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Steuerzahler Hoeneß und der fiese Fiskus

Saublatt Bild2Hoeneß ist so dumm, akzeptiert das Urteil und geht ohne Revision ins Gefängnis. Wir sind anderer Meinung. Der Pöbel, der selber mehrheitlich keine Steuern zahlt, reibt sich die Hände, und die Heuchelhunde der Schweinepresse (siehe Bild) wollen weiter am Thema Geld verdienen. Die generelle Meinung, etwa beim linken Prantl in der Alpen-Prawda, die Strafe für Hoeneß sei korrekt. Unterschlagen wird, daß Hoeneß durch sein Zocken unter dem Strich Geld verloren hat – es ist von 4 Millionen Euro die Rede – und hätte er nicht gezockt, gäbe es auch keine Steuerschuld. Wie kann es sein, daß man Geld verliert und dafür trotzdem Millionen an Steuern zahlen soll? Nun, das liegt am fiesen Räuberstaat.

Hier der Hergang der Ereignisse vereinfacht in einfacher Sprache mit vereinfachten Zahlen:

Jahr 1: Hoeneß hat 10 Mio Euro auf einem Konto und beginnt damit, an der Börse zu zocken. Durch die Hebelwirkung vieler Kontrakte und Produkte, kann man auch mit 10 Mio ein großes Rad drehen. Hoeneß hat das ganze Jahr mit vielen Transaktionen nur Glück. Er gewinnt 50 Mio Euro und hat am Jahresende nun 60 Mio auf dem Konto. Durch den Gewinn entsteht eine Steuerschuld von 25 Mio Euro. (Da Hoeneß noch andere Einnahmen hat, ist sein persönlicher Steuersatz 50%!)

Jahr 2: Hoeneß zockt weiter, hat aber dieses Jahr nur Unglück. In Hunderten von Transaktionen verliert er alles. Auf seinem Konto sind null Euro. Der Gewinn vom letzten Jahr und sein Startkapital von 10 Mio sind futsch. Er ist jetzt im Minus – aber seine Steuerschuld von 25 Millionen aus Jahr 1 bleibt. Sie kann nicht durch den Verlust aus Jahr 2 gedrückt werden.

Jahr 3: Hoeneß hat mit Zocken aufgehört. Er verkauft ein Grundstück mit 1 Mio Gewinn. Dagegen will er seinen Verlust aus Jahr 2 rechnen. Geht nicht. Der FC Bayern zahlt ihm 1 Million Sonderprämie für seine Leistungen für den Verein. Hoeneß will den Verlust aus Jahr 2 darauf anrechnen. Geht nicht! Seine Wurstfirma zahlt ihm eine Dividende von 5 Mio Euro. Hoeneß will seinen Verlust aus Jahr 2 anrechnen. Geht nicht!

Die Steuerschuld aus der Zockerei Jahr 1 bleibt. Und die Verluste aus der Zockerei Jahr 2 können nur mit Zockergewinnen in Zukunft verrechnet werden. Da Hoeneß aber nicht mehr zockt, bleibt er auf ihnen sitzen. Resultat: 10 Mio Startkapital verloren, Steuernachzahlung über 25 Mio Euro plus nochmals 25 Millionen Euro als Strafe obendrauf und dreieinhalb Jahre Gefängnis. Ein erfolgreicher Geschäftsmann ist kaputtgemacht, obwohl er an der Zockerei unter dem Strich nichts verdiente und sogar Miese machte!

Das ist kein Zufall! Der Fiskus greift nämlich bei allen Gewinnen zu, und Verluste anerkennt er tunlichst nicht und erschwert ihren Abzug hinten und vorn. Das ist die fiese Steuergesetzgebung seit 1999! Ein Mann macht Verluste und wird dafür besteuert. Man nennt das ‚Schließen von Steuerschlupflöchern‘.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß Hoeneß aufgrund seiner sonstigen Einnahmen beim FC Bayern, durch Werbeverträge und die Wurstfabrik jedes Jahr sowieso ein paar Millionen Euro an Steuern gezahlt haben dürfte. Aber der Fiskus kriegt nie genug.

Ein paar Irre haben hier gepostet, wenn jeder steuerehrlich sei, müßten alle weniger zahlen. Ach ja? Solange Hoeneß gezockt hat, haben unsere Blockparteien und die Mutti eine Billion allein zur Euro-Rettung versaubeutelt – und ein Ende ist nicht abzusehen. Steuern und Abgaben sind seit Bestehen der BRD unaufhörlich gestiegen – Steuerehrlichkeit spielt überhaupt keine Rolle! Was eingenommen wird, muß raus, und das reicht nicht. Darum macht der Räuberstaat zusätzlich Schulden in Billionenhöhe! Gerechtigkeit? Daß ich nicht lache! Hoeneß ist politisch naiv!