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Krefelder Grüne bemängeln Asylanten-Razzia

Krefelder_AsylantenheimIn einer Krefelder Asylantenunterkunft ist im Januar bei einer Großrazzia Diebesgut sichergestellt worden und es wurden nicht gemeldete Personen angefunden. Laut Verwaltung verlief die Aktion sehr ruhig ab. Aber bereits unmittelbar nach dem Einsatz hatte Christoph Bönders (kl. Bild), Ratsherr der Grünen und Vorsitzender des Integrationsausschusses, nichts anderes zu tun, als zu fragen, ob „die Razzia verhältnismäßig und kultursensibel durchgeführt worden“ sei. Wie immer bei Linksgrünen sind also die Täter in erster Linie einmal Opfer.

Am kommenden Donnerstag nun befasst sich der Integrationsausschuss der Stadt Krefeld mit der Razzia.

Die Rheinische Post schreibt dazu:

„Die Razzia wurde der Verwaltung mit der Bitte um Geheimhaltung wenige Tage vorher angekündigt“, heißt es in der Vorlage. Der Verwaltung habe ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichtes Krefeld vorgelegen. Begonnen habe der Einsatz gegen 9.15 Uhr und sei gegen 11.30 Uhr beendet gewesen. Während der Durchführung seien neben den Polizisten fünf Mitarbeiter der Krefelder Verwaltung vor Ort gewesen. Aus den Bereichen Soziales und dem Fachbereich Ordnung kommend, haben die Mitarbeiter laut Vorlage für Fragen von Bewohnern und Polizei zur Verfügung gestanden. Am Nachmittag des Durchführungstages habe ein Sozialarbeiter seine Präsenzzeit am Siemesdyk absolviert.

Von den Bewohnern sei der Einsatz der Polizei gegenüber Betreuern und Sozialarbeitern auch in den Folgetagen nicht thematisiert worden. In der Verwaltung habe man den Eindruck, „dass durch den hohen Personalaufwand der Polizei die Einsatzzeit möglichst kurz gehalten wurde und die Bewohner damit ihren gewohnten Tagesablauf zügig wieder aufnehmen konnten“. Die meisten der dort wohnenden Kinder seien zu dem Zeitpunkt zur Betreuung in den Kindertagesstätten oder zum Unterricht in den Schulen gewesen.

Am besten ist wohl nach Ansicht der Grünen, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen, ganz egal, was die Asylanten alles für krumme Dinger drehen. Schließlich gehört Diebstahl und unkonventioneller Familiennachzug zu deren kulturellen Eigenheiten, die wir hier gefälligst „auszuhalten“ und respektieren haben.

Oder um es mit den Worten des grünen Oberlehrers Christoph Bönders auszudrücken:

Mehr politische Teilhabe von Migranten in Krefeld ermöglichen – Flüchtlinge schützen – Rassismus ächten – Mehr Bildungsgerechtigkeit nicht nur für Migrantenkinder herstellen!

Krefeld ist eine Stadt mit hohem Migrantenanteil. Menschen mit Migrationsgeschichte fühlen sich in unserer Stadt durch dumpfe ausländerfeindliche Parolen –wie in den vergangenen Jahren bei den unsäglichen NPD-Demonstrationen- zunehmend beleidigt und bedroht. Für mich gilt deshalb uneingeschränkt: Allen zunehmenden ausländerfeindlichen Äußerungen, den Forderungen nach Ausgrenzung und sozialer Benachteiligung muss entschlossen entgegen getreten werden!

Ich möchte mich im Stadtrat weiterhin für die aktive Gestaltung von Integration einsetzen, die jedoch nicht mit Assimilation verwechselt werden darf. Die bisherige CDU/FDP Mehrheit hat diese kommunale Zukunftsaufgabe in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt. Krefeld braucht nach vielen Jahren der Untätigkeit und Ausgrenzungspolitik insbesondere der „Christ“-Demokraten ein Integrationskonzept, eine/n Integrationsbeauftragten und einen Ratsausschuss für Zuwanderung und Integration. Ich möchte weiterhin dafür streiten, dass diese notwendigen institutionellen Verbesserungen endlich von einer neuen Sichtweise begleitet werden, die die Potentiale der vielen Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt aufgreift und Migration als Bereicherung und nicht primär als Dauerdefizit ansieht. Dafür brauchen wir auch eine verbesserte schulische Förderung der Kinder mit Migrationsgeschichte in unseren Schulen, die sich nicht nur auf Sprachdefizite konzentrieren darf. Als jahrzehntelang in der Hauptschule tätiger Lehrer weiß ich: Auch für Migrantenkinder gilt: Längeres gemeinsames Lernen verbessert Bildungs- und Beteiligungschancen!

Kontakt:

» Christoph Bönders: boenders.klima@t-online.de