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NSU-Prozess: Zweifel auch bei „3Sat“

nsuAls Justizposse mag man den sogenannten „NSU-Prozess“, der vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München verhandelt wird, nun wirklich nicht bezeichnen, dazu wiegen die Vorwürfe zu schwer. Hier verhandelt nicht das Königlich Bayrische Amtsgericht gegen einen Hühnerdieb, hier geht es um mehrfachen Mord, um Terrorismus – und auch um die mögliche Verstrickung staatlicher Organe in diese Verbrechen.

Wie kaum jemals ein anderes Strafverfahren berührt dieser Prozess die Grundfesten unseres Rechtsstaats. Und wie kaum jemals ein anderes Verfahren wird dieser Prozess im Internet diskutiert. Die Opfer stehen fest, ihnen wurde alle staatliche Anteilnahme entgegen gebracht, nach ihnen wurden Straßen benannt. Die Täter scheinen festzustehen, sind medial vorverurteilt und sicher keine Unschuldslämmer.

Wohl einmalig an diesem Verfahren ist auch, dass sowohl die Verteidiger der noch lebenden Angeklagten (die Uwes sitzen ja sozusagen post mortem auch auf der Anklagebank) als auch die Vertreter der Nebenkläger gemeinsam nach der Wahrheit suchen. Einer Wahrheit, die offenbar nicht ans Tageslicht kommen soll.

Und da kommt dann ein sicherlich politisch unverdächtiger Sender wie der öffentlich-rechtliche Kanal „3Sat“ plötzlich auf die Idee, einiges in Frage zu stellen.

Hier das Video der 3Sat-Sendung:

Es scheint noch viel Aufklärungsbedarf zu bestehen. Doch zu tief ist der Staat, als dass wir mit wirklicher Aufklärung rechnen dürfen. Fragen dürfen wir stellen. Doch ob wir eine Antwort bekommen … ?