag ums Leben gekommen!

    Er ist vom Wachtturm gefallen und hat sich das Genick gebrochen! 🙁

  3. Das Thema GULag erinnert mich immer an Fritz Umgelters fabelhaften mehrteiligen Straßenfeger „So weit die Füße tragen“ von 1959. Es gibt auch eine ideologisch frisierte Neufassung von 2001, die ich aber für nicht sehenswert und diskussionswüdig halte. Hier wird von linken Ideologen nach Gutdünken die Geschichte umgeschrieben wie „ihre“ (muß man schon sagen) Bolschikipedia.

  4. Habe das Buch gelesen und kann es nur empfehlen.
    Da stehen einem wirklich die Haare zu Berge.
    Das sollten sich mal die Steinzeitkommunisten, die sich „Die Linke“ nennen und sich am Futtertrog des Steuerzahlers gut eingerichtet haben, zu Gemüte führen.
    Besonders empfehle ich das Buch dieser linken
    Stalinverehrerin Sarah Wagenknecht.

  5. Izmir Übül
    Remember:
    Damals hatte noch nicht jeder einen Fernseher und die Serie lief noch in s/w. Bei jeder Folge hockten wir in Hochspannung vor dem TV bei Oma. Die ganze Stube war ein Kino. Kinder und Erwachsene fieberten den Filmen entgegen.

  6. #4 Felix Austria (29. Nov 2013 16:18)

    Ja, Wahnsinn. Wenn ich dran denke, wie ich in meiner Kindheit in den 70s dem Seewolf mit Harmstorf entgegenfieberte. Das waren Happenings, unvergeßlich. Alle freuten sich: „Heute gehts los!“ Fritz Umgelters 6teiler habe ich – altersbedingt – erst viel später kennengelernt.

    Aber was noch Frappierender ist: Der Zusammenhalt der Jungs, die dort in die Verdammnis geschickt wurden, war viel größer als man sich heute ein Verhältnis zum Nachbarn (oder gar der eigenen Familie) vorstellen kann.

    „Sie ziehen sich zurück wie Schnecken“, hat sogar mal die Grünen-nahe Böll-Stiftung über die Auswirkungen der Überfremdung geschrieben:

    http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_1257.asp

  7. Gibt es Parallelen zur heutigen BRD-Regierung?

    In dem „Archipel GULAG“ führte Solschenizyn auf drastische Weise vor, was er damit meint: eine feige, brutale, halb geisteskranke Elite, von ihrer historischen Mission überzeugt und bereit, der Verwirklichung einer Idee die Wirklichkeit selbst zu opfern. Das eigene Volk wird zum Feind erklärt, weil es aus Menschen besteht statt aus klassenbewussten, kraftstrotzenden, unbeugsamen Über-Proletariern.

  8. So ein Arbeitslager für unser jetzige drei Sternen Gefängnis Unterkünften wäre einen
    Traum ! Damals waren es meist wirklich Politische Verfolgten die dieser Hölle
    erlebten ! Ich wünsche mir von Herzen so
    ein Lager für Kopf-Tot-Treter !
    Leider ist das in so einen Linksgrün/versifftes Europa nicht mehr
    möglich !

  9. Nach dem Krieg kam zur Sorge um das tägliche Brot die Angst vor der Willkür der Sowjets. „Den haben sie ‚abgeholt'“ „Und Jenen auch!“ wurde scheu geflüstert. Einer meiner Onkel wurde denunziert und verschwand, niemand wußte wohin. Seine Frau bekam keine Nachricht und nahm sich das Leben. „Und dabei hatte sie noch 50 Mark im Portemonee!“ sagten die dummen Weiber. Zur Begrüßung wurden ihm mit dem Revolver die Zähne eingeschlagen. Nach Stalins Tod kam er frei. Bei seiner Rehabilitierung stellte sich heraus, daß man in ihm einen deutschen Offizier vermutet hatte. Daß das nicht sein konnte, hätte sich leicht nachprüfen lassen, aber die GPU irrt sich nicht. Rechtsstaat DDR! Es war nicht alles schlecht …

  10. In diesem Kontext empfehle ich dem geneigten Leser das Werk von Warlam Schalamow : Erzählungen aus Kolyma. Dessen Erlebnisse verdeutlichen sehr direkt die Jahre im GULAG und sind ein schauriges Zeugnis der kommunistischen Ideologie.

  11. Ein kleines Memorandum für Lee Rigby (RIP):

    Heute begann der Prozess gegen die beiden Moslem-Neger, die den britischen Soldaten Lee Rigby auf offener Straße im bunten London geschächtet haben.

    Selbst diese abscheuliche, aber islam-typische Tat hat in keinster Weise zum Umdenken der britischen Gesellschaft und schon gar nicht des Opportunistenlumps Cameron geführt, was die Islamisierung Britannistans betrifft.

    Ich wünschte, dass so ein Verbrechen von islamischen Monstern nie wieder geschieht, weiß aber, dass es sich in Europa noch tausendfach wiederholen wird.

  12. Solschenizyn führt seine Leser über einen gigantischen Friedhof, an den Gräbern derjenigen entlang, die diesem Wahn zum Opfer gefallen sind.
    Und obwohl sich die Reihen der Gräber scheinbar in die Unendlichkeit erstrecken, wird er nicht müde, bei jedem einzelnen zu fragen: Warum?
    Dieses Warum ist die Essenz des Buches. Warum hat sich die paranoide Logik der Täter überhaupt Geltung verschafft? Warum ergeben sich die Opfer ihrem Schicksal? Warum bleiben die Mitwisser feige und bequem?

  13. Nicht nur Zwangsarbeiter mußten leiden !

    Beim sowjetischen Atombomben-Programm ,daß eilig durchgepeitscht wurde ,nahm man keine Rücksicht auf die eigene Bevölkerung !

    Im Jahre 1957 explodierte ein Tank mit hochradioaktivem Abfall und verseuchte den Südural auf einer riesigen Fläche !
    Der „Kyschtym-Unfall“ ist bis heute relativ unbekannt !

    http://blog.soziales-dorf.eu/module-news-display-sid-192.html

  14. @ #11 Felix Austria

    Das gleiche in deutschen KZ. Wie kann so etwas geschehen, mehr oder weniger vor den Augen der Öffentlichkeit?

    Wenn ich mir heute die BRD-Zombies anschaue, die dem Führer „Mulitkulturalismus“ (Euphemismus für Islamisierung) zujubeln und all die Morde, die in seinem Namen begangen werden, nicht sehen wollen, dann verstehe ich, wie das damals geschehen konnte.

    Auch heute wird wieder geschwiegen, geleugnet und weggeschaut. Nur sind es heute keine Lager, in die ausgewählte Menschen gesteckt werden. Heute ist es ein Freilandexperiment, das jeden treffen kann.

  15. Ebenfalls empfehlenswert für all jene die nicht so recht an die Segnungen der politisch korrekten Mülltikültüralität glauben können:

    http://www.amazon.de/Das-Schwarzbuch-Kommunismus-Unterdr%C3%BCckung-Verbrechen/dp/3492046649/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1385740026&sr=8-1&keywords=schwarzbuch+des+Kommunismus

    In diesem Buch wird wieder mal einwandfrei belegt dass das Bestreben eine utopische Gesellschaft zu errichten die Hauptquelle des Elends ist, das Menschen einander zugefügt haben und heute noch zufügen.

  16. #16 Geert akbar

    So ist es im Grunde genommen unfassbar, dass Leute wie Marian Offman (München) sehenden Auges in das Unglück laufen. 🙄

  17. Das hab ich vor über zwanzig Jahren gelesen und damals noch gar nicht so geschnallt, was das alles bedeutet. Immerhin wiesen meine Eltern darauf in, daß dieses Buch manchen Marxisten/ Kommunisten hierzulande nachdenklich gemacht habe. Hoffentlich hat es das…

  18. Vor 39 Jahren wies ich, obwohl ich damals der sozialistischen Idee wohlwollen gegenüberstand und auch solidarisch mit den „Linken“ war, eine DKPistin darauf hin, dass es in der Sowjetunion nach Solschenizyn den Archipel Gulag gegeben hätte. Als Antwort bekam ich in etwa, in wohlwollender Athmosphäre: Solschnizyn sei ein bürgerlicher Ideologe der den Sozialismus nicht verstehe und ihn schlecht machen wolle.

  19. Passt hier auch ganz gut:
    Liebe Redaktion,
    könnt Ihr nicht den Demo-Aufruf gegen Christenverfolgung morgen 14 Uhr Köln Domplatte noch mal einstellen?
    Vielleicht finden sich ja noch ein paar Leser bereit, da morgen hin zu fahren.
    Danke

  20. Kürzlich behauptete mir gegenüber ein Alt-Linker: Der Archipeö Gulag sei doch nur Fiktion. Bei so viel Dummheit oder Unverfrorenheit bleibt einem glatt die Luft weg.

  21. Freiheit, Gerechtigkeit, das hat man nie sicher in der Tasche. Müssen immer wieder neu erkämpft werden. Solschenizyn und seine Schriften haben micht tief beeindruckt. Die Kerker der Inquisition, die Leichenberge der sg. Kolonisation, die Schreckensherrschaft der Sklaventreiber, die Mordorgien in den Religionskriegen, die Blutbäder während der Revolution (Vendee), die schrecklichen Kriege, der Napoleons, Hitlers, Stalins, Maos, die KZ´s, die Gulags, der Hungerkrieg gegen die Ukrainer, etc etc etc. Das Totalitäre, der Wahn, man habe die letzte Erkenntnis und dürfe jeden verfolgen, der sich verweigert, dieser Hydra wachsen täglich neuer Köpfe.

  22. #22 freitag (29. Nov 2013 17:15)

    Mindestens 20 Polizeifahrzeuge gezählt. Was mag die Minute Einatz den (zukünftig durch weitere Massenschläger) „bereicherten“ Steuerzahler kosten?

  23. Mitte der 70er Jahre hatte ich eine Diskussion mit einer fanatisch kommunistischen Komilitonin, so etwa 22 Jahre alt. Ich – etwa 35 Jahre – wollte die Diskussion, die sich im Kreise drehte beenden und stellte fest, dass der Komunismus nichts für mich ist, und dass ich mich nie zum Komunisten wandeln würde.

    „Dann musst Du eben UMERZOGEN werden!“ war die Antwort.

    Das GULAG ist gar nicht so weit weg, wenn es nach den Linken geht!

  24. je nach Schätzung beziffert sich der Massenmord der von dem preußischen Staatsphilosophen Hegel inspirierten Engels und der ebenso arbeitsscheue Anwaltssohn Marx ausgedachten Marxismus allein in der Sowjetunion auf 20-70 Millionen Morde. Man sollte den Höchstwert unterstellen. Dazu muss man einfach den ‚Kurzen Lehrgang‘ des primitiven Massenmörders Stalin lesen, dessen barbarische Terminologie die gleiche des perversen österreichischen arbeitsscheuen Hitlers ist: http://stalinwerke.de/geschichte/geschichte-064.html

    Hat man das begriffen, dann kann man sich bitteschön gerne an mich mit der Bitte wenden, Zitate der Deutschen Engels und Marx zu liefern, die beweisen, dass der Massenmord der Lenin, Stalin, Mao und Pol Pot bereits im Werke der Hegelianer angelegt war. So und nicht anders.

  25. Alle Wahhabiten und Salafiten nach Sibirien in den Arbeitslager!!
    Sollen die Gleise mal im Sumpf fertigstellen!

  26. Problem an diesen Lagern ist nicht, dass die existiert haben, sondern , dass oft auch die falschen Leute dort endeten!

  27. #24 ingres

    Vor 39 Jahren wies ich, obwohl ich damals der sozialistischen Idee wohlwollen gegenüberstand und auch solidarisch mit den “Linken” war, eine DKPistin darauf hin, dass es in der Sowjetunion nach Solschenizyn den Archipel Gulag gegeben hätte. Als Antwort bekam ich in etwa, in wohlwollender Athmosphäre: Solschnizyn sei ein bürgerlicher Ideologe der den Sozialismus nicht verstehe und ihn schlecht machen wolle.

    Mit demselben Recht wäre zu behaupten, dass ein KZ-Überlebender den National-Sozialismus nicht verstehe und ihn schlecht machen wolle.

    Auf (gewisse) Parallelen und Prognosen in Bezug auf den §130 (ff) weise ich aus gegebenem Anlass und in Anbetracht der (noch) sichtlichen Unterschiede nur sehr vorsichtig hin.

  28. Jedes mal, als in meiner Schulzeit einer meiner Klassenkameraden, der schwer DKP war und UZ abonnierte, auf den Archipel Gulag hin angesprochen wurde, nannte er Solschenizyn nach der DDR-Sprechart seines Biotops : „Alexander Schizophrenitzky“. Mein Gott, wie der sich in den Diskussionen bei dem Thema verbog.

    Apropos UZ: Wäre es jetzt, da über 90% aller RedaktösInnen und Redaktös_innen dieser Partei angehören und über 10% SPD sind, jetzt wo auch Abo- und Auflagenschwund die Redaktionen aller Nachrichten Erziehungsmedien beutelt… Also, wäre es da nicht endlich mal angebracht, dass diesem mündigen Presse-Konsens auch mal Rechnung getragen würde ? Indem man das anonyme und intellektuell etwas kalte „DIE ZEIT“ einfach in ein solidarisches, regelrecht fast Woodstockhaft klingendes „UNSERE ZEIT“ umfrisierte ? Sowas dürfte doch gleich mal die Solidarität schon des morgens an die Kioske -, und die Abos in die Höhe treiben.

  29. Der Archipel GULAG entstand unter Stalin – dem Wilden aus dem Kaukasus.

    Was die Wilden aus Afrika / Orient veranstalten, wenn sie freie Hand bekommen, wird noch viel schlimmer sein.

    Leider können die meisten Menschen aus der Geschichte nicht lernen.
    Deshalb wiederholt sie sich.

  30. Man kann in einer Diktatur leben, wenn sie nicht gerade verrückt ist (wie unter Stalin).

    Im multiethnischen Chaos kann man dagegen nicht leben –
    man kann es zufällig überleben, aber nur mit sehr viel Glück.

  31. Nicht umsonst war das Buch in der DDR verboten.
    Ein Wesensmerkmal jeder Diktatur ist es seit jeher, unliebsame Publikationen oder abweichende Meinungen zu zensieren und zu verbieten.
    Heute sind wir längs wieder an diesem Punkt angelangt.

  32. Als Slavist hatte ich einen etwas leichteren zugang zu den werken von Solzenicyn (Transkription).
    Ein Tag aus dem leben … , Der erste Kreis der Hölle
    habe ich gelesen.
    Wenn bis dahin noch eine leichte neigung zu allem linken bei mir bestanden hatte – danach war es damit für immer
    aus,
    finito,
    sense
    und
    vorbei

    Warum er überhaupt in den gulag gekommen war?

    Seine einzige schuld bestand darin, daß er als Sowjetsoldat im Westen (die spätere ddr) gewesen war und hier gesehen hatte, wieviel fortschrittlicher und auf höherem niveau die leute hier lebten. Um diese erfahrungen nicht weiter verbreiten zu können, sah die sowjetmacht keinen anderen ausweg, als die meisten (sowjetmenschen), die den westen kennengelernt hatten (darunter auch solche, die die kriegsgefangenenlager im deutschen machtbereich überlebt hatten), in sibirien zu entsorgen und sie hier beim „aufbau des sozialismus“ zu verheizen.

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