1

JU-Manifest: Annäherung der CDU an Grüne

Screenshots_2013-12-09-16-46-14Die verweichlichte CDU befindet sich weiter auf ihrem strammen Linkskurs. 50 CDU-Anhänger der Jugendorganisation Junge Union haben ein Manifest erarbeitet, das weitere Annäherungen der CDU an die Grünen vorsieht.

(Von Rechtskonservativer Denker)

Unter anderem haben die CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Spahn, Michael Brand, Thomas Jarzombek, Günter Krings und Steffen Bilger das Manifest unterzeichnet, sogar der JU-Chef Philipp Mißfelder unterstützt das antikonservative Pamphlet der eigentlich als relativ bürgerlich geltenden Jungen Union, die verstärkt in den letzten Jahren versuchte, das konservative Profil der Union zu betonen.

Aber wie das nun einmal ist, ist die Junge Union eine relativ bedeutungslose innerparteiliche Organisation, die weder Druck auf die Bundestagsfraktion ausüben, noch inhaltlich-programmatisch etwas Großartiges bewegen kann. Und doch gibt es mal wieder aus dem unter Roland Koch ehemals konservativen Hessen ein heißes Lüftchen. Hessen-CDU-Chef Volker Bouffier spricht sich politisch korrekt für schwarz-grünen Singsang aus:

„Ich will hier nichts überhöhen. Aber wenn wir hier fünf Jahre lang stabil und erfolgreich regieren, hat das natürlich Signalwirkung über Hessen hinaus.“

Mit anderen Worten, Hessen ist ein Testlauf für eine potentiell schwarz-grüne Bundesregierung. Und wenn es so laufen sollte, wie es gerade bei der großen Koalition der Fall ist, in der die SPD größere Keulen schwingt, als ihr im Vergleich der Stimmenanteile von ihr und der CDU zustehen, wird sich die CDU auch auf Bundesebene von der 68-Melonen-Partei überfahren lassen, die gegen eine übermächtige Union normalerweise nichts zu melden hat. Doch die Grünen, die bei der Aufweichung der Union kräftig mitgeholfen haben, werden sich ihre Anteilnahme sichern, wenn es zu solch einem Bündnis kommen sollte, notfalls wie immer mit der herbeigezogenen Rassismus-Keule.

Des Weiteren tönen die jungen CDU-Sozialdemokraten, man wolle eintreten „für einen aktiven Austausch mit den Grünen, um persönliche Kontakte weiter auszubauen und inhaltliche Gemeinsamkeiten zu suchen“.

Seit wann sucht man persönliche Kontakte zu Mitgliedern politischer Gegnerschaft? Bei Sozialdemokraten mag das nachvollziehbar sein, bei den sozialistischen Grünen, deren Basis reichlich kommunistische Vergangenheit besitzt, haben CDU-Leute, deren „konservative“ Ansichten den sozialistischen gegenüberstehen, nichts zu suchen. Man organisiert sich parteipolitisch, um eigene politische Ziele zu erreichen, nicht um es anderen recht zu machen.

Die Sache ist klar: Man setzt die Erschießung Modernisierung der CDU weiter entschlossen fort und hat sich für die Bildung einer neuen Bundesregierung im Jahre 2017 ein neues und klares Ziel gesetzt. Man will die nächste Stufe der linken CDU in Zement gießen.

„Für einen anhaltenden Erfolg der CDU ist es zudem auch wichtig, dass junge Köpfe in Partei und Fraktion an verantwortlicher Stelle Profil gewinnen und Themen für die Union besetzen.“

Das ist das magische Wort der Jungen Union. Wer bemüht sich denn um Profil und thematische Schärfe, wenn die eigenen Linien eigentlich klar sein sollten? Man versucht schlicht und einfach, sich neu zu positionieren. Nach rechts rückt auch die „konservative“ Junge Union nicht, die unmittelbar von der übergeordneten Parteibasis abhängig ist. Somit bleibt in Sachen parteiliche Gesamtheit, programmatische Glaubwürdigkeit und öffentlicher Druck nur der Linkskurs übrig.

Na dann ahoi, CDU 2017…


» FOCUS-Online-User sehen starken Linksschwenk der CDU:

cdu_kurs