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Israel: Ben-Gurion-Flughafen quasi dicht

BenGurionFlughafenDie perfide Strategie der Hamas, durch einen Medienkrieg mit gefälschten Bildern und billigen Parolen nicht nur die Deppen Europas gegen Israel zu mobilisieren sondern auch Israel durch gezielten Raketenbeschuss von seinem wichtigsten Tor zur Welt abzuschneiden, geht auf. Durch den Beschuss des einzigen internationalen Flughafens Israels bei Tel Aviv, den Ben-Gurion-Flughafen, ist Israel logistisch isoliert.

Nach den USA boykottieren nun auch europäische Fluggesellschaften den Flughafen. Den Flugzeugabschuss in der Ukraine noch vor Augen, will man nun keinen Wiederholungsfall riskieren, bei dem völlig Unbeteiligte zu Schaden kommen. Das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ hat bislang alle Raketen auf den Flughafen rechtzeitig zerstört, dennoch verhallen die Appelle des israelischen Verkehrsministers Israel Katz.

Der Tagesspiegel berichtet:

Die islamistische Hamas teilte am Dienstag mit, dass der Ben Gurion-Flughafen in Tel Aviv ab sofort zu den Hauptzielen ihrer Raketenangriffe zählen würde, weil sich dort auch eine Militärbasis befinde. „Wie warnen Sie, Flüge zum Airport Ben Gurion zu nutzen“, heißt es in einer Mitteilung an internationale Passagiere.

Die USA stoppten alle US-Flüge nach Israel. Delta Airlines machte am Dienstag den Anfang, sie leitete eine Boeing 747 mit 290 Passagieren an Bord nach Paris um, nachdem in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens eine Rakete der Hamas eingeschlagen war. Danach begannen die Absagen, es folgte auch Air France, die Lufthansa und Air Berlin.

Die Frankfurter Allgemeine schreibt:

Immer mehr europäische und amerikanische Fluggesellschaften wollen den Flughafen Tel Aviv vorerst nicht mehr anfliegen. Die israelische Regierung beteuert zwar, dass Starts und Landungen weiterhin sicher seien. (…) Die Lufthansa-Gruppe will alle Flüge bis zum Morgen des 24. Juli aussetzen. Davon betroffen sind auch Austrian Airlines, Swiss und Germanwings. Ihre Flüge vorerst abgesagt haben auch Air Berlin, KLM, Air France, KLM und Turkish Airlines.

Dieser Flugboykott kommt insofern zur Unzeit, als dass nun die Hauptreisezeit in vollem Gange ist und die israelische Tourismusindustrie diesen Flugboykott schmerzhaft zu spüren bekommen wird. Auch der Fluss von Import und Export dürfte empfindlich gestört werden. Wie lange der Boykott tatsächlich dauern wird, ist nicht abzuschätzen. Je nach Land gelten die Einschränkungen zunächst für 24 bis 36 Stunden – Ende offen.