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Gauck weinte in Griechenland, warum nicht in Chemnitz?

Wie schon im letzten Jahr in Frankreich weinte Bundespräsident Gauck jetzt auch in Griechenland wegen einem Verbrechen der Wehrmacht in einem Dorf namens Lingiades. 82 Personen, darunter 34 Kinder waren angeblich erschossen worden. Ein Kriegsverbrechen, wenn die Angaben stimmen. Etwa zur gleichen Zeit, als Gauck seinen Tränen bei den nach Milliarden Euro an Reparationen dürstenden Hellenen freien Lauf ließ, gedachte Chemnitz der britisch-amerikanischen Bombenangriffe auf die Stadt am 14./15. Februar und 5. März 1945, denen 3500 bis 4000 Menschen zum Opfer fielen, die meisten davon Zivilisten, Frauen und Kinder. Da weinte der Gauck noch nie! Warum nicht?

Insgesamt sind in über 10 Luftangriffen 7.360 t Bomben auf die Stadt abgeworfen worden. Der Denkmalbestand an Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Wohnhäusern in der historischen Innenstadt und den inneren Vorstädten wurde beinahe vollständig zerstört, vom Wohnungsbestand der Stadt insgesamt ein Viertel vernichtet. Insgesamt waren etwa 3.600 – 4.000 Luftkriegsopfer in Chemnitz zu beklagen.

Seither ist Chemnitz architektonisch kaputt. Während die Amerikaner Rüstungsbetriebe bombardiert haben sollen, legten es die Briten unter dem Oberkommando des notorischen Kriegsverbrechers Bomber-Harris acht Wochen vor Kriegsende wieder einmal gezielt auf die Innenstadt und Zivilisten an. Es würde einem Bundespräsidenten gut anstehen, wenn er auch mal über Deutsche, die einem Kriegsverbrechen zum Opfer fielen, öffentlich eine Betroffenheits-Rede hielte. Kam aber noch keinem in den Sinn, und dem Gauck schon gar nicht.

Was die Chemnitzer heute selber angeht: Die Gutmenschen, die Schläger von der Antifa und die Rote SA verlegten einer rechtsextremen Demo illegal den Weg, die Polizei räumte ihn heuchlerisch natürlich nicht frei und schickte die Rechten nach Hause. So gedenkt Deutschland regelmäßig seiner Toten. Ein paar tausend „Gute“ marschieren auf, Linksradikale darunter randalieren früher oder später gegen irgendeine Demo von ein paar Dutzend Rechtsextremen und fühlen sich hinterher sowas von toll, daß sie wieder gegen das Dritte Reich gekämpft haben. Was für ein Gedenken! Und hinterher fließen die Milliarden widerspruchslos ins Ausland für dies und das! Griechenland droht und wartet schon! Ekelhaft und widerwärtig!

Anmerkung: Außer im deutschen Wiki erscheint Lingiades in Wikipedia in keiner anderen Sprache. Es gibt auch keine Bücher. Das Wehrmacht-Massaker in Lingiades war, wie immer in solchen Fällen, Rache und Vergeltung, nachdem griechische Partisanen aus dieser Gegend einen Wehrmachtsoffizier erschossen hatten.

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