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Rumänische Kartoffeln

roma [1]Die Deutschen haben sich ja an so manche wundersamen Nachrichten gewöhnt, die über die hochqualifizierten Roma aus Rumänien und Bulgarien verbreitet werden. So seien es viele gut ausgebildete Menschen, z.B. Ingenieure und Ärzte, die uns bereichern. Das wird dank ständiger Wiederholung mittlerweile für bare Münze hingenommen, wohl auch aus Angst, als Rassist oder Nazi zu gelten, wenn man da Zweifel anmeldet.

(Von rotgold)

Im Zuge dieser Gehirnwäsche schaffen es nun immer abstrusere Infos in die bisher seriösen Nachrichtenmagazine:

In der Sendung Hallo Niedersachsen vom 18.02.2014 [2] wurde eine im Grunde nicht unsymphatische Roma-Familie vorgestellt, die aus der Armut nach Spanien floh. Dort lebten sie 5 Jahre lang, bis sie feststellten, dass ihre Kinder nur in Deutschland eine Zukunft haben. Das Übliche also.

Eine Kleinigkeit hätte man in dieser Folge aber beinahe übersehen können. Die Familie schildert ihr Elend in Rumänien und behauptet, dass es dort für die Familie am Tag nur eine Kartoffel für jeden gegeben habe, in guten Zeiten.

Das wird von den deutschen Journalisten ganz nebenher und wie selbstverständlich aufgenommen, übernommen und dem deutschen Zuschauer als Wahrheit weitergegeben, so als sei es die natürlichste Sache der Welt, sich von einer Kartoffel pro Tag zu ernähren (ab 4:35).

Nun steht leider außer Zweifel, dass es Menschen auf der Welt gibt, die so wenig zu essen haben wie eine Kartoffel pro Tag. Und man muss zugeben, dass es auch in Europa hungernde Menschen gibt. Ob das bei den Roma in Rumänien der Fall ist, darf aber bezweifelt werden und die Zweifel liefert die Reportage für den konkreten Fall gleich mit: Denn wo hat das Oberhaupt der Familie bitte schön seinen Wohlstandsbauch her? Hat er ihn sich während fünf Jahren in Spanien angegessen? Dann fragt man sich, warum die Familie nicht dort geblieben ist.

Sollte die Plauze aber aus Rumänien stammen, so darf man jetzt ein Loblied auf die dortigen Kartoffeln anstimmen oder einen Trauergesang auf den doofen Michel in Deutschland. Denn dem ist mittlerweile nichts, aber auch wirklich gar nichts zu blöd, als dass man es ihm nicht vorgekaut in den Mund schieben könnte. Man muss nur sagen: Michel friss!

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