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Facebook: Das 3. Geschlecht und 54 Optionen

facebookgender -Es gab einmal eine Zeit, da war das Leben einfach – es gab Mann und Frau und dementsprechend gab es auch auf Formularen die Möglichkeiten „männlich“ oder „weiblich“, wenn nach dem Geschlecht gefragt wurde. Schätzungsweise 98% der Menschen waren in der Lage sich selbst einem der beiden Punkte zuzuordnen, wer es nicht konnte, hatte sich gefälligst zu entscheiden. Das war aber nun lange genug so. Wir leben in einer nach allen Seiten offenen, vielfältigen, kunterbunten, durchgegenderten Welt und müssen nun endlich lernen, dass es auch abartige abweichende Lebensentwürfe gibt und die müssen wir nicht nur Willkommen heißen, sondern in unseren Alltag integrieren. Facebook macht es uns jetzt vor und gendert sich bis zum Exzess.

(Von L.S.Gabriel)

Wer hätte gedacht, dass es neben den uns bisher vertrauten zwei Geschlechtern nicht nur ein drittes, sondern insgesamt 54 Unterscheidungen gibt? Die englische Version von Facebook jedenfalls leistet gewissermaßen Pionierarbeit und macht ein Ende mit dieser entsetzlichen Geschlechterdiskriminierung. Man kann nun für sein Profil zum Punkt Geschlecht männlich, weiblich oder eines der 52 anderen Geschlechter wählen. Da ist nun wirklich für jeden etwas dabei:

gender

Sollte sich das durchsetzen, muss man sich dann wohl auch noch Gedanken über neue Anredeformen machen. Statt „Sehr geehrte Frau Müller“ heißt es dann möglicherweise demnächst: „Sehr geehrtes Transe Müller“ oder „Sehr geehrter Cis-Herr Müller“.

Facebook hat lange an diesem Supergau der Political correctness gearbeitet.

Die Huffington Post schreibt:

„Es gibt eine Menge Leute, denen das nichts bedeutet, aber für die wenigen, die es betrifft, bedeutet es die Welt“, erklärt Facebook-Software-Ingenieurin Brielle Harrison, die an dem Projekt mitgearbeitet hat und selbst eine Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau durchgemacht hat. […]

Die neue Gender-Auswahl-Option wird als ein wichtiger Schritt in Richtung Akzeptanz für Menschen gesehen, die sich selbst nicht als Mann oder Frau identifizieren.

Aber es gibt auch noch Stimmen der Vernunft:

„Es ist unmöglich, die biologische Realität zu leugnen, dass die Menschheit in zwei Hälften geteilt ist – männlich und weiblich“, sagt Jeff Johnston von „Focus on the Family“, einer einflussreichen nationalen religiösen Organisation in Colorado Springs, und fügt hinzu: „Jene, die Änderungen fordern, bestehen darauf, dass es eine unendliche Zahl von Geschlechtern gibt. So etwas zu sagen, macht es aber noch nicht richtig.“

Für alle, die sich ob der Fülle des Angebotes nun endgültig nicht mehr entscheiden können, was sie denn eigentlich sind, gibt es auch noch die geniale Möglichkeit „Other“ also „Andere“ zu wählen.

Wir dürfen uns freuen, es wird dieses Ungetüm an Geschlechterverwirrung auch bald in vielen anderen Sprachen geben, auch in Deutsch. Und spätestens dann werden von den diversen Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Trans- und Intersexuellen (LSBTTI)–Organisationen sukzessive die Forderungen kommen, dass diese Art der Auswahl doch bitte auch in deutsche Amtsstuben Einzug halten müsste.