Die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff (Foto) hat in Dresden eine politisch unkorrekte Rede über Geburt und Tod gehalten, über künstliche Befruchtung, pränatale Diagnostik und andere medizinische Machinationen, über Leben und Sterben. Das kulturelle Establishment ist in Aufruhr. Hier ein paar Auszüge:

Hätte sich in meinem Bauch je ein heranwachsendes Kind befunden, hätte dieser Bauch ganz gewiss nicht allein mir gehört, sondern mir, dem Kind und dem dazugehörenden Vater, ganz zu schweigen von der langen Reihe vorausgegangener Generationen, die ihren verschwiegenen Anteil ebenfalls daran gehabt hätten.

… Frau Doktor und Herr Doktor Frankenstein, die weithin geschätzten Reproduktionsmediziner, haben ein sauberes Arztkittelchen an und werkeln nicht mit brodelnden Glaskolben und in einer mit giftigen Dämpfen erfüllten mittelalterlichen Bogenhalle. Es geht dabei sehr rein und fein und überaus vernünftig zu. Der Vorgang selbst ist darum nichts weniger als abscheulich.

Früher habe ich mich über das drastische biblische Onanieverbot gern lustig gemacht, inzwischen erscheint es mir geradezu als weise. Die Vorstellung, dass ein Mann in eine Kabine geschickt wird, wo er, je nach Belieben, mit oder ohne Hilfe von pornographischen Abbildungen, stimuliert wird, seine Spermien medizingerecht abzuliefern, die später in den Körper einer Frau praktiziert werden, ist mir nicht nur suspekt, ich finde sie absolut widerwärtig…

Grotesk wird es aber spätestens in anderen, inzwischen durchaus zahlreichen Fällen, in denen sich Frauen Spermien aus einem Katalog verschaffen, worin die Rasse und gewisse körperliche Merkmale und soziale Eigenschaften des anonymen Samenspenders verzeichnet sind, oder in denen sich lesbische Paare ein Kind besorgen, indem entweder ebenfalls ein anonymer Spender oder ein naher Verwandter der Freundin der künftigen Mutter herangezogen wird, um sein Sperma abzuliefern.

Man weiß natürlich, wer jetzt aufheult! Hier die ganze Rede, da einer der Empörungsartikel! Und in der FAZ verteidigt sie ihre Rede tapfer: Darf ich nicht sagen, was ich denke? Nein, nein, meine Liebe! Das ist in Deutschland verboten!

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72 KOMMENTARE

  1. Was mich immer und immer wieder aufs Neue erstaunt ist die Tatsache, dass Gutmenschen, die ständig von anderen Menschen extrem penetrant Toleranz einfordern, selber nicht mal die Toleranz haben auch nur eine andere Meinung zu tolerieren, bzw. eine abweichende Meinung anderer auszuhalten.

    😉

  2. Natürlich sind die Blüten, die eine unmoralisch betriebene Fortpflanzungsmedizin betreiben kann, mehr als zweifelhaft.
    Sich Kinder, gleichsam wie Katalogware, „bestellen“ und im Reagenzglas zusammenmischen zu lassen, ist sicherlich eine Seite der Medaille. Das ist aber nicht die Schuld der Fortpflanzungsmedizin, sondern einer verkommenen Gesellschaft.

    Die andere Seite ist, das mit der Invitro – Medizin tausenden „ganz normalen“ Kindern Leben und doppelt sovielen Eltern der ersehnte Nachwuchs geschenkt wurde.

    Diese Art der Befruchtung nun als „widerwärtiges Fortpflanzungsgemurkse“ zu bezeichnen, die „Kinder, die auf solch abartigen Wegen entstanden sind, als Halbwesen anzusehen. Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“ … solche Aussagen zeigen, dass die Frau in die „Geschlossene“ gehört und nicht in einen Vortragssaal und schon gleich gar nicht in die Presse und Morgennachrichten.

    Denn auch das ist eine Beleidigung für die Betroffenen.

  3. Hätte sich in meinem Bauch je ein heranwachsendes Kind befunden, hätte dieser Bauch ganz gewiss nicht allein mir gehört, sondern mir, dem Kind und dem dazugehörenden Vater, ganz zu schweigen von der langen Reihe vorausgegangener Generationen, die ihren verschwiegenen Anteil ebenfalls daran gehabt hätten.

    Ihre persönliche, intime Sicht der Dinge, ihr Seelen Striptease, ist für mich kein literarischer Wert.
    Aber schön wir sie, wenn sie das so sieht, sich geborgen fühlt in ihrer Ahnenreihe, die Hingabefähigkeit zu dem Vater und ihres Kindes verspürt, ihnen quasi ihren Körper übereignet.
    Bekommt der Vater auch Zugriffsrecht auf ihre Ackerfurche? Kann er sich laben, an ihrer Nährstation?
    Ja – alles schön für sie. Heimelig, geborgen und hingabefreudig.

    Interessiert mich aber nicht.

  4. „Darf ich nicht sagen, was ich denke?“ Nein, nein, meine Liebe! Das ist in Deutschland verboten!

    Doch, doch, das ist in Deutschland uneingeschränkt erlaubt. In Deutschland ist es nur verboten, zu denken. (Zumindest außerhalb des Berufs.)

  5. ACHTUNG! Martin Schulz und Konsorten geben in einer Pressekonferenz zu, dass sie Janukowitsch abgesetzt haben, weil der das Assoziierungsabkommen nicht unterzeichnen wollte mit der EU. HIER stellt eine Ukrainerin Fragen , warum die Verfolgung und der Mord der Nazis der Putschpartei geduldet wird, was keinen interessiert. Die wollen nicht wissen bzw, wissen schon, was da abgeht, Hauptsache, die EU hat ihre Verträge – das ist WAHNSINN! BVerbreiten ist Pflicht!
    https://www.youtube.com/watch?v=RN5eRxOQrnU&list=UUSe1WCAujovQdGx7mPBGEKQ

  6. Hey, wo ist mein Kommentar geblieben?
    Gibts hier jetzt auch Zensur? Anscheinend…
    Nein, ich bleibe dabei.
    Die Frau hat keine Ahnung von Reproduktionsmedizin, aber reißt trotzdem ihren Mund darüber auf.
    Da trifft das Dieter Nuhr Zitat mal wieder zu!

  7. #1 Proxima Centauri (07. Mrz 2014 07:44)

    Was für eine überaus dumme Frau!
    Schriftstellerin halt….

    Sie haben wohl auch nur die beiden aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate gelesen, die überall kolportiert werden. Die Rede ist alles andere als dumm. Dumm ist, wer den Medien unbesehen abkauft, Frau L. fordere ein staatliches Onanieverbot.

    Meine Takeaways:

    – Reproduktionsmedizin ist für gläubige Menschen ein Problem, da der Mensch sich eine Schöpferrolle anmasst, die ihm nicht zusteht.

    – Reproduktionsmedizin setzt Menschen unter einen ungeheuren Druck: Was möglich ist, muss schliesslich auch erwogen und gemacht werden. Der Schöpfer des neuen Menschen hat alle Verantwortung für diesen. Jede Macke hätte genetisch erkannt und aus dem Erbgut entfernt werden können.

    – Pränataldiagnostik ist nichts anderes als Eugenik 2.0. Ein Kind, das von der Norm abweicht, ermordet man im Mutterleib, man erspart sich und dem Kind viel Ärger. Wer es nicht macht und es austrägt, wird verurteilt: „Selber schuld. Nun machst Du es Dir schwer, und auch Dein Kind – hallo! Du hast ein behindertes! Kind gemacht! – wünschte sich, besser nicht geboren zu sein“.

    – Es wird schon die Legalität der Drei-Eltern-Kind-Herstellung diskutiert, also das Zusammenstellen der Gene von drei Erwachsenen für das Erbgut eines neuen Kindes, was anscheinend schon technisch möglich ist. Der von ihr beschriebene Kinderwunsch per Feature-Liste ist teilweise schon Realität.

    In diesem Zusammenhang ergibt das religiöse Onanieverbot für sie einen Sinn (das sie natürlich nicht vom Staat einfordert, sondern über das sie sich eine moralische Reflexion des Einzelnen wünscht): Ohne mit Pornoheft im Arztzimmer onanierende Leihväter gäbe es keine Retortenbabies.

    – Reproduktionsmedizin wurde vor 30 Jahren noch von Feministen als Griff der Männer nach dem Uterus verdammt. Hier gab es eine 180°-Wendung. Nun begrüssen Feministen diese Technologie, da sie die Entmachtung des Mannes ermöglicht. Vorläufig wird nur noch ein Mann benötigt, der sich für fünf Minuten im Arztzimmer zum Onanieren hergibt. Den Rest kann das lesbische Elternpaar erledigen. Willkommen in der männerfreien Gesellschaft.

    – Ihr Fazit: Heiteres Gewährenlassen und nicht alles, aber wirklich alles bestimmen zu wollen, ist geradezu der Garant für ein in Massen gelingendes Leben.

    Dass ihr bei den Perspektiven der Reproduktionsmedizin die Frankenstein-Assoziation kommt, ist nachvollziehbar. Mir graust es auch!

  8. Ich hatte schon immer den Eindruck, dass die Deutschen mit ungeborenen Dackelwelpen mehr Mitleid haben wie mit Menschenkindern. Es ist schon pervers.

  9. Was kann man denn anderes erwarten, von einer Regierung mit all ihren Unterstützungsspinnern (Presse)die nicht einmal mitkriegen das die Regierungen ihr Volk für das sie verantwortlich ist, in der islamischen Versklavung fürt.

  10. Rotzgrüner „Jobmotor“ Energiewende:

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/solarmodul-hersteller-solon-schliesst-zentrale-in-berlin/9582638.html

    Solarmodul-Hersteller Solon schließt Zentrale in Berlin

    Der Solarmodul-Hersteller Solon schließt seine Zentrale in Berlin. Damit verlieren am Standort Adlershof 230 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Der indisch-arabische Investor verlegt die Zentrale an den Persischen Golf.

    Damit geht ein Stück Berliner Industriegeschichte zu Ende. Die Wurzeln der formal 1996 in Berlin-Kreuzberg gegründeten Firma reichen zurück bis ins studentische Umfeld der TU Berlin der 1970er Jahre (siehe Kasten). Der steile Aufstieg begann nach der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2000. Seither erhalten Solarstromproduzenten feste Vergütungssätze für den Strom, was den Absatz von Solarmodulen ankurbelte.

    ….

    Spätestens 2010 deutete sich an, dass Solon den Konkurrenzkampf mit chinesischen Billigherstellern verlieren könnte.

  11. Die Roten sind sich nicht grün:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article125523265/Bizarre-Hexenjagd-im-Kampf-fuer-Rot-Rot.html

    Bizarre Hexenjagd im Kampf für Rot-Rot

    Linke und Jusos in Leipzig diffamieren SPD-Politiker als Mitglieder der türkischen Gülen-Bewegung.

    Die Leipziger SPD ist von der islamischen Gülen-Sekte unterwandert worden. So jedenfalls stellen es in schöner Einmütigkeit die Leipziger Juso-Führung, die Linkspartei, die NPD sowie die gebührenfinanzierten Sender MDR und ARD dar. Ein Skandal! Oder doch nicht? Eher besteht der Skandal in der Unterstellung: In der Instrumentalisierung der Angst vor dem Islam für parteipolitische Zwecke.

  12. Obwohl ich der Dame zustimme, muss ich auf ein Missverständis hinweisen.

    In der Bibel ist sexuelle Selbstbefriedigung nirgens erwähnt. Das Missverständnis beruht auf einer Geschichte aus „1 Mose/Genesis 38,8“

    Da sprach Juda zu Onan: Geh zu deines Bruders Frau und nimm sie zur Schwagerehe, auf dass du deinem Bruder Nachkommen schaffest.

    Aber da Onan wusste, dass die Kinder nicht sein Eigen sein sollten, ließ er’s auf die Erde fallen und verderben, wenn er einging zu seines Bruders Frau, auf dass er seinem Bruder nicht Nachkommen schaffe.

    Hier wird der unterbrochene Geschlechtsverkehr beschrieben. Onan wird auch nur deshalb verurteilt weil der seinem Bruder keine Nachkommen verschafft (Schwagerehe), um selber an sein Erbe zu kommen.

    Missverständlich wurde sexuelle Selbstbefriedigung später als „Onanie“ bezeichnet. Ich denke das hätte die Dame wissen müssen wenn sie sich auf die Bibel bezieht.

  13. Bevor hier wieder der Mann-Frau-Kampf losgeht und die Diskussion, wer nun wann auf wessen Uterus Zugriffsrechte hat oder wessen Sperma nicht mehr benötigt, möchte ich dringend darauf hinweisen, dass ein Kind ein Recht auf ein Elternhaus und auf die Gewissheit hat, ein Produkt der Liebe zwischen Mann und Frau zu sein.

  14. Oh! Was steht da in Bolschewikpedia:
    „Robert Koall, Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden, wandte sich in einem Offenen Brief an die Autorin, in dem er ihre Worte scharf verurteilte und als gefährliche „Stimmungsmache“ bezeichnete, bei der es ihn „viel Selbstbeherrschung“ koste, „sich vom Sprachduktus nicht an Zeiten erinnert zu fühlen, in denen eine solche Wortwahl dazu diente, die Würde von Menschen antastbar zu machen.““

    Noch ein Phrasenroboter. Die schauen alle in irgendein von Journaille, Politik und Justiz kollektiv herausgegebenes Kompendium, das immer die gleichen Phrasen vorschreibt!

  15. Ist ihre Meinung.
    Ich halte sie für bescheuert. Mein Patenkind entstammt auch dem Reagenzglas (da Mama Probleme hatte), ist ein prächtiger Bursche geworden.

  16. Hätte sich in meinem Bauch je ein heranwachsendes Kind befunden, hätte dieser Bauch ganz gewiss nicht allein mir gehört, sondern mir, dem Kind und dem dazugehörenden Vater, ganz zu schweigen von der langen Reihe vorausgegangener Generationen, die ihren verschwiegenen Anteil ebenfalls daran gehabt hätten.

    .
    Niemals zuvor ist so viel Druck auf die Frauen ausgeübt worden und niemals war die Selbstbestimmung der Frau so unterminiert worden wie jetzt, wo die „Möglichkeit“ einer straffreien Abtreibung geschaffen wurde. JETZT erst melden sich alle zu Wort und drängen die Frau: Mütter, Väter, Brüder, Schwestern, Erzeuger, Ehepartner, Mediziner, bes. Pränatal-Mediziner, Arbeitgeber, KollegInnen, Freunde … alle haben eine Meinung und oft kann frau dahin gelangen, dass die Mehrheit der Einflussnehmer „dringend“ zur Abtreibung (zum „Abbruch“) rät. Hat frau sich dem massiven Druck angeblich „vernünftiger Argumente“ schliesslich gebeugt, betonen alle:
    .
    Es ist natürlich allein Deine Entscheidung!“
    .
    Unsere Verfassungsordnung verkündet in Artikel 1 und 2 GG dagegen, dass das Leben eines Menschen niemals Gegenstand der Entscheidung eines anderen sein dürfe.

  17. Deutschland ist nichts weiter als der „Iran“ der progressiven Fanatiker. Man kann es auch sehen, wenn man will. Moslemische und progressive Fanatiker heulen gleichermaßen bei jeder Kleinigkeit auf. Vor allem, wenn eine andere Meinung als ihre prominent verbreitet wird.

  18. Bin ich froh das ich mich hier auf die Toleranz meiner Mitstreiter verlassen kann und sagen kann was ich denke ohne angegriffen zu werden.
    Solch ein Denken wie Frau Büchner haben meist Kinderlose Männer.
    Anscheinend trennt Frau Büchner nicht all zu viel von dieser Gattung.

  19. #13 Rucki (07. Mrz 2014 08:57)

    Kennen wir: „Und Onan warf seinen Samen in den Sand.“ Dennoch wird Onanie im allgemeinen Sprachgebrauch synonym für Masturbation verwendet. Hat sich nunmal so eingebürgert.

    Auch wenn die von Ihnen zitierte Stelle nicht die passende dafür ist, wollen Sie aber nicht im Ernst behaupten, dass es kein religiöses Onanieverbot gibt. Und nur darum ging es Frau L. Sie fügt den traditionellen Begründungen eine neue hinzu.

    Der Katholische Katechismus sieht Onanie als eine (wenn auch minder schwere) Form „ungeordneter Sexualität“ an, an die man also auch immer mit zu denken hat, wenn in der Bibel von „Unzucht“ die Rede ist. Sie ist aus religiöser Sicht problematisch, weil

    der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht.

    Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt

    die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert

    (Erklärung der Glaubenskongregation „Persona humana“, Nr. 9).

    Siehe weiterführend:
    http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19751229_persona-humana_ge.html

  20. #10 Eurabier

    Aus dem verlinkten Artikel über Essen: „Wenn sich das mischt, können spannende Viertel entstehen.“

    Ja, DAVON bin ich überzeugt. Spannend wie ein Krimi, Thriller – oder vielleicht ein Horrorstreifen.

  21. Eine bessere Werbung kann es für die Autorin gar nicht geben. Hätten die Sensibelchen es geschafft, ihres lächerlichen Aufschreiimpulses Herr zu werden, so wäre kein so gewaltiges Signal in die Medienwelt entwichen, daß es sich lohnen könnte, ein Buch dieser Autorin zu lesen. Der Aufschrei sorgt dafür, daß die Bücher der „umstrittenen“ Autorin viele neue Leser findet. Denn nur die Umstrittenen sind wirklich interessant.

  22. @ #2 Poli Tick (07. Mrz 2014 07:55)

    Wer auf natürlichem Wege keine Kinder zuwege bringt, der braucht auch keine! Es gibt kein Recht auf Kind!

    Ich wünsche mir auch viel und bekomme es nicht! Hätte ich daher ein Recht darauf und dürfte es etwa stehlen?

    Kinder haben wollen, wie eine Ware, meinetwegen wie eine Luxusware ist tatsächlich pervers.

    Jahrzehntelang lehrten uns Pädagogen und Psychologen, Kinder seien niemandes Besitz, Eigentum, wie etwa ein Auto, ein Haus oder ein anderes Statussymbol.

    Doch wenn es um Kinderwunsch geht, dann werden Kinder zur künstlich machbaren ausgelesene(die überzähligen befruchteten Eier sind Ausschuß) Ware oder haben per Abtreibung kein Lebensrecht, weil die Eltern oder die Mutter gerade keinen Bedarf an Besitzerweiterung spüren.

  23. #14 Rucki
    Was soll der ganze quatsch immer die Bibel und ihre primitiven darstellungen mit der derzeitigen Zeit im Einklng zu bringen. Ist man immer noch im Altertum und nicht im 21 Jehrjundert angelangt, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, das sich hier eine Ideologie ausbreiten kann die auch nur aus solcher Zeit stammt und zum Gefahrenherd für die ganze Menschheit geworden ist. kann man nicht endlich die ganzen Märchen von allen Religionen aus der Politik und den Manipulationen der Menschen raushalten und endlich an Heute denken und nicht mehr was vor 1000 Jahren gewesen war, da gab es auch noch keine Autos die heute die Straßen verstopfen. Wer aber noch im Altertum lebt, dürfte danach auch kein Auto fahren und in keinem Flugzeug fliegen.

  24. Die einzige Form der Empfängnisverhütung, die eines Mannes würdig ist, ist die Enthaltung.

  25. Die Qualität des Ejakulates ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen: absolute Anzahl der Samenfäden, Reichweite und Geschwindigkeit derer.
    1)Warum wird das kaum thematisiert, so gut wie verschwiegen?
    2)Woran liegt das?
    Vielleicht am durchschlagenden Sieg der „praktischen“ Unisex-Freizeitmode?
    Immer, zu allen Zeiten haben sich früher die Menschen in homosozialen Gemeinschaften organisiert (Männerarbeitswelten, Frauenarbeitswelten).
    Kann das womöglich negative Auswirkungen haben, deren Reichweite wir noch gar nicht ansatzweise begriffen haben?

    Ich empfinde eine instinktive Abneigung gegen künstliche Geschlechtlichkeit, sei es nun per Viagra-Doping, sei es nun die künstliche Befruchtung. Und zwar gänzlich unabhängig von religiösen Erwägungen.

  26. #3 yxcvbnm (07. Mrz 2014 08:05)

    Daß Sie das nicht interessiert, glaube ich ihnen nicht. Solch sexuell phantasiereiche Gedanken entwickelt nur, der sich dafür interessiert.

    „Und sie gab sich ihm hin!“ Was sagt dies aus?

    Hört sich viel liebevoller an, als Frauen als Äcker zu beschreiben und damit zu tun, was einem gefällt.

  27. „Meiungsfreiheit“ gilt diesenorts nur als gesichert, solange sie sich im Rahmen des polit. gewünschten und gewollten „Meinungsspektrums“ bewegt! Sonst wird man Ihnen nämlich die Lewitscharoff Leviten lesen und Sie Mores lehren. Und das kann äußerst unangenehm werden.

    Zum polit. Erwünschten und Gewollten gehören u.a. Babycaust, Schwulen-„Ehe“, Lesben-TV, anonyme/künstliche Besamung, Porno ‚round the clock, „Bombergate“, oder einfach auch vulgäre Obzönitäten von Studentinnen ihrem „Herrn Professorin“ (Uni Potzblöd) gegenüber. Doch Herr Professorin schlägt unerwartet hart zurück…

    Das schwulebische Butterbrotpapier Agitprop-Blättchen DIE ZEIT wagt daher aktuell was Unerhörtes auf seiner Titelseite (unten rechts): „Feminismus ist die Antwort – aber was war noch mal die Frage?“

  28. Das hier ist die Antwort des Linksfeuletoins zu der Preisverleihung und dem Sarrazin Buch:

    Leitartikel zu Sarrazin und Lewitscharoff Der Spaß der Meinungsfreiheit
    Von Christian Bommarius

    Was Thilo Sarrazin oder Sibylle Lewitscharoff schreiben, ist inakzeptabel und unzumutbar. Aber auch sie haben das Recht der Meinungsfreiheit. Wenn der Anschein nicht trügt, haben sich zwar nicht derartige Ansichten vermehrt, aber die Zahl derer, die sie beklagen, ist sprunghaft gestiegen.
    http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-zu-sarrazin-und-lewitscharoff-der-spass-der-meinungsfreiheit,10808020,26486246,view,DEFAULT.html

    Bommarius ist ein Dr*cksjournalist, wie ihn die TAZ nicht besser liefern könnte!!!

  29. LOL, da kann ich mich nicht drüber empören, das ist einfach so dämliches Gutmenschen-Gelaber, das ich lachen muss.
    Als nächstes gibt sie dann folgendes von sich: „Atomkraft und Gentechnik sind Teufelwerk, Miniröcke sind Pornographie, wir können von den gläubigen Muslimen viel lernen, wir sollten die Frauen auch verschleiern, …“

    Die Frau lebt geistig noch im tiefsten Mittelalter.

    Aber auch so einen Bullshit muss man in einer Demokratie ertragen.

  30. Da hat die doch tatsächlich eine gesunde Einstellung zu dem Thema und spricht die auch noch aus!

    Sachen gibts…. 😉

  31. Wir leben eben in einer Zeit der permanenten medialen Hysterie-Erzeugung. Gut, wenn man sich mal wieder so richtig aufregen kann, dann bemerkt man die vielen anderen Schweinereien nicht.

  32. #17 yxcvbnm

    Nachwuchs ist ein Produkt der Geilheit. „Liebe“ ist manchmal auch im Spiel, aber nicht nötig.

    Früher war Nachwuchs normal.

    Heute ist Nachwuchs was besonderes.
    Heute ist Nachwuchs geplant.

  33. Wer für Abtreibung ist, sollte sich mal in Dresden in der „Körperwelten“-Ausstellung die Entwicklung eines Fötus anschauen. Man fragt sich tatsächlich, wo der Unterschied ist, in der 10. Schwangerschaftswoche abzutreiben oder nach der Geburt?
    Allerdings gibt es da, ebenso wie bei der künstlichen Befruchtung natürlich auch gewichtige Gründe, die man ebenfalls akzeptieren sollte.
    Abtreibung nach Vergewaltigung halte ich für akzeptabel, künstliche Befruchtung bei ungewollt kinderlosen Ehepaaren ebenso.
    Abtreibung nach ausschweifendem Sex halte ich ebenso für verwerflich, wie künstliche Befruchtung zur Zeugung von Kindern mit Wunschmerkmalen.
    Egal, was erfunden wird, alles kann mißbraucht werden, muß aber nicht!

  34. Es ist nicht verboten sowas zu kritisieren, aber vieles davon was die Frau gesagt hat ist schon recht fanatisch und seltsam. Es ist auch kein Tugendterror wenn sie scharf dafür kritisiert wird, Menschen als Halbwesen bezeichnet zu haben.

    Es werden Menschen wegen ihren Ansichten zur Masseneinwanderung bedroht, beleidigt und angegriffen. Das ist schon eine ganz andere Sache als diese Frau dafür zu kritisieren das sie dummes Zeug sagt.

  35. Was soll die Aufregung? Die Dame hat Recht zu mahnen. Ist es nicht so, das mittlerweile die Grenzen für Moral, Anstand und gesellschaftliche Werte immer weiter verschoben werden, vor allem wenn daran viel Geld verdient wird?!
    Da die Reproduktionsmedizin ein Milliardengeschäft ist, muss davon ausgegangen werden, dass noch weitere Grenzen überschritten werden.

  36. #41 bush (07. Mrz 2014 11:05)

    Früher war Nachwuchs normal.
    Heute ist Nachwuchs was besonderes.

    Ich würde noch weiter gehen.
    Heute ist Nachwuchs vielfach ein Kostenfaktor. Es wird überlegt was besser ins Budget passt, ein neues Auto, eine Urlaubsreise oder ein Kind.
    Allerdings, um der der Ehre willen muß man auch sagen, daß sich die meisten heimlich schämen, wenn das Kind erst einmal da ist, daß sie materielle Güter für wichtiger hielten.
    Erst dann wird erkannt, daß es das Schönste ist, was der Mensch vollbringen kann.
    Und ich finde Menschen armselig, die freiwillig auf Kinder zugunsten von materiellen Gütern verzichten.

  37. #9 Freiheitsfreund (07. Mrz 2014 08:30)

    – Reproduktionsmedizin ist für gläubige Menschen ein Problem, da der Mensch sich eine Schöpferrolle anmasst, die ihm nicht zusteht.

    Vernutlich, weil Sie nicht verstehen, wie Reproduktionsmedizin funktioniert!
    Wenn ein Mann, auf Grund seiner hormonell gesteuerten phähistorischen Bedürfnisse seinen Penis in die Vagina einer Frau steckt, dort dann zu seinem Vergnügen „herumackert“ und am Ende ohne bewusstes Handeln seine Spermien abläd, was auch immer die Frau davon halten mag, dann ist das „Gottes Werk“, wenn aber ein Wissenschaftler die Spermien eines Mannes und die Eizelle einer Frau unter kontrollierten Bedingungen, nach reiflicher Überlegung des zuküntigen Elternpaares in klinischen Umgebung zusammenführt, dann ist das Teufelszeug?

    Das mag für „gläubige Menschen“ (wohl eher erzreaktionäre Religionsfanatiker) ein Problem sein, für aufgeklärte Menschen ist es aber eine medizinische Errungenschaft. Vielleicht sollten sich diese „gläubigen Menschen“ mal mit ihrem Problem auseinandersetzen. Es ist nämlich tatsächlich ihr Problem und weniger das der restlichen Gesellschaft.

    Als aufgeklärter Mensch sehe ich meinen Intellekt durch solche Aussagen beleidigt.

    Frei nach Rosa Luxemburg: Es mag Dir erlaubt Deine Meinung frei zu sagen, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass ich diese nicht akzeptieren muss!

    Und frei nach Forrest Gump: Dumm ist der, der Dummes sagt.

  38. Künstliche Befruchtung ist wie Sterbehilfe, das scheinbar positive öffnet Tür und Tor zur neuen Welt der Menschendesigner. Im nächsten Frühjahr ist groß und blond angesagt, im Herbst werden die dunklen Hauttöne bevorzugt, aber mit blauen Augen. Im tiefsten Innersten weiß jeder Mensch, kann jeder ahnen, daß wir auf die falsche Bahn geraten sind. Der Mensch will sein wie Gott, und das ist immer schon schiefgegangen.

  39. #44 Midsummer (07. Mrz 2014 11:11)

    Da die Reproduktionsmedizin ein Milliardengeschäft ist, muss davon ausgegangen werden, dass noch weitere Grenzen überschritten werden.

    Die Musikindustrie ist ein Multi-Milliarden-Geschäft. Ist Musik deshalb unmoralisch?
    Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Ist es nicht eher unmoralisch andere Menschen dafür zu kritisieren, dass sie die Möglichkeiten der modernen Medizin nutzen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen?

    Und welche Grenzen werden hier überschritten? Die Grenzen des „natürlichen“?
    Ist eine Blinddarmentfernung nicht auch unnatürlich? Oder ein Flugzeug (hätte Gott gewollt, dass Menschen fliegen…) oder ein iPhone oder das Internet?
    Manche Leute sollten sich lieber zu den Amisch People gesellen, da können sie glücklich und zufrieden ihrer Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit frönen!

    Denn in Zukunft werden noch viele weitere Grenzen überschritten: die Grenzen des bisher technisch möglichen. Ob das ganze zu moralischen oder unmoralischen Zwecken verwendet wird, steht auf einem ganz anderen Blatt und liegt meist im Auge des Betrachters.

  40. #36 Mabank

    „Als nächstes gibt sie dann folgendes von sich: “Atomkraft und Gentechnik sind Teufelwerk, Miniröcke sind Pornographie, wir können von den gläubigen Muslimen viel lernen, wir sollten die Frauen auch verschleiern,…“

    Wäre vielleicht interessanter, wenn Sie Stellung zu dem nähmen, was Lewitscharoff jetzt gerade von sich gegeben hat, statt ein Strohmannargument zu basteln.
    Atomenergie und Gentechnik sind andere, auch sehr wichtige Themen, gehört hier aber gerade nicht hin.
    Und wenn die Mohammedaner etwas machen, was uns ganz und gar nicht gefällt, ist das doch keine Begründung, die medizinischen Machbarkeiten nicht einmal sehr gründlich zu hinterfragen.

    Nach dem Mittelalter hatten wir die Aufklärung, m.E. gehört dazu auch die Bereitschaft, einen Diskurs zu führen. Ansonsten gibt es anthropologische Konstanten, die überhaupt nichts mit der jeweiligen Zeit zu tun haben, z.B. die Bedeutung der Gemeinschaft für den Einzelnen, die Bedeutung der Gemeinschaft von Mann und Frau, aus der heraus neues Leben fruchtet.

  41. Die SZ schreibt von einer „irritierenden Rede“. eine Rede, die Gewohntes nicht hinterfragt und Neues anbietet, ist überflüssig.
    Ich dachte, die Liebhaber der „Kritik“ (Frankfurter Schule) sähen das auch so.

  42. 6.03.14
    „“Intoleranz im Lehrplan?

    Die Bundeszentrale für Politische Bildung fragt: Wie viel Aufklärung vertragen unsere Kinder?

    (MEDRUM) Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) greift die Debatte um Bildungspläne und Aufklärung auf und hat dies zum Thema eines Gespräches gemacht, das am 27. April 2014 in Berlin stattfinden soll…

    Der Zuschnitt des Gespräches ist aufgrund der Themenformulierung und Fragestellungen unverkennbar…““
    http://www.medrum.de/content/intoleranz-im-lehrplan

  43. Was die Dame schreibt, ist Halbwissen. Wenn wir uns künstlichen Dingen verschließen wollen, dann bitte
    – ohne Impfungen
    – ohne Kosmetik
    – ohne Auto… (hätte Gott gewollt, dass wir schnell fahren, hätten wir ja keine Beine, sondern Räder am Körper

    Ich bin gerade zu erbost über den Mist, den die Dame schreibt. Obwohl – das ist wichtig, sie das schreiben soll. Unbedingt. Dieses sagt eigentlich alles aus:
    ….Hätte sich in meinem Bauch je ein heranwachsendes Kind befunden, hätte …..
    Hätte…
    Ein Riesenthema wird um Verhütung gemacht, Pille, Spirale, Kondome…und und… ich weiß nicht was. Es ist gerade zu ein Kult- alles GEGEN Nachwuchs zu tun. Wenn aber es „klemmt“ bei Mann und Frau ein Baby zu bekommen, es aber eine Hilfestellung gibt… Dann sucht man dort AUCH nach einer Lösung, oder? Wozu haben Menschen denn einen Verstand? Man nehme Eizelle und Spermium zusammen und geht einfach diesen Umweg. Was ist daran widerwärtig???????????

    Sich als Mann diese Blöße zu geben in der Kabine, als Frau die Medizin zu nehmen, inkl. Narkose und das teure Geld zeigt, wie sehr der Wunsch nach Kind und Familie ist.
    Eine Schweinerei, dies anzuprangern!

  44. #41 bush (07. Mrz 2014 11:05)

    Nachwuchs ist ein Produkt der Geilheit. “Liebe” ist manchmal auch im Spiel, aber nicht nötig.

    Ja,in der Tat, so ist das. WENN aber mit künstlicher Befruchtung ein Kind entsteht, dann ist der Verstand sowohl bei der Zeugung mit dabei gewesen. Ist doch schön, wenn dieser ohnehin etwas unnatürliche Zeugungsablauf, diesen tollen Nebeneffekt hat. Sex davor und/oder danach haben Mann und Frau ja ohnehin. Doch sich in die Augen zu schauen, diese schwierigen Schritte pro Kind zu gehen, DAS VERBINDET garantiert die Liebenden.

  45. Man sollte Gott aus der Diskussion heraushalten.

    Heißt es doch: „Und Gott sprach, es werde …“, was nichts anderes heißt, dass er als der Erste unbewegte Beweger den Anstoß gab und dann alles sich selbst überließ.
    Als diese Zeilen von sehr weisen Menschen niedergelegt wurden, dachte niemand an Reproduktionsmedizin. Diese Zeilen richteten sich gegen die Gesellschaftsschichten, die über alles bestimmen wollen. Heute wird versucht alles zu bestimmen, sie EU. Die genetischen Eingriffe sind aber letztlich auch Bestimmungen der Natur und des Menschen.

    Der Mensch, geworden wie Gott, soll nicht alles bestimmen, wie Gott auch nicht alles bestimmt, denn er ruht ja bekanntlich seit Abschluss der Schöpfung. Von wegen greift ein!
    Wenn man also von einem göttlichen Willen sprechen kann und darf, dann kann das m.E. nur heißen, den Dingen ihren Lauf zu lassen und hinzunehmen, was geworden, auch die Behinderten, auch das Unvollkommene und gerade das. Das heißt dann nicht planmäßig vorgehen.
    Planmäßig vorgehende Menschen wollen ein bestimmtes Ziel erreichen. Der Zufall trifft sie dann am schlimmsten, wenn sie durch ihn das Gegenteil ihres Ziels erreichen: Das, was sie befürchteten, was sie zu vermeiden suchten.
    (Friedrich Dürrenmatt, Die Physiker)
    Aldous Huxley hat in seiner „Schönen neuen Welt“ die invitro Fertilisation zu seinem schrecklichen Ende gedacht.
    Mit Dürrenmatt gesprochen, haben wir so die Geschichte zu Ende zu denken, in ihrer schlimmst möglichen Wendung bei Huxley.
    Das Thema hier plus Google und NSA = Huxley plus Orwell (1984). Amazon ist übrigens „in the long run“ effektiver als Fahrenheit 451.

  46. @ #55 FrankfurterSchueler (07. Mrz 2014 13:00)

    Gott hat eben nicht die Erde erschaffen und uns einfach überlassen. Er gab uns Regeln, DIE ZEHN GEBOTE und auch Beten soll und kann etwas bewirken, manchmal sogar Wunder. Der Christengott ist also ein naher gesprächsbereiter Gott, der sich allerdings nicht aufdrängt.

    Die Idee vom weitentfernten Gott ist die des Islams, dessen Gott Allah taucht vor allem zum Strafen auf!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gott_%28Christentum%29

    Erzbischof Müller: “Der Gott der Christen ist etwas ganz anderes als Allah”
    http://charismatismus.wordpress.com/2012/08/27/erzbischof-muller-der-gott-der-christen-ist-etwas-ganz-anderes-als-allah/

  47. Sie ist eine Schriftstellerin, die offensichtlich bewusst einen Aufschrei herausfordern wollte. Die Frau weiß halt,
    wie man besserwisserischen und
    selbstgefälligen Westlern mal so richtig
    auf die Zehen steigt. Es geht den aufgebrachten Empörten doch gar nicht
    um die künstlich entstandenen Kinder,
    sondern um die Infragestellung
    ihrerselbst. Es waren immer schon jene Autoren, an die man sich noch lange erinnert,
    die für ihre jeweilige Zeit provokante Aussagen machten.

  48. Bin erstaunt, wie viele Kommentatoren auf das verbreitete Fortschrittsgesülze hereingefallen sind.

    Ja, stimmt: heute lebt es sich komfortabler als früher. Wir haben Hamburger, Kühlschränke und Atomkraftwerke. Und was sagt das zum Thema? Was hat das mit moralisch-religiösen Fragen zu tun?

    Im Denken die Existenz Gottes einzuschliessen, ist heute nicht weniger aktuell als vor zehntausend Jahren. Eine reine Verweltlichung unseres Denkens hätte fatale Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft (und für den einzelnen sowieso).

    Und, sorry, es bleibt dabei – mit oder ohne Kühlschränke: Es ist Frevel, selbst Menschen schaffen zu wollen.

  49. #56 Maria-Bernhardine (07. Mrz 2014 13:31)

    Sicher hab ich das nicht in Richtung des Allah gemeint, denn dann landen wir im Determinismus, in der absoluten Erstarrung, wie man überall sieht. Allah bestimmt, der Mensch gehorcht.
    Nein, wir müssen den ursprünglichen Willen Gottes in der Zeit immer wieder neu ergründen und in Verantwortung als ebenbildliche Wesen schöpferisch in Anerkennung des FürSichSeins der Schöpfung an sich kreativ tätig sein. Davon sind wir allerdings weit entfernt. Nicht Gott ist weit weg, wir sind es, wir wollen IHN nicht mehr.
    Für mich ist der Dreh- und Angelpunkt des jüdisch-christlichen Mythos (Mythos bitte nicht wertend verstehen) der Begriff der „Freiheit“. Wenn der alttestamentarische Gott, seine Schöpfung in die Freiheit entlässt, dann heißt das, dass diese mit allem ausgestattet ist, was möglich ist, sich zu entfalten und bedarf nicht der Hilfe eines Gottes. Es heißt aber auch Verantwortung und Rechtfertigung vor Gott.
    Die Vorstellung von einem „Gott der Freiheit“ und Allah stehen sich diametral gegenüber. Beide Vorstellungen schließen sich aus. Ich für meine Person denke, dass wir IHN nicht all zu sehr belästigen sollen, denn ER will uns autonom.
    Das habe ich gemeint und nichts anderes. Ich möchte auf keinen Fall missverstanden werden.

  50. Wenn diese Intoleranz mit Andersdenkenden so weiter geht, ist der Faschismus vollends hier. Gut das immer mehr Einheitszeitungen pleite gehen. Fördern wir das weiter! Wir werden kaum diese vermissen!

  51. Natürlich bin ich auch für ungehindert freie Meinungsäußerung, aber inhaltlich kann ich mich für die Ansprache dieser Dame nicht begeistern. Wir haben nun mal unsere fortgeschrittene Wissenschaft. Warum sollen wir sie nicht nutzen?

    Das erinnert leider so ein bisschen an diese extremen Christian Science Leute die ihren Kindern keine medizinische Hilfe zukommen lassen wollen, weil das angeblich nicht mit der göttlichen Verfügung vereinbar sei.

  52. #9 Freiheitsfreund (07. Mrz 2014 08:30)
    #58 Freiheitsfreund (07. Mrz 2014 14:09)

    Danke für Ihre Sicht, die ich teile,

    die Beiträge habe ich alle gelesen und auch ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass hier die „Gedankengänge“ der „Gut- und Bessermenschen und Fortschrittsgläubigen“ bleibende Eindrücke hinterlassen haben,

    den durchaus verständlichen Wunsch eines Paares auf das „perfekte“ und „vollkommene“ Kind kann ich insofern nachvollziehen, da diese Eltern das beste für Ihr Kind wollen,

    ich selbst sehe ein Kind als ein wunderbares Geschenk,
    einen eigenständigen kleinen Menschen für den ich die Verantwortung übernehmen darf,
    diesen Menschen erziehen darf, ihm alles beibringen und mich an seiner bloßen Existenz erfreuen kann.

    Im Grunde kann ich dieses Kind aber nur mit meiner Liebe begleiten.

    Ich projeziere auch nicht meine eigene Sicht auf ein Kind, dass dann meinen oder schlimmer … gesellschaftlichen Vorstellungen entsprechen muss,

    und einen gesellschaftlichen Druck wie „… Du willst doch auch bestimmt das beste für Dein Kind …“

    und genau deshalb lese und schreibe ich auch hier auf diesem Blog, weil ich für das Recht auf Freiheit der Menschen eintrete,
    auch für die Freiheit auf „Unvollkommenheit“

    und danke an kewil für den Bericht 😉

  53. Da haben die Empörungskastraten ja wieder ein Opfer für ihre verbalen Keulenschläge gefunden. Wird der Samen von einem fremden Mann für die Befruchtung genommen, könnte das dann nicht als eine Art Ehebruch oder Einbruch in die Ehe gedeutet werden?

  54. #61 ridgleylisp (07. Mrz 2014 17:27)

    ich persönlich kann mich sehr für die Ansprache dieser Dame begeistern.

    Auch bin ich klar für unsere fortgeschrittene Wissenschaft, die ich selbst tagtäglich beruflich auch anwende.

    Ich bin auch überzeugt, dass wir diese Wissenschaft nutzen sollten,
    zum Wohle der Menschheit und Verantwortungsbewusst,

    daher sehe ich mich als Konservativ.

    Zumindest mich hat Frau Sibylle Lewitscharoff mit Ihrer Rede positiv erreicht. 😉

  55. Hupst,was vergessen.
    Die soll mir mit ihrem Aberglauben vom Hals bleiben, es gibt keinen Gott!
    Es gibt die Stärke der Menschen, Reproduktionstechnik hilft noch stärker zu werden

  56. Wer hier mal einfach rumpöbelt weil ihm die Aussage da oben nicht gefällt und meint unbegründeten linken Tugendterror zu versprießen, sollte sich wirklich fragen, ob PI die richtige Plattform für ihn/sie ist!

    Im Gegensatz zu den „Neo-Tugendterroristen“ habe ich mir die 18 Seiten http://www.spiegel.de/media/media-33276.pdf durchgelesen, da ist nichts plattes zu finden, sondern sehr viel durchdachtes aber auch fragendes! Fragend an uns alle, an die Gesellschaft!

    Auch werden dort keine einfache Antworten gegeben, zumal überhaupt nicht in schwarz und weiß, sondern vielmehr genau hingeschaut. Die, wie ich finde durchziehnde Fragestellung ist:

    Wenn der erste Schritt nicht schlecht oder nicht falsch war, müssen dann automatisch alle folgenden Schritte gut und richtig sein?

    Meines erachtens eine wesentliche Fragestellung in allen politischen und gesellschaftlichen Themen- und Problembereiche!

    Wir leiden doch immer unter der Automatisierung aller Folgeschritte, nur weil wir am Anfang mal sagten, ja so schlecht oder so falsch ist es doch nicht…

    Da liegt doch des Pudelskerns begraben!

  57. ……sind wir doch ehrlich….die meisten hier haben es doch nachwuchsmäßig eh schon hinter sich….haben sich den Traum vom Kind schöngeredet….sind geschieden und könnten kotzen wenn sie Ihre unfähigen Bälger – deren Leben/ Studium Sie zum größten Teil finanziert haben – am Wochenende stockbesoffen vom Partymachen bei sich daheim rumlungern sehen. Hauptsächlich unsere Generation ist doch für die alternativen Wohlstandsantifa und weltoffenen Buntmensch Idioten da draußen verantwortlich. Wir haben dem Deutschen Nachwuchs doch Toleranz gegenüber jedem Affenschädel und dahergelaufenen Wüstendeppen gepredigt. Wir haben doch die Kinder und jungen Erwachsenen zu dem gemacht was sie zum Großteil heute sind…Alternative wohlstandsverzogene alles akzeptierende unterwürfige und unfähige Weichlinge die Ihren Namen tanzen anstatt Mehmet eine auf die Fresse hauen wenn er jemand belästigt. Deswegen sau ich lieber weiter meine Dick und Durstig Rollen voll und setze keine weiteren Idioten in dieses kranke Land. Wenns mit der Fortpflanzung nicht klappt dann wird es schon einen natürlichen Grund haben.

  58. #69 Hank1965 (07. Mrz 2014 19:13)

    ……sind wir doch ehrlich….die meisten hier haben es doch nachwuchsmäßig eh schon hinter sich….

    Ich bin da noch guter Hoffnung! 😉

    Und für die passende Frau würde ich sogar ne Rippe opfern…

  59. #62 Zaubererbruder (07. Mrz 2014 17:37)

    den durchaus verständlichen Wunsch eines Paares auf das “perfekte” und “vollkommene” Kind kann ich insofern nachvollziehen, da diese Eltern das beste für Ihr Kind wollen,

    Ist das so? Oder wollen die „Eltern“ nicht eher das beste für sich…?

  60. 61 ridgleylisp (07. Mrz 2014 17:27)

    Natürlich bin ich auch für ungehindert freie Meinungsäußerung, aber

    Ich liebe dieses „aber“ in Bezug auf Verteidigung der freien Meinungsäußerung, macht aber wenig Sinn wenn dem „aber“ kein „und deswegen fordere ich“ folgt! Nur dann wird jedem dieses „aber“ klarer, als konkrete Aufhebungsforderung bzgl. freier Meinungsäußerung! (Islamis sind auch für freie Meinungsäüßerung, aber nicht gegen Islam, sind aber ehrlich und fordern konkret Morden dann, nix wischiwaschi, da weiß man wenigstens wo man dran ist!)

    Das erinnert leider so ein bisschen an diese extremen Christian Science Leute die ihren Kindern keine medizinische Hilfe zukommen lassen wollen, weil das angeblich nicht mit der göttlichen Verfügung vereinbar sei.

    Hätten Sie es komplett gelesen, würden Sie wissen, das davon überhaupt nicht die Rede ist! Da wird von der Frau wehemend die Abtreibungspille und die Straffreiheit der Abtreibung sogar verteidigt. Morphium zur Schmerzlinderung und der allgemeine Fortschritt der Medizin… Sie unterscheidet für sich in nachvollziehbar, widerlich, würdig oder unwürdig, natürlich oder unnatürlich…

    Das kann selbstverständlich jeder für sich anders bewerten und meinen, Abtreibung wäre das natürlichste der Welt, wie auch wenn eine Lesbe sich von wem auch immer Samen besorgt oder Männer Leihmütter oder auf Verdacht von Erkrankung Kinder abgetrieben werden, die aber gesund hätten geboren werden können… oder man…

    Oder man kann auch relativierend auch alles ignorieren und akzeptieren!

    Wie auch die Islamisierung…

  61. #62 Zaubererbruder (07. Mrz 2014 17:37)

    So sehe ich es auch, und ich lese aus genau dem gleichen Grund hier mit!

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