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München: Luxusjuwelier mit Äxten überfallen

Der bekannte Münchener Luxus-Juwelier Chopard in der Maximilianstraße ist Opfer eines brutalen Überfalls geworden. Der Raub geht möglicherweise auf das Konto der international agierenden Diebesbande „Pink Panther“.

Sieben Täter wurden festgenommen, einer davon ist erst 14 Jahre alt und stammt aus der Ukraine. Zwei 15-Jährige und ein 16-Jähriger (alle aus Moldawien) sollen ebenfalls an dem brutalen Raubüberfall beteiligt gewesen sein. Das geringe Alter der Täter ist untypisch für Pink Panther, könnte aber einen Strategiewechsel der Bande bedeuten.

Die TZ schreibt:

Passanten und Autofahrer sind am Mittwoch kurz nach dem Blitzraub bei Chopard Zeugen mehrerer filmreifen Festnahmen geworden. Mitten auf der Kreuzung am Isartor stand noch eine Stunde später ein schwarzer BMW, umringt von Polizeifahrzeugen. Mehrere Beamten überwältigten einen der Räuber!

Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei kurz zuvor bereits einen seiner Komplizen gefasst. Was ohne den Mann im schwarzen Anzug nicht möglich gewesen wäre: Marcus Z. (37, kleines Bild oben), ehemaliger Elitesoldat, Security-Mann und Zufallszeuge des spektakulären Millionenraubes. Seit gestern sind er und sein Kollege die Helden der Maximilianstraße. Dem beherzten Zugriff dieser beiden Männer ist es nämlich zu verdanken, dass die Beamten auf die Spur offensichtlich aller Räuber kommen konnten.

Entsetzte Passanten stürzten um 11.10 Uhr in den Laden, in dem Marcus Z. als Securitymann arbeitet und machten ihn auf den spektakulären Raub auf der anderen Straßenseite aufmerksam. Marcus Z. und sein Kollege liefen auf die Straße: „Wir mussten erst mal die Lage checken.“ Die beiden sahen fünf noch in Teilen maskierte Männer, die eilig, aber nicht rennend in die Altstadt liefen. Marcus Z. und sein Kollege hefteten sich an ihre Fersen, hielten dabei ständig Kontakt mit der Einsatzzentrale der Polizei. Am Mandarin Oriental Hotel bemerkten die Räuber, dass sie verfolgt wurden. Sie ließen ihr Werkzeug (Hämmer, Axt, etc.) fallen und rannten los. Zwei liefen in Richtung Isartor, die anderen drei zum Viktualienmarkt. Marcus Z. folgte den beiden zum Isartor. Unterwegs hielt er ein Auto auf, um die Täter nicht zu verlieren: „Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.“

An einer Treppe am Isartor sah er seine Chance. Er griff zu und schaffte es, einen der Männer festzuhalten – solange bis die Polizei da war. Am Viktualienmarkt leistete auch sein Kollege gerade ganze Arbeit, konnte sogar zwei der Männer fassen. Zudem übergab er der Polizei eine schwarze Tüte – vermutlich ein Teil der Beute. Alle festgenommenen Täter stammen angeblich aus Balkan-Ländern. In der folgenden Stunde kam es offenbar noch zu weiteren Festnahmen. Wieviele es letztlich waren, wird die Polizei aber erst heute bekanntgeben.

So wird das nach allen Seiten offene Deutschland immer reicher und reicher, allerdings nur an Kriminalität, Gewalt und der Sorge seiner Bürger vor allem was noch kommen wird.