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Bremen: Nachtrag zur Attacke auf Bernd Lucke

afd_wahl - [1]Bei einer Wahlkampfveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) versuchten mutmaßliche Linksfaschisten Bernd Lucke während des Applauses für eine gehaltene Rede zu attackieren. Das beherzte Eingreifen von Parteimitgliedern [2] konnte die Angreifer aufhalten. Die AfD hat den empörenden Vorgang auf Video festgehalten (PI berichtete [3]).

(Von Étienne Noir)

Die Taktik der Demokratiefeinde: Zwei Frauen sollten durch Geplärre und Gekeife die Anwesenden ablenken, so dass ihre Schläger auf Bernd Lucke losstürmen konnten. Glücklicherweise ging dieses so ganz und gar nicht „gendergerechte“ (Frauen lenken ab, Männer machen die grobe Arbeit = Arbeitsteilung wie früher) Manöver in die Hose.

Zuvor schon hatte Konrad Adam, einer der Sprecher der AfD, in einer Stellungnahme [4] von einer „Antifa-Republik“ gesprochen, in der das Establishment alles, was die eigene Macht bedroht, versucht nieder zumachen. Sei es mit Verleumdungen oder mit den bezahlten Schlägertrupps der Antifa. Adam kritisierte, dass linksradikale verfassungsfeindliche Organisationen von den Regierenden, auch von der CDU, mit Steuergeldern gefördert werden. Das Spiel ist simpel und einfach durchschaubar. Wie einst unter Adolf und seiner SA ist die Antifa für die Machthaber von heute die Ausputztruppe, die alle Anders- und Selbstdenkenden zu bekämpfen hat und solange geduldet wird, wie es eben nützt. Das selbe Theater ist derzeit in Kiew geboten. Dort war von Ende 2013 bis Ende März 2014 der gewaltbereite Block um den sogenannten „Rechten Sektor“ mit seinen Waffen und Schlägern solange opportun und wurde solange vom Westen bezahlt, wie es gegen die einstige eher Moskau zugeneigte Regierung ging. Nun ist der „Rechte Sektor“ wie einst Adolfs SA überflüssig sowie lästig und wird mit Spezialeinheiten bekämpft [5]; wenn es sein muss bis zum Tod.

Ebenfalls knöpfte sich Konrad Adam den SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, den unsympathisch wirkenden und mit verzerrten Darstellungen nur so um sich werfenden Martin Schulz, vor. Der Präsident des Europaparlamentes tourt derzeit quer durch die Republik, um der SPD doch noch ein paar Wählerstimmen einzuheimsen. Beobachter meinen allerdings auch, dass ein Kandidat wie Martin Schulz, der doch in seiner Amtszeit all die Dinge, die er jetzt verspricht hätte machen oder zumindest anstoßen können, der SPD eher noch ein schlechteres Ergebnis als 2009 einfährt. 2009 war die SPD schon auf 20,8% abgesackt. Doch Martin Schulz lässt sich davon nicht abhalten und besucht eine Wahlkampfveranstaltung nach der anderen. Pro Tag kassiert Schulz, laut Konrad Adam, 304,00 Euro Sitzungsgeld (PI berichtete [6]), obwohl er gar nicht an den Sitzungen teilnimmt. Adam zeigt sich in einer Stellungnahme [7] über das unseriöse Gebaren des SPD-Politikers empört:

„Beschämend an diesem Verhalten ist weniger der Stil legaler Selbstbereicherung, mit dem Schulz den Ruf des ohnehin ungeliebten Parlaments weiter beschädigt. Unwürdig, aber auch typisch für das von Martin Schulz repräsentierte Europa, ist die offene Verachtung für die Spielregeln der Demokratie. Schulz sieht sich in der Rolle des Parteisoldaten, der zwischen Legislative und Exekutive keinen Unterschied macht und das Prinzip der Gewaltentrennung, den Garanten für den Schutz des Bürgers vor Übergriffen einer allmächtigen Verwaltung, bedenkenlos mit Füßen tritt.“

Derweil gibt es noch eine positive Meldung der AfD [8]: Sie ist im Netz die beliebteste Partei. Am 30. April durchbrach die AfD die 100.000er Marke bei den Facebook-Likes und liegt damit vor allen anderen Parteien – selbst vor den Piraten (Platz 2). Pro Woche lesen 750.000 Personen die Meldungen der AfD. Knapp hinter den Piraten liegt die AfD beim Durchschnittsalter. Während SPD und Union sich zunehmend zu Rentnertrupps umformieren, liegt das Durchschnittsalter der AfD-Mitglieder, die sehr häufig berufstätig sind und Kinder haben, bei 50,9 Jahren.

„Diese Angaben zeigen eindeutig, dass unsere Partei im Aufwind ist, da sie die Sorgen und Bedürfnisse der Bürger direkt anspricht und in ihr Programm aufgenommen hat. Diese Statistiken zeigen aber auch deutlich, dass es sich eben nicht um eine verstaubte Altherren- und Professorenpartei handelt, wie des Öfteren gerne von unseren politischen Gegnern behauptet wird“, freut sich AfD-Sprecher Bernd Lucke.

Alexander Gauland, stellvertrender Sprecher der AfD, zeigt sich indes über die Wirkung des Internets erfreut: „Das Internet ist ein guter Indikator, wenn es um das Bauchgefühl unserer Mitbürger geht. Es zeigt aber vor allem auch, dass sich eine Vielzahl von Menschen direkt bei uns über aktuelle politische Geschehnisse informieren, da sie den etablierten Medien in ihrer tendenziösen Berichterstattung immer kritischer gegenüberstehen.“

Ob Gauland mit kluger Sicht damit PI gemeint hat?

Hier noch einmal das Video der Attacke:

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