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Firefox-Boykott nach Brendan Eich-Kündigung

Nachdem bekannt geworden war, dass Mozilla-Vorstand und Erfinder des Java-Scripts, Brendan Eich, durch den Druck der Homolobby zum Rücktritt genötigt wurde (PI berichtete), wird nun im Netz zum Boykott des Firefox-Browsers aufgerufen. Der Browser ist das Zugpferd der milliardenschweren Firma, ist beliebt und wird stark genutzt, doch dies könnte sich im Verlauf der massiven Gegenkampagne nun ändern.

Ironischerweise hatte einer der Mitbegründer der Dating-Plattform „OKCupid“, die den Druck auf Mozilla maßgeblich organisiert hatte, nämlich Sam Yagan, selbst einmal für eine Anti-Homo-Kampagne gespendet, wie sich jetzt herausstellte.

Im Netz ist nun eine Petition, die sich an die Firma Mozilla richtet, recht erfolgreich. Bereits beinahe 40.000 Menschen erklären, dass sie den Firefox nicht mehr nutzen wollen. Auf Twitter wird unter den Hashtags #firefoxboycott, #NoZilla und #DumpFirefox in hunderten Kommentaren deutlich, was die Menschen von der Mobbingaktion gegen Brendan Eich denken:

„Firefox war mein bevorzugter Browser. Doch ich schätze Freiheit mehr.“

„Aus Solidarität mit Brendan Eich deinstalliere ich den Firefox. Es schmerzt, habe ihn jahrelang genutzt. #NoZilla Stoppt die Diskriminierung. Deinstalliert FF“

Viele machen Werbung für die Petition und es ist erstaunlich zu sehen, dass sich immer mehr Menschen dem Druck von extremen Minderheiten und ihren totalitär anmutenden Maßnahmen entgegenstellen. Die Boykotteure erhoffen sich einen Sieg für die Meinungsfreiheit und man darf gespannt erwarten, ob und wie sich Mozilla zu all dem positionieren wird.