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Bautzen: Asylanten wohnen im 4-Sterne Hotel

bautzen [1]In Deutschland gibt es viele Menschen, die sich und ihrer Familie trotz arbeitsreicher 40-Stunden-Woche keinen Urlaub ermöglichen können. Und wenn, dann bestimmt nicht in einem 4-Sternehotel mit Sauna, Dampfbad und Shuttleservice. Anders ist das mit „Flüchtlingen“: in Bautzen bezahlt der Steuerzahler Asylanten einen Komfort, von dem so manche deutsche Familie nur träumen kann.

(Von L.S.Gabriel)

Ab Sommer diesen Jahres werden im Landkreis Bautzen bis zu 150 Asylanten im Spreehotel Bautzen [2] untergebracht, immerhin eine 4-Sterne-Destination. Angeboten werden den „Flüchtlingen“ zehn Vierbett-, 20 Dreibett- und 25 Doppelzimmer, gewohnt wird in einem „Sondergebiet für Erholung und touristische Nutzung“ mit Blick auf den malerischen Stausee und Tennisanlage in naher Umgebung.

Das ist nach Ansicht des Landratsamtes eine gute Lösung [3] für alle, denn würde der Steuerzahler das Wohlfühlressort nicht für die Asylanten weiterfinanzieren, ginge der Betrieb Pleite. So aber darf die offenbar betriebswirtschaftlich unfähige Spreehotel Betriebsgesellschaft weitermurksen – nun umso besser, ist es ja nicht mehr deren Geld und Risiko.

Angeblicher Grund für die roten Zahlen, die Bekanntwerdung eines Umwidmungsplanes, damit man eben in diesem Erholungsgebiet ein Asylantenheim errichten kann, wogegen eine Bürgerinitiative Sturm lief.

786 Asylbewerber leben bereits im Landkreis Bautzen, bis Ende des Jahres muss noch Platz für weitere 570 geschaffen werden. Man ist also in Bedrängnis und wird wohl von nun an nicht nur, wie dieser Fall zeigt, geradezu provokant gegen den Willen des Volkes der Bevölkerung agieren, sondern vielleicht sogar in Folge zu drastischeren Maßnahmen wie Enteignungen zurückgreifen müssen. Denn trotz europaweiter Ausschreibung meldete sich niemand freiwillig, sein Hab und Gut zur Verfügung zu stellen.

Der Mietvertrag zwischen dem Landkreis und der Betreibergesellschaft läuft erst einmal ein Jahr, bis dahin hofft man alles, auch gegen den Willen der Bautzener, unter Dach und Fach zu haben, um dann das Wohlfühldomizil offiziell zum Asylantenheim umfunktionieren zu können. Bis es so weit ist, können in den verbleibenden Zimmern noch zahlende Kartoffeln Gäste unterkommen. Das werden aber wohl nicht mehr allzu viele sein.

Hier ein Video der „Asylunterkunft“:

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