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Wien: Geheimtreffen von Heinz-Christian Strache, Marion Le Pen und Aleksandr Dugin

marionlepenLaut Schweizer Tagesanzeiger soll am vergangenen Samstag in Wien ein Geheimtreffen von sogenannten „Rechtspopulisten, Nationalisten und Eurasiern“ stattgefunden haben – übrigens zeitgleich und im Kontrast zum „Life Ball“, bei dem Conchita Wurst auftrat. Man habe in Erinnerung an den historischen Wiener Kongress den „Geist der Heiligen Allianz“ aufleben lassen. Die Annäherung von europäischen konservativen Kräften mit dem Chefideologen der Eurasischen Bewegung, Aleksandr Dugin (Foto rechts), ist eine hochinteressante Entwicklung.

(Von Michael Stürzenberger)

Marion Maréchal-Le Pen ist übrigens die Enkelin von Jean-Marie Le Pen. Wie ihre Tante Marine ist sie Politikerin bei der Front National und wurde in die Nationalversammlung für das Département Vaucluse gewählt. Mit 24 Jahren ist sie die jüngste Abgeordnete der Fünften Französischen Republik. Neben ihr, Strache und Dugin sollen auch noch ein russischer Oligarch, Rechtskonservative aus Kroatien und Bulgarien, der Anführer der katholisch-monarchistischen Carlisten-Bewegung aus Spanien, der Direktor eines Finanzunternehmens aus der Schweiz, ein Historiker aus Frankreich sowie Adelige aus Georgien und Russland anwesend gewesen sein. Im Tagesanzeiger ist zu lesen:

Vergangenen Samstag in Wien: Rund um das Rathaus feierten Zehntausende den Life Ball, das grösste Benefizfest zugunsten HIV-Infizierter und Aidskranker in Europa. Auf der Bühne sang Conchita Wurst, davor tanzten Schwule und Lesben in burlesken Kostümen im «Garten der Lüste», so das diesjährige Motto des Balls. Zur selben Zeit aber berieten nur wenige Meter entfernt, im Stadtpalais des Fürsten Liechtenstein, Nationalisten und christliche Fundamentalisten aus Russland und dem Westen, wie sie Europa vor Liberalismus und der «satanischen» Schwulenlobby retten und wie sie die alte, gottgegebene Ordnung wiederherstellen könnten. Die Versammlung fand unter strengster Geheimhaltung hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Gardinen statt. Sie wurde jedoch dem TA von zwei voneinander unabhängigen Quellen bestätigt.

Offizielles Thema war der historische Wiener Kongress, der vor genau 200 Jahren mit Gründung der «Heiligen Allianz» dem Kontinent «ein Jahrhundert der relativen Ruhe und des geopolitischen Gleichgewichts» gebracht habe, wie es in der Einladung hiess. Tatsächlich wurde aber im prunkvollen Festsaal des Palais wenig über Geschichte und viel über die Zukunft gesprochen. Denn heute stünden Europäer und Christen vor historischen und geopolitischen Bedingungen, die es notwendig machten, «den Geist der Heiligen Allianz aufleben zu lassen».

Es ist auch höchste Zeit, dass sich eine starke Gegenbewegung mit Kräften aus der Finanzwelt, der rechtskonservativen Politik und christlich orientierten Kreisen zusammenfindet.

Presse und Öffentlichkeit wurden von dem Treffen nicht informiert, die Teilnehmer zu absoluter Geheimhaltung verpflichtet. Ein privater Wachdienst kontrollierte die Eingänge des barocken Palais. Selbst die Teilnehmer durften nicht fotografieren. Als FPÖ-Chef ­Strache am Konferenztisch ein Handyfoto schoss, wurde er von Tagungsleiter ­Malofeew sofort abgemahnt.

Ein Europa souveräner Staaten, eng mit Russland verbunden – eine spannende Zukunftsvision:

Ein Redner sah in Russlands Präsidenten den «Erlöser» und die Reinkarnation Alexander des Ersten. Der Zar hatte die «Heilige Allianz» gegen Napoleon geschmiedet, auf dem Wiener Kongress allerdings auch gedrängt, das besiegte Frankreich wieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. So war es für die Tagungsteilnehmer im Jahr 2014 auch kein Problem, Vertreter des Front National in ihrer Mitte zu begrüssen. Der 45-jährige Aymeric Chauprade, frisch gewählter EU-Abgeordneter und Historiker, ist ein Intellektueller nach dem Geschmack Dugins. Chauprade vertritt die Idee eines Europa der Nationen mit besonders starker Bindung zu Russland.

Hier der komplette Artikel des Tagesanzeigers über dieses spannende Treffen. Der österreichische Kurier berichtet ebenfalls. In Europa scheint sich so langsam eine Gegenbewegung zu Gender Mainstreaming, Islam-Appeasement, Masseneinwanderung, Asylmissbrauch und EU-Sozialismus zu bilden. Das Ganze im Verbund mit Russland, wo der gesunde Menschenverstand deutlich ausgeprägter ist als in der immer weiter nach links driftenden EUdSSR. Auch wenn manch ein Teilnehmer dieses Treffens möglicherweise eine bedenkliche Biographie haben sollte, ist es wichtig, dass sich etwas tut..

(Spürnase: Gernot Tegetmeyer)