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Wasserspar-Irrsinn kommt uns teuer zu stehen

Wassersparen_Symbolbild [1]Der grüne Ökoirrsinn hat uns bekanntermaßen eine superteure und völlig ineffiziente Energiewende beim Strom beschert, Windmühlen und Solarpaneele statt Atomkraft, Giftpilze in der Fassung anstatt Glühbirnen. Doch dabei bleibt es nicht. Auch beim Wasserverbrauch als billige Ressource, von der Deutschland zur Genüge hat, soll weiter gespart werden. Schon allein der Begriff „Verbrauch“ im Zusammenhang mit Wasser ist absurd, denn er suggeriert die Vernichtung des Verbrauchsguts. Wasser aber geht bekanntermaßen nach Gebrauch immer wieder in den Wasserkreislauf der Erde ein. Jürgen Leist vom Hannoveraner Umweltinstitut Ecolog schlägt nun wegen des Irrsinns Alarm.

Die WELT [2] schreibt:

Deutschland hat Wasser im Überfluss – doch die Verbraucher sparen, was das Zeug hält. Das führt gerade im Sommer dazu, dass es in den Städten bestialisch stinkt. (…)

Wassersparen sollte sich segensreich auf den Geldbeutel und das Gewissen auswirken, doch hat sich der Hang zum Sparen stattdessen zum Preistreiber entwickelt: Weniger Wasser bedeutet weniger Durchfluss in den Rohren, und das führt zu Problemen in den Leitungen und Abwasserkanälen. Um Rückstände auszuspülen, müssen die Wasserversorger nachhelfen. In vielen Regionen wird für diesen Extraspülgang Trinkwasser eingesetzt, und das kostet viel Geld.

Außerdem bildet sich Gas, das den Beton der Leitungen angreift. Sind die Rohre nicht ausgelastet, fängt die Kanalisation an zu stinken, erklärt Hans-Georg Frede, emeritierter Professor am Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement der Universität Gießen.

So würden Experten diskutieren, ob eine Wasser-Flatrate für Privathaushalte nicht mehr Sinn machen würde, als Wasser in Trinkwasserqualität durch die Leitungen zu spülen, sagt Frede.

„Wassersparen wird teuer“

„Trinkwasser ist in Deutschland eine heilige Kuh“, sagt Jürgen Leist vom Hannoveraner Umwelt-Institut Ecolog. Wasser sei im Überfluss vorhanden – das Sparen ist für Leist kostspieliger Unsinn. „Wassersparen wird teuer. Die Preise sind gestiegen, weil die Trink- und Abwasserrohre durchgespült werden müssen“, erklärt er. Andererseits explodiere der Verbrauch von industriell abgefülltem Flaschenwasser, obwohl das ökologisch viel bedenklicher sei. (…)

„Konzentriertes Abwasser“

„Auch in der Kläranlage kommt konzentrierteres Abwasser an“, sagt Axel Frerichs, Bereichsleiter Leitungswesen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), zu den Folgen des Sparens.

Die Kosten, die dieser ideologisch motivierte Wassersparkrampf verursachen wird, sind derzeit noch nicht absehbar. Was der Bürger heute bei der Wasserrechnung spart, muss er morgen für Wartung, teure Umbauten und Reparatur mehrfach über die Steuer wieder zahlen. Der Steuerzahler aber ist ein anonymes wehrunfähiges Abstraktum, das sich per gesetzlicher Doktrin besser abziehen lässt als der einzelne Verbraucher, der aufschreit, wenn er die Kosten seiner Sparsamkeit persönlich von Wasserwerk und Tiefbauamt präsentiert bekommt.

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